Welche Qualifikation wird benötigt, um Fortbildungen zu geben?

Dieses Thema im Forum "Pflegestandards und Qualitätsmanagement" wurde erstellt von smamalu, 06.01.2011.

  1. smamalu

    smamalu Newbie

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    Hallo und noch ein verspätetes frohes neues Jahr!!!!!

    Also es ist so: Ehemalige Studienkollegen von mir (Pflegemanagement) überlegen, ob sie selber Fortbildungen für Pflegekräfte anbieten (der Markt ist ja seid der freiwilligen Registrierung beruflich Pflegender sehr gut:-)). Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die das einfach so dürfen. Andererseits haben viele Dozenten in Fortbildungsinstituten ja auch keine spezielle Ausbildung.

    Also nun meine Fragen:
    Welche Qualifikation/en braucht man, um Fortbilungen für Pflegekräfte anbieten zu dürfen (also sowas wie z.B. expertenstandards, prophylaxen....)?

    Gibt es da deutschlandweit Unterschiede?

    Was braucht man für die freiwillige Registrierung beruflich Pflegender (also um die Punkte auszustellen?)

    Vielen Dank schon mal für die Antworten:-)
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Die Punkte stellt die Regierungsstelle selbst aus. Das Weiterbildungsinstitut beantragt dort die Veranschlagung, so dass sie die Menge der Punkte ins Programm schreiben kann, das ist aber nicht Bedingung. Die Menge der Punkte richtet sich nach dem zeitlichen Umfang der Fortbildung; den zu bescheinigen ist leicht.
     
  3. smamalu

    smamalu Newbie

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    Das bedeutet also, wenn eine Fobi 1,5 Std. dauert, kann man dafür ja 2 Punkte geben und wenn man diesen Zeitraum bescheinigt, bekommen die Teilnehmer die Punkte. Wenn es keine Bedingung ist die Veranschlagung zu beantragen, können die beiden die Punkte auch so ins Programm schreiben, weil sie ja ohnehin nur den Zeitraum bescheinigen müssen????
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wenn das Weiterbildungsinstitut dies so handhabt, dann spricht nix dagegen. Oder wollte dein Kollege selbst die Punkte anbieten. Wenn ja- dann sollte er bei den Berufsverbänden nachfragen bezüglich Zertfizierung.

    Der Mehrheit der Pflegekräfte gehts in D um zwei Sachen: billig (am liebsten umsonst)... und dann kommen die Inhalte. Die Interessierten wählen ganz gezielt nach Inhalten aus. Du musst also die Augen aufhalten, was gerade besonders angesagt ist. Und wenns dann noch Bildungseinrichtungen findest, die ihren MA etwas bieten wollen... .

    Er soll einfach die Inhalte anbieten. Ein bisschen Klinkenputzen gehört schon dazu. Aber wenn man den Fuß erst mal auf dem Markt hat, dann hilft einem auch die Mundpropaganda weiter... sofern man seine Sache top macht. *g*

    Ein Nachweis über die spezielle Quali wird in der Regel nur gefordert, wenn das Seminar vom Arbeitsamt o.ä. gefördert wird. Das ist aber eher selten der Fall. In all den Jahren, die ich Seminare gegeben habe, hatte ich lediglich zwei Anbieter (Ausbildung Altenpflege) die ein Zertifikat eingefordert haben. Ohne dieses hätte ich sicher auch unterrichten können... für weniger Geld.

    Elisabeth
     
  5. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Also, wenn ich von mir aus gehe, achte ich schon darauf was ich für mein Geld bekomme und an wen ich es gebe.
    Ich mache meine Fortbildungen lieber bei einer Einrichtung die einen guten Ruf hat und qualifizierte Referenten bietet, als bei einer "Wald und Wiesen Einrichtung" die zwar billig ist, aber nirgendwo anerkannt ist.
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Nein, Du darfst Dich nicht mit der freiwilligen Registrierung brüsten, wenn Du Deine Fortbildung dort nicht hast einstufen lassen.

    Aber Du kannst eine Fortbildung machen und eine Bescheinigung über Inhalt und Dauer ausstellen. Die Kopie dieser Bescheinigung wird beim Antrag auf Re-Registrierung eingereicht. Daraufhin werden die Punkte vergeben. Die darf ich als Registrierter gar nicht selbst eintragen.
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @narde- ich meinte hier net das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das versteht sich von selbst, dass man kein Geld ungenutzt zum Fenster rausschmeißen soll.

    Btw.- Ein guter Ruf der Einrichtung ist m.E. noch kein Garant, dass da wirklich nur das Beste für den TN geboten wird.

    Elisabeth
     
  8. renje

    renje Poweruser

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    @elisabeth:
    Ein guter Ruf schadet aber zumindest nicht.

    Was ist denn "das Beste" für den TN?

    Da in FOBis Menschen sitzen mit unterschiedlichen Voraussetzungen sowohl organisatorisch wie auch intellektuell und unterschiedlichsten Zielen, kann ein Fortb.institut nur den best möglichen Kompromiss anbieten, damit jeder was davon hat.

    Das Beste - kann nur jeder TN für sich selbst definieren.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Du bringst es auf den Punkt. *fg* Leider gibst da keine Grenzen sowohl nach oben als auch nach unten.

    Elisabeth
     
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