Was wird eigentlich gerettet? Das Leben eines Menschen oder das Ego des Arztes?

OPschwesterl

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Halli hallo!

Ich bin ganz neu hier und wollte euch mal diese Frage stellen? Bin seit 6 Jahren im OP Bereich tätig, seit 4 Jahren im Neurochirurgischen OP!
Es beschäftigt mich immer wieder, diese eine Frage geht's eigentlich in dem System Krankenhaus noch um den Patienten oder wahrscheinlich korrekter ausgedrückt Klienten?!? Wie läuft das in euren Krankenhäusern so?
Ich habe meinen Beruf immer sehr gerne ausgeübt, aber in letzter Zeit hab ich das Gefühl die ganze Entwicklung läuft in eine falsche Richtung!?


Freu mich auf eure Beiträge!

Alles Liebe :flowerpower:
 

Bachstelze

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Es geht ausschliesslich um Geld.
 

Elisabeth Dinse

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Da ich das System ja auch von der anderen Seite her kenne- ich war zufrieden. Man bemerkte nicht, dass es nur um das Geld geht- zumindest in den Häusern net, in denen ich Pat. war. Es gibt sicher immer Sachen, die besser sein könnten. Aber alle wird man nie zufrieden stellen können.

Elisabeth
 
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Als Patientin konnte ich mich auch noch nicht beklagen. Man weiß zwar, wie alles läuft, aber es wird schon versucht diese Zustände den Patienten nicht spüren zu lassen.
 

Elisabeth Dinse

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Und warum sollte der Pat., der nicht um die Zu- und Umstände weiß, i-was verändert haben wollen? Die meisten sindzufrieden. Nörgler findest immer wieder. Dumm ist, dass man sich mehr an die Nörgler erinnert, denn an die zufriedenen Pat..

Elisabeth
 

OPschwesterl

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Ja das stimmt, das Geld steht an erster Stelle! Bin schon gespannt wielange das noch zur Verfügung steht!;) bei uns laufen z.b. Systeme im Wert von 1000e Euros ab, wird natürlich wieder nachbestellt und weils ja im Notfall unsteril werden könnte wird gleich ein zweites auf Lager gelegt....es sei bemerkt es wurde kein einziges mal in 6 Jahren verwendet! Ich weiß, bin leider ein wenig naiv, aber gibt es nicht wirklich viele Bereiche die man verbessern könnte...ohne es jeden Recht machen zu wollen...aber einfach mal überdenken worum es wirklich geht oder soll man sich wirklich allem fügen und sich keine Gedanken machen?! Schafft man es dann trotz dieser Umstände seine Arbeit weiterhin gut zu machen und seinen kleinen Teil beizutragen, dass der Patient gut versorgt ist und als Mensch zählt?
 

Elisabeth Dinse

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Du wirst dich damit abfinden müssen, dass die Rationierung der medizinischen Leistungen in Zukunft zunehmen wird. Diese Rationierung hat in D längst schon begonnen. Die Auswirkungen auf den Pat. bekommt man nur selten mit. Sie betreffen auch (noch) net den klinischen Bereich.

Elisabeth
 

opjutti

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Hallo OPschwesterl!

Seid ihr ein zertifiziertes Haus/OP?
Es sieht so aus, als würdet ihr einen Betriebswirtschaftler benötigen, der mal eine Kosten-Nutzen-Analyse macht. Gemeinsam mit Fachleuten aus eurem OP (Leitung, Bereichsleitung, usw:-) sollten die Produkte durchleuchtet werden, ob und wie oft sie benötigt werden und vor allem, ob auf kostengünstigere Produkte zurückgegriffen werden kann.
Allerdings sollte der Einkäufer Kenntnis über die Produkte haben, deren Einsatzgebiet kennen und auf das Fachwissen der OP-Leute vertrauen. Wenn das fachliche Verständnis vorhanden ist, ist dieser nämlich in der Lage, auf Augenhöhe mit den Ärzten zu verhandeln und evtl. alternative und somit kostengünstigere Produkte vorzulegen.
Preiswert heißt ja nicht, dass es billig und damit Schrott ist, sondern dass es seinen Preis wert ist!

Bei uns hat eine Umstellung von Selbstbedienung und Selbstverwirklichung der Ärzte in Standardprodukte für alle stattgefunden.
Z. b. bei dem großen Posten der Prothetik wurde von Wunsch-Knieprothesenmodell für jeden Operateur auf max. 2 Modelle reduziert. Wenn ein Operateur ein Extraprodukt möchte oder auch wirklich für einen bestimmten Fall benötigt, muss das bei uns, in unserer Funktion als OP-Management und unserem Einkäufer angemeldet werden. Keiner darf einfach so bestellen, was er/sie möchte!!

