Wechsel von GKP zum GKKP während der Ausbildung

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von Sanctum92, 22.08.2012.

  1. Sanctum92

    Sanctum92 Newbie

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    Hallöchen =)

    ich befinde mich zurzeit im ersten Ausbildungsjahr zum Gesundheits- und Krankenpfleger und werde im Oktober ins zweite kommen. Soeben hatte ich meinen praktischen Abschnitt im Bereich Neugeborenen und kam auf die Idee bzw den Wunsch, evtl. die Ausbildung zu wechseln auf eine Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeausbildung.
    Leider gehört das nicht zum Angebot meiner Krankenpflegeschule und daher wollte ich euch fragen was ihr denkt, ist das möglich? Jedoch finde ich es unangenehm wenn ich bei dieser Schule kündige und bei einer anderen komplett neu anfange, daher fände ich ein Wechsel in eine laufende Kinderkrankenpflegerausbildung angenehmer. Was meint ihr?


    Meine zweite Frage wäre, da ich bevorzugt eh mit Neugeborenen arbeite und mein Einsatz größtenteils auch auf der Entbindungsstation war, ist meine Frage, ob es Krankenhäuser gibt, die auch männliches Pflegepersonal auf einer Neugeborenen bzw Entbindungsstation einsetzt? Wo ich eingesetzt war gibt es nach dem Examen bisher keine Chance auf Anstellung.

    Gruß und einen sonnigen Mittwoch euch =)
     
  2. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    da es an Deiner Schule nicht angeboten wird, müsstest Du Dich komplett neu bewerben...vermutlich ist ein "reinrutschen" in einen bestehenden Kurs nicht möglich (und imho auch nicht sinnvoll). Ob eine Anrechnung des ersten Ausbildungsjahres erfolgen kann würde auch von der Konzeption der GuKKP Ausbildung an der jeweiligen Schule abhängen...viele bilden bereits gemeinsam aus und differenzieren thematisch erst ab dem 3. Ausbildungsjahr. Das Problem wird aber sein, dass an Deiner jetzigen Schule die Zielgruppe der Kinder und Neugeborenen höchst wahrscheinlich zu wenig in den einzelnen Modulen berücksichtigt wurden.

    Vermutlich müsstest Du Dich daher zum Oktober 2013 neu bewerben, da diese Ausbildung sehr gefragt ist und die Plätze für die Aprilkurse mit Sicherheit schon belegt sind.

    Eine weitere Möglichkeit wäre das dranhängen einer verkürzten GuKKP Ausbildung nach dem ersten Examen- Du hättest im Endeffekt zwei Abschlüsse und würdet jetzt die bereits abgeleistete Ausbildungszeit nicht verlieren.
     
  3. Sanctum92

    Sanctum92 Newbie

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    Vielen Dank für die sehr informative Antwort, ich habe mich mal bisschen umgeschaut. Ich mache die Ausbildung bei einer Krankenhauskette die an manchen Standorten auch diese gemeinsamen Kurse durchführen wo die richtig unterschiedlichen Inhalte und Module wie du sagtest erst im dritten Jahr vorkommen. Ich habe mich mal nach den Ausbildungsinhalten in den ersten zwei Jahren erkundigt und habe herausgefunden, dass es rein ausbildungstechnisch möglich wäre nach meinem zweiten in das differenzierte dritte Jahr zu wechseln.
    Da dies jedoch Konzernintern wäre, wäre es der faire und beste Weg über meine jetzige Schulleitung abzuklären oder?
     
  4. renje

    renje Poweruser

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    Ich kann dich ja verstehen, die Kleinen sind ja so süss.

    Aber bring mal Realität in deine Überlegung.

    Auf Neugeb.stationen sind i.d.R. Hebammen eingesetzt und weniger GuKK.

    Da liegts also nicht zwingend daran dass du ein Mann bist, sondern an Angebot und Nachfrage.

    Auch das generelle Arbeitsangebot als GuKK ist nicht besonders gut.
    1. wirst du sowieso ganz schwer nen Ausb.platz finden, denn die sind rar und die Konkurrenz ist groß
    2. wirst du hinterher Schwierigkeiten haben eine Arb.platz zu finden und dann mußt du doch als GuK arbeiten.
    Was hättest du gewonnen?

    Mach deine Ausb. zu Ende und wenn du dann immer noch willst, dann mach es wie Lillebritt sagt
    häng noch ein Jahr dran, dann hast du die Auswahl.
     
  5. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Dafür wäre es notwendig zu wissen, ob die Curricula konzernintern einheitlich sind? Jedes Bundesland hat eigene Rahmenlehrpläne, die sich zwar alle am KrPflG orientieren, jedoch von der Aufteilung der Inhalte unterschiedlich sind. Nicht zu vergessen, dass in jedem Bundesland die strukturelle Verortung der Schulen etwas anders sein kann ...somit auch die übergeordnete Behörde und die Ausgestaltung der Abschlussprüfungen hinsichtlich dem Aufbau der Fragestellungen etc.

    Du solltest das Gespräch suchen und gemeinsam mit der Schulleitung überlegen, ob ein solcher Wechsel sinnhaft und machbar ist.
     
  6. Colophoniaz

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    Moin, ich hab auch Wechselwünsche und Schwierigkeiten gehabt.. unsere Schule differenziert schon im ersten Jahr und meine Kursleiterin hat sich gegen die der GUKKP Klasse durchgesetzt.. wie Lillebrit schon erwähnt hat mach die Doppelqualifikation. Könnt ichs mir heute nochmal aussuchen ich würd erst fachabi und dann Bachelor in Pflege machen und danach die Kinder, sind bei uns 5 Jahre aber du hast dann alles in der Tasche um auch Europaweit arbeiten zu können falls das von Interesse ist. Neugeborene find ich persönlich schwierig weil bei uns zu 85% die Eltern rumschwirren und uns eigentlich mehr als Servicekraft für Essen,Wasser und sonstige Wehwehchen sehen.. da empfehl ich lieber Kinderintensiv mit Frühchen Spezi wenns dir um Neugeborene geht. Ansonsten fand ich persönlich Schulkinder/Jugendliche sehr angenehm als Mann.. ich hab auch immer die Bereiche bekommen wo die Jungs lagen und da sind die Chancen je nach Haus richtig gut.. und oft ist ne PDL froh nen Mann mehr dort zu haben.

    Nochmal zurück aufs Studium, ich vermute mal du bist 20? Wenn du Fachabi hast informier dich mal an der FH in Rheine die bieten Pflegestudium an, du machst im Prinzip das gleiche wie wir halt nur ein Jahr länger incl Bachelorarbeit.. DU hast dann den Vorteil das dir noch viel mehr tore offen stehen und du im Ausland nicht die Aushilfe bist.. wobei das zumindest die Niederländer nicht mehr sooo eng sehen. Aber eins weiter is unsere Lehre deren Hiwi weils alles akademisiert is.. von daher lerns direkt im Studium und überleg dir das mit den Kindern nochmal ;) is auch nich immer toll aber hätte für mich mehr vor als nachteile ;)
     
  7. Sr.Sandra

    Sr.Sandra Stammgast

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    Diese Aussage stimmt so nicht ganz, in dem Haus bzw. Konzern in dem ich arbeite sind auf der Geburtsmed.(Neugeborenenstation) nur GUKK bzw. GUK, die Hebammen sind nur im Kreissaal und haben mit dem Stationsalltag nichts zu tun.
     
  8. Colophoniaz

    Colophoniaz Junior-Mitglied

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    Ist in Münster zumindest im Clemens genau so, die Station grenzt an die Wöchnerinnen/Gyn an und wird von GuKKP/Schülerinnen versorgt. Hebammen sieht man nur im Kreissaal oder zur Übergabe von Mutter/Kind nach Entbindung.
     
  9. renje

    renje Poweruser

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    Hab ja nicht behauptet, dass es das nicht auch gibt.

    Ich habe es anderst erlebt, dass Hebammen eben die Versorgung und Beratung übernehmen und eben weniger (nicht keine) GuKK auf Station sind, die Anzahl eben äusserst überschaubar.
     
  10. Sanctum92

    Sanctum92 Newbie

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    Danke für die vielseitigen Meinungen!

    Ja stimmt, ich bin 20 Jahre, jedoch besitze ich nur den Realabschluss und meine Fachhochschulreife noch nachzuholen kommt für mich nicht in Frage. Jedoch die Idee, dass ich das dritte differenzierte Jahr noch nach meiner Ausbildung anhänge und somit nach 4 Jahren zwei Examen hätte gefällt mir jedoch sehr.
     
  11. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Dann geh genau mit dieser Vorstellung zu Deinem Schulleiter und besprich diese Pläne- vielleicht kann er Dir aufzeigen, wie Du innerhalb Eures Konzerns an einen solchen Ausbildungsplatz kommst.
     
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