Was ist eine LD-Anlage?

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Chirurgie" wurde erstellt von moskitofighter, 15.08.2013.

  1. moskitofighter

    moskitofighter Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    07.05.2004
    Beiträge:
    58
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpfleger, Gutachter MDK
    Akt. Einsatzbereich:
    Einzelfallbegutachtung für die Pflegeversicherung
    Moin!
    ich stehe momentan etwas auf dem Schlauch. Was bedeutet eine LD-Anlage? Es handelt sich dabei um ein Kürzel aus dem Bereich HNO oder Neurochirurgie. Paukenröhrchen oder so?
    Es wäre nett, wenn mich jemand aufklären könnte :-)

    Danke und Gruß,
    mofi
     
  2. matras

    matras Bereichsmoderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    12.04.2005
    Beiträge:
    2.329
    Zustimmungen:
    38
    Beruf:
    Hygienefachkraft, OP-Fachpfleger, Praxisanleiter (DBfK), BR
    Ort:
    Suedwest
    Akt. Einsatzbereich:
    Hygiene
    Funktion:
    HFK
    Besser sich im Haus zu erkundigen, handelt sich sicher um ein hausinternes Kürzel: z.B. Liquordrainage?!?
     
  3. Fleschor_Max

    Fleschor_Max Poweruser

    Registriert seit:
    05.02.2012
    Beiträge:
    899
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    GuKPfl, Student BScN
    Akt. Einsatzbereich:
    innere ITS
    Eher Lumbaldrainage. Ich denke es wird überall zwischen EVD und LD unterschieden und niemand pauschal Liquordrainagen sagen.

    Könnte aber auch Letale Dosis heissen. Also besser erkundigen :D
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Ich lese, du arbeitest als Gutachter. Um was geht es denn genau? HNO und Paukenröhrchen? Oder Neurochirugie und Liquordrainage-z.B. bei Hydocephalus?

    Elisabeth
     
  5. moskitofighter

    moskitofighter Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    07.05.2004
    Beiträge:
    58
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpfleger, Gutachter MDK
    Akt. Einsatzbereich:
    Einzelfallbegutachtung für die Pflegeversicherung
    Super! ... es war tatsächlich so, dass ich während einer Begutachtung Diagnosen und Verlauf aus dem Entlassungsbericht abgetippt habe und unbemerkt war der cursor verrutscht und ich hatte zuhause nur noch eine konfuse Aneinanderreihung von Wörtern :weissnix:.
    Es geht um eine Kopfverletzung mit Flüssigkeitsaustritt aus dem Ohr ... der Pat. (oder der Versicherte, wie man bei uns sagt :wink: ) war zuerst auf Neurochirurgie und dann auf HNO ... konnte mit dem Kürzel LD nix anfangen ...
    Aber Liquordrainage macht total Sinn. Das Rätsel ist gelöst, kann also zugemacht werden.

    Vielen Dank für die tolle Hilfe!
    Grüße!
    mofi
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
  7. moskitofighter

    moskitofighter Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    07.05.2004
    Beiträge:
    58
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpfleger, Gutachter MDK
    Akt. Einsatzbereich:
    Einzelfallbegutachtung für die Pflegeversicherung
    Es waren beide Ohren betroffen ... der Mensch ist ziemlich heftig vermöbelt worden ... Liquordrainage auf der einen Seite, das andere Ohr bekam dann später auf HNO das Paukenröhrchen ... so hab ich's inzwischen rekonstruiert. :-)
    Danke für den link :-)
     
  8. Fleschor_Max

    Fleschor_Max Poweruser

    Registriert seit:
    05.02.2012
    Beiträge:
    899
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    GuKPfl, Student BScN
    Akt. Einsatzbereich:
    innere ITS
    Ich bin dennoch sicher, dass da keiner Liquordrainage schreiben würde. Das ist ein Oberbegriff, das hat kaum Informationswert, das kann alles heissen, von der Lumbaldrainage zur EVD bis hin zum Shunt. (Und falls das jemand so schreiben würde, dann hoffe ich dass der noch paar Jahre lernen muss, bevor er seinen Facharzt bekommt :D)

    Liquordrainage übers Ohr, noch nie gesehen, sollte so selten sein, dass man es extra schreiben würde. Eine interne dauerhafte Liquordrainage aus einem Ventrikel heraus, würde direkt als Shuntanlage drinstehen, das wäre etwas was der Patient dauerhaft hat und das würde detailliert dokumentiert werden.

