Wehrdienst/Zivildienst durch Ausbildung zum GuKP umgehen

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Chris_89, 06.03.2009.

  1. Chris_89

    Chris_89 Newbie

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    Hi Leute,

    hat hier jemand vielleicht Erfahrungen damit gemacht? Also, dass man durch die Arbeit im öffentlichen Dienst und dem sozialen Bereich einem der Zivildienst erspart wurde? Ich hab ehrlich gesagt nicht so Lust da nochmal knapp ein Jahr anzuhängen in dem ich vielleicht voll arbeiten oder mich weiterbilden könnte.

    Bei meinem Kreiswehrersatzamt werd ich auch nochmal nachfragen, aber auch erst wenn meine Ausbildung dann angefangen hat. Vielleicht weiß ja aber auch schon hier jemand näheres zu dem Thema :-).


    Gruß Chris
     
  2. flexi

    flexi Administrator
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    Umgehen aufgrund der Ausbildung geht nicht, nur ein begrenztes Verschieben ist möglich.
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Früher konnte man während des Zivildienstes die Ausbildung zum KPH beginnen. Ich weiß nicht, ob diese Möglichkeit mit dem neuen Krankenpflegegesetz abgeschafft wurde.
     
  4. catweazle

    catweazle Poweruser

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    Hilft Dir das hier weiter?
    BAZ Alternative Dienste
     
  5. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Da ist ein Tippfehler drin, wie peinlich.

    Der Text ist irgendwie irreführend.
    Man kann also Kriegsdienstverweigerer sein aber aus Gewissensgründen seinen Zivildienst nicht ableisten (weils für den Staat ist oder warum?) und kann/muss stattdessen 21 Monate (1 Jahr länger als der Zivildienst) in einem sog. freien Arbeitsverhältnis (ist das die Ausbildung auch?) im z.b. Krankenhaus arbeiten.

    Quelle: Jusline.de

    Kann ich das ganze im NACHHINEIN noch beantragen? Dann brauch ich ja garkeinen Zivildienst mehr machen. Wie praktisch.
     
  6. flexi

    flexi Administrator
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    Chris will nicht entweder / oder, nein, er möchte sich Beides ersparen.

    Und das geht leider nicht durch eine Berufsausbildung im öffentlich Dienst oder in einem sozialen Bereich.
     
  7. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Hm... okay... sowieso vom Prinzip aus muss ich sagen:

    Mach den Zivildienst. Find ich sowieso doof das ganze zu umgehen. :-)
     
  8. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    ein Mitschüler von mir hat damals einige Jahre (4 oder 5...) beim THW mitgearbeitet. Dadaurch wurde ihm der Zivildienst erlassen.
    Ansonsten mach doch erst Deinen Zivi, und bewirb Dich dann um die Ausbildung. Du kannst u.U. eine menge Erfahrung sammeln...
     
  9. Julien

    Julien Poweruser
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    Jemand aus meiner Klasse hat mir grad gestern erzählt, er würde den Zivildienst umlagern auf sechs Jahre ehrenamtliche Verpflichtung beim Roten Kreuz.
     
  10. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    du das betrifft nicht nur das Rote Kreuz oder das THW, sondern jede Hilfsorganisation die sich im Katastrophenschutz engagiert. Die Verpflichtungszeit wird immer dem Wehrdienstzeitraum angepasst, derzeit glaube ich bei 8 Jahren. Dann musst dort auch aktiv sein, nicht nur auf dem Papier stehen. Aktiv bedeutet, du musst Fortbidlungen bzw. auch Gruppenabende besuchen und Dienste machen. Je nach Organisation werden pro Jahr ca. 250 - 400 Dienststunden erwartet.

    Schönes Wochenende
    Narde
     
  11. catweazle

    catweazle Poweruser

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    Sechs Jahre sind das. Freiwillige Feuerwehr geht übrigens auch.
     
  12. flexi

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    Das wird Chris sicherlich aber garnicht gefallen....

    Lt. seinem Eingangsbeitrag möchte er weder Wehrdienst noch Zivildienst noch irgendwelchen Zivildienstersatz leisten, weil:
    Wieso eigentlich "nochmal knapp 1 Jahr anhängen"? Schule verlängert? 1 Jahr verbummelt?
    Wenn die Annahme von Chris gangbar wäre, hätten wir einen Überlauf an Berufseinsteigern.
     
  13. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Der Unterschied zum Wehrersatzdienst in einer Hilfsorganisation, die im Katastrophenschutz ist, ist, dass keine Zeit in eigentlichen Sinne verloren wird, sondern halt "nebenher" "gearbeitet" wird.

