Weniger Bürokratie in der ambulanten Pflege

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von Ute, 05.11.2004.

  1. Ute

    Ute Poweruser

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    [04.11.2004]

    Weniger Bürokratie in der ambulanten Pflege

    Kontinuität der Versorgung verbessern

    Der Verwaltungsaufwand in der ambulanten Pflege ist in den letzten Jahren unverhältnismäßig gestiegen. Immer mehr Zeit geht so für die direkte Versorgung der Patienten verloren. Gleichzeitig steigen die Ausgaben für Verwaltung bei den Kassen und den ambulanten Pflegediensten an.
    Der Deutsche Caritasverband (DCV) hat einen Forderungskatalog mit Vorschlägen zum Abbau des Verwaltungsaufwandes erarbeitet. Zwei Beispiele sollen zeigen, wie der Alltag ambulanter Pflegedienste unnötig belastet wird. So müssen ärztliche Verordnungen innerhalb von zwei Tagen bei den Kassen vorliegen. Dies ist in der Praxis nur mit einem hohen zusätzlichen Verwaltungsaufwand für Patienten und Pflegedienste zu erreichen. Die Caritas fordert, die Einreichungsfrist von Verordnungen einheitlich auf fünf Tage zu verlängern. Bei vielen Verordnungen ist bereits zu Beginn absehbar, dass sie länger als 14 Tage notwendig sein werden. Dennoch werden alle Verordnungen zunächst nur für 14 Tage bewilligt. Dies ist unnötig und vervielfacht den Verwaltungsaufwand bei Kassen, Patienten und ambulanten Pflegediensten. Die regelhafte Begrenzung der Erstverordnung auf 14 Tage muss daher aufgehoben werden.
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    Quelle: www.caritas.de
     
  2. anncath

    anncath Junior-Mitglied

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    Auch 2 Jahre später hat sich in dem Punkt leider nichts getan.

    Nun müssen die Patienten pro Verordung auch noch 10,00 Euro zahlen, da haben die Kassen gar kein Interesse drann, gewisse VO´s gleich länger zu bewilligen.

    Bei wenigen Patienten schaffen wir es, dass sie für die Insulin- oder Medikamentengabe eine Jahresverordnung bekommen, an sonsten heißt es: schnell unterschreiben, abschicken und auf die Rechnung der Krankenkasse warten...

    Es müsste einen MDP (Medizinischen Dienst der Patienten) geben, damit sich jemand auch mal für die Patienten einsetzt, und nicht nur für die Krankenkassen!
     
    #2 anncath, 09.11.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 09.11.2006
  3. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    Ich stimme meiner Vorschreiberin vollkommen zu!
    Ich kenne selbst die Problematik aus der ambulanten Pflege!
    Ich kann nur sagen die ganze Bürokratie frisst einen fast auf und man hat unnötige Rennerei!
    Oftmals sind VO von Ärzten auch noch Mangelhaft oder Fehlerhaft ausgestellt und schwupps rennt man da auch wieder hin und lässt das berichtigen!!!!
    Einfach unnötig!
     
  4. püppi79

    püppi79 Newbie

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    das ist wohl wahr, bei manchen Ärzten kommt man wirklich zum Nachdenken...
    abgesehen davon dauert es in den Praxen auch manchmal Tage bis die VO wirklich geschrieben und richtig ist, aber da muss man ab und an auch mal 5mal anrufen und 3 mal hinfahren....
     
  5. anncath

    anncath Junior-Mitglied

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    Stimmt: die mangelhaft ausgestellten, oder einfach vergessenen VO´s rauben einem ganz schön die Zeit. Man muss sich jede VO vor dem Verlassen der Praxis bis auf´s kleinste durchlesen.

    Falsch ausgestellte Rezepte sind auch so ein Thema...

    Bei manchen Praxen hat man den Eindruck, dass sie ihre Patienten gar nicht kennen, oder nicht wissen, was sie da aufschreiben.

    Beispiel: Ich finde bei einer Patientin, die eigendlich gar keine Medikamente bei sich zu Hause lagern soll, eine volle Packung Antidepressiva. Sie nahm die Kapseln gegen Knieschmerzen ein, ist immer noch davon überzeugt, dass sie da gegen helfen... Ich rufe in der Praxis an, wie sie das Medikament einnehmen soll, bekomme nach 2 Stunden die Antwort: morgens und abends je´ne halbe (Kapsel???)...

    Und wir haben hinterher das Gerenne und die Telefoniererei.
     
  6. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Tja wenn nur die VO's fehlerhaft wären. Aber oft genug sind auch die Medikamentenpläne falsch.

    Ich begreife einfach nicht, wie man z.B. dementen Patienten eine Medikamentenanpassung einfach nur verbal mitteilt. Oft genug komme ich nur durch Zufall dahinter, dass ein Patient beim Arzt war weil ich eine neue Schachtel Medikamente irgendwo herumliegen sehe.

    Oft genug haben Arztpraxen schon anhand unserer Medikamentenpläne ihre Unterlagen aktualisiert. Teilweise sind in deren PCs uralte Daten gespeichert. Telefonische Verabredungen werden nicht übernommen.

    Einfach nur Chaos.
     
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