    Eine Lumbaldrainage ist ein übliches und häufiges Verfahren, und wird nicht detailliert dokumentiert sein, und die Wahrscheinlichkeit dass diese spezielle Form der Liquordrainage gemeint ist, ist mMn bei >>95%. Man sollte in der pflegerischen Dokumentation hoffentlich finden, welche Liquormenge da gefördert wurde, und da steht vllt. nochmal ne genauere Bezeichnung des Drains.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Der Fachbegriff für das Problem heißt Liquorrhoe. Ansonsten- siehe Link. Fehldiagnosen mit fatalen Folgen sind allerorten möglich.

    Elisabeth
     
  10. Fleschor_Max

    Fleschor_Max Poweruser

    Registriert seit:
    05.02.2012
    Beiträge:
    899
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    GuKPfl, Student BScN
    Akt. Einsatzbereich:
    innere ITS
    Elisabeth, mir ist schon klar was Liquorrhoe ist, neurochirurgische und Trauma-ITS, da sieht man sowas schonmal. Ist der Moment wo man einen Beta-Trace-Test macht, um zu prüfen obs wirklich Liquor ist.

    Dennoch wird man da in den seltensten Fällen einen Drain durchs Ohr legen, sondern den Defekt in dem Bereich verschließen und evtl. Liquoraufstau durch pathologisch erhöhte Liquorproduktion per EVD/Lumbaldrainage/Shunt ableiten. Ich würde da sogar Geld wetten, dass es Lumbaldrainage heisst. Ableitung durchs Ohr und andere Verfahren würde man extra beschreiben.
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Wenn ich den TE recht verstanden habe, hat er die Reihenfolge verwechselt: erst Paukenröhrchen, dann LD-Anlage... welcher Art auch immer. Das der Betgriff LD nun net unbedingt der wissenschaftlichste ist, lassen wir mal dahingestellt. Umgangssprache findest bekanntlich auch in Arztbriefen.

    Elisabeth
     
  12. Fleschor_Max

    Fleschor_Max Poweruser

    Registriert seit:
    05.02.2012
    Beiträge:
    899
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    GuKPfl, Student BScN
    Akt. Einsatzbereich:
    innere ITS
    Ist doch logisch. Zuerst hat man den Defekt verschlossen. Durch den Defekt ist vorher ständig Liquor ausgetreten. Durch diesen Liquorverlust, hat sich die Liquorproduktion erhöht. Jetzt ist der Abfluss gestoppt, aber die Produktion noch erhöht. Im CCT hat man geweitete Ventrikel festgestellt, und weil der Patient vermutlich von der Vigilanz nicht verändert war (sonst hätte man wohl ne Hirndrucküberwachung per EVD gemacht), hat man sich für die weniger invasive Maßnahme der Lumbaldrainage entschieden. Bei der EVD oder Shuntanlage hätte es einen Hinweis auf eine OP gegeben.
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    I-wie macht das Thema einen doch neugierig.

    Dann würde beides passen: Lymphrainage und Paukenröhrchen. Der Neurochirurh kann hier ebenfalls aktiv werden: **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt** S.6 unten

    Ich stelle mal wieder fest: mein Blickwinkel ist zu sehr traumatologisch ausgerichtet. *fg* Es wäre auch anderes denkbar.

    Elisabeth
     
  14. Fleschor_Max

    Fleschor_Max Poweruser

    Registriert seit:
    05.02.2012
    Beiträge:
    899
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    GuKPfl, Student BScN
    Akt. Einsatzbereich:
    innere ITS
    Lymphdrainage ist auch noch ein guter Tip.

    Naja, zeigt sich mal wieder das Problem bei Abkürzungen. Ich hatte letztens mal ne Anamnese gesehen, wo ungefähr jedes dritte Wort ne Abkürzung war, aber auch völlig skurile Geschichten. Übernächtigte Assistenzärzte im ZNA-Dienst können da wirklich sehr unterhaltsam sein.
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - eine Anlage Forum Datum
Instillagel bei BDK-Anlage bei einer Patientin? Fachliches zu Pflegetätigkeiten 20.10.2014
Anlagen in einer Bewerbung für das FSJ? Ausbildungsvoraussetzungen 01.09.2009
Job-Angebot Stationsleiter in der Intensivpflege (m/w) für eine pneumologische Intensiv- und Intermediate Care S Stellenangebote Montag um 13:19 Uhr
News Ambulant oder stationär: Ist die Pflege eine Frage der Postleitzahl? Pressebereich 24.11.2016
Wechsel zu einem Personaldienstleister? Tätigkeitsberichte 15.11.2016

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.