Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von renje, 28.02.2011.

  1. renje

    renje Poweruser

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    Nicht vergessen, diese Woche Warnstreiks!!! :streit:

    Mit hoffentlich zahlreichem erscheinen der Pflegekräfte.:nurse:

    Dies ist u.a. die Möglichkeit in der Presse aufzufallen und der Pflege eine Gesicht und Stimme zu geben.:daumen:

    Also dann auf :freakjoint:
     
  2. renje

    renje Poweruser

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    Schon auf dem Weg :?:
     
  3. narde2003

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  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Nun kann ja net jeder streiken, wenn ihm gerade mal so danach ist. Wo wird denn konkret gestreikt? Welche MA betrifft das in welchen Einrichtungen?


    Elisabeth
     
  5. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Es streikt nur der Öffentliche Dienst der Länder!!!
    Alle kommunalen Einrichtungen sind von dieser Tarifrunde nicht betroffen.
    Die Tarifrunde der kommunalen Einrichtungen beginnen erst Anfang 2012.

    Jetzt sind vor allem die Unikliniken an der Reihe. Welche Klinik wann streikt wird durch die ver.di-Vertrauensleute in den einzelnen Einrichtungen bekannt geben.

    Das heißt aber nicht, dass man sich nicht den Streiks, aus reiner Solidarität anschließen darf, aber das dann bitte in der Freizeit!
     
  6. renje

    renje Poweruser

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    Ach Elisabeth,

    du mit deinen ewigen Fragen.

    Einfach mal bei verdi schauen!

    Und natürlich kann ich bei jedem Warnstreik mit Flagge zeigen.

    Heute Kundgebung Innenstadt München - auch da kann ich Gesicht zeigne und mitmarschieren.

    Nächste Woche Kundgebung in Stuttgart usw. usw. usw.

    ver.di: Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

    Nicht dass ich der ganz große verdi Fan wäre - sehe dazu aber auch nicht wirklich ne Alternative.

    Da mit der Pflegegewerkschaft ging ja gründlich in die Hose.

    Ja und und wenn die Länderbesch. streiken, was dann?
    Schon mal was von Solidarität gehört?
    Bei Opel sind se zu tausenden sogar aus dem Ausland angereist um die Kollegen zu unterstützen.
    Mit so einer Einstellung kommen wir bestimmt sehr schnell sehr weit.
     
  7. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Ich habe ja auch nichts anderes geschrieben.
    Ich wollte nur nicht, dass jemand denkt, dass ver.di wieder mal pennt und nichts macht, weil man in seiner/ihrer Einrichtung nichts vom Streik zu hören ist.
    Das man sich solidarisiert ist selbstverständlich (zumindest für mich). Aber es ist auch wichtig zu wissen, dass diese Solidaritätsbekundungen nur in der Freizeit gehen. Wenn ich ohne Streikaufruf streike, ist das ein wilder Streik und kann böse arbeitsrechtliche Konsequenzen haben.
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hat Elisabeth doch längst.... nur... Vorpommern: nix. Nordmecklenburg: nix, Westmecklenburg: endlich Treffer. Wahrscheinlich ist das die einzigste Region in meinem Bundesland, in der es net nur Haustarife gibt.

    Nicht, das wir uns falsch verstehen: ich begrüße die verdi-Aktion. Nur sollten die Aufrufe konkret sein und ggf. auch verlinkt. Und es erscheint sinnig nochmal zu erklären, dass streiken für verdianer keinerlei Nachteile haben darf. *grübel* Wie ist das eigentlich bei Nichtverdianern? Es geht ja ums Geld. Stichwort: Lohnausfall.

    Elisabeth

    PS Streik ist übrigens keine Form der Freizeitgestaltung.
    Zum Arbeitskampf an unserer Klinik | Lippische Nervenklinik
    Zum Arbeitskampf an unserer Klinik | Lippische Nervenklinik
    Solidarität mit den ausgesperrten Kolleginnen und Kollegen der Lippischen Nervenklinik Dr. Spernau am 10.10.2009 um 10:30, : Veranstaltungskalender für Bielefeld
    Geschafft! Aussperrung in Bad Salzuflen wird ausgesetzt
    Der Wille kann Berge versetzen- auch wenn man offenscihtlich einen langen Atem braucht.

    Ergo: Auf Protestaktionen in der Nähe achten.
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ein streikender Nicht-Verdianer bekommt während des Streiks gar kein Geld. Der muss mit dem kompletten Lohnausfall leben (oder noch schnell bei ver.di eintreten).
     
  10. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Streikgeld berechnen: Verdi CLICK

    Liebe Grüße Fearn
     
  11. renje

    renje Poweruser

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    Haaaaaaalooooooo,

    wo gallopiert ihr denn schon wieder hin.

    Es geht jetzt nicht um Streik und Lohnausfall sondern um,

    Warnstreik um Gesicht und Flagge zu zeigen,

    sowie um Kundgebungen um auf sich Aufmerksam zu machen, Menschen und Presse zu mobilisieren und vielleicht auch darum den potentiellen Pat. klar zu machen - geht mit uns sonst gehen wir auch nicht mehr mit euch und ihr könnt unter Umständen länger auf eure geplante OP warten oder euer Essen von Mutti bringen lassen, weil kein Personal mehr da ist.

    und da kann jeder mitmachen - gerade auch bei so einem Wetter - Mensch auf gehts!
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Experten im Warnstreik sind die GDL: Lokführer: Warnstreiks haben begonnen - Wirtschafts-News - FOCUS Online ... aber die wissen ja auch, was sie wollen und sind zu einem sher hohen Grad organsiert. ... Und der Kunde merkts selber, was passiert, wenn Lok net fährt.

    Was passiert eigentlich bei den Warnstreiks von verdi im Bereich Krankenpflege? Ergeben sich da irgendwelche Einschränkungen für den Kunden?

    Der Bürger hat seine Hausaufgaben schon gemacht und weiß, dass die Pflege sich eher ne Hand abhackt als den Pat. irgendwo wahrnehmen zu lassen, dass es so net weitergeht. Stichwort: Überstunden oder Dienstschluss ist erst, wenn ich fertig bin. Ärzte haben da weniger Skrupel.*grmpf*

    Elisabeth
     
  13. Kleingeistkiller

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    Wo streiken Sie denn?

    Die Streiks von Verdi im Bereich der Pflege sind auch nur punktuell und nicht wirklich weltbewegend, wie auch der TvÖD deutlich zeigt. Die Gehälter, die da von Verdi ausgehandelt werden, sind wirklich nicht der Verantwortung und der Leistung in der Pflege angemessen.
    Habe auch nicht den Eindruck, dass Verdi wirklich mit Streik deutliche Zeichen setzen möchte, da die Mitgliederbeiträge wohl eher für eigene Funktionärsgehälter, Imagekampagnen und schmucke Verwaltungsgebäude investiert werden, als dass ein wirklicher Streik finanziert wird.

    Aber meint mit roter Mülltüte und Trillerpfeife sein Gehalt aufbessern zu können, solls tun.

    Gruß

    KGK
     
  14. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

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    Also ich bitte Euch der TvÖD bietet viel mehr, als jeder glaubt.
    Jeder Urlaubstag zusätzlich kostet den AG mehr Geld.
    Also was wollt Ihr mehr Urlaub oder mehr Geld?
    Wenn ihr mehr Geld und weniger Urlaub wollt, dann kann ich nur die Schweiz empfehlen.
    Es sind sich wenige ANler bewusst, dass es bei Tarifverhandlungen zugeht wie auf dem Basar.
    Ausserdem stellen beide Seiten Forderungen und auch dort gibt es Regeln zu befolgen.
    Es ist schließlich kein Wunschkonzert, sondern knallharte Verhandlungstaktik. Dabei muss man immer strategisch klug vorgehen.
    Die Einigung ist dann das Ziel, was durchaus für einen einfachen ANler nicht so ganz transparent erscheint.
    Das ist wohl mehr das Problem, was man durchaus adäquater lösen könnte.
     
  15. renje

    renje Poweruser

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    @kleingeistkiller:

    und wer meint DIE Lösung zu haben wie es anderst geht, der soll es doch eeeeeeeeendlich verraten!!

    Und wer Verdi und was die tun sooo schlecht findet, sollte konsequenterweise auch auf die übertarifliche Bezahlung, Urlaub und sonstige Leitsungen verzichten, sonst wirds unglaubwürdig.

    Entschuldige, aber ich kann diese geistigen Blähungen einfach langsam nicht mehr ertragen.

    Immer nur schimpfen - und keinen Vorschlag oder Zeile FÜR WAS man eigentlich ist - nur ich bin dagegen und ver bringts nicht bla, bla, bla

    Na das bringt uns sicherlich ungeheuer weit.:boozed:
     
  16. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

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    ...und wer mehr Geld, mehr Urlaub und sogar noch einen Bonus erhalten möchte, sollte sich mal durch gewisse Stellenausschreibungen von einigen privaten Klinikkonzernen durcharbeiten.
    Dort wird man in jedem Falle fündig.
    Auch wird sich dort um ein gescheites Weiterkommen im Unternehmen gekümmert.

    Alternativer Vorschlag an die "Jammerer":

    Sich einfach mal aktiv beteiligen, z.B. Mitgliedschaft, dann Mitgliederversammlungen besuchen und sich ggfs. auch als Tarifkommissionsmitglied zur Wahl anbieten.

    Ersteinmal anschauen und durchblicken bevor man gleich herumjammert und wimmert.

    ..und nur dann kann man auch adäquat mitreden.

    Wer in der Pflege noch glaubt, dass er auch ohne Gewerkschaft weiterkommt, der ist vor 20 Jahren stehen geblieben.
    Denkt einfach mal über Eure Zukunft nach und vorallem über die Rente: Das ist schon Grund genug Mitglied in einer Gewerkschaft zu werden.
    Aber jeder ist sich selbst der Nächste und begreift überhaupt nicht, dass nur eine einfache Mitgliedschaft die Zukunft sichern kann.

    Wer nicht in der Gewerkschaft ist wird nicht sein Recht bekommen, wenn er z.B. einen Urlaubstag weniger erhält, als das Gewerkschaftsmitglied. Der AG muss sich übrigens bei Nicht-Mitgliedern nicht mal an den Tarifvertrag halten.
    Der kann dem AN ohne Mitgliedschaft auch einfach einen Urlaubstag weniger geben.

    Nur mal so am Rande....
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich bin ja kein ausgewiesener Freund von verdi....ABER. was sollen die denn da aushandeln? Vergleiche ich den Organisationsgrad von Pflegekräften bei verdi mit den Zahlen von Lokführern beim GDL dann geht dies eindeutig zugunsten des GDL aus. Mit net mal 20% Mitgliedschaft unter den MA kannst nun mal nicht viel bewegen- das wissen die AG nur zu gut.

    Was erwartest du denn noch von verdi? Sollen die auf die Stationen gehen und die Pflegekräfte an die Hand nehmen? Gemäß der Devise: nun kommt doch bitte, bitte, bitte mit zum streiken, damit wir was für euch tun können.

    Pflege bekommt das, was sie verdient- nämlich von wenig bis Minusrunde. Und dies kann man weiß Gott net den verdianern ankreiden.

    Vielleicht stellt sich das murrende und jammernde Stationsteam mal vor den Spiegel und fragt sich: Was haben wir konkret getan um dem AG zu zeigen, dass es so net weitergeht? Und hier sind mal net die Überlastungsanzeigen gemeint. Was haben wir getan, dass der Kunde auch merkt, dass es ohne uns nicht geht.

    Von sowas kann die deutsche Pflege nur träumen: Arbeitskampf extrem: Tausende Krankenschwestern drohen mit Massenkündigung - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Elisabeth
     
  18. Kleingeistkiller

    Kleingeistkiller Senior-Mitglied

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    Denkfehler: Wer Mitglied einer Gewerkschaft ist, hat Anspruch auf den ausgehandelten Tarif. Bei verdi und für die Pflege ist das der TvöD. Wenn Jemand seine eigenen Arbeitsvertragsbedingungen aushandelt, der wird aussertariflich bezahlt und muss niemanden dafür dankbar sein, ausser seinem AG. Das ist konsequent und sehr glaubwürdig!

    Gruß KGK
     
  19. renje

    renje Poweruser

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    @kleingeistkiller:
    und von was träumst du Nachts?:schlafen:

    Das scheint nach deinen Aussagen kein Problem zu sein?

    Frage mich dann, warum in der Pflege relativ schlecht bezahlt wird?

    Sind da lauter Schnarcher versammelt, die das nur noch nicht kapiert haben?

    Wenn ein AG einem Tarif unterliegt und das sind die meisten, dann ist es sogar verboten übertariflich zu bezahlen.

    Ich halte das für die breite Masse für völlig weltfremd was du da von dir gibst.

    Was hätte ich denn als Einzelner anzubieten?
    Dann arbeite ich nicht bei ihnen?
    Soooo groß ist der Mangel noch nicht und der Nächste arbeitet schon um den Preis und wenns einer aus ner verwandten Berufsgruppe ist.
     
  20. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

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    Da muss ich Kleingeistkiller ein Stück weit Recht geben, denn wer einen Einzelarbeitsvertrag z.B. im privaten Konzern aushandelt, der wird aussertariflich bezahlt.

    Allerdings ist dabei niemals klar, ob man sich damit nicht schlechter stellt, als die Anderen, die nach dem Haus-oder Konzerntarifvertrag (z.B. angelehnt an den TvÖD) bezahlt werden. Denn diese Informationen wird man selten erhalten.
    Aussertarifliche Verträge erhält man z.B. in Privatkonzernen, aber auch in fusionierten Häusern kann man Aussertarifliche Zulagen erhalten.
    Das Problem an Privatkonzernen ist häufig, dass die Konzerntarifverträge angelehnt an den TvÖD und ausgehandelt auch mit verdi, schlechtere Konditionen enthalten könnten, da sie auf das Minimum beschränkt sind.

    Da ein ausgehandelter Tarifvertrag oft nicht so lange hält ....kann es allerdings auch passieren, dass dann in der nächsten Verhandlung bzw. Beginn der nächsten Tarifverhandlung die Bedingungen in der tarifrechtlichen Ebene schwieriger geworden sind. Kann auch u. U. bedeuten, dass es neue Urteile gibt, die da mit einfließen u.v.m.
    In Privatkonzernen ist es auch oft so, dass es einen Konzerntarifvertrag mit verdi immer angelehnt an den TvÖD gibt, allerdings das Grundgehalt oft sehr niedrig ist und der Rest des Gehaltes aufgefüllt wird mit zig Aussertariflichen Zulagen.
    Dies bedeutet, dass diese Beträge garnicht mit in die Rente einfließen bzw. die Beiträge niedriger sind (errechnet).
    Daher streben z.B. Privatkonzerne (allerdings aus Sicht des AGler aus vollkommen anderen Gründen) Haustarifverträge mit verdi an und sind auch mitten drin bzw. haben diese Abschlüsse schon hinter sich.

    Die Mitarbeiter wünschen sich einen Haustarifvertrag, um das Grundgehalt zu erhöhen dadurch, dass man die AT- Zulagen in das Grundgehalt mit einfließen lässt.
    Der AGler will dies natürlich nicht, da er damit mehr Geld ausgeben müsste. Er möchte oft nur Haustarifverträge bzw. neue Verhandlungen eingehen, weil er z.B. aus rechtswidrigen Verträgen herauswill u.a.
    Dann beginnt in der Regel das Feilchen und eine Tarifkommission hat die ehrenvolle und verantwortungsvolle Aufgaben ihre Kollegen/innen in Mitgliederversammlungen darüber aufzuklären und sie zu fragen, was sie wollen und nicht wollen. Dann erfolgen in der Regel eine Menge Abstimmungen.

    Das Problem: Es kommen wenige Mitglieder ( Kollegen/innen) zu diesen Mitgliederversammlungen. Das bedeutet auch, dass dann die Tarifkommission entscheiden muss und natürlich bindet diese auch die Stimmung im Haus und die Meinungen im Haus (was man so nebenher aufgeschnappt hat bzw. durch Zufallsgespräche u.a.) mit ein.

    Die Einschätzung ist dabei unglaublich elementar. Allerdings ist es dann schwierig dem Allem gerecht zu werden.
    Das die Transparenz und Information in solchen Tarifverhandlungen wichtig ist zeigt sich immer wieder.
    Allerdings gibt es innerhalb der Tarifverhandlungen auch die Phase, wo es dem Tarifkommissionsmitglied nahe gelegt wird nichts nach Aussen dringen zu lassen. Das ist allerdings verständlich, wenn man bedenke, dass nur ein einziger Mitarbeiter durch Geschwätz die ganzen Tarifverhandlungen gefährden kann.
     
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