Weaning ?

Ute

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Salute,

was bedeutet eugentlich "weaning"? Ich habe das schon so oft gehört und kann mir da nichts darunter vorstellen ! :?


Danke für eine Erklärung !!! :idea:
 

Katta

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Servus,

ist das nicht eine Entwöhnung vom Beatmungsgerät ? Bin mir aber auch nicht sicher !!! :?
 

Suse

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Hi !
Stimmt, was Katta sagt. Es ist das entwöhnen des Patienten vom Beatmungsgerät in Schritten.
Suse
 

Ute

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Also ,

muss ich mir das so vorastellen, das die O2 Menge immer weniger wird und der Patient dann langsam von selbst atmet ?
 

Suse

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Oje, das zu erklären, würde glaub ich jeden Rahmen sprengen. Weaning ist ein zu komplexes Thema, als daß man es so schnell erklären kann. Generell gibt es verschiedene Konzepte, die ausgearbeitet wurden, um den Patienten vom Respirator zu entwöhnen. Von Haus zu Haus gibt es feine Unterschiede. Grundsätzlich kann man sagen, das das Ziel ist, die Sauerstoffkonzentration, die man beim Gerät einstellen kann, zu reduzieren (21%- 35%), den PEEP zu reduzieren ( bis 5) und die Druckunterstützung (bis 0). Daß der Patient spontan atmet , wach , stabil und kooperativ ist setze ich voraus. Das ist so grob der Ansatz vom Weaning. Ich hoffe, ihr konntet es verstehen.
Gruß Suse
 

Dorothee

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Hallo Ute,

ich gebe Suse recht, das ist ein sehr komplexes Thema und mit wenigen Worten nur schwer zu umschreiben.
Weaning bedeutet die Entwöhnung vom Respirator und meint die Übertragung der Atemarbeit und Atemregulation vom Beatmungsgerät auf den Patienten.
Der Verlauf des Weanings ist unterschiedlich. Das hängt z.B. davon ab, wie lange der Patient beatmet war, Vorerkrankungen (COPD), Bewußtseinslage, Alter etc.
Wenn Du etwas genaueres wissen möchtest, dann grenze deine Frage doch etwas ein, dann fällt das Antworten leichter.

Gruß Dorothee
 

Suse

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Tja, interessierte wohl doch nicht so sehr.
Suse
 

Ute

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doch,doch es interessiert mich, bin noch nicht weiter gekommen, werde mich bald melden...

Danke für Eure Mühe :P
 

Gerry Raßmann

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Hallo Leute,
Die Entwöhnung von der Beatmung ist ein zentrale Thema in der Beatmungstherapie.
Bekant ist, dass die Kraft der Atemmuskulatur mit Beginn einer kontrollierten Beatmung drastisch abnimmt, so dass man mittlerweile den Satz geprägt hat: das Weaning beginnt mit der Intubation

Das bedeutet konkret, dass der Patient schon von Beginn an soweit wie möglich mitatmen sollte und ihm nur das nöitgste zusätzlich angeboten werden sollte. Die ist relativ schwierig, weil sich der Zustand des Patienten in Akutsituationen schnell ändern kann. Hier ist das Pflegepersonal gefragt, diese Veränderungen (v.a. Erschöpfungszeichen) frühzeitig zu erkennen und entsprechenden Maßnahmen einzuleiten.

Wie Suse schon schrieb geht es nun darum, die Beatmungsparameter so weit zu normalisieren und den Patienten so schnell wie möglich zu extubieren. Denn Beatmung ist ja nicht gerade gesund. (Abe bitte Suse, nicht die Druckuntersützung auf 0 reduzieren, denn der Patient benötigt sie, um den Tubuswiderstand zu kompensieren).

Ich muss mich meinen "Vorschreiberlingen" anschließen, dass das Thema sichelich das Forum sprengen würde, wenn man differenziert das Weaning beschreibt. Dazu muss man auch erst mal die Beatmung und die verschiedenen Beatmungsformen klären.
Wenn dies allerdings gewünscht ist, könnte ich den ein oder anderen Beitrag ins Netz stellen.
 

Rabenzahn

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Hallo Gerry,

auch mich würde es sehr interessieren. Stell doch mal ins Netz was Du hast.

Danke
 

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