Was ist ein Pflegeexperte?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Elisabeth Dinse, 02.02.2011.

  1. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Was zeichnet eigentlich einen Pflegeexperten aus? Welche Fähigkeiten solte er haben? Was muss er können?

    Soweit Benners Worte. Und wie soll das in der Realität aussehen? Wo bekommt man den Erfahrungsschatz her? Sind alle lange im Beruf tätigen automatisch Pflegeexperten? Braucht es eine pflegefachliche Weiterbildung um Pflegeexperte zu werden? ...

    Elisabeth
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Nach der Definition bezweifle ich, dass es jemals Experten gegeben hat. Wer ist denn dermaßen versiert, dass er jede Situation intuitiv erfassen kann? Ist irren nicht mehr menschlich? Muss man sich in mancher Situation nicht auch auf Vitalzeichen etc. verlassen, anstatt nur auf seine Intuition?
     
  3. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Ich möchte mal behaupten, ich bin in meinem Fachbereich die Expertin, wenn du mich aber in Claudia's Bereich steckst, bin ich da alles andere als eine Expertin der Stufe 5.

    Um auf das Level zu kommen auf dem ich arbeite, unter anderem als Referntin in den unterschiedlichsten Ländern der Welt, hat es sehr viel Zeit und Lernen gebraucht, das auch heute noch nicht geendet hat und wird.

    Für meinen Bereich gibt es auch noch relativ wenig Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, also ist viel Eigeninitiative gefordert.

    Ich spreche jetzt nicht für den Bereich der Intensiv, da gibt es ganz viel Angebot.
     
  4. Gego

    Gego Poweruser

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    Kompetenz ist ein so vielschichtiger Prozeß, daß sie erst in der Interaktion zwischen Pflegekraft und Patient zu Tage tritt. Kompetenz drückt sich erst im Handeln aus, somit ist sie in der Theorie auch praktisch nicht beobachtbar. Als Beispiel soll das Autofahren dienen. Hier wird die Kompetenz erst sichtbar, durch die Tätigkeit des Autofahrens. Gleichwohl bedarf es aber eines theoretischen Wissens, um sicher und gefahrlos Autofahren zu können. Jedoch ist die alleinige Beherrschung der Verkehrsregeln und der theoretischen Anforderungen noch nicht ausreichend zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr. Das Ganze, die Kompetenz, ist mehr als die Summe seiner Teile, der Fähigkeiten. Das Auftreten von Kompetenz ist nicht mit der Dauer der Ausübung einer Tätigkeit verknüpft, um beim Beispiel zu bleiben: mancher fährt ein Leben lang Auto und wird doch kein kompetenter Autofahrer. Schönen Gruß, Gego.
     
  5. Gego

    Gego Poweruser

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    OT: Sorry, aber irgendwie wird die Textformatierung verschluckt !?
     
  6. pflegeschüler1988

    pflegeschüler1988 Poweruser

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    Hallo,

    hatte ich auch schon was dazu beim Atrikel der 1 Jährigen Weiterbildung geschrieben...
    Ich finde man kann keine feste Definition dazu haben.
    Der Begriff muss von einer staatlichen oder Kammerorganisation geschützt werden, bzw. erst einmal definiert werden.
    Meine größte Frage ist, auf welchen Ausbildungsgrad sich Benner bezieht, kann eine Associate Degree Nurse auch Experte werden oder nur Bachelor und Masterabsolventen, bezieht sie einen zeitlichen Rahmen ein bis man Experte ist oder hängt das an der Person selbst, ist ihr Modell überhaupt auf Deutschland anwendbar ....
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Pflegemodelle, Pflegekonzepte... medizinische Ansätze???

    Der Begriff heißt ja PFLEGEexperte. Ist das net gleichbedeutend mit Experte in der Pflege von Menschen? Ein Experte im medizinischen Sinn: ich kenne mich im Fachbereich XYZ aus... ist das ebenfalls ein Pflegeexperte oder kommen wir da eher in den Bereich Nurse practioner, der medizinisch hochspezialiserten Pflegekraft?

    Wenn ich den Begriff Pflegeexperte lediglich auf den Bereich Pflege anwende, dann ist dieser Begriff auch fachübergreifend verwendbar. Um mal die aktuellen Threads zu bemühen: Salutogenese, Dekubitusprophylaxe, Schwieriger Pat., MTS usw. ... alles Sachen die in jedem medizinischen Fachbereich auftreten und die eigentlich eine intuitive Problembehandlung möglich machen sollten.

