Welche Krankheiten in welchem Alter?

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Innere Medizin" wurde erstellt von M!aren, 08.11.2013.

  1. M!aren

    M!aren Stammgast

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    Es gibt doch Krankheiten, die gehäuft in einem bestimmten Alter auftreten.

    ZB
    Morbus Crohn, Colitis ulcerosa im jungen Erwachsenen Alter / Loslösung von den Eltern.
    Asthma etwa 10 Jahre
    MS zwischen 20 und 40 Jahren
    Parkinson zwischen 55 und 65 gehäuft
    Brustkrebs mit zunehmendem Alter, ab 50 ...
    Lungenkrebs ab 45
    Arthritis gehäuft zwischen 30 und 50, aber auch bei Kindern
    Arthrose mit zunehmendem Alter ab 65

    stimmt das so etwa ?
    fallen euch noch andere Krankheiten ein, besonders auch die gehäuft im Kinder/Jugendalter auftreten ?

    Vielen Dank !
     
  2. M!aren

    M!aren Stammgast

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    140 Hits und keinem fällt was dazu ein ?

    bitte.... überlegt euch was... es wäre so praktisch so etwas fürs Examen zu wissen !:(
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wieso sollen wir uns was überlegen? Du hast doch schon was.

    Elisabeth
     
  4. M!aren

    M!aren Stammgast

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    naja, bei der geballten Erfahrung hier im Netz habe ich gehofft, noch mehr zu erfahren ...!
     
  5. Susi_Sonnenschein

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    Für was brauchst du das?
     
  6. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Das ist einfach ein (sorry) doofer Gedankenansatz, den ich eigentlich überhaupt nicht folgen möchte. Es verleitet dazu bestimmte Erkrankungen, die in der vorgesehenen Altersklasse nicht vorkommen zu übersehen. Zitat eines Arztes zu einem 40 jährigen Mann, mit einem auffälligen Roentgenbefund auf der Lunge. " Das brauchen wir nicht weiter untersuchen. In ihrem Alter hat man kein Lungencarcinom." Das war ein fataler Irrtum. Von den Beispielen könnte ich etliche hier aufzählen. Aus diesem Grund möchte ich an so einer Klassifizierung überhaupt nicht teilnehmen. Dann hat man natürlich als 40 jähriger Pech gehabt, wenn man Lungenkrebs erst ab 45 haben darf. Und meine 25 jährige Kollegin wäre mit ihrem Brustrebs ebenso baden gegangen. Liebe Grüße Fearn
     
  7. M!aren

    M!aren Stammgast

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    Liebe Fearn, da hast du natürlich recht. Die Freundin meiner Tochter hatte mit 17 eine TVT die sie ja ihrem Alter nach auch nicht haben durfte und deshalb mit ihren Schmerzen als "Prinzesschen" abgestempelt wurde...
    aber
    ich stehe kurz vor dem Examen.
    Da bekommen wir einen Fall, den wir als erstes "analysieren" und "erläutern" müssen. Sprich - zu jedem irgendwie relevant erscheinenden Fakt unseren Senf dazu geben. (Sorry, aber so ist es...)
    Naja, und wenn ich da zB eine Patientin in diesem Fall habe, Morbus Crohn, 18 Jahre alt... dann kann ich "erläutern" dass sie sich altersgemäß im jungen Erwachsenenalter befindet, in der Loslösung von den Eltern und in diesem Alter Morbus Crohn häufig das erste Mal auftritt.
    Außerdem kann ich noch "analysieren" dass Frauen häufiger an Morbus Crohn erkranken als Männer.
    So versuche ich mir das halt vorzubereiten, dass mir im Examen schnell was zum "analysieren" oder "erläutern" einfällt. Lange Nachdenken geht nicht, wir haben insgesamt nur 2 Stunden Zeit...
     
  8. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Da analysierst Du dann aber die medizinische Diagnose im Hinblick auf deren Epidemiologie...nicht die pflegerelevanten Aspekte :gruebel:
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Scheint so, als wenn die Ausbildung da ein bisschen schief gelaufen ist. Medizinorientiert halt. Hatte das net schon mal ein deutscher Gesundheitsökonom auf den Punkt gebracht: Pflege dient dazu, den Pat. für den Arzt ästhetisch präsentabel zu machen. Alles andere ist Arztsache und kann von dem delgiert werden- auch die Prophylaxe. War zwar ne Fehlübersetzung eines amerikansichen Textes. Scheint sich aber hartnäckig zu halten. Sicher auch aus dem Grund, dass deutsche Pflege es nun mal gewohnt ist, dass andere für sie denken.

    Ergo: es war so, es ist so, es wird immer so sein. Da wird keine Pflege für den Pat. sondern die Pflege für eine Krankheit geplant.

    Elisabeth
     
  10. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Das glaube ich nicht. Nur der Ansatz, den die TE hier sucht ist falsch.

    Die Fragen: gibt es in der erreichbarer Nähe spezialisierte Einrichtungen. Beispiel Mukoviscidose. Früher betrug Lebenserwartung der Betroffenen ca. 24 Jahre. Durch verbesserte Versorgung ist sie heute länger. Die Betroffenen im erwachsenen Alter werden oft in den Kinderkrankenhäuser behandelt. Wie gestalten sich die Schulungs/Anleitungsangebote für erwachsene Astmakranke? Ich glaube nur es ergibt wenig Sinn sich eine Liste zu machen.
     
