Welche Komplikationen bzw. Zwischenfälle bei i.m. Injektion?!

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Aceton, 05.04.2008.

  1. Aceton

    Aceton Stammgast

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    Hab über der Sufu kein vergleichbaren Thread gefunden, wenn es den schon gibt, bitte kurz Bescheid sagen.

    Ist auf den ersten Blick abschreckend, wenn man liest, was bei einer Spritze i.m. alles so an Komplikationen bzw. Zwischenfälle passieren kann.
    Kanüle bricht ab, starker Schmerz während der Injektion, oder Bluteintritt in die Spritze bei Probeaspiration oder Taubheitsgefühle und Lähmungen...

    Ist es z.B. schonmal bei euch passiert, dass der Pat. oder Bew. sich aufeinmal ruckartig bewegt habt, obwohl ihr noch gerade beim spritzen seid?

    Welche Erfahrungen mit i.m. Komplikationen oder Zwischenfälle habt ihr gemacht?

    Freu mich auf eure Erfahrungen. :-)
     
  2. Andreas8121

    Andreas8121 Senior-Mitglied

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    Vielleicht kommt das aber daher, weil ich ganz ganz selten i.m. spritzen muß.
    Ich kann mich nicht mal mehr erinnern wanns das letzte mal war :gruebel:.

    LG
    Andi
     
  3. dieEv

    dieEv Poweruser

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    Habe schon einige Spritzenabszesse gesehen, ziemlich unappetitlich, und habe seither noch mehr Respekt vorm i.m.-Spritzen.
     
  4. sisteract75

    sisteract75 Junior-Mitglied

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    Hm - haben früher ja regelmäßig Dormicum zur Prämedikation i.m. gegeben (ja - is scho wirklich a Weile her :emba:) aber hatte nie Probleme - jetzt spritzt man wenig i.m. aber bis jetzt was da auch nie was ...aber ich bin nach wie vor sehr vorsichtig - kann wirklich viel passieren!
     
  5. Sonnenschein-07

    Sonnenschein-07 Junior-Mitglied

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    Hallo
    ich haben einen Patieneten auf meiner Tour der 2 x in der Woche Vit B12 i.m gespritzt bekommt und das schon über Jahre. Da er nur an der der rechten Seite gespritzt werden will ist der Muskel an der Stelle natürlich schon sehr hart. Mir graust jedesmal davor aber bis jetzt ist noch nie was passiert - Gott sei Dank
    Schönes Wochenende noch
    wünscht Euch Sonnenschein
     
  6. Frany4

    Frany4 Senior-Mitglied

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    Hallo,vor 3 Jahrzenten, war es noch Gang und Gaebe in der Paediatrie Medis I.m. zu applizieren und soweit ich mich erinnern kann ist nie was passiert.
    Bin aber heifroh, dass man davon abgekommen ist,die armen Schaetzchen taten mir unendlich leid.
    Um ehrlich zu sein wuerde ich mich nicht darum reissen eine i.m. Injektion zu setzen, weil ich ganz einfach aus der Uebung bin.
    Liebe Gruesse Frany
     
  7. Speedy77

    Speedy77 Newbie

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    also wenn man gelernt hat wo man eine i.m. spritze setzt sollte das mit den nerven z.b. mal garnicht vorkommen :!:

    um eine kanüle abzubrechen muß schon ungefähr die welt untergehen oder man hat eine mit materialfehler. probiers einfach mal aus mit der hand eine zu brechen .. die verbiegt man eher in alle richtungen!