So wurden bei uns nach und nach alle Produkte überprüft und somit Geld eingespart, welches in Personal investiert werden konnte.

Dieser Prozess ging aber nicht von heute auf morgen und benötigt natürlich auch die Einsicht und das betriebswirtschaftliche Verständnis der Ärzte. Transparenz der Geschäftsführung durch eine wahrheitsgemäße Offenlegung aller Ausgaben, Kosten und finanziellen Möglichkeiten sollten dazu dienen, Einsparpotenzial nicht im Bereich des Personals zu suchen, sondern das Wunschkonzert der Ärzte anhand von Reglementierung zu unterbinden.

LG opjutti
 

band1

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Genau, an dieser Stelle sollte sinnvoll über Materialkosten und -bedarf nachgedacht werden. Nicht auf dem Rücken des eh schon zu wenigen Pflegepersonals. Es wird bestimmt noch mehr auf Kosten und Ausgaben geschaut werden in den nächsten Jahren. Im ambulanten Bereich und in der Altenpflege weht schon längst ein anderer Wind (so kommt es mir vor).
 

Lillii

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Jede OP bringt dem Haus Geld. Und so wird auch einem 93 Jährigen, bettlägerigem Patienten ein Herzschrittmacher in Vollnarkose implantiert.
 

OPschwesterl

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Nein wir sind nicht zertifiziert! Bei uns gibt es auch noch die einzelnen OP-Gruppen und in jedem Fachbereich eine OP-Leitung, darüber sitzen 2 Bereichsleitungen die für das OP- und Anästhesie-Personal zuständig sind! Bestellungen auf Wünsche der Ärzte macht die OP-Leitung...ab einen gewissen Betrag muss hier zwar ein Antrag gestellt werden, aber im "kleinen" Rahmen gibt's da keine Überwachung (also Shuntsysteme oder Drucksonden können quasi nach Belieben bestellt werden, wobei hier pro Stück natürlich auch so einiges zusammenkommt!) Ja der Einwand mit dem Personal ist super! Genau so rennt das bei uns auch, aber das Personal ist hier genau so mitschuldig! Aus Unwissen werden Dinge geöffnet,die niemand braucht,nur zu Sicherheit der Instrumentaria, das sie auch alles am Tisch hat, was machen schon die paar Euros aus?! Sorry wenn ich hier so negativ berichte, aber ich bin echt am überlegen und frag mich ob ich als kleine OPschwester hier was verändern kann... Eigentlich gibt es bei uns ja genügend Positionen die Zeit Dafür haben sich den Kopf zu zerbrechen, aber an der Front findet man von denen leider niemanden und man sieht's aber nur hier wies wirklich rennt!
Ja, das liebe Geld! Da zeigen sich dann die wirklichen Helden! Von Patienten die nicht in würde gehen dürfen, könnte ich Romane schreiben... Aber das liegt ja Gott sei dank nicht in unseren Kompetenzbereich!

Danke fürs "Zuhören"!:-)

Liebe Grüsse
 

matras

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Jede OP bringt dem Haus Geld. Und so wird auch einem 93 Jährigen, bettlägerigem Patienten ein Herzschrittmacher in Vollnarkose implantiert.
Möchtest Du entscheiden wer einen bekommt und wer nicht? Und wenn es Dein Großvater wäre.....
 

Elisabeth Dinse

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Das ist das Dilemma. Etwas, was wir als sinnlos empfinden, kann für den Betroffenen sinnvoll sein. Und net wenige entscheiden sich für das Leben- selbst dann, wenn sie vorher anderer Meinung war. Liegt ev. an der Erfahrung, dass man im Alter lernt mit Einschränkungen leben zu können. Das ist etwas, was man sich in jungen Jahren nicht vorstellen kann.

Die Rationierung wird kommen da bin ich mir ganz sicher. Sie wird schleichend kommen. Die Kapazitäten werden sich net den demographisch bedingten Erfordernissen anpassen können. Das ist einfach net finanzierbar durch die nachfolgenden Generationen. Damit verlängern sich z.B. Wartezeiten für Therapien. der natürliche Werdegang des Lebens wird hier seinen Lauf nehmen und der 94jährige ev. gar net mehr der Zeitpunkt die Implantation eines Herzschrittmachers erleben.

Wir sind es nicht mehr gewohnt zu akzeptieren, dass das Leben endlich ist und das man mit zunehmenden Alter mit zunehmenden Einschränkungen leben muss. Die moderne Medizin hat für alles Therapien erfunden.
Wir werden uns wieder daran gewöhnen müssen, den normalen Ablauf des Lebens akzeptieren zu müssen. man wird geboren um zu sterben.

