Weiterbildung zurück bezahlen, ohne schriftliche Verpflichtung?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Lissimail, 31.05.2009.

  1. Lissimail

    Lissimail Newbie

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    Hallo!
    Ich habe bis April 2009 eine Weiterbildung zur ambl. Pflegedienstleitung von meinem jetzigen Arbeitgeber finanziert bekommen. Ich habe die Leitung schon zu Beginn der Weiterbildung im April 2008 mehrmals mündlich darauf hingewiesen, ob ich mich schriftlich verpflichten soll, für eine gewisse Zeit die ich bei ihnen tätig sein muss. Diese ist immer mit den Wort du verlässt uns schon nicht abgetan wurden. Nun hat sich Anfang des Jahres durch die Liebe mein Leben geändert und ich fange zum 1.7. bei meinem Freund in der Nähe einen neuen Job an.
    Die Kündigungsfrist von 4 Wochen habe ich eingehalt, das ist nicht das Problem. Die Kündigung wurde angenommen. Nun fing meine Chefin an das ich ihr was zurück bezahlen müsste für die Weiterbildung weil sie davon ausgegangen ist das ich 2 Jahre bei ihr beschäftigt bleibe und sie mir vertraut hat. Ich habe sie darauf hingewiesen, das ich sie darauf hingewiesen haben, es schriftlich festzulegen aber sie wollte es nicht!
    Was soll ich nun machen, muss ich ihr was zurück bezahlen oder hat meine Chefin Pech gehabt???
     
  2. fredi8856

    fredi8856 Newbie

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    Hallo,

    du musst deiner Chefin gar nichts zurückzahlen. Es ist ihr Verschulden, wenn sie mit Dir keinen Vertrag abschliesst, in dem eine Rückzahlung des Geldes bei einem Wechsel des AG´s vorgesehen ist. Rein rechtlich hast du nichts zu befürchten. Ich würde sagen deine Chefin hat Pech gehabt. Ist sie aber auch selber schuld. Wer mit solch einer laschen Einstellung durchs Leben geht (wirst schon bei uns bleiben), wird heutzutage nunmal über den Tisch gezogen. Deiner neuen Stelle nichts mehr im Wege. Viel Glück dabei.

    MfG fredi8856
     
  3. kinflow

    kinflow Junior-Mitglied

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    wie fühlt sich das an wenn du dir vorstellst einfach zu gehen ohne deiner chefin etwas zurückzuzahlen? kannst du mit einem guten gefühl und dem wissen, daß es ein ausgeglichenes arbeitsverhältnis war, gehen?
     
  4. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    es geht hier nicht um Gefühle, sondern - Pech für den Chef, wenn er keine Verpflichtung mit Anteilmässiger Rückzahlung unterschreiben lässt.

    In dem Fall ist der AG etwas blauäugig gewesen, wird dem AG sicher nicht mehr passieren.

    Schönen Abend
    Narde
     
  5. kinflow

    kinflow Junior-Mitglied

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    mir geht es im leben schon auch um gefühle.auch um das gefühl von ausgeglichenheit
    vielleicht hat fredi ja das gefühl, daß die teure weiterbildung zu bekommen ok war und das verhältnis geben und nehmen ausgeglichen ist
    mir gefällt diese giermentalität nach dem motto "haste halt pech gehabt" überhaupt nicht, ich würde so nicht behandelt werden wollen und will auch nicht so durchs leben gehen
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Kinflow,

    wieviele AG haben Gefühle wenn sie ihre MA am Limit einsetzen?

    Warum willst du ihr ein schlechtes Gewissen machen? Hast du als PDL ein schlechtes Gewissen, wenn du MA anrufst, dass sie einspringen, oder kompensierst du Ausfälle dadurch, dass du einspringst? Ich weiss hat ja nix miteinander zu tun, aber nur vom Gefühl her.

    Schönen Abend
    Narde
     
  7. kinflow

    kinflow Junior-Mitglied

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    narde
    ich will lissimail überhaupt kein schlechtes gewissen machen, nur wissen ob sie mit einem guten gewissen aus diesem arbeitsverhältnis geht. das ist ja gut möglich
    mir stößt diese haltung von fredi und dir auf, dieses na da hat sie halt pech gehabt. wollt ihr so behandelt weden?
    ich hab kein schlechtes gewissen wenn ich dienstplanausfälle kompensiere indem ich meine kollegen anrufe, warum auch
     
  8. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Siehst du und genauso hätte ich kein Problem damit zu gehen ohne etwas zu bezahlen. Du erwartest, dass Leute einspringen, obwohl DP steht, der rechtsgültig ist. Ich gehe ohne zu zahlen, weil ich nichts unterschrieben habe.
     
