Weniger Geld durch neuen Tarifvertrag?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von sugarcat, 27.11.2005.

  1. sugarcat

    sugarcat Newbie

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    Hallo,
    bin neu hier und hab gleich mal eine Frage.
    Ich arbeite zur Zeit nicht in Deutschland und hab darum ein bisschen den Ueberlick verloren.Ich moechte aber naechstes Jahr wieder heim nach Deutschland.
    Darum hab ich versucht herauszufinden wieviel ich jetzt verdienen wuerde weil ich nur noch Teilzeit arbeiten moechte.
    Ich bin KR 5a, Altersstufe 7.
    Seit Oktober 2005 gibt es ja den neuen Tarifvertrag,da bekomme ich beim Onlinerechner weniger Geld raus (teilweise 200Euro) als beim BAT-Rechner.:?:
    Kann das sein oder hab ich was falsch gemacht?
    Fuer Aufklaerung waer ich dankbar!
    Liebe Gruesse,sugarcat
     
  2. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    die Tarifverträge sind neu und so ganz blicken die wenigsten durch....
    Für diejenigen, die sich im Augeblick in einer Anstellung befinden ändert sich nichts. Verluste müssen wohl die hinehmen, die neu eingestellt werden....

    Ich weiss nicht , wo Du jetzt eingruppiert wärst....fakt ist, dass ich- wenn ich 2007 ins Berufsleben starte- schlechter gestellt bin als wenn ich noch nach dem alten BAT-Kr angefangen hätte!
    Nach dem alten Tarif hätte ich ein Einstiegsgehalt von ca. 2.300 brutto....jetzt fange ich mit 2.061 brutto an!!!! Die knapp 2.300 habe ich erst ab dem 2. Jahr im Beruf ....8O :angry:
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Welche Branche zahlt noch für das Alter des MA einen Obulus und nicht für die Betriebszugehörigkeit/ Berufserfahrung? In welcher Branche ist es noch üblich, die Familie mit zu bewerten: mehr Kinder, mehr Geld?

    Elisabeth
     
  4. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    In welcher Branche erhält ein MA, welcher über einen Berufsqualifizierenden Abschluss, ein Jahr Berufserfahrung und ein abgeschlossenes acht-semestriges Hochschulstudium verfügt so wenig Geld?
    (Mal abgesehen davon, dass ich bis 2007 wohl hoffentlich auch noch den Tariner II Kinaesthetics habe und dann Grundkurse geben kann....gesamtwert der 2 Jährigen Ausbildung bis dahin beträgt übrigens etwa 10 TSD Euro ...)

    Lillebrit
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Das war eine gute Antwort und bestätigt nur einmal mehr, dass die Entlohnung in der Pflege endlich auf die Füße gestellt gehört: Leistung und Fachkompetenz muss bezahlt werden und nicht Lebensalter und Familienstand.

    Elisabeth
     
  6. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    habe heute gerade mit einer Kommilitonin gesprochen, welche vor kurzem ihren Arbeitsvertrag unterschrieben hat...sie fängt im Februar mit ner halben Stelle an einer KPS an und arbeitet nach der Diplomarbeit ( so ab August) dann 100%.

    Sie sagte mir,dass ihr volles Einstiegsgehalt 2.600 brutto betragen würde....sie fängt wohl mit der Entgeldstufe 9, Stufe 3 an.
    Das lässt ja hoffen.....:up:
    Mal abwarten, wie sich der Markt in 1,5 bis 2 Jahren etwickelt.

    @Elisabeth:

    Ja, natürlich bin ich auch dafür, dass nach Leistung und Kompetenz bezahlt wird. So sollte es ja- laut dem neuen Tarifvertrag- auch sein....allerdings habe ich das Gefühl, dass die Neueingestellten dabei erstmal grundlegend schlechter weg kommen als die "alten".

    Ich persönlich finde es z.B. auch unmöglich, dass jemand- der 20 Jahre auf Station ist, ohne sich irgendwie weiter zu bilden- genauso viel verdient wie jemand, der sich regelmäßig ( und häufig noch auf eigene Kosten und in der Freizeit) weiter qualifiziert.

    Aber wie ist das denn jetzt genau mit den Entwicklungsstufen vorgesehen? Da stehen auch die Vorgaben zur Betriebszugehörigkeit in Jahren.

    Aber ist jemand, der seit 10 Jahren dabei ist, automatisch "Leistungsstärker" als ein "Newcomer" mit deutlich mehr Vorbildung?

    Lillebrit
     
  7. narde2003

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    Hallo Lillebrit,
    ich bin ganz deiner Meinung, dass Fortbildung und Engagement zählen sollen.

    Viele Kolleginnen sehen gar nicht ein an einer Fortbildung teilzunehen, aus welchen Gründen auch immer. Die bekommen das Gleiche wie ich und kann mich zum Teil noch anmaulen lassen, dass sie ja für mich arbeiten müssen während ich mich fortbilde - arme Station! - Mache die FB meist in meiner Freizeit...

    Aber es soll ja alles besser werden z.B. Leistungsprämien. Ich bin jetzt mal neugierig wie mein Gehaltszettel diesen Monat aussieht, dann weiss ich endlich wie ich eingruppiert werde.

    CU
    Narde
     
  8. Manegger

    Manegger Stammgast

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    Noch ne A...karte gezogen...

    Moin moin,

    irgendwie finde auch ich den TVÖD noch nicht wirklich gerecht genug.

    Habe ein Examen als Krankenpflegehelfer, als Krankenpfleger, Weiterbildung PA (460h), PML und dadurch Fachhochschulreife, studiere jetzt Pflegemanagement, bin seit 7 Jahren stellvertretende Leitung und werde nach dem Studium nicht höher eingruppiert als jetzt. Ich hab noch nicht mal ne Chance aufzusteigen, so hat man mir prophezeit.

    Kann das alles sein? Bin jetzt wohl Gruppe 9, Stufe keine Ahnung

    Oder weiß jemand positivere Nachrichten?

    Gruß
    Klaus
     
  9. Susanne Huber

    Susanne Huber Stammgast

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    weiß jemand von Euch, nach welchen Kriterien diese Leistungsprämien bezahlt werden???
    Mir scheint, hier hängt mal wieder alles vom "guten" Verhältnis des Mitarbeiters zum Vorgesetzten ab (getarnt unter dem Begriff: "soziale Kompetenz")

    Oder hat einer von Euch erfahren, dass auch mal einfach nur objektive Kriterien zur Leistungsbewertung herangezogen werden sollen.???? (z.B. Anzahl der Fortbildungsstunden, Weiterbildungsmaßnahmen, selbst gehaltene Fortbildungen, Umsetzung von Projekten auf Station, Lob durch Patienten und Angehörige, u.s.w...)

    (Bin leider nicht so gut im schleimen wie viele meiner Kollegen und habe daher bei der "sozialen Kompetenz" gegenüber meinen Vorgesetzten nicht immer die besten Karten)

    Susanne
     
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