Elisabeth
 

Lillii

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Hoffentlich, Elisabeth.

Mein Großvater durfte in Würde gehen, ohne sinnlose Operationen (obwohl er vorher noch 2 sinnlose Bronchioskopien aufgebrummt bekommen hat) und ganz ohne lebensverlängernde Therapien.
 

Elisabeth Dinse

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Das Problem ist m.E. die unzureichende Aufklärung. Es wird zuwenig auf die Lebensqualität eingegangen. Man interessiert sich nach wie vor mehr für das Funktionieren des Körpers.

Elisabeth
 

OPschwesterl

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Ja das ist das Problem! Die Klienten werden teilweise aufgeklärt, dass sie echt Glauben nach der OP sind sie geheilt, bei einem Gliom! Ich finde es schade, denn hier liegt die Entsheidung nicht beim Patienten, jeder würde sich mit einer Heilung als Prognose, den möglichen Komplikationen aussetzen.... Und bei uns gehts auch nur um den Tumor im Kopf, ist der beseitigt geht's dem Patienten bestens, ob er nicht sprechen kann, halbseitig oder querschnitt gelähmt ist oder kaum selbst atmen kann spielt dabei keine Rolle...
 

amezaliwa

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Ich bin nicht im OP, aber es gibt (und das wird leider immer schlimmer, je länger dabei, desto mehr hört man, kann es einsortieren)
immer mehr was zweifeln lässt, auf der einen Seite, am System Krankenhaus
das fängt nicht erst mit dem in einigen Bereichen hotelähnlichen Charakter an,
geht aber auch weiter im Ausbau der WahlLeistungsbetten - nicht lang her wurden wieder neue geschaffen, dafür fielen andere Betten weg, Flurbetten sind nahezu selbstverständlich, egal was man seitdem getan hat um das zu reduzieren.
Bleibt hängen bei der Anspruchshaltung nicht weniger WL- Patienten die sich schon bestens auskennen, insbesondere was ihnen zusteht, diese permanente Erwartungshaltung, ggrrrrh, da könntest manchmal fast...fuchsig werden.
Die "Lebensläufe" mancher VIP's, die zu allererst chronologisch auflisten durch welchen Prof. sie wann und weshalb behandelt wurden
da schaltet mein Hirn fast automatisch auf Durchzug - die 2 Min. unter der Woche (am WE kommt je eh immer "nur" der OA)
die anderen fast 24h am Tag iss Prof ja nicht dagewesen, haben andere die eigentliche Arbeit .... aber gut, wenn es jmd. glücklich macht.
Das setzt sich fort mit den DRG's, Ziel waren ja Einsparungen - das Heer an Beauftragten in der Klinik ist inzwischen groß, um genau das zu dokumentieren, was dann am meisten einbringt. Unerfreulicherweise ändert der MDK ab und an seine Vorstellungen und man muss sich was neues einfallen lassen - letztlich hat man sich da aber gut mit arrangiert.
Verweildauer - man muss planen, so lange muss jemand, so lang darf jemand höchstens in der Klinik verweilen, mit den entsprechenden Diagnosen - (wem erzähl ich das) - aber das ist nicht mehr mein Problem.
Off-label-use - damit konnte ich, als ich davon zum 1. Mal gehört hab nix mit anfangen, aber das ist Job eines jeden Chefarztes, sich jährlich was neues einfallen zu lassen, da die Bezahlung off-topic läuft, also - extra, oben drauf. Somit ist ein guter CA einer, der....?
Das hört auch nicht auf, wenn es neue Order für die Pflege gibt, was ab sofort so oder so gemacht werden muss - da frag ich mich immer erst mal kritisch - warum kommt das, was will man damit bezwecken.
Häufiger bestätigt sich dann eine Vermutung, bei gezielter Nachfrage. Man hat ja so seine Informanten.

Andererseits, auch dass, hab ich (andere sehen es anders) kein Problem einen fitten/ halbwegs fitten Patienten in hohem Alter der mit einer frischen Halbseitenlähmung kommt zu lysieren. Auch nicht den "individuellen Heilversuch" zu akzeptieren, wenn die Zeit grenzwertig ist.
Alles ist besser, als miterleben zu müssen wie jemand damit zurechtkommen muss, deutlich wird - daran wird er nicht versterben (was nun mal selten ist).
Oder einen hochaufwändig Kranken (nicht gemeint PKMS) aufzunehmen mit der Begründung - bei Euch ist dafür mehr Zeit, ihr habt ja mehr Personal - jupp stimmt.
So mancher hat mir einfach nur leid getan, bei Verlegung, aber ich kann es meist nicht ändern. Gibt es doch was, dann muss ich es einbringen, wenn es ärztlicherseits nicht so gesehen wird (kommt aber selten vor) und drüber reden.