  9. kinflow

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    hm, den vergleich versteh ich nicht.
    es geht ja nicht darum wie ich in lissimails angelegenheit handeln würde, das geht ja gar nicht, mich interessiert nur ob es ok für sie so ist, vielleicht gab es ja auf anderer ebene eine ausgleichung zu der weiterbildung, so daß sie wirklich mit einem guten gewissen gehen kann
     
  10. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Du willst ihr ein schlechtes Gewissen einreden, und selbst wenn ich ein schlechtes Gewissen hätte - es ist und bleibt Pech für den AG wenn er seine Leute nicht verpflichtet. Manchmal tut lernen weh, auch für den AG.

    Vielleicht empfinde ich auch nur so, weil ich kein Helfersyndrom habe und mir somit kein schlechtes Gewissen einreden lassen muss.

    Bei Verträgen haben Gefühle bei mir nichts zu suchen, einzig Fakten zählen.
     
  11. kinflow

    kinflow Junior-Mitglied

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    helfersyndrom?

    jemandem ein schlechtes gewissen einzureden geht doch gar nicht, wenn keines da ist kann niemand eins antriggern
     
  12. Joerg

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    Siehst Du, so wenig Du ein schlechtes Gewissen hast, Kollegen aus dem wohlverdienten Frei zu holen, weil sie, mal wieder, für das Organisationsversagen des AG geradestehen sollen, hat Lissimail ein schlechtes Gewissen den AG zu verlassen.
    Wieso reagieren AG's denn so empfindlich, wenn sie mal mit ihren Waffen geschlagen werden.
    Man sollte hier auch bedenken, dass Lissimail ihre AG sogar darauf hingewiesen hat einen Vertrag zu machen. Dies hat der AG in seiner Blauäugigkeit net gemacht, also ist es sein Problem.
    Ich finde es Klasse, dass ein AN mal so einen Schachzug gegen einen AG machen kann. Die Arroganz des AG "Du gehst schon net" muss einfach bestraft werden.
     
  13. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Versuchst Du sowas net, wenn Du Deine AN's aus dem Frei holst?
    Kommt da net mal der Spruch "Denken Sie an Ihre Kollegen", "Denken Sie an Ihre Patienten"?
     
  14. kinflow

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    ich hole niemandem aus dem frei sondern frage wer einspringt wenn jemand wegen krankheit ausfällt (organisationsversagen?)

    warum sollte ich versuchen jemandem ein schlechtes gewissen einzureden? bringt doch eh nichts und ich würd mich damit auch nicht wohl fühlen :-)
     
  15. Joerg

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    Dir ist sicher bekannt, dass ein AG mit dem Ausfall eines Kollegen wegen Krankheit rechnen muss.
    Wenn er dann den Dienst net aufrechterhalten kann, muss er sich was einfallen lassen. Da geht es net, jemanden aus dem Frei zu holen. Das tust Du mit der Frage "wer einspringen kann" aber. Was passiert wenn keiner kann/will?
    Wie gesagt, es ist ja nichts überraschendes das ein MA mal krank wird. Dann muss halt eine Rufbereitschaft eingerichtet werden. Klar das kostet Geld, aber wäre der fairere Weg.

    Na dann bis Du ein gutes Exemplar der Spezie PDL. Da gibt es aber auch ganz andere Kaliber.
     
  16. kinflow

    kinflow Junior-Mitglied

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    bestrafen, über den tisch ziehen, pech gehabt, mit den eigenen waffen geschlagen, pech gehabt

    puuh
     
  17. Joerg

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    Bis auf "mit eigenen Waffen schlagen" alles Dinge die sonst die AG's anwenden und es als normal ansehen. Komisch, dass es umgekehrt so verpöhnt ist.
     
  18. kinflow

    kinflow Junior-Mitglied

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    warum hast du so ein bild von ALLEN arbeitgebern? was bringt dir dieses denken?
     
  19. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Nicht alle, das habe ich auch nicht behauptet, aber viele!
     
  20. Leann

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    Ehrlich gesagt wäre mir pers. das schnurz piep egal.
    In dem Fall wurde die PDL darauf angesprochen zwecks Vertrag....tja wer pennt hat eben pech.:knockin:
    Die AG scheuen sich doch auch nicht ohne mit der Wimper zu zucken Konsequenzen an die AN heranzubringen.
    Den meisten Chefs gehts ums Geschäft und nicht um Gefühle warum soll das als AN nicht auch mal so sein:gruebel:
     
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