Was darf der Arbeitgeber von mir verlangen?

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von AC2010, 27.09.2010.

  1. AC2010

    AC2010 Junior-Mitglied

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    Hallo,

    ich arbeite ambulant und habe eine Frage. Wir betreuen einen Pat. der hauptsächlich dafür zahlt, dass wir morgens und abends mit ihm Frühstücken/ Abendessen. Ich pers. möchte das nicht, ich möchte mich nicht hinsetzen und mit einem Pat. frühstücken etc. Ich habe dies der PDL mitgeteilt und diese ließ sich aber nicht darauf ein und nun steht eben dieser Pat. in meinem Tourenplan, tauschen kann ich nicht, da keiner meiner Kollegen da gerne hingeht.

    Wie würdet ihr euch verhalten?
     
  2. Mila

    Mila Gast

    Zum essen kann Dich niemand zwingen! Ich weiß aber auch oft nicht in wie weit ich nein sagen darf. Bin mir da auch oft sehr unsicher. Niemals nicht würde ich mit Pat essen. Dazu setzen wird doch gehen, oder? Das ist ja Arbeitszeit. Geht ein Kaffee, oder ist es gar zu eklig? Sag halt Du hast schon gefrühstückt, mehr passt nicht rein. Abends erwartet Dich daheim ein Abendessen, da ißt Du vorher auch nichts. Und vor allem keine weiteren Diskussionen.
    Ist schon der Hammer was von uns verlangt wird.
    Lg Mila
     
  3. Maniac

    Maniac Poweruser

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    ^^

    Kann dich doch keiner dazu zwingen zu essen. Setzt du dich halt dabei. Musst scheinbar nichtmal anreichen, ist doch leicht verdientes Geld...
     
  4. Mila

    Mila Gast

    Ich lese grad noch, daß der Pat nicht sehr beliebt ist. Da mußt Du wohl durch:troesten:
    Vielleicht kommst Du ja gut klar? Sowas gibts doch auch immer wieder.

    Lg Mila
     
  5. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Was steht denn in deinem Arbeitsvertrag / Stellenbeschreibung? Wenn da ein Passus steht ähnlich: "Dem AN darf auch ausserhalb der genannten Tätigkeiten andere zumutbare Tätigkeiten aufgetragen werden." dann mußt du dich zu dem Patienten setzten, wenn er ißt. Kann auch sogar bewust angeordnet werden, wenn eine Indikation dafür besteht wie Kontrolle und anregen zum Essen bei untergewichtigen Patienten.

    Allerdings kann dich niemand zwingen, auch was zu essen.

    lg
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    *zynismuson*Es sollte eindeutig und klar geregelt sein, dass Pflegekräfte lediglich für die somatische Versorgung zuständig ist. Eine soziale Zuwendung ist net vorgesehen. Vereinsamung ist kein Pflegeproblem. Dafür muss der Betroffene sich andere Personen suchen. *zynismusoff*

    Fällt es so schwer, sich mit einem Kunden hinzusetzen und Smalltalk zu halten? Ich bezweifle, dass da erwartet wird, dass du ordentlich reinhaust. Aber ne Tasse Kaffee/Tee wird wohl drin sein- oder?

    Elisabeth
     
  7. Feli

    Feli Poweruser

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    Eine soziale Zuwendung kann man nicht bei einem Pflegedienst "kaufen". Was wäre, wenn ich den Kunden nicht mag? Muss ich mich dann selbst so "verkaufen", dass ich etwas vorspiele, was gar nicht der Wirklichkeit entspricht?

    Ich hätte da auch meine Probleme mit. Mit jemandem zu essen ist doch irgendwie persönlich, und warum sollte ich das mit jemandem tun, wenn ich mich da unwohl fühle? ( und das tut der TE scheinbar)
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich dachte immer, es geht um eine ganzheitliche Pflege.

    Aber wie schon geschrieben: dem Kunden deutlich mitteilen, dass man sein Geld net will/braucht, weil man sich für diese Bedürfnisse net zuständig fühlt.

    Elisabeth
     
  9. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Die Frage ist doch einfach: MUss die TE essen, also wirklich ESSEN, oder beim essen sitzen - das ist doch das normalste, was wir alle häufig machen/gemnacht haben, idR kombiniert mit dem vorbereiten, oder reichen, oder sonstwas. Bei ganz viel Langeweile oder dem entsprechenden Tätigkeitsbereich, dann auch mal nur dabei sitzen und sich unterhalten ...
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Danke maniac- du bringst es auf den Punkt.