    abszesse kommen leider gottes schon mal vor, warum auch immer, ob beim spritzen quasi die keime verabreicht oder durch die kleine öffnung später eingetreten kann dann sowieso keiner mehr sagen.
    unschön aber zum glück noch nicht einmal gesehen bei unseren patienten und wir spritzen viel i.m. ( impfungen lassen grüssen :-) )

    und ob ein patient blutverdünnende mittel nimmt, sollte man halt standart mäßig vorher fragen und falls er marcumar oder plavix oder dergleichen nimmt, halt die finger davon lassen und arzt informieren :-)


    aber noch kleine anekdote aus persönlich erlebtem
    pat. i.m. gespritzt mit schmerzmedikament das laut literatur bei 8 von 1.000.000 patienten eine vorübergehende gutartige fettgewebsnekrose verursacht!!! wohlgemerkt es wurden wohl bisher nur 8 fälle davon dokumentiert seit zulassung des medikamentes !!
    promt bekam diese pat. mit anwalt weil sie eine delle an der einstichstelle hatte. moral von der geschichte, lief auf einen aussergerichtlichen vergleich hinaus, sie bekam 2000 euro für eine delle die nach 6 wochen von alleine verschwindet und das dazu noch eine bekannte wenn auch EXTREM seltene nebenwirkung ist.
    tja wir haben ihr das aber leider nicht gesagt ......

    es lebe deutsche justiz ! :knockin:
     
  8. Schwester Schnecke

    Schwester Schnecke Senior-Mitglied

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    Was ich schade finde, ist das das Pflegepersonal mehr und mehr verlernt i.m. zu spritzen.
    Klar, gut für die Pat. ist, dass man davon abgekommen ist post OP Dormicum zu spritzen. Die Zeiten habe ich nämlich auch noch miterlebt, kam aber so gottseidank in den Genuss das zu lernen und Sicherheit dabei zu erlangen.
    Die meisten jungen Kollegen haben es noch nie gemacht, oder einmal, und das ist dann aber auch schon 3-4 Jahre oder noch länger her...
    Wenn das so weitergeht kann das keiner mehr.
    Ich nutze da echt jede Gelegenheit bzw. schnapp mir Schüler, damit die mal ihre Angst überwinden und es mal gemacht haben, bzw. dann schon 2-3 mal gemacht haben und langsam sicherer werden.

    Neulich hatten wir den Fall auf Station, dass eine Pat. Vit B 12 i.m. bekommen sollte und ich höre wie ein Arzt zum anderen sagt:"...hast du das denn schonmal gemacht mit dem i.m. spritzen...!?" "I.m.?!Nee..." "...sonst fragen wir Fr.Dr. XY, ich glaube die macht das..."
    Als ich mich bereit erklärt habe das zu machen waren die überrascht, denn meistens reagiert das Pflegepersonal (so hört es sich für mich jedenfalls an und ich weiss das auch von Kollegen) eben mit "Kann ich nicht, hab ich noch nie gemacht" oder "Oh nee, da hab´ ich Angst..." - was ja auch o.k. ist, hat ja jeder am Anfang.

    Dann hatten wir mit ´nem anderen Arzt eine Diskussion, wessen Aufgabe das denn überhaupt sei: die des Arztes oder des Pflegepersonals.
    "Arzt!?! Nee, i.m. Injektionen macht immer das Pflegepersonal!!!"
    Ich denke, die meisten Ärzte können es nämlich auch nicht.

    Um auf den Punkt zu kommen (ich verausgab´ mich hier ja schon...:emba:):
    Ich selber hab´gottseidank noch keine NW aufgrund der Injektion gesehen, bisher ist alles normal verlaufen und ich fänd´s schade, wenn es aus pflegerischer Seite wegen zu grosser Bedenken oder sogar Angst verlernt wird.

    Immer in den Hintern mit der Spritze!!!:mrgreen:
     
  9. Meike B.

    Meike B. Newbie

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    Ich arbeite auf einer gynäkologischen Belegstation, wo i.m. Injektionen häufig vorkommen. Als Praxisanleiter muss ich die Schüler gut vorbereiten und immer wieder resepektvoll auf mögliche Komplikationen hinweisen. Schwierig ist für die Schüler fast immer die Abmessmethode für die Einstichstelle. Leider fehlt oft die Übung,so dass sie dann als Examierte oft ohne Erfahrungswerte dastehen.:cry:

    Meike
     
  10. flexi

    flexi Administrator
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    Und ihr seib beide sicher, daß es sich um Dormicum® handelt?