Ich geb was mir möglich ist, jeden Tag aufs neue, während meiner regulären Arbeitszeit - dafür werd ich (m.M. nach auf gut) bezahlt.
Im Dienst habe ich meine Aufgaben, meinen Teil der Verantwortung, ist mir das ganze drumherum ziemlich piepegal.
Ich arbeite nicht fürs Ego meines Profs, oder Manager y - auch wenn ich umsetzen, akzeptieren muss, was dort entschieden wird. Für manches hab ich sogar Verständnis.
Ich habe trotz allem noch viele Frei-/Spielräume.
Ich hab vorwiegend meine Freude an dem von mir gewählten Beruf, bei meinem jetzigen AG.
Für den Rest, was änderbar ist oder auch nicht - gibt es Zuständigkeiten, auch die monatliche Besprechung.
Nutzt ja nix vor sich hin zu maulen, weil man irgendwas doof findet, das aber niemandem sagt.
Manchmal macht man es trotzdem, ist halt auch nur ein Mensch.

Wenn Du so große Zweifel hast, in Deinem Zuständigkeitsbereich, dann mach Dir Gedanken, wo Du Dich in 5, 10 Jahren sehen kannst, willst?

Hei, ist das lang geworden.

Was bei der Aufklärung besprochen wurde....möcht man da nicht auch gerne das ignorieren, was man eigentlich nicht hören möchte?
Wo ich nicht dabei war, kann ich auch nicht ausschließen, dass deutlich drüber geredet wurde. Hm.
 

hypurg

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Ich habe meinen Beruf immer sehr gerne ausgeübt, aber in letzter Zeit hab ich das Gefühl die ganze Entwicklung läuft in eine falsche Richtung!?
Ich kann Dein Empfinden gut nachvollziehen.
"Früher" spielte Geld im Gesundheitswesen für die Mitarbeiter und die Führung keine große Rolle, weil sich alles "irgendwie" selbst finanzierte.
Jetzt sind die Zeiten vorbei und man kann nur so viel Geld ausgeben, wie man auch hat. Und wenn man keines mehr hat, kommt nicht automatisch von "irgendwo" neues her.

Was ich damit sagen will: die Rahmenbedingungen haben sich geändert und daran müssen wir uns anpassen. Und das fällt uns schwer, weil wir diesen alten Zeiten nachtrauern. Damit machen wir uns das Leben selbst schwer. Stattdessen müssen wir uns neue Konzepte überlegen und v.a. unser Berufsbild mal neu definieren.

Das Thema Ärzte... wir sollten nicht schimpfen, sondern von ihnen lernen. Mal mit Ausnahme von den schwarzen Schafen, denen das Wohl des Patienten völlig egal ist. Natürlich hat ein Chefarzt, ganz andere - auch wirtschaftliche - Interessen.. mal von seiner Reputation ganz zu schweigen (möglichst große Abteilung, viele Eingriffe usw.) Da kann das Ego schon eine Rolle spielen. Im Großen und Ganzen erlebe ich dieses Ego aber wirklich nur in der ganz oberen Hierarchie-Ebene.
 

Elisabeth Dinse

Poweruser
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...Was ich damit sagen will: die Rahmenbedingungen haben sich geändert und daran müssen wir uns anpassen. Und das fällt uns schwer, weil wir diesen alten Zeiten nachtrauern. Damit machen wir uns das Leben selbst schwer. Stattdessen müssen wir uns neue Konzepte überlegen und v.a. unser Berufsbild mal neu definieren. ....
:klatschspring: :klatschspring: :klatschspring: :klatschspring: :klatschspring: :klatschspring: :klatschspring: :klatschspring: :klatschspring: :klatschspring: :klatschspring: :klatschspring:

... v.a. unser Berufsbild mal neu definieren.
... und endlich mal mit dem Jammern auffhören und dem hintergertrauern nach der guten alten Zeit. Was wir da schon Kraft versenkt haben ist schier unglaublich.

Elisabeth
 

OPschwesterl

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Super genau das wollte ich hören! Das heißt ich als kleine op-schwester kann mich genauso auf die Beine stellen und meine Vorschläge bringen?! Und wo bringe ich meine Konzepte an besten an?!Meine Leitung würd nur Bahnhof verstehen?!
 

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