Was heißt 'viel Lernen'?

Honeymoon

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Hallo :-)

Evtl. bin ich auch einfach nicht fündig geworden hier im Forum- dann sorry das sich das Thema wiederholt :o



Also ich bin immer sehr ungeduldig was alles angeht und ich hab ja auch noch nicht mal einen Ausbildungsplatz als Kinderkrankenschwester, aber nun muss ich doch mal was fragen:

Viele schreiben, dass man in der Ausbildung gaaaaaanz viel lernen muss.

Das kann ich mir sehr gut vorstellen, aber was genau bedeutet den "ganz viel"?

Also durch das viele Lernen fürs Abi macht mir das eigentlich nicht sooo große Angst und was ich so aus einigen Postings raushöre von Verdauung, Herz usw. hatte ich ja schonmal und es ist mir eigentlich ziemlich leicht gefallen es zu lernen, weil mich das sehr interessiert hat.

Aber ich wüsst halt gerne wie genau ich mir das vorzustellen habe- Schule und Ausbildung wird ja selbstverständlich nicht dasselbe sein.

Wär schön, wenn jemand Lust hat, mir etwas darüber zu erzählen.


Liebe Grüße,
Anke aka Honeymoon
 

flexi

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Hi Honeymoon,
...gaaaaaanz viel lernen muss.
Tja, das kommt ganz auf den eigenen Standort an....
... wie mit dem Glas: "Ist es halb voll oder halb leer?"
Wer gerade viel lernen musste wie du gerade zum Abitur und dann mit 2,5 dort rausgeht, steht dem "gaaaanz viel" sicher anders gegenüber als der, der trotz vielem Lernen gerade den Realschulabschluß schafft.
Ansonsten musst du in jeder Ausbildung "gaaaaaanz viel" lernen, egal welche du auch immer beginnst.
 

Mellimaus

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Na ja ich denke wer das Abi geschafft hat hat schon mal eine gute Grundlage, denn die meisten wissen wie sie lernen müssen. Das wissen leider nicht alle.
Wichtig ist vor allem , das du von anfang an lernst, denn sonst bekommst du irgendwann Probleme die Zusammenhänge zu verstehen. Du kannst natürlich immer nur das wissen was du schon besprochen und gelernt hast, aber du lernst in den Einsätzen auch viele Krankheitsbilder kennen die du noch nicht besprochen hast, und durch die Kombination von sehen und wissen öffnen sich manchmal auch ohne Vorwissen über eine bestimmte Krankheit ganz neue Perspektiven.
Wichtig ist die Zusammenhänmge zu kennen und nicht bis ins kloeinste Detailö die anatomischen Strukturen zu wissen. Klar ist das auch wichtig aber in der Pflege bekommst du eine Übersicht vermittelt die du je nach INteresse zuhause auch selbst erweistern kannst.
 

Svenja

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..... also...du lernst Anatomie, Physilogie, Krankheitslehre etc... und versuchst dass alles irgendwie unter einen Hut zu bringen.
Klar, du hattest gewisse Dinge schon in der Schule. Aber in der Ausbildung lernst du alles viel komplexer...es geht mehr in die Tiefe. Das fängt schon mit solchen Kleinigkeiten an dass man die medizinischen begriffe lernt dmait man mit den Ärzten sich verständigen kann :-)

Obwohl viele der Job leider in der Bevölkerung nicht gross angesehen ist, ist die Ausbildung im vergleich zu anderen Berufen sehr anspruchsvoll.

Schau doch mal in ein Pflegebuch rein (Pflege heute, das fidnet man in jeder größeren Buchhandlung)...dann weisst du worum es geht.
 

urmel

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Hallo zusammen,

ich kann dazu nur sagen, daß das Lernen in der Krankenpflegeschule nicht mit dem Lernen in der "normalen" Schule verglichen werden kann. Ich habe selber vor 4 Jahren mein Abi nachgeholt und ich konnte solche Kommentare wie:
-Mensch, drei Arbeiten in einer Woche??!!! Das ist doch viel zu viel!!
-Warum schreiben Sie es nicht an die Tafel?? Wir haben keine Lust auf Gruppen-/Einzelarbeit...

usw., usw....nur antworten:

Im Studium oder in der Lehre wird nicht mehr alles "vorgekaut", sondern da heißt es: guck zu Hause nach, hier sind die großen Happen, kleinkauen und sortieten mußte schon selber. Keiner glaubte mir das, bis ich ein halbes Jahr nach dem Abi eine ehemalige Schülerin traf, die Krankenschwester lernte. Sie meinte nur: menno, das iss ja tierisch viel Stoff, und all die Fächer...sagte ich doch.