    Nach meinem Wissen und auch der Fachinfo nach wird es üblicherweise i.v./rektal gegeben, weil:
     
  11. dieEv

    dieEv Poweruser

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    In der Tat wurde an unserem Haus früher auch Dormicum i.m. verabricht, allerdings präop. als Prämedikation.

    Tetanol/Tetagam - das übliche i.m.-Programm in der Ambulanz.


    In der Ausbildung habe ich wohl nur 3mal i.m. gespritzt, und zwar in der Neurochirurgie ADH nach Tumor-Op.
     
  12. Nachtschwester Dirk

    Nachtschwester Dirk Senior-Mitglied

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    Hallo, das kenne ich auch noch prae OP Dormicum i.m., je nch Anordnung des Anästhesisten/in.
    Gott sei Dank ist man davon Weg und man gibt bei uns Dormicum nur noch oral.

    Gruß
    Dirk
     
  13. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    können wir wieder zurück zum Thema kommen, den Zwischenfällen bei i.m. Injektionen?

    Ansonsten bitte einen neuen Thread eröffnen.

    Danke
    Narde
     
  14. Schwester Schnecke

    Schwester Schnecke Senior-Mitglied

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    Boa, jetzt hast du mich aber, Flexi...!

    Ich meine Dipi!
    Die haben post OP immer Dipidolor i.m. bekommen.
    Kleiner Patzer meinerseits...:emba:

    Schwester Schnecke:-)
    (mit Alzheimer im Frühstadium)
     
  15. Nachtschwester Dirk

    Nachtschwester Dirk Senior-Mitglied

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    Hallo,

    i.m. Zwischenfälle habe ich in der ganzen Zeit nicht einmal gesehen, nicht mal einen Spritzenabszess.

    Wobei ich sagen muss das i.m. Injektionen sehr selten geworden sind.

    Gruß
    Dirk
     
  16. der Dude

    der Dude Junior-Mitglied

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    Schmerzen während der Injektion sind eine häufige Komplikation, welche durch langsames injizieren in den richtigen Injektionsort und mit anästhesierendem Medikamentenzusatz reduziert werden kann (z.B. bei Vitaminen).
    :besserwisser:

    Bei Abwehrspannung hab ich schon häufiger gesehen, daß die Kanüle um 10°- 20° verbogen wurde, aber zum Glück nie gebrochen.

    der Dude
     
  17. Ute S.

    Ute S. Stammgast

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    Hallo,

    ja, das i.m. spritzen - war ich auch immer so ein Held. Hatte es lange Zeit auch nur mal theoretisch gehabt aber nie praktisch angewandt. Hatte dann mal eine Abteilung in der es sehr häufig vorkam und hatte immer gewartet, bis eine Kollegin kam, weil ich so mores hatte und es mir nicht traute.
    War dann in der Schule als Unterrichtsassistentin und habe dort viel dazu gelernt und langsam meine Scheu überwunden. Nachdem ich bemerkt hatte, dass mit der richtigen Technik und wirklich sauberem arbeiten eigentlich nichts passieren kann.
    Auf der anschliessenden Abteilung hatten wir auch viele Prämedis vgl. zu applizieren und da kam dann wirklich die Routine. Durch Anleitungsfunktion kam aber auch kein "Schlendrian" auf.
    Jetzt auf einer gynäkologischen Poliklinik habe ich auch noch ab und zu, wenn ich Depot zu applizieren habe mit vgl. zu tun, aber es ist wie Rad fahren. Einmal intus bleibts. Habe auch noch nie NW oder Komplikationen gehabt und schaffe es, dass unser Patientinnen relativ locker sind und meist ganz erstaunt sind, wie beim Zahnarzt - es hat ja gar nicht weh getan.

    Für die, die selten dazu kommen und es gerne "abschieben" aus Unsicherheit. Ich kenne das Gefühl und verstehe es - aber nur durch Übung und Wissen verliert ihr die Unsicherheit und das mulmige Gefühl.

    Ute S.
     
  18. Aceton

    Aceton Stammgast

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    Interessant, das hier kaum jemand ist, der von Komplikationen erzählen kann.
     
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