    Elisabeth
     
  11. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Ich finde es arg traurig, das es manche Pflegekräfte noch nicht mal übers Herz bringen, sich mal zu einem Patienten zum Essen zu setzen, zumal der Patient dies noch wünscht und bezahlt.

    Auch wenn ich einen Patienten nicht mag, so sollte ich doch Profi genug sein, mir dies nicht anmerken zu lassen. Was hat der Patient denn noch vom Leben?

    Und solange er nichts unanständiges beim Essen will oder abstoßend wird (mit Essen bewerfen oder ähnliches) sehe ich da kein Problem drin.

    Wo bleibt denn hier die Menschlichkeit? Vielleicht sollten sich ein paar Leute mal echt fragen, ob sie den richtigen Beruf ergriffen haben.

    lg
     
  12. narde2003

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    Was ich an der Sache nicht ganz verstehe, zum einen wird geklagt, dass es keine Zeit für Gespräche mit dem Patienten gibt und man sich nichtmal 5 Minuten zu einem setzen kann.
    Dann aber zahlt ein Patient auch noch dafür, dass sich die Pflegekraft zu einem setzt, dann ist das auch nicht ok.

    Verwirrte Grüsse
    Narde
     
  13. Sonnenschein-07

    Sonnenschein-07 Junior-Mitglied

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    Ich versteh das Problem auch nicht Ich hab auch eine Patientin bei der ist einmal die Woche für 3 Std Betreuung sprich spazierengehen und hinterher Kaffetrinken und Kuchenessen angesagt und ich finde es gibt in unserem Beruf schlimmere Arbeiten. Manchmal stellen Kunden auch schon die Kaffetasse auf den Tisch wenn wir kommen und bitten uns doch schnell eine Tasse mit ihnen zu trinken und wenn wir Zeit dazu haben machen das nach Möglichkeit alle meine Kolleginen. Der Kunde freut sich das er nicht alleine trinken muss und wir haben die Möglichkeit so oft mehr über die Probleme und Befindlichkeiten zu erfahren
     
  14. renje

    renje Poweruser

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    Mir geht dieser thread in eine falsche Richtung. Hier gehts doch nicht um dazu setzen oder nicht soziale Zuwendung.

    Hier gehts darum, dass die Pflegekraft mit einem Pat. gemeinsam Essen soll - so habe ich es jedenfalls verstanden.

    Mit wem ich wo und wann meine Mahlzeiten einnehme ist meine ganz persönliche private Angelegenheit und hat überhaupt nichts mit Job oder Professionalität zu tun.

    Dazu setzen ja, Mitessen bleibt meine persönliche Entscheidung.
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wo steht, dass ihr/ihm wegen der gemeinsamen Mahlzeit mit dem Kunden die Pause gestrichen wird? Ich lese da nur heraus, dass man mit dem Kunden net kann und schon gar net mit ihm frühstücken o.ä. will.

    Elisabeth
     
  16. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Wir können doch nur spekulieren, die klare Antwort kann uns nur AC geben.
    Ich kann nirgendwo herauslesen, dass Pausen dadurch gestrichen werden und jemand gezwungen wird beim Patienten zu essen (kann mich eh keiner). Mein AG kann allerdings sagen, dass ich eben Frau X oder Herrn Y das Frühstück richten soll und mich dazu setzen oder stellen, wenn ich mich nicht hinsetzen will.
    Dabei kann ich auch noch mich unterhalten, dabei erkennen ob es eine Schluckstörung gibt und ob Frau X genug isst und trinkt, ob die Ernährung Bedarfsgerecht ist.

    siehe auch dieser Thread:http://www.krankenschwester.de/forum/talk-talk-talk/29158-abschied-solidaritaet.html#post282509
     
  17. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Hier ist die Ablehnung gegen die allgemeine Zuwendung wohl deutlich, oder? Für mich klingt das so, als wenn es nicht am Essen, sondern bereits am Patienten scheitert.

    lg
     
  18. renje

    renje Poweruser

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    @ycassy: bei allem Verständnis, aber das kann ICH daraus nicht lesen.

    Das halte ich für eine Interpretation deinerseits.
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  20. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Vielleicht wäre es gut, wenn sich die TE nochmals etwas deutlicher ausdrückt, wo ihr Problem liegt. Ist es die Zeit beim Patienten oder die Tatsache, das etwas gegessen werden muß?
     
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