Ich will keine Angst machen, es ist zu schaffen, aber wie Mellimaus schon erwähnte:
Wichtig ist vor allem , das du von anfang an lernst, denn sonst bekommst du irgendwann Probleme die Zusammenhänge zu verstehen.

Es ist eben stressiger, denn Arbeiten und Lernen iss nicht so leicht wie es sich anhört, und 13 Wochen Ferien gibt es auch nicht mehr. Und die Wochenenden sind eben auch nicht mehr alle frei. Und die Schule geht von morgens bis nachmittags, meist Doppelstunden, da wird man mit Stoff manchmal regelrecht erschlagen.

Wünsche allen einen schönen Tag!
LG
urmel
 

Mellimaus

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Und du hast nicht vor dem Examen wie beim Abi wochenlang frei, in dennen du lerenen kannst. Das läuft alles neben der normalen Stationsarbeit her. Mit anderen Worten nach dem Frühdienst oder vor dem Spätdienste musst du deine Sachen fürs Examen lernen.........
 

Honeymoon

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Vielen Dank an euch!

Ich bin echt mal gespannt, was da auf mich zukommt.
Eigentlich lerne ich sogar ziemlich gerne und hatte mir auch vorgenommen, von Anfang an gut mitzulernen- beim Abi- Lernen hab ich dann nämlich die Rechnung dafür gekriegt, dass ich manchmal nur oberflächlich für eine Klausur gelernt habe und hätte mir einiges an Zeit fürs Wiederholen ersparen können. :roll:
Aber daraus hab ich gelernt und werd diese Zeitverschwendung nicht noch mal riskieren.

Aber mir war noch gar nicht bewusst geworden, dass man ja neben den Dienstzeiten lernen muss. Darüber hatte ich auch noch gar nicht nachgedacht.

Greetz
Anke
 

lixtig

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Hallo zusammen,

ich habe mein Examen gerade hinter mir, und wenn ich rückblickend die letzten drei JAhre betrachte, kann ich nur sagen, das ich die ersten zwei Jahre der Ausbildung im vergleich zum dritten JAhr echt wenig getan habe.Im dritten Jahr, besonders die zweite Hälfte von dem Jahr habe ich quasi nur für das Examen gelernt, und hatte nicht mehr viel Freizeit. Und was meine vorgängr geschrieben haben, kann ich nur bestätigen. Man muß sich eine menge selber erarbeiten.

MfG

Lixtig
 

flexi

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tja, tja, lixtig...
aber wer hört schon auf die Erfahrungen anderer....
Wer in den ersten beiden Jahren, wo viele Grundlagen vermittelt werden, nichts tut, hat dann häufig Schwierigkeiten, kompliziertere Zusammenhänge mangels Grundkenntnissen zu verstehen, und dann gehts arbeiten los, und die Zeit wird immer kürzer....
und dann kommt der Koller: "Ich schaff das nie!"

Gleichmässiges kontinuierliches Lernen garantiert den Erfolg!!!
Gute Grundkenntnisse machen auch das Umgehen mit komplizierteren Zusammenhängen möglich !!
 

Honeymoon

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Nachdem ich jetzt zwnagsweise ein Jahr nichts tun kann kann ich es schon jetzt kaum erwarten, mich in Arbeit zu stürzen... ehrlich!
Von mir aus kann es sofort losgehen!!! :D

Anke
 

carmen

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Hallo Anke,

Du mußt nicht unbedingt ein Jahr Zwangspause machen.
Befrag Dich in den umliegenden Kliniken Deines Wohnortes wegen einem Praktikaplatz. Somit bekommst Du einen Einblick, ob Du diesen Beruf wirklich erlernen und ausüben möchtest. Außerdem würde Dir das auch bei den Bewerbungen für die Ausbildung helfen.
Was das Lernen in der Ausbildung angeht, so ist das wie in der 1. Klasse, beim Lesen und Schreiben lernen. Du wirst an die Materie herangeführt und damit vertraut gemacht. Natürlich mußt Du auch Deinen Beitrag in Form von Hausaufgaben (lernen und verinnerlichen) leisten. Doch wenn der Lehr- und Lernstoff dieser 3 Jahre nicht zu bewältigen wär, gäbe es keine Schwestern/Pfleger.

Carmen
 

Honeymoon

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Hallo Carmen.

Ja klar das mit den Praktika mach ich, bin schon am organisieren.
Ich meine damit nur, dass ich ein Jahr Pause habe, anstatt gleich anzufangen. :wink:

Liebe Grüße,
Anke
 

carmen

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Hi Anke,

Du wirst erleben, dass Dir das Praktikum viele Vorteile bringt und ganz schnell ist 1 Jahr rum.
Für das Jahr und darüber hinaus wünsche ich Dir Alles Gute :P

Carmen
 

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