Weiterbildung, aber welche?

Dieses Thema im Forum "Fachweiterbildung für Leitungsaufgaben in der Pflege" wurde erstellt von SunnyMK, 21.04.2006.

  1. SunnyMK

    SunnyMK Senior-Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben!
    Befinde mich im mom irgendwie in einer berufsfindungsphase... Im Mom finde ich alles total unbefriedigend und ich bin dringend auf der suche nach Neuland.
    Ich hab Abitur und im Sep 2005 mein Examen als Krankenschwester gemacht und mit 2,0 abgeschlossen.
    Zur Zeit arbeite ich in einem Pflegeheim, aber die Arbeit ist sehr anstrengend und leider nicht mehr viel mit meinem beruf zu tun, kein kontakt zur medizin, sondern hauptsächlich grundpflege.
    Ich kann mir irgendwie vieles und nichts vorstellen, vor allem aber möchte ich die weiterbildungengerne berufsbegleitend machen,damit ich immer ein bisschen geld verdiene. Ende des Jahres mache ich eine weiterbildung zur Wundtherapeutin, aber über kurz oder lang möchte ich aus der pflege raus, vor allem aus dem schichtdienst.
    Hat einer von Euch eine Idee wie die berufsaussichten und verdienste als stationsleitung oder mit einem Abschluss des Studiengangs Pflegepädagogik (vielleicht kann man den ja auch irgendwann berufsbegleitend machen oder zumindest in den Semsterferien arbeiten) sind?
    Oder vielleicht hat ja jmd noch ne ganz andere Idee für mich...
    Lieben Dank schon mal! Sunny
     
  2. Brady

    Brady Gast

    Hallo Sunny,

    in erster Linie hat unser Beruf mit der Pflege zu tun. Weiss nicht, ob dann eine Weiterbildung das "Richtige" ist. Du schreibst auch, daß Dir der Schichtdienst nicht gefällt, ich zum Beispiel arbeite in einer Tagesklinik.

    Habe keinen Schichtdienst, keine Wochenenden oder Feiertage. Wobei diese Stellen nicht gerade von Berufsanfängern besetzt werden, da man sehr oft alleine bzw. im kleinen Team arbeitet. Ich bekomme noch nicht mal Schüler in der Grundausbildung, aus der Fachweiterbildung Psychiatrie natürlich schon.

    Wenn Dir die Pflege nicht liegt, dann liegt Dir auch keine Weiterbildung darin.

    Will Dir nicht zu Nahe treten, aber das ist nun mal meine Meinung. Ich hoffe, Du bekommst noch andere Ideen.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Brady
     
  3. SunnyMK

    SunnyMK Senior-Mitglied

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    Nein nein, missverständlich ausgedrückt: Spaß macht mir die Pflege schon, nur nicht unter den bedingungen wie sie uns zur Zeit geboten werden. (Vertragsverlängerungen immer nur um einen monat, bestenfalls um 3 Monate, ständiger Personalmangel auf den Stationen, Überstunden,kaum Zeit für die Patienten,von Zimmer zu Zimmer hetzen, unzufriedene Mitarbeiter, Bezahlung unter Tarif... Entweder man gibt sich damit zufrieden,oder ein anderer nimmt sie Stelle). Unter diesen Bedingungen macht es einfach keinen Spaß, man kann auch privat nicht planen,weil man nicht weiß, ob man in 3 Monaten wieder verlängert wird. Deshalb möchte ich auf Dauer einfach vorsorgen, so viel an Fortbildungen mitnehmen wie eben geht. Denn Mitarbeiter mit Weiterbildungen sind gefragt und ich bin einfach unentschlossen welche.
    Wie Du ja auch bereits sagtest, bei Euch wird man auch nur mit Weiterbildung oder berufserfahrung eingestellt. Die "netten" Arbeitszeiten gibts halt nur mit Fort-/Weiterbildungen....
     
  4. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Beruf:
    Altenpfleger, Krankenpfleger für die Intensivpflege und Anästhesie (DKG)
    Ort:
    Bavaria
    Akt. Einsatzbereich:
    Anästhesie
    Na ja, bei diesen Arbeitsbedingungen würde ich Dir eher raten, nicht sofort aus dem Beruf zu flüchten, sondern mal einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Das sind ja keine normalen Verhältnisse. Und eine Weiterbildung in der Pflege ohne entsprechende Berufserfahrung finde ich jetzt nicht so toll. Also ich wollte sie nicht machen (zumal die meisten Weiterbildungen eh ne gewisse Berufserfahrung vorraussetzen). Einfach mal den Arbeitgeber wechseln. Es gibt noch gute Arbeitgeber.
    Das ist so auch nicht wahr. Zumindest bei den meisten Fachabteilungsweiterbildungen arbeitest Du ja danach trotzdem noch im normalen Alltag (Bsp: Anästhesie/Intensiv, Onkologie, Psychiatrie).
    Es kommt halt auf Dein Einsatzgebiet an. Tageskliniken haben halt eine andere Struktur als Akuthaus. Auch eine Reha-Einrichtung läuft anders als bspweise der ambulante Dienst.
    Du musst halt wissen, in welchem Bereich Du arbeiten willst und dann versuchen Dich dahingehend entsprechend zu entwickeln. Eine Weiterbildung ist keine Garantie für eine schöne Stelle. Ein Studium garantiert auch keine tolle Stelle (wobei DA dann die Arbeitszeit deutlich geregelter ist).
    Einfach mal ausprobieren. Du stehst ja noch total am Anfang Deiner Berufstätigkeit.
    Ich würde erst mal einen Arbeitgeberwechsel empfehlen.
     
  5. Brady

    Brady Gast

    Psychiatrische Tageskliniken haben eine andere Struktur als eine vollstationäre Akutbehandlung....eben eine teilstationäre Akutbehandlung.

    Wobei natürlich keine suizidalen oder fremdgefährdeten Patienten dort aufgenommen werden.

    Indikation für eine tagesklinische Behandlung sind Depressionen, Neurosen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen.


    Der Vorteil liegt darin, daß der Patient nach der Behandlung nach Hause geht, bzw. am Wochenende zuhause ist. Ihm aber alle medizinischen Vorteile zur Verfügung stehen wie bei einer vollstationären Behandlung. Zudem kann er dort seine Alltagsprobleme mit in die Behandlung einfliessen lassen und die Gefahr einer Hospitalisierung wird dadurch geringer.

    Auch werden Patienten die vorher vollstationär waren in eine Tagesklinik verlegt um langsam die Behandlung auszuschleichen dem Patienten mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortung zu ermöglichen, bzw dies zu trainieren.

    Bei uns kommen jedoch die meisten Patienten von "draussen" und hatten vorher keine vollstationäre Behandlung.

    In der Somatik sind die Strukturen einer Tagesklinik oft eine Nachsorge, z.B. nach Eingriffen.

    Liebe Grüße Brady
     
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