Welche Thromboseprophylaxe bei Oberschenkelhalsbruch?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Franzilein, 11.11.2007.

  1. Franzilein

    Franzilein Newbie

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    Ich habe so ne aufgabe bekommen. in der geht es um einen 80 jahre alten mann der einen oberschenkelhalsbruch sich zugezogen hat. er wird erst in 2 tagen operiert.
    da sollen wir jetzt zwei thromboseprophylaktische massnahmen nennen und erklären warum gerade diese und wie lange. Ich habe da überhaupt keinen plan. kann mir jemand helfen??? bitte!!!
    ein problem ist noch, dass der mann wasserausschwemmende medikamente nimmt.

    Bitte!!
    franzilein
     
  2. azubi2007

    azubi2007 Newbie

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    hallo,

    hier mal ein paar massnahmen die ich im net gefunden habe

    -ATS Strümpfe (zumindest am gesunden bein)
    -Lagerung
    -Ausstreichen der Beine ( Herzwärts waschen und abtrocknen)
    -Mobilisation und Bewegungstherapie


    gruss sabine
     
  3. andy1987

    andy1987 Senior-Mitglied

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    habt ihr denn im unterricht gar nichts dazu besprochen?
    ich hatte vor kurzem dieses thema im unterricht und habe nun mal in meinen unterlagen gekramt und halte diese zwei thromboseprophylaktischen maßnahmen für geeignet:
    (diese methoden sind wichtig- aber ebenfalls wichtig ist die vorherige einschätzung des thromboserisikos mit hilfe eines einschätzungsbogens.)

    - hochlagerung der Beine (dadurch wird das gefälle zum herzen gesteigert).
    - ausreichende flüssigkeitszufuhr ( verflüssigung des blutes, dadurch nimmt die strömungsgeschwindigkeit ab).

    wie gesagt, es gibt noch einige andere maßnahmen- aber die frage ist schwer zu beantworten, wenn man nicht das ganze fallbeispiel vor sich liegen hat!

    lg, andy
     
  4. Franzilein

    Franzilein Newbie

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    also der patient ist nach dem bewertungsbogen stark gefährdet.
    auf die ats bin ich auch schon gekommen und hatte mir auch überlegt, diese halt nur am gesunden bei durchzuführen, war mir aber net sicher.
    ich hatte auch noch diese beinhochlagerung im auge, aber da der patient lasix nimmt, heißt es ja eigentlich das eine herzinsuffizenz besteht und diese beihochlagerung sollte da doch eigentlich nicht gemacht werden oder??

    wir haben eigentich nix weiter gemacht, aber des doofe is ja das das bewertet wird.

    ich finds halt total doof. wir sind erst seit 5 wochen in der ausbildung und sollen des schon alles wissen...
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Welche Aspekte der Virchow- Trias treffen denn zu und heben das Risiko an?

    Elisabeth
     
  6. NiCkMuC_

    NiCkMuC_ Stammgast

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    Weißt du warum er die Diuretika nimmt?
     
  7. mary_jane

    mary_jane Gast

    hi,
    wahrscheinlich wegen der Herzinsuffizienz.

    Deshalb sollte man Aufpassen und die Trinkmenge nicht unbedingt erhöhen, wenn nach Absprache mit dem Arzt.
    Sonst wird da schnell ne dekompensierte Herzinsuff. und dann wird´s nicht unbedingt leichter.
    Beine hochlagern je nach Zustand des Patienten, also wie er es toleriert, Vz und Atmung im Auge haben.
    Würde Mob. soweit wie möglich. Ansonsten Muskelpumpe im oder am Bettrand aktivieren.
    Es wäre auch interessant in wie weit das gebrochene Bein bewegt werden darf und kann(Schmerzen?)
     
  8. NiCkMuC_

    NiCkMuC_ Stammgast

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    War Beine hochlagern nicht Kontraindiziert bei HI?
     
  9. mary_jane

    mary_jane Gast

    nein, nicht unbedingt.
    Eben wie erwähnt den Patienten beobachten,Vz Atmung......
     
  10. NiCkMuC_

    NiCkMuC_ Stammgast

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    Ich hab es so gelernt das es KI ist. Ohne nicht unbedingt. ;).