  11. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Ich denke auch, dass der Ansatz hier vollkommen falsch ist.

    Möchte aber trotzdem ein Beispiel hinzufügen.
    Polymyalgia rheumatica - wird eigentlich als Altfrauenkrankheit bezeichnet, lt. Wikipedia Alter > 65 J. (in Ausnahmefällen auch früher)

    Bei mir fing es mit ca. 48 Jahren an ;) Gab auch ein bisschen viel Probleme mit der Diagnose, weil ich dafür eigentlich viel zu jung bin.
    Ich persönlich finde die Klassifizierungen schrecklich, weil solche Aussagen gerne eine frühzeitige Diagnose verhindern. Der Beisatz in Ausnahmefällen auch früher, wird gerne ignoriert.

    Hinzu kommt dann auch noch, dass Erkrankungen, vor allem dann, wenn sie bei deutlich jüngeren Patienten auftreten, oft nicht den klassischen Lehrbuchverlauf haben. Anstatt dann irgendwann die Aussagen zu revidieren, werden solche alten Zöpfe immer weiter mitgezogen und verhindern teilweise eine rechtzeitige Erkennung mit zeitnaher Behandlung. Folge: Die Erkrankung ist wesentlich schwieriger in Griff zu bekommen, weil der Behandlungsbeginn zu spät angesetzt wurde. Zudem reagiert ein jüngeres Immunsystem auch anders oder besser ausgedrückt heftiger als ein älteres.

    Bei mir hats 5 Jahre gedauert, bis man endlich die Diagnose bestätigt hat.
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich verstehe immer nich nicht, warum es für die TE hilfreich sein soll, wenn wir ihr nachweisen, dass man die Erkrankungen in jedem Alter bekommen kann. Sie hat ja nix anderes festgestellt als das es Erkrankungsgipfel gibt. Das schließt ja net aus, dass die Erkrankungen in jedem Alter auftreten können.

    Der Focus muss dich ganz woanders liegen und net beim Zeitpunkt an dem die Erkrankungen am häufigsten auftreten. Die Ausprägung der Symptome kann variieren. Das Copingverhalten spielt eine Rolle. usw. . Eine Pflegeplanung sollte sich eigentlich nicht vordergründig an der Krankheit sondern an den Bedürfnissen des Pat. orientieren. Eigentlich. Aber eigentlich scheint das wenig beachtet zu werden in der Ausbildung. Kein Wundern wenn man mit krankheitsorientierten Fallbeispielen arbeitet.

    Elisabeth



    Elisabeth
     
  13. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    ED: Ich glaube die Pathophysiologie erscheint den meisten Azubis als der schwierigste Teil. Deswegen versteifen sie sich darauf, das besonderes gründlich zu lernen.
     
  14. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Das ist auch meine Beobachtung! Sicherlich muss man diese als Grundlage für ein Verständnis der krankheits- und medizinorientierten Aspekte verstehen...der "Stolperstein" liegt aber eben genau darin, aus der Krankheit die Pflege ableiten zu wollen! Bei den pflegebezogenen Aspekten der Ausbildung denken viele Azubis" das kenne ich ja aus der Praxis- das muss ich nicht aufwändig lernen". Leider fallen die Klausuren im TB 2 (wo es im Prinzip um die Pflegediagnostik geht) im Durchschnitt immer etwas schlechter aus als in den TB 1 oder 6/7...
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Grundlagen der Pflege rücken da völlig in den Hintergrund. Pflegefachwissen wird gleichgesetzt mit dem medizinischen Fachwissen.

    Wäre es da net ehrlicher zu sagen: wir wollten GESUNDHEITS- und Krankenpfleger und sind gescheitert. Man orientiert sich zukünftig wieder am Bedarf und befreit die Ausbildung von allen pflegewissenschaftlichen Aspekten. Dann würde ev. sogar nich ein bisschen Zeit über bleiben, Pflegefachwissen zu vermitteln- so zu vermitteln, dass man keine Checkliste und detaillierte Beschreibung für die Pflegequalität braucht.

    Wenn ich daran denke, dass die Zukunft eine gemeinsame Ausbildung von GuK, GuKK und AP vorsieht, dann kommt mir das kalte Grausen.

    Elisabeth
     
  16. M!aren

    M!aren Stammgast

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    Ich muß leider auch sagen, dass ich mich jetzt- kurz vor dem Examen im Oberkurs frage, was ich denn im Unterricht wirklich zur PFLEGE gelernt habe.
    Pharmakologie vom Feinsten,
    Krankheitslehre teilweise bis in die letzten Verästelungen,
    Psychologie , ok, das kann ich teilweise wirklich auch in der Pflege umsetzen...,
    Pflegewissenschaften auf einem dermaßen hohen akademischen Niveau, dass es kaum jemand nachvollziehen kann (Endeffekt: es werden ein paar Brocken davon mehr oder weniger auswendig gelernt und mit Mühe auf den Fall bezogen)
    aber Pflege ?! kam viel zu kurz !
    Und das war doch eigentlich das, was ich lernen wollte ???!!!
     
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