Welche Trachealkanüle eignet sich in der Heimbeatmung am besten?

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von NiseBrise, 19.01.2007.

  1. NiseBrise

    NiseBrise Newbie

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    Hallo

    ich habe mal eine Frage an euch...

    ich arbeite in der Heimbeatmung....bei uns wird zur zeit noch ausschließlich mit Tracheoflex kanülen gearbeitet....nur leider haben diese eine sehr verkürzte Liegedauer (Cuffundichtigkeiten etc...)

    Jetzt kam bei uns die Diskussion auf, ob wir die Patienten auf andere Kanülen umstellen sollen....

    Ich tendiere persönlich eher zur Suction Aid Kanüle...vor allem für unsere ALS patienten...(Hypersalivation)

    Was meint ihr? Welche Kanüle is euer "Favorit"?

    Danke im vorraus für Antworten
     
  2. pflegenotfallteam

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    hallo
    Wir haben gute erfahrungen mit der Evac bei ALS Pat. aber überwiegend wird die Tracheoflex von meinen B- Pat. bestens akzeptiert
    MfG Andreas
     
  3. NiseBrise

    NiseBrise Newbie

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    na nur das problem bei der tracheoflex ist, dass andauernd der cuff kaputt geht... ist soweit, dass wir bei einem patienten bis zu 4 mal in der woche die kanüle wechseln müssen
     
  4. Suseline

    Suseline Newbie

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    Hallo Kollegen/innen

    Auch wenn das Thema schon ne Weile her ist,
    Wir haben in der Heimbeatmungspflege die besten Erfahrungen mit Blue-Line Kanülen von Portex UND mit den gängigsten Kanülen von Rüsch (Tracheoflex in allen Varianten.

    Die von dir geschilderten Cuff-Probleme kann ich leider nicht bestätigen, werde sie aber auch nicht dementieren, da ja immer individuelle Probleme auftreten können.

    Versucht einfach mal die Fa. Portex, die haben auch flexible, weiche Cuff-Kanülen, die auch längere Liegezeiten haben. (Auch laut Hersteller)


    LG
    Susi
     
  5. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin NiseBrise

    Eure Probleme mit dem Cuff könnten aber auch am Patienten liegen. Hat man mal das Tracheostoma und die Trachea inspiziert. Gibt ja doch mal eine Knorpelspange, die den Cuff beschädigen kann.

    Ist der Cuff nur undicht oder nach Wechsel auch klar defekt ? (Wasserbadtest?)

    In der stationären Pflege habe ich bei Problemen mit Undichtigkeit gute Erfahrungen mit s.g. Sealguard Cuffs gemacht.
     
  6. Gego

    Gego Poweruser

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    Ich habe eigentlich überwiegend positive Erfahrungen mit Tracheoflex[r]-Kanülen gemacht.

    Liegt's vielleicht am Xylocain[r]?

     
  7. Aterie

    Aterie Newbie

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    Hallo
    Also ich kann euch nur die Blue Line von Portex emppfehlen.
    Die hatten wir fast ausschließlich bei unsren heimbeatmungen.
    Hier bei uns auf ITS bekommen alle die Rüsch Flex,
    aber im heim werden sie dannn wieder umgestellt.
    LG KAte
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Womit wird geblockt? Cuffdruckmesser?

    Elisabeth
     
  9. pflegenotfallteam

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    du hast 2 möglichkeiten zu blocken mit spritze ! beim nachblocken aber vorsichtig sein ! Kontrolle immer mit Cuff-messer
    oder gleich mit CM dauert nen bischen länger kann im Streß schnell nerven lol
    MfG A.Schäfer
     
  10. narde2003

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    Hallo,
    da ich eigentlich immer mit dem Cuffdruckmesser blocke, ausser es ist eine HILO-Kanüle, wieso dauert das länger? Ausser ich muss das Teil erst irgendwo suchen?

