Wehentypen

Dieses Thema im Forum "Gynäkologie / Geburtshilfe" wurde erstellt von Rabenzahn, 07.10.2002.

  1. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Hallo,

    stimmt es, dass es 8 verschiedene Wehentypen gibt.

    Wie heissen sie ?

    Was sind die Unterschiede ?
     
  2. carmen

    carmen Poweruser

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    HUHU Rabenzahn :wavey:

    also 8 verschiedene Wehentypen kenne ich nicht und hab auch noch nie was davon gehört oder gelesen :roll:
    Kenne nur 5 Wehentypen.

    Vorwehen oder Senkwehen

    - treten in den letzten Wochen und Tagen vor der eigentlichen Geburt auf
    - treten in unregelmäßigen, zeitlichen Abständen auf
    - sind nicht sehr schmerzhaft
    - treiben die Geburt nicht an oder voran
    - entsprechen einer Übungsfunktion des Uterus auf die eigentlichen
    Geburtswehen

    Eröffnungswehen

    - eröffnen den Muttermund von Null auf 10 cm
    - nehmen zeitlich gesehen den längsten Anteil einer Geburt in Anspruch
    - können sehr schmerzhaft sein
    - kommen in regelmäßigen Abständen
    - Abstände zwischen den einzelnen Wehen verringern sich

    Austreibungswehen

    - funktionieren wie die Eröffnungswehen
    - treiben das Baby aus dem Geburtskanal der Gebärenden aus
    - sind von der Anzahl her weniger Wehen als bei der Eröffnungsphase
    - dafür werden sie von den werdenden Müttern als die schmerzhaftesten
    Wehen beschrieben

    Nachgeburtswehen

    - fühlen sich ähnlich an, wie Eröffnungswehen, sind aber bei weitem nicht
    so schmerzhaft und von langer Dauer
    - werden benötigt, um die Plazenta auszustoßen

    Nachwehen

    - treten oft beim ersten Stillen des Kindes ein, oder auch unabhängig
    davon
    - dienen dem Zusammenziehen des Uterus
    - können sehr schmerzhaft sein
    - nach ca 1 Woche sind sie fast nicht mehr zu spüren (wechselt von Frau
    zu Frau)



    Carmen
     
  3. carmen

    carmen Poweruser

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    Hi Rabenzahn,

    oder wolltest Du nochwas über pathologische Wehentypen wissen?

    Wehenschwäche

    Wehen kommen in regelmäßigen Abständen, sind aber zu schwach, um den Geburtsvorgang voranzutreiben

    hyperaktive Wehen

    es können mehr als 4 Wehen /Minute auftreten
    ist äußerst schmerzhaft
    ist sehr belastend für das Ungeborene Herz/Kreislauf

    hypertone Wehen

    der Ruhetonus der Uterusmuskulatur ist zu hoch
    es finden keine Entspannungsphasen des Uterus mehr statt

    dystope Erregungsbildung des Uterus

    unkoordinierte Wehentätigkeit
    höchste Gefahr für Mutter und Kind



    Carmen
     
  4. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Hallo, ich habe das gefunden.

    - Schwangerschaftswehen ( treten in der Schwangerschaft auf, fördern die Durchblutung der Gebärmutter )
    - Vorwehen ( unregelmäßig, zunehmende Wehentätigkeit in der Woche vor der Geburt) Vorwehen werden in :
    - Senkwehen ( 3 bis 4 Wochen vor der Geburt , sehr schmerzhaft, bewirkt eine Dehnung desd unteren Teils des Uterus. Dadurch kann dieser tiefer ins Becken eintreten )
    - Stellwehen bringen den vorangehenden Teil tiefer zur Einstellung
    unterteilt.
    - Eröffnungswehen ( leiten die Geburt ein )
    - Austreibungswehen ( alle 2,5 Minuten treiben sie das Kind durch das Becken zum Beckenboden )
    - Presswehen ( alle 1-2 Minuten, bewirken die eigentliche Geburt )
    - Nachwehen ( sorgen für die Blutstillung und Uterusrückbildung )
     
  5. carmen

    carmen Poweruser

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    Hi Rabenzahn, bis auf Stellwehen :roll: kenne ich die Wehentypen alle, weiß auch zufällig, wie sie sich anfühlen.
    Aber Stellwehen sind irgendwie logisch.
    Ach so, und Schwangerschaftswehen bekommt nicht jede Frau mit, eher aber die Senkwehen.


    Carmen
     

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