    Was sagen andere dazu?
     
  11. mary_jane

    mary_jane Gast

    hast du es nur einfach so mal auswendig gelernt
    oder verstehst du auch den Grund warum es kontaindiziert ist?
    Bei einer dekompensierten Herzinsuff ist es sicherlich nicht epmfehlenswert.
     
  12. NiCkMuC_

    NiCkMuC_ Stammgast

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    Ich habs so gelernt Beine nicht Hochlagern weil man nicht die Vorlast ehöhen soll zum Herzen. Ero Beine runter -> niedrigere Vorlast.
     
  13. mary_jane

    mary_jane Gast

    Das ist schon richtig. Aber die Herzinsuff wird ja auch med. behandelt so das der Patient damit gut leben kann. Es sollte ja nicht sein das man grundsatzlich großartigste Beinödeme hat, dehalb auch Diuretika.
    Also nochmal je nachdem eben. Wichtig ist eben eine gute Beobachtung.
    Ob der Patient im Beispiel Beinödeme hat oder nicht wissen wir ja auch nicht.
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Man kann nur hoffen, dass man niemals in die Hände von Ärzten gerät die arbeiten wie Pflegekräfte: Diagnostik wozu ... erst die Therapie-mal sehen obs nötig war.

    Wieso ist der Pat. gefährdet? Welche Aspekte der Virchow- Trias treffen zu?

    Elisabeth
     
  15. mary_jane

    mary_jane Gast

    hallo Elisabeth

    niemand hat gesagt das er genannte Maßnahmen einleitet ohne einen Grund.
    also warum solch überspitzter Kommentar?:D

    @Franzilein:
    Da ich nicht genügend Infos über den Patienten kann ich bezüglich Virchow Trias tw. nur mutmaßen:

    verlangsamter Blutfuss:- gehe mal von einer Immobilität hier aus

    veränderte Blutzusammensetzung:- wäre wahrscheinlich,wg. Diuretika

    Gefäßschäden:- kann sein das eine Arteriosklerose besteht wegen dem Alter

    so jetzt musst du noch geeignete Maßnahmen und Ressourcen für das jeweilige Problem finden

    lg
     
  16. sam2309

    sam2309 Senior-Mitglied

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    Mary_jane hat da schon recht. Ich denke das Beine hochlagern ist eine relative Kontraindikation, also Patientenbeobchtung durchführen (Atmung, Vitalzeichen etc.)
    Abgesehen davon sollst Du die Beine ja nicht an die Decke hängen und
    den Patienten auf den Kopf stellen. Eine Bein hochlagerung zur Thrombose-
    prophylaxe wird eigentlich gut toleriert.

    Was spricht gegen eine Antikoagulantientherapie bis ein paar Stunden vor OP?
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Mich ärgert dieser überzogene Aktivismus ohne überhaupt eine genaue Anamnese zu haben. Und hier werden Tipps gegeben ohne genaue Kenntnisse der Situation. Was lernt der Azubi dabei?

    Infosammlung: Z.n. Oberhschenkelfraktur, 80 Jahre, männlich, verzögerter OP- Termin, Einnahme von Diuretika

    Nebenerkrankungen? Flüssigkeitsbilanz? Mobilität vor dem Ereignis? kognitive Fähigkeiten? Motivation? warum OP- Verzögerung? wie Behandlung bis zur OP?

    Zur Virchow Trias sind nur wenige Aussagen möglich. Wir wissen nichts über die Gefäßsituation: Arteriosklerose, Varizen, Phlebitiden.
    Wir wissen nur wenig über das Problem der Blutzusammensetzung. Hier geht es übrigens um die Gerinnungsparameter und man kann davon ausgehen, dass nach einer Fraktur das Gerinnungssystem aktiviert ist.
    Einzig das Problem der Stase könnte als gesichert angesehen werden.

    Eine Pflegeintervention ist nur möglich bei der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen inklusive seiner Ressourcen.
    Mit dem wenigen, was wir wissen ist keine kompetente Planung möglich.