    Von daher wäre es eventuell schon eine Lösung für Ihn.
    Aktuelle Situation ist glaube ich den Dienststundenschnitt der Bereitschaft der jeweiligen Ortsgruppe der Hilfsorganisation, aber mindestens 200Std pro Jahr über 7 Jahre abzuleisten.

    MfG
     
  14. pflegeschüler1988

    pflegeschüler1988 Poweruser

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    Hallo Leute,

    habe letztes Jahr mein Examen gemacht und wurde 3 Tage später zum Zivildienst eingezogen.
    Jetzt fahre Ich KTW und fühle mich völlig überqualifiziert, ich habe aber noch meinen Rettungssanitäter kostenlos gemacht.
    Der Staat versteht nicht das ich ja auch so "sozial" was für die Gesellschaft in meinen Job mache, ich mehr Geld verdienen würde und dies dann wieder in den Wirtschaftskreislauf einbringen könnte.
    Außerdem verlängert sich so meine Wartezeit auf meine Fachweiterbildung und ich muss sagen das nervt mich total.
    So es sind noch 9 Wochen Zivi und dann endlich GuK!!
    Das mit Hilfsorganisationen gestaltet sich schwierig in einem Schichtbetrieb, deshalb habe auch ich die 9 Monate vorgezogen.
    Bin auch Feuerwehrmann in meiner Freizeit und die anderen Kameraden die normal von 7-16 Uhr arbeiten bekommen ihre stunden nur schwer zusammen.

    LG Martin
     
  15. Bruce

    Bruce Junior-Mitglied

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    Wenn Dur erst Deine Ausbildung machst, kann es auch gut möglich sein, dass Dein Jahrgang gar nicht mehr zur Ableistung des Wehrdienstes aufgerufen wird (nachdem Du mit der Ausbildung fertig bist). Dann bleibt Dir beides erspart.
     
  16. |·B48·|

    |·B48·| Newbie

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    Genau. Heutzutage ist das "Risiko" nicht ausgemustert zu werden und damit Wehrdienst leisten zu müssen, relativ gering geworden. Wehrgerechtigkeit gibt es eh nicht mehr und immer mal wieder kommt der Vorschlag eines Berufsheeres.

    Ich hab mir auch mal überlegt, ob Zivildienst, hab die Frist zum Verweigern verstreichen lassen und bin nach Zurückstellung wegen der Schule eingezogen worden als W15 (d.h. 15 Monate) und habe es nicht bereut als Erfahrung fürs Leben. Die psychosoziale Wirkung des "er hat gedient" auf Selbstbewusstsein und Karriere sollte trotz des "verlorenen Jahres auf dem steilen Weg zum Vorstandsvorsitzenden" nicht unterschätzt werden.

    Der Fachbegriff für das Ansinnen des TE's nennt sich Totalverweigerung. Und wikipedia hat zur weiteren Information einen schröcklich vaterlandslosen Artikel.

    Früher gab es noch die Flucht ins inländische Ausland nach Berlin-West bzw. Westberlin und die wurde auch genutzt. Diese Möglichkeit hat sich aber durch den Kanzler mit dem Mantel der Geschichte Dr. Helmut "Gechichte" Kohl auch erledigt.
     
  17. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Hehe, "Er hat gedient" kommt bei einigen meiner ü70Patienten gut an, aber ansonsten... :gruebel:
     
  18. Chris_89

    Chris_89 Newbie

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    - 10. Klasse wiederholt
    - 1.5 Jahre Ausbildung zum Fachinformatiker, die jetzt zum 31.3 ausläuft. (hab ich abgebrochen)

    Das "nochmal" war falsch formuliert, lag ja schließlich in meiner Hand...


    So wie es aussieht wirds dann wohl auf Zivildienst rauslaufen, vielleicht auch nicht schlecht als Übergangszeit um eine feste Stelle zu finden.
    Das Verpflichten in einer Hilfsorganisation, da muss ich flexi Recht geben, würde mir ja überhaupt nicht gefallen. Zumindest nicht über so einen langen Zeitraum. Ich hab hier vor kurzem mal beim Sanitätsdienst nachgefragt und werd mir das auch mal anschauen, vielleicht entpuppt es sich ja doch noch als wirkliche Alternative zum Zivildienst.

    Edit: Danke für eure Antworten :-)
     
  19. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo Chris,
    vielleicht kannst Du den Zivi auch als Chance sehen, um nach der Ausbildung den Lebenslauf nochmal mit etwas "besonderem aufzupeppen".
    Du könntest Dir ja etwas in einem speziellen Bereich suchen (also Behinderte oder so).
    Dann hättest Du neben der "normalen Klink" auch noch Erfahrung in einem Langzeitbereich.
    Wer weiss, was für Türen Dir das noch öffnen könnte...
     
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