    Schönen Tag
    Narde
     
  11. Suseline

    Suseline Newbie

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    Huhu narde:

    Bei uns war das so, das bei Patienten in der Heimbeatmung, die Cuffs in der Regel mit einer "Luft"-Spritze vorgeblockt wurden (vor allem, wenn es schnell gehen muss, echt die einfachere Alternative, da man meist nur eine Hand frei hat und alleine arbeitet) und dann wenn die Situation wieder ruhiger wurde, der Patient sich vom "Wechsel" oder vom Absaugen, etc., wieder erholt hat, wurde (maximal nach 5 Minuten) mit dem CM der Druck kontrolliert.

    Zur Spritzen-Methode sei noch eins gesagt: Man muss natürlich wissen, wieviel ml Luft der Cuff bei dem Patienten benötigt. DIes haben wir festgestellt indem wir bei Anlage der Kanüle mit optimalem Cuffdruck, etwa eine halbe Stunde warten und dann nach erneuter Cuffdruckkontrolle den Cuff mit einer 10-20 ml-Spritze wieder entblocken um die Luftmenge festzustellen. Dann hat man einen Richtwert, der natürlich immer wieder nach dem aufblocken (wie oben beschrieben) kontrolliert wird. (machen wir bei jedem Patienten und jeder Kanüle neu und schreiben es meist am Patientenbett in die TS-Schale mit rein)

    Liest sich kompliziert, ist aber eigentlich ganz simpel. und erspart einem im Notfall wertvolle Sekunden.

    LG
    Anja
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Zum Thema noch ff. Studie gefunden: **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt**

    Elisabeth
     
  13. Rebecca2

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    Wir verwenden unterschiedlichen Kanülen für die beatmeten Pat. :
    Standardmäßig: Rüsch Tracheoflex
    Manchmal aber auch: Mallinckrodt-Kanülen, Blue Line-Kanülen,

    Seit ein paar Wochen testen wir eine neue Kanüle, die mit Wasser statt mit Luft geblockt wird. Dabei gibt es eine ml-Menge für den Tag und eine ml-Menge für die Nacht, da sich die Trachea lt. einer Studie nachts weitet. Deshalb muss die TK nachts auch nachgeblockt werden.

    Unsere Pat. werden auch oft mit einer TK ohne Cuff beatmet, da das Sprechen ermöglicht werden soll. Die Einstellungen am Beatmungsgerät werden dann an die Leckbeatmung angepasst. Das ist für den Pat. deutlich angenehmer. Er kann sprechen und es gibt keinen Cuff, der stört.
    Sollten Atelektasen oder Dyspnoe entstehen, muss eine TK mit Cuff wieder verwendet werden.

    Alternativ entblocken wir eine geblockte TK. Allerdings nicht ganz. Wir lassn 1ml Luft im Cuff, damit die Falten des entblockten Cuffs nicht so sehr reizen.

    Dies funktioniert leider nur, wenn der Pat. keine Schluckstörungen hat.

    Selten verwenden wir auch Sprechkanülen für die Beatmung bzw. TK mit Cuff und mit Phonation.
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Kannst du bitte den Namen der Test- Trachealkanüle einstellen.

    Wie alt sind eure Pat. in der Regel? In welchem Bereich arbeitest du?

    Elisabeth
     
  15. Rebecca2

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    Ich arbeite im Bereich Querschnittsverletzungen. Wir haben im Schnitt 2-3 beatmete Pat. die primär abtrainiert werden sollen. Wenn das Weaning nicht funktioniert, wird eine optimale Dauerversorgung der Pat. angestrebt.

    Die Pat. sind in allen Altersstufen vertreten ( 2 - 90 Jahre ! ). Je nachdem wann der Unfall oder die Erkrankung eintritt. Die meisten sind aber zw. 40-60 Jahre.
    Ich werde wegen der TK nach dem genauen Namen fragen, da sie bei uns nur die "Wasserkanüle" heisst... :emba:
     
  16. Rebecca2

    Rebecca2 Junior-Mitglied

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    Die mit Wasser geblockte Kanüle heisst Bivona der Fa. Servox. Gute Erfahrungen haben wir auch mit der Kanüle Portex Blue Line Ultra gemacht. Damit kann man das Sekret oberhalb des Cuffs gut absaugen.
     
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