    Der verzögerte OP- Termin kann an fehlenden OP- Ressourcen liegen. Dann würde das Bein im Streck gelagert werden um eine Verkürzung der Muskulatur vorzubeugen.
    Indikation für Diuretika: Herzinsuffizienz (Herzschwäche) aber auch:
    Bluthochdruck
    Ödeme
    Lungenödem
    Leberzirrhose mit Wassereinlagerung
    Niereninsuffizienz mit Wassereinlagerung

    Eigentlich ist bei der Vorgabe des Fallbeispiels mal wieder schön die Inkompetenz mancher Lehrer nachgewiesen. Und um den Leher zufrieden stellen zu können findest du hier eine Menge Anregungen: AWMF online - Index Leitlinien Phlebologie - physikalische und medikamentöse Maßnahmen.

    Elisabeth
     
  18. mary_jane

    mary_jane Gast

    ich geb dir auch Recht Elisabeth.
    Aber so sind eben die Aufgabenstellungen oft in der Schule.
    Du kannst als Schüler eben auch nur mutmaßen.
     
  19. Warum nur am gesunden? Ein ATS wird i. d. R. besser vertragen als eine Mobilisation bei Oberschenkelhalsbruch.

    Ulrich
     
  20. Tabi

    Tabi Newbie

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    hey Leute.
    ich habe am 1.4. angefangen zu lernen, bin jetzt also gute 2 wochen dabei und habe am donnerstag diese aufgabe auch bekommen.
    die ehrerin kann ich nicht mehr fragen, da sie bis dienstag im Urlaub ist, aber ich muss die hausarbeit auch dienstag abgeben^^ und andere lehrer sagen nichts dazu.


    das hauptproblem, scheint mir ist, dass keiner weiß was sache ist, deswegen fasse ich den fall mal zusammen.

    also, der gute her ist 80, hatte nen sturz und dadurch einen Oberschenkelhalsbruch und eine Rippenfraktur.
    der OS-Halsbruch wurde mit einer Extension versorgt.
    er hat starke Schmerzen beim Atmen und wird erst in 2 Tagen Operiert (warum steht nich da^^). deswegen bekommt er 3 mal am tag 20 gtt Tramal.
    außerdem bekommt er 1 mal am Tag Lasix zur ausschwemmung von wasser.
    Temperatur, Blutdruck, Puls ok
    er ist Astmatiker, hat das aber mit medis im griff, zuhause zumindest.
    außerdem ist er leicht vergeslich arbeitet aber nach aufforderung gut mit.
    Desweiteren hatte er mit 78 einen Schlaganfall und seit dem leichte Schluckstörungen. er ist Nichtraucher undzu guter letzt hat er noch starke Polypen in der Nase und dadurch atmet er hauptsächlich durch den Mund, weswegen er sehr trockene Schleimhäute hat.
    ahja, und er ist lehrer^^


    so, das ist der fall.
    die aufgaben sind folgende.
    1. mithilfe der Skala von Peter Kümpel seine Thrombosegefährdung feststellen.

    das hab ich erledigt, war aber auch recht kompliziert find ich, für nen neuling zumindest.

    2. und hier liegt mein problem
    zwei thromboseprophylaktische masnahmen die ich als Pfleger selbsständig durchführen kann (also keine medis)
    dazu noch warum grade diese für diesen patienten, wie oft diese am tag durchgeführt werden sollen und wann sie am tag wirtschaftlich am besten durchgeführt werden sollten.


    so, das sind die aufgaben. wie gesagt 1. ist eigentlich erledigt, aber ich hadere mit den maßnahmen, da er ja im grunde nichts machen kann.

    damit ihr nicht denkt das ich nichts gemacht habe hier meine favorieten^^

    den venenplexus per hand stimulieren
    bein hochlagern (aber da war ja was mit herzinsuffizienz...)
    venöse ausstreichung
    ATS, aber am liebsten eigentlich die binden, das könnte man vllt auch am kranken bein machen
    bewegungsübungen (selbstständige, am gesunden bein, zb zehen strecken und einkrallen)



    so, bitte bitte helft mir, BIIIIIIIIIIIITTTTTE ich weiß echt nich welche maßnahemn ich wählen soll :-(((
     
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