    Bienstein soll mal geäußert haben: Schaun sie nicht immer auf die Erkrankung, die der Mensch hat sondern schauen sie auf den Menschen, der diese Erkrankung hat. ...

    Wo sieht Pflege sich also wenn es um Expertentum geht? Als medizischer Assistent der nichtärztl. und z.T. ärztl. Tätigkeiten übernimmt oder als eigenständige Profession, die Menschen begleitet, anleitet, berät in Situationen, die die eigenständige Lebensführung einschränken?

    Elisabeth
     
  8. pflegeschüler1988

    pflegeschüler1988 Poweruser

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    Kluge Worte von der Frau Bienstein...
    Hier wird schon wieder klar, das keiner weis was damit gemeint ist, was ein Pflegeexperte macht...
    Wenn wir nicht mal eindeutig definieren können was Pflege ist und was nicht, kann ich auch nicht den Pflegeexperten definieren....
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Definitionen gibts genug. Es passt uns nur keine, weil dort der medizinische Part net im Vordergrund steht. Und diesen Part will D auf keinen Fall missen sondern ihm eher eine noch größere Bedeutung zuweisen.

    Elisabeth
     
  10. pflegeschüler1988

    pflegeschüler1988 Poweruser

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  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Liest du Original oder Übersetzung? *grübel* Vielleicht sorgt auch die Benner-Übersetzung für Mißverständnisse.

    Elisabeth
     
  12. pflegeschüler1988

    pflegeschüler1988 Poweruser

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    Hallo,

    ich lese die Deutschsprachige Ausgabe die von der Professorin aus Basel herausgegeben wurde...
    Die Version in Englisch habe ich für zum Spaß lesen nicht aufgerieben(das ist mir zu anstregend, reicht schon wenn ich im Studium Originaltexte lesen muss), jedoch verstehe ich jetzt schon z.B. warum die FH Frankfurt und Jena sich in ihren Masterstudiengängen ANP so allgemein halten, weil der ICN empfiehlt das Tätigkeitsgebiet nicht einzugrenzen damit man auf die Entwicklungen eingreifen kann...
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Kannst das näher erklären... ev. an einem Beispiel?

    Elisabeth
     
  14. pflegeschüler1988

    pflegeschüler1988 Poweruser

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    Hallo,

    also auf Seite 70 in dem genannten Buch steht das Dunning(aus New Zealand) empfielt die ANP-Definition allgemein zu formulieren, damit sie den gesamten Arbeits-Einsatzbereich beschreibt, der den nationalen oder professionellen Bedürfnissen entspricht.

    Hier jetzt das Berufsbild aus der FH Frankfurt
    Das Berufsbild für Advanced Practice Nursing umfasst

    • Diagnostik und Begutachtung von Pflegebedarf
    • Bedarfsgerechte Bestimmung von Zielvorgaben der Leistungserbringung bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit
    • Entwicklung bedarfsbezogener Präventions- und Versorgungskonzepte auf Fall- und Systemebene (Case und Care Management, Versorgungspfade)
    • Implementierung des Forschungsstands und Durchführung von Studien zu ausgewählten Pflegebedarfen
    • Moderation, Koordination und Steuerung komplexer Versorgungsprozesse
    • Entwicklung problembezogener Qualitätsmanagementskonzepte in Einrichtungen
    • Beratung, Schulung, Anleitung von Pflegefachpersonen in Anpassungsqualifikationen
    • Evaluation der Bedarfsgerechtigkeit und Effizienz der Versorgung bei Pflegebedürftigkeit
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Würde sich meiner Meinung nach eben nur am "Sorgen" um den Menschen, der eine Krankheit/Einschränkung/Behinderung hat und net an der Krankheit orientieren.

    Elisabeth
     
  16. Kleingeistkiller

    Kleingeistkiller Senior-Mitglied

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    Erstmal herzlichen Dank Kollegin Dinse zu diesem äußerst spannenden thread! Habe alle Beiträge gelesen und bin begeistert, weil bei diesem Thema soviel Berufsselbstverständnis gepaart mit "Berufseitelkeit" vermittelt wird.
    Habe natürlich auch für mich versucht zu reflektieren, ob ich mich als Pflegeexperte bezeichnen würde (wenn ich dies wollte).
    Grundsätzlich gebe ich als Berufsbezeichnung immer Krankenpfleger an, weil ich auf diese Ausbildung nach wie vor "stolz" bin!!!
    Habe bei Wikipedia das Thema Expertendefinition gesucht und bin u.a. auf folgende Erklärung gestoßen;
    quelle: wikipedia:
    Da unsere Ausbildung äußerst komplex und vielseitig ist, würde ich jede examiniere Kollegin und Kollegen zumindest auf der empirischen Stufe sehen. Jetzt kommt der spannende Punkt, ob Wissen vergessen wird oder ob Kompetenz aufgebaut wird. Bei letzerem ist es unvermeidlich in die "Expertenstufe" vorzudringen. Da ich viel seit meinem Examen 1993 dazugelernt habe, bin ich ein Pflegeexperte!

    Aber richtig rund wird die Sache, wie sie mir eine geschätzte Kollegin vermittelt hat, dass das wichtigste! in unserem Beruf ist, dass man Menschen gern hat. Dieser Satz kommt mir in meiner beruflichen Tätigkeit immer wieder in Erinnerung.

    Menschenachtung ist für mich der Olymp der Pflegekompetenz!

    Alles andere sind "nur" Experten.

    Gruß KGK
     
    #16 Kleingeistkiller, 03.02.2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 02.04.2011
  17. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    "Menschenachtung" ist für mich eine zentrale Eigenschaft in unserer Gesellschaft. Dass sie nicht jeder hat - tragisch genug. Das hat allerdings mit Pflegekompetenz nix zu tun. Ich kann auch ein echter Misanthrop sein und trotzdem "kompetente" Pflege leisten.
    Und eine PK, welche zwar sehr einfühlsam ist, dafür aber die Sache mit der Thromboseprophylaxe nicht wirklich versteht, tausche ich lieber gegen eine übellaunige PK, die dafür fachlich kompetent ist.

    Ideal ist natürlich die einfühlsame + fachkompetente PK...:-)

    DS

    DS
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Gibt es wirklich kaum Pflegeexperten?

    Erkennen net viele von uns intuitiv, wie hoch z.B. das Risiko der Entstehung eines Dekubituses ist? Ich meine jetzt net das Erkennen aufgrund der Tatsache, dass das bei den Pat. auf der Station immer so ist. Mir geht es hier darum, dass die Gesamtsituation beurteilt wird. Da ist im Hinterkopf das Wissen um primäre und sekundäre Risikofaktoren dass ohne per Checkliste aktiviert zu werden sofort präsent ist.
    Und wird dann net intuitiv entschieden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind? Und wieder meine ich net die "das haben wir schon immer so gemacht" sondern die Entscheidung aufgrund von Hintergrundwissen gepaart mit Erfahrung gefällt wird.

    Ich denke, es gibt mehr Pflegeexperten als man annimmt. Diese Pflegeexperten kannst überall einsetzen, wenns um die Patientenversorgung geht. Die medizinischen Aspekte werden von Spezialisten erbracht.

    Ein Spezialist muss net zwingend gleichzeitig ein Pflegeexperte sein.

    Wäre die Frage, welche WB/FoBi hier angezeigt ist um ein Pflegeexperte zu werden. Gibt es da in D überhaupt ein Angebot?

    Elisabeth
     
  19. Julien

    Julien Poweruser
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    Kann man einen Pflegenden zum Experten ausbilden, oder ist das nicht viel mehr eine Frage der Persönlichkeit und des Umfeldes? Der Fähigkeit des Einzelnen, sich erlerntes Wissen zu merken und abstrakt denken zu können gemischt mit einer gewissen Neugierde bezüglich des Erwerbens und der Anwendung von neuem Fachwissen und dem Willen, eigene Erfahrungen zu sammeln und das eigene Handeln auch kritisch zu hinterfragen? Und gehört nicht auch eine Umgebung dazu, die Wissen- und Erfahrungserwerb fördert, weil sonst der Begabteste verkümmert?

    Und ist ein Pflegeexperte nur ein universal Erfahrener, oder kann es nicht auch Experten auf einem Spezialgebiet geben? Ich denke da gerade ein mein Gebiet, in dem ab einem gewissen Punkt die pflegerischen Interventionen gegenüber den medizininschen überwiegen und wo jede "falsche" pflegerische Handlung sofort negativ quittiert wird. Sind meine Kolleginnen mit ihren 40 Jahren Erfahrungen keine Experten, nur weil sie nie in der Dialyse oder Altenpflege Erfahrungen gemacht haben?

    Ich glaube, ich sollte die Abhandlung von Benner mal lesen bei Gelegenheit. :-)
     
  20. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ist auch ne Variante: Pflegexperte im neonatologischen Bereich.

    Wäre dann die Frage: welche pflegerischen Inhalte gibt es nur in dem Fachbereich, die woanders net zutreffend sind. Meint: Pflegefachwissen, welches ich nur in der Neonatologie nutzen kann.

    Elisabeth
     
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