Wachsende Bedeutung von Infusionslösungen?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Enez, 26.05.2008.

  1. Enez

    Enez Newbie

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    Hallo,

    hab gehört, dass durch veränderte Abläufe in Krankenhäusern, der Bedarf an Standard-Infusionslösungen, in den letzten Jahren gestiegen ist.
    Ich würde gerne wissen, ob das stimmt und wo ich das Schwarz auf Weiß nachlesen kann.

    Meine zweite Frage bezieht sich auf die Entsorgung von Infusionsflaschen (Glas und Kunststoff-Flaschen u. Beutel.) Wie wird das geregelt?

    Ich selber bin Student der Pharmatechnik und schreibe grade an meiner Diplomarbeit. Es würde mich sehr freuen, wenn mir jemand mit Angaben von Quellen behilflich sein könnte.

    Viele Grüße,

    Enez
     
  2. Nutella Woman

    Nutella Woman Poweruser

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    Ich kann Dir zumindest auf die 2. Frage antworten: Glas kommt in den Glascontainer, Plastik (Beutel und Flaschen) in den Kunststoffabfall bzw. in die Tonne vom gelben Punkt soweit vorhanden. Je nach Krankenhaus ist die Entsorgung meist allgemeinverbindlich geregelt - es existieren meistens Dienstanweisungen zur richtigen Abfallentsorgung, da das die Müllmenge verringert welches wiederum Kosten spart.
     
  3. flexi

    flexi Administrator
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    Hier ein zusammenfassender Link zur Abfallwirtschaft im Krankenhaus:

    Abfall
     
  4. Schwester Schnecke

    Schwester Schnecke Senior-Mitglied

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    Hi Enez!

    Vor 2 Jahren, in diesem heissen Sommer 2006, gab´s diesbezüglich mal eine Ansage in einem Kölner Krankenhaus.
    Kurze Darstellung der Situation:

    Den Patienten der Klinik stehen, lt. Kliniksleitung, neben den Getränken bei den Mahlzeiten (also Kaffee und Tee zum Frühstück oder Abendbrot), jeweils 1 Liter Wasser zu (Tetrapack).
    Das wurde so festgelegt und ist der offizielle Tenor.
    Längst nicht alle Pfleger und Schwestern halten sich daran; gerade bei Pat., die keine Möglichkeit haben selber was zu trinken zu kaufen und auch keine Angehörigen haben, die ihnen etwas mitbringen könnten, wird öfters mal ein Auge (oder auch zwei) zugedrückt und mehr Wasser rausgegeben als erlaubt - mal ganz abgesehen von den Pat., die aufgrund ihrer Erkrankung einen erhöhten Bedarf an Flüssigkeitszufuhr haben...
    Nun war der Sommer 2006 sehr heiss, der Verbrauch an Tetrapacks stieg ins Unermessliche, höher als in den Sommern der Vorjahre. Finanziell scheint es nicht zu ignorieren gewesen zu sein, denn schliesslich hat das auch die Kliniksleitung mitbekommen. So wurde es den Stationsleitungen gegenüber angesprochen, mit Verweis auf Weitergabe an die Mitarbeiter und die strikte Einhaltung dieser Regel gefordert.
    Natürlich wurde von den Leitungen direkt nachgefragt, ob man denn die Patienten einfach verdursten lassen solle bei diesem heissen Wetter und dem erhöhten Bedarf. Die Antwort war einfach: Natürlich nicht! Dann muss der Flüssigkeitsbedarf halt durch Infusionsgaben substituiert werden!

    Das zum Thema erhöhter Bedarf an einfachen Elektrolytlösungen.


    Kein weiteres Kommentar,

    Schwester Schnecke:nurse:
     
  5. Enez

    Enez Newbie

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    Das ist ja interessant...Ich gehe davon aus, dass dies eine Ausnahme war.

    Man hört doch in den Medien, dass das Personal in den Krankenhäusern immer weniger Zeit für Patienten haben. Das hängt mit den Reformen zusammen, die in der Verganenheit von der regierung durchgeführt wurden. Führt vielleicht dieser Zeitmangel dazu, dass man fast jeden Patienten der eingeliefert wird, eine Infusion anlegt und dies als eventuel als Trägerlsg. fungiert?
    Darf eine Schwester dann einen Wirkstoff in die Infusionslösung zumischen, da der Zugang schon vom Arzt gelegt ist?
    Meine Frage bezieht sich mehr auf den erhöhten Bedarf, der sich tendenziel erhöht.

    Viele grüße,

    Enez
     
  6. Nutella Woman

    Nutella Woman Poweruser

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    Hmmm... Es stimmt schon: Der gestiegene Zeitdruck führt dazu, dass man bei älteren Patienten nicht immer danebenstehen kann, damit Sie ausreichend trinken. Da wird dann meiner Erfahrung nach auch mal öfter vom Arzt ein Infusionsprogramm gestartet. Andererseits ist es in meinem jetzigen Krankenhaus so, dass es Stunden dauert eine Viggo (also den peripheren Venenzugang) legen zu lassen, weil die Ärzte das nicht gerne machen. Also auch noch nicht die optimale Lösung einen ausreichenden Flüssigkeitshaushalt zu erreichen.

    Schwestern dürfen ohne Anordnung nichts in die Infusionslössungen zumischen - da müssen vorher die Ärzte gefragt werden bzw. die müssen es schriftlich anordnen.
     
  7. Schwester Schnecke

    Schwester Schnecke Senior-Mitglied

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    Hallo Enez!

    Ja, ich habe Deine Frage schon verstanden. Ob der Bedarf an Infusionslösungen insgesamt gestiegen ist und wo man das nachlesen kann, weiss ich auch nicht. Hast Du schonmal geschaut, ob es repräsentative Umfragen oder Studien darüber gibt?
    Ich kann Dir nur sagen, wie ich es erlebe bzw. was ich mir vorstellen kann, Du hast es im Ansatz schon angesprochen.
    Das Pflegepersonal wird im Rahmen der Sparmassnahmen weiterhin reduziert, es bleibt immer weniger Zeit für die Pflege. Hingegen dazu steigt mit der demographischen Veränderung der Anteil an älteren, pflegeaufwendigeren Patienten. Und viele von ihnen sind nicht mehr in der Lage sind sich selber zu versorgen, können vielleicht sogar nichtmehr alleine essen und trinken. Essen und Trinken eingeben nimmt unwarscheinlich viel Zeit in Anspruch, gerade ältere Menschen brauchen etwas länger. Die Zeit ist wegen mangelnder Ressourcen seitens des Pflegepersonals aber nicht da. Was tun, damit der Mesch nicht verdurstet?
    Infusion anhängen - ist doch klar.
    Natürlich werden über diesen Weg auch Medikamente verabreicht (durch eine Trägerlösung, wie Du gesagt hast), welche nach ärztlicher Anordnung vom Pflegepersonal verabreicht werden. Verabreichung der Medikamente über Infusionslösung ist vor allem dann angezeigt, wenn der Patient aus verschiedenen Gründen nichts oral zu sich nehmen kann oder darf bzw. wenn die Nährstoffaufnahme gestört ist.

    Vielleicht hab´ ich Dir ein wenig geholfen,

    Schwester Schnecke:-)
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Eine eigenartige Frage für einen "Student der Pharmatechnik" der gerade seine Diplomarbeit schreibt.

    Hier wird kein neues Medikament designt sondern lediglich ein Wirkstoff in einem Trägerlösung überführt. Dieses ist Pflegekräften per Ausbildung erlaubt.

    Elisabeth
     
  9. Enez

    Enez Newbie

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    Die Antworten sind bis auf eine Ausnahme aufschlussreich:-)
    Die Annahme, dass meine Frage eigenartig sei ist nicht nicht von bedeutung, sondern nur eine persönliche Auffassung:schlafen:

    Ich fasse zusammen:
    Der Bedarf an Infusionslösungen steigt, weil:
    • Ärzte bedingt durch einen bestehenden intravenösen Zugang, Spritzen verordenen und nicht mehr selbst injizieren müssen.
    • der Wasserhaushalt von älteren Patienten durch kolloidale/ kristalloide Lösungen kostengünstiger geregelt werden kann.
    • der allgemeine Kostendruck auf das Gesundheitswesen zur effizienten Therapiemethoden verleitet (siehe Punkt 1)
    Stimmt das so?

    LG, Enez
     
  10. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Nein!

    Das 1. ist wirr.
    Die Ärzte verordnen keine Spritzen weil die Pat einen Zugang haben, sondern legen einen Zugang um i.v. Medikamente /und/oder halt auch infusionen) einsetzen zu können.
    Dann weiß ich schonmal garnicht was Spritzen und Injektionen jetzt hier zu suchen haben, ich denke es geht um Infusionslösungen?
    2. Infusionslösungen sind NICHT kostengünstiger als Wasser zum Trinken!
    3. siehe 2.
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    NaCl 0,9%- Anstieg bedingt durch die Tatsache, dass in dieser Lösung kein "Stabilisator" enthalten ist. Laut aktuellen Empfehlungen sollen angebrochene Flaschen sofort verworfen werden und nicht als Multidosisbehälter fungieren.

    Sterofundin u.ä.- Anstieg bedingt durch Verkürzung der Liegedauer= Konzentration von Diagnostik/ Therapie auf weniger Tage + Erhöhung der Fallzahlen

    Eine enterale Applikation von Substanzen wird immer einer parenteralen Applikation vorgezogen. Es läßt sich also nicht konstatieren, dass zuwenig Pflegekräfte einen Anstieg des Verbrauches an Infusionslösungen bedingen.

    Die Appliaktion von i.v. Medikamenten erfolgt nicht konsequent per Trägerlösung. Die multimorbide Klientel limitiert dies schon- Stichwort: kardiale Belastung. Die Gabe durch Pflegepersonal erfolgt also analog zu dem vorherigen Verfahren durch Ärzte. Ausnahmen bestätigen hier sicher die Regel.

    Ich hoffe doch, dass das Gesundheitswesen keine ineffizienten Therapien bezahlt.

    Du vergleichst die falschen Zahlen: Pflegepersonal und Verbrauch. Richtig wäre: Liegedauer, Fallzahl, CMI und Verbrauch.

    Elisabeth
     
  12. Schwester Schnecke

    Schwester Schnecke Senior-Mitglied

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    Hallo Enez!

    Das ist ja gerade das was ich in meinem ersten Beitrag sagen wollte; Wasser ist längst nicht so teuer wie Infusionslösungen, dennoch will die Kliniksleitung nur 1 Liter Wasser/Person/Tag rausgeben und substituiert den Flüssigkeitsbedarf lieber durch Infusionen - irre, oder?!

    Ich sag nur; Sparmassnahmen im Gesundheitssystem...:knockin:


    Schwester Schnecke
     
  13. narde2003

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    Hallo,

    bitte den Beitrag von Schnecke nicht verallgemeinern, bei uns steht Patienten soviel Wasser wie sie wollen pro Tag zu. Infusionslösungen werden bei Bedarf verabreicht, schliesslich sind die ja teuerer als Wasser mit und ohne Blubber.

    Schönen Abend
    Narde
     
  14. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    Hallo,

    kenn keine Einrichtung in der man nur eine Flasche Wasser kriegt am Tag.
    Daran liegts nicht, würd ich sagen.
    Also ich hoff inständig das man Patienten die trinken könnten, nicht mit Infusionen aufüllt damit man ihnen nicht so viel Wasser geben muss.
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich nehme auch nicht an, dass die Wasserkartons sang- und klanglos weggenommen wurden.

    Vor vielen Jahren, als der Konsum an diversen Wässerchen noch nicht so verbreitet war, standen Pat. diverse andere Getränke zur Verfügung: verschiedne Tees und Muckefuck. Die Getränke wurden wahlweise in Thermoskannen (sehr unbeliebt bei vielen Pat.) oder in einfachen Kannen gereicht.

    Bei uns im Haus gibt es auch keine Wasserflaschen mehr... sondern eine Wasseraufbereitungsanlage.

    Ergo: Erhöhung des Infusionsverbrauchs bei nicht vorhandenen Wasserflaschen kann auch ein Problem der Kreativität des Pflegepersonals sein. Ein Zusammenhang mit den Personalzahlen läßt sich nicht konstruieren.

    Elisabeth
     
  16. adalbert

    adalbert Stammgast

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    Hallo zusammen.

    Habe mit Interesse diese Diskussion verfolgt und sehe mich genötigt jetzt meinen Senf dazuzugeben.

    1. Ich bin mir nicht sicher ob Wasser billiger ist als eine Infusion. Man sollte dabei die Lagerkosten und die Kosten, die durch die Verabreichung des Wassers entstehen, berücksichtigen.
    Weiterhin kommen die Kosten der Entsorgung hinzu.
    Fakt ist, dass ich mehr Zeit brauche einem Patienten Wasser zu bringen und anzureichen bis er die erforderliche Menge bekommen hat, als wenn ich ihm eine Infusion anhänge.

    2. Stichpunkt "Verweildauerreduzierung". Mangelt es einem multimorbiden, alten Patienten an Flüssigkeit (mit den entsprechenden Folgen) wird eher eine Infusion angehängt, als darauf zu warten, den Patienten schluckweise die Flüssigkeit zukommen zu lassen.

    3. Weniger Pflegekräfte und demografischer Wandel (höhere Anzahl älterer Patienten) bedeuten das die Zeit pro Patient sinkt. Wie wir alle wissen dauert es nunmal u.U. sehr lange einen älteren Menschen enteral zu versorgen, Geduld ist gefragt. Diese Zeit wird den Pflegekräften und Patienten von Seiten des Systems nicht mehr zugestanden (s.a. 2.).

    Die Gründe warum ältere Menschen weniger trinken sind manigfaltig und allseits bekannt.

    Die Hypothese das eine Reduzierung des Pflegepersonals eine Erhöhung der parenteralen Flüssigkeitssubstitution beding ist daher m. E. zulässig, aber noch nicht bewiesen.

    Gruß
     
  17. narde2003

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    Hallo Adalbert,

    Infusionslösungen haben keine Lagerkosten? Laufen von alleine zum Patienten und hängen sich von alleine an?

    Fakt ist, bei uns: Keine Lagerkosten für Mineralwasserflaschen, kein Transportdienst der diese zweimal wöchentlich anliefern muss, da wir auf jeder Station Blubberwasserautomaten haben an denen sich Patienten selbst bedienen können, oder das Wasser gebracht bekommen.

    Fakt ist auch, dass ich durch die parenterale Verabreichung von Flüssigkeit eine zusätzliche Gefahrenquelle habe - ein Infektionsrisiko, welches dann unter Umständen zu einer erhöhten Verweildauer und zu zusätzlichen Infusionen führt.

    Schönes Wochenende
    Narde
     
  18. adalbert

    adalbert Stammgast

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    Wasserkisten sind größer als Kisten mit Infusionen, brauchen daher mehr Platz und kosten demnach auch mehr.

    Das ist ja löblich bei euch. Aber warum haben die das geändert?

    Ist das in allen Krankenhäusern so das es solche Vorrichtungen gibt? Ich habe nicht von deinem Haus gesprochen.

    Richtig. Wie häufig kommt es aber zu Infektionen die eine längere Verweildauer verursachen? Wie sind die Kosten in Relation zu den Patienten die nicht entlassen werden können weil sie dehydriert sind?

    Warum habe ich den Eindruck das du dich angegriffen fühlst? Was ist falsch an dem was du in deinem Posting zitierst?

    Gruß
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    These: Erhöung des Infusionsmittelverbrauchs durch- gesichert:
    - Verkürzung der Liegedauer- Beschleunigung der Prozesse
    