Was macht eine/n guten Krankenpfleger/in aus ?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Joelle, 30.04.2005.

  1. Joelle

    Joelle Newbie

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    Hallo an Euch !

    Ich wollte euch mal fragen, was Ihr denkt : :gruebel:

    Welche eigenschaften machen eine/n guten Krankenpfleger/in aus ?

    :nurse:

    Viele liebe Grüße Jenni
     
  2. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hm...gute Frage!

    Also wenn ich Patient wäre, dann sollte mir eine Pflegekraft so begegnen:

    - sie sollte auch in stressigen Situationen souverän sein und auch so reagieren
    - sie sollte von Natur aus höflich sein und freundlich, dann fühle ich mich wohl
    - ich muss verstehen können, was sie mir sagt und erklärt. Entweder weil ich vielleicht schwerhörig bin oder aber "schwer von Begriff"
    - sie muss auf alle Fälle fachkompetent und zuverlässig sein, damit ich mich sicher fühle, während sie mich pflegt
    - sie sollte mich zum lachen bringen können, damit ich mein Heimweh und meine Schmerzen, wenigstens für einen Moment, vergessen kann

    Das wäre die ideale Pflegekraft...für mich jedenfalls.

    LG
    Trisha
     
  3. KSTina

    KSTina Junior-Mitglied

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    Hallo Trisha,
    dein Wort in meines Chefens Ohr. Hab vor kurzem erst nen ansch... bekommen, weil "eine kompetente Pflegekraft ihre Arbeit mit dem notwendigen Ernst ausführt und dabei nichts Lustiges ist". Hab mich deshalb von dem Betrieb getrennt. Ich find Humor in der Pflege nämlich extrem wichtig. (meine neue Chefin auch)
     
  4. Liberty

    Liberty Senior-Mitglied

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    Hallo! :wavey:


    Ich glaube Trisha hat es auf den Punkt gebracht. Wenn alle Schwestern und Pfleger so wären :klatschspring: !

    LG

    Liberty
     
  5. Anika

    Anika Senior-Mitglied

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    Hi,
    stimmt, Trisha hat´s schon ganz gut getroffen! Wenn einer die Frage mal allgemeingültig beantworten kann ist er/sie ein reicher Mann/Frau!!!
    Stell Dir doch mal vor, dir geht es elend, einfach noch zu gut zum Sterben, Dir tut alles weh,... Was wünscht Du Dir in so einer Situation von einer Schwester? Das ist dann eine gute Schwester, jemand, der erkennt, was Du wann, warum, wieviel und so weiter brauchst, damit Du Dich wohler und aufgehoben fühlst. Humor ist superwichtig! Mit Patienten lachen, auch mal über sie, über sich selbst, mit Kollegen,... aber darauf achtenwann was angebracht ist. Individualität ist das Zauberwort!
    Und Liebe zum Beruf braucht eine gute Schwester, man muss diesen Beruf aus Überzeugung tun, und nicht "weil man ja nach der Schule irgendeine Asubildung machen muss"
    LG Anika
     
  6. Ingo Tschinke

    Ingo Tschinke Poweruser

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    Inhaber und fachliche Leitung eines ambulanten psychiatrischen Pflegedienstes
    Hallo

    zu dieser Thematik was einen Pflegeexperten ausmacht, bzw. eine gute Pflegekraft, wie es hier genannt wurde, sei dieses Buch von Patrica Benner empfohlen :arrow:

    [​IMG]

    und insbesondere zu den persönlichkeitsleistungen der sozialen und personellen Kompetenz von Claudia Bischoff-Wanner :arrow:

    [​IMG]


    Zu dem Thema Humor und der wissenschaftlichen Begründung zum Einsatz von Humor in der Pflegepraxis sei dringend das Buch von Eckehard Lotze empfohlen :arrow:

    [​IMG]

    Zu den Schlüsselkompetenzen nach denen sich auch die neue Ausbildungsordnung richtet das Buch von Fink/Götze :arrow:


    [​IMG]

    Letzteres ist nicht so ein tolles Buch, die drei anderen umso mehr.

    Cheers

    Ingo :king:
     
    #6 Ingo Tschinke, 19.05.2005
    Zuletzt bearbeitet: 19.05.2005
  7. pelikan

    pelikan Newbie

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    ja hier muß ich Ingo zustimmen, es ist eher ein Anleitungsbuch mit viel Theorie, seine Ressourcen im Erlernen von Schlüsselqualifikationen, zu erkennen, soweit man Schlüsselqualifikationen überhaupt erlernen kann, das stelle ich mal in Frage.
     
    #7 pelikan, 19.05.2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19.05.2005
  8. Ingo Tschinke

    Ingo Tschinke Poweruser

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    Hallo Pelikan

    viele Schulen haben das Oelke Lehrsystem inzwischen in der Anwendung, deren Grundprinzip das erlernen der Schlüsselkompetenzen ist - insbesondere die Fach- und Methodenkompetenz.

    Die Sozial- und personelle Kompetenz gilt es zu reifen und bewußt herauszubilden. In diesem Bereich kann man meist nur fördern, da Erlangen der Sozial- und personellen Kompetenz ist eher die Sache eines jeden einzelnen. Siehe dazu auch das Buch von Christopher Johns - Selbstreflektion in der Pflegepraxis.

    Cheers

    Ingo
     
  9. Anyanka

    Anyanka Newbie

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    ach herje.. mir fällt dazu nur die legende der erschaffung der krankenschwester ein... ;)

    Als der liebe Gott die Krankenschwester erschuf machte er bereits den sechsten Tag Überstunden .
    Da erschien ein Engel und sagte :"Herr , Ihr bastelt aber lange an dieser Figur!"

    Der liebe Gott antwortete :" Hast Du die lange List spezieller Wünsche auf der Bestellung gesehen ?"
    Sie soll als Mann und Frau lieferbar sein , wartungsfrei und leicht zu desinfizieren aber nicht aus Plastik , sie soll Nerven wie Drahtseile haben und einen Rücken , auf den sich alles abladen lässt , dabei aber so zierlich , dass sie sich in viel zu kleinen Dienstzimmern wohlfühlen kann . Sie muß fünf Dinge zur selben Zeit tun können und soll dabei immer noch eine Hand frei haben ."
    Da schüttelte der Engel den Kopf und sagte :"Sechs Hände , das wird kaum gehen!"

    "die Hände machen mir weniger Kopfschmerzen ", sagte der liebe Gott, "aber die drei Paar Augen , die schon das Standartmodell haben soll : ein Paar , das nachts durch alle Wände sehen kann, damit eine Nachtwache zwei Stationen betreuen kann , ein zweites Paar im Hinterkopf , mit dem sie sieht , was man vor ihr verbergen möchte, was sie aber unbedingt wissen muß, und natürlich das eine hier vorn , mit dem sie einen Patienten ansehen kann und ihm bedeutet :"Ich verstehe Sie und bin immer für sie da," ohne dass sie ein Wort sprechen muß.

    Der Engel zupfte ihn leicht am Ärmel und sagte : " Geht schlafen Herr , und macht morgen weiter . " " Ich kann nicht ", sagte der liebe Gott." Ich habe bereits geschafft , dass sie fast nie krank wird, und wenn , dann heilt sie sich selber ; sie kann begreifen , dass Zehn Doppelzimmer vierzig Patienten bedeuten kann , aber zehn Stellen oft nur fünf Schwestern ; sie hat freude an einem Beruf , der alles fordert und schlecht bezahlt wird , sie kann mit Schaukelschichten leben und kommt mit wenigen freien wochenenden aus."

    der Engel ging langsam um das Modell der Krankenschwester herum:" Das Materiel ist zu weich ", seufzte der Engel ."Aber dafür zeh", entgegnete der liebe Gott." Du glaubst gar nicht was es alles aushält!" " Kann sie denken?" " Nicht nur denken , sondern auch urteilen und Kompromisse schließen ", sagte der liebe Gott .
    Schließlich beugte sich der Engel vor und fuhr mit dem Finger über die Wange des Modells . " Da ist ein Leck " , sagte er . " Ich habe euch gesagt , Ihr versucht zu viel in das Modell hineinzupacken ." -" Das ist kein Leck , das ist eine Träne !"

    - " Wofür ist die ?" "Sie fließt bei Freude , Trauer , Enttäuschung , Schmerzen und Verlassenheit", sagte der liebe Gott versonnen , "die Träne -die Träne ist das Überlaufventil!!!!"

    :D
     
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