Weaningschema?

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von Stern32, 18.01.2007.

  1. Stern32

    Stern32 Poweruser

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    Hallo,

    mal an alle eine frage die auf Intensivstation arbeiten.

    Gibt es bei euch ein Weaningschema? Bei uns nicht wirklich. Wenn JA wie sieht das aus?

    Bei uns macht machen manche Pat. eine Stunde feuchte Nase oder den ganzen Dienst lang dann braucht man sich natürlich nicht wundern, wenn der Pat nach / Std. feuchte Nase wieder an die Maschine muss.

    Also ab wann feuchte Nase? Wann Sprechkanüle und in welchem Rhythmus?

    Danke für alle Antworten!

    Gruß TinaG.
     
  2. pflege richi

    pflege richi Junior-Mitglied

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    hallo,

    bei uns gibt es auch nicht direkt ein weaning-schema. denn unsere patienten sind zum großteil langzeitbeatmete. deswegen fangen wir langsam an mit ein paar stunden cpap in etwa so lange wie der patient es kann.dann erstmal wieder bipap. wenn er dann cpap macht, denn wird schrittweise der asb runtergedreht und geschaut wie der patient es toleriert (siehe bga).

    tracheotomiert wird meist wenn abzusehen ist das der patient länger noch beatmet werden muss. oder keine besserung besteht. meisst bei copd´lern.

    das war so die kurzfassung der gesamten sache.

    mfg pflege richi

    ps:arbeitest du auf innere intensiv oder operativer?
     
  3. Stern32

    Stern32 Poweruser

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    Ich arbeite auf einer operativen Intensiv.

    Gruß TinaG.
     
  4. pflege richi

    pflege richi Junior-Mitglied

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    hoffe das dir das ein bissl hilft, ist net ausführlich aber es gibt bei uns leider kein schema.

    dann sind die patienten eh meist von ihren vorerkrankungen her etwas anders einzustufen.

    musst mal jemand fragen der auf einer operative station schafft.
     
    #4 pflege richi, 18.01.2007
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2007
  5. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin TinaG

    Behaupte mal das es keine Untersuchungen gibt auf deren Grundlage man einen Weaningplan erstellen kann gibt.

    Wir versuchen zumindest schwieriges Weaning zu planen. Also die Belastung über den Tag mit Entlastungsphasen zu verteilen. Am morgen steht bereits der Tagesplan. Wie belastet wird hängt individuell vom Patienten ab. Manche profitieren von der feuchten Nase, andere müssen rasch mit einem exspiratorischen Widerstand durch Sprechkanüle oder CPAP versorgt werden.
    Dies wird halt durch Beurteilung der Atemmechanik festgestellt.

    Der Plan wird jeweils im Nachtdienst aufgrund der Übergabe des Spätdienstes erstellt.(EDV gestützt)
    Ich fange meist mit einem Test über 10 min an. Aufgrund des klinischen Eindrucks wird dann entsprechend geplant. Grundsätzlich wird ein SK Versuch so schnell wie möglich gemacht! Gerade die Kommunikationsfähigkeit ist für den Patienten sehr motivierend. Vereinfacht in vielen Fällen ja auch uns die Arbeit.

    Die Zeit in der spontan geatmet wird, wird aufgrund der Beurteilung von Atempumpe im Test und im Verlauf am Abend aufgrund des Eindruckes in der Spontanphase verlängert. Bei manchen hängt man bei 10 min fest. Andere sind nach wenigen Tagen tagsüber oder ganz respiratorfrei.

    Sehe beim schwierigen Weaning übrigens nicht die großen Unterschiede von operativer zur inneren Intensiv(selbst Innere).

    Das kontinuierliche Weaning über CPAP/ASB habe ich z.B. bei COPD Patienten eher als frustran kennen gelernt(teil in Sachen Erfolg / teils auch nur psychisch für ALLE Beteiligten). Bin da mit dem diskontinuierlichen Weaning deutlich zufriedener :D

    Allg. ist meiner Meinung nach ein Plan wichtig. Der Patient muss dann zwar auch an den Respirator aber man weis schon wann man ihn wieder abnimmt.

    Das ganze macht natürlich nur Sinn wenn die Atempumpe am Respirator tatsächlich vernünftig entlastet wird :trinken:
     
  6. Timon

    Timon Newbie

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    Hallo Leute,
    kenne Weaning bis dato nur mittels Trachvent.
    Wenn Pat. beim Bipap rel.viel spontan atmet fangen wir meist mit 2*0,5 h und einem rel.hohen O2-Flow an,der dann entprechend der BGA korrigiert wird.
    Diese Zeiten werden dann immer mehr ausgedehnt,bis der Pat.mehrere Stunden am Tag ,mit Beatmungsunterbrechung, TV macht.Zur Nacht dann Sedierung und Beatmung des Pat. zur Erholung.
    Zum Schluß dann meist tagsüber komplett TV,nachts Beatmung und dann irgendwann Dekanülierung.
    Kenne andere Weaningschemen wie z.B.über CPAP und Reduktion des ASB nur aus der Theorie.Haben erst seit gut 2 Jahren invasive Beatmungen.

    Greetings from Timon :lol1:
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Timon,
    was ist bitte ein Trachvent?

    Danke
    Narde
     
  8. Timon

    Timon Newbie

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    Hallo Narde,

    Trachvent=künstliche Nase--->heißt bei uns halt so!

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  9. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin Timon

    Was ist denn euer Fachbereich ?
     
  10. Timon

    Timon Newbie

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    Hi Dirk,

    arbeite auf einer internistischen ITS.
    Krankeitsbilder die bei uns beatmet werden:
    -Pneumonie
    -COPD
    -Sepsis
    -dekomp.Herzinsuff.
    -Myocardinfarkt
    -Z.n.Reanimation
    ...Habe glaube ich die wichtigsten.Alles andere was posttraumatisch/postoperativ ist geht auf unsere anästhesiologische Intensiv.

    Greetings from Timon :lol1:
     
  11. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin Timon

    Bin nur über

    "Haben erst seit gut 2 Jahren invasive Beatmungen"

    gestolpert.

    Dachte zunächst an eine pulmologische Station die jetzt auch "richtig" beatmet. Hätte zum Weaningkonzept gepasst.

    Habt ihr keine Kurzeitbeatmung (weniger 5 Tage) die einfach nur wach werden müssen ? Das sind die Patienten, die bei uns immer kontinuierlich geweant werden. Also BIPAP zurücknehmen dann oder gleich CPAP/ASB, um zu schauen ob das Opiat auch ausreichend ausgeschlafen wurde. Arbeite übrigens auch auf einer Inneren Intensiv.

    Ist zwar nicht das aufregende schwierige Weaning aber wird halt auch als Weaning bezeichnet.
     
  12. Timon

    Timon Newbie

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    Hallo Dirk,
    beschriebenes Weaningschema bezog sich natürlich auf Langzeitbeatmungen.
    Kurzzeitbeatmungen haben wir auch, aber eher selten- kann ich glaube ich in den 2 Jahren an 2 Händen abzählen! Läuft dann doch meist auf Tracheotomie aus,meist den beschriebenen Krankheitsbildern zufolge.
    Warum erst 2 Jahre ?...Weil wir erst seit 2 Jahren einen anästhesiologisch ausgebildeten Stationsarzt haben und vorher alles was beatmungspflichtig wurde auf unsere anästhesiologische Intensiv ging.
    Bin aber froh, das es so gekommen ist.Ist wirklich sehr interessant und die Fachweiterbildung kommt einen sehr zugute.

    Greetings from Timon :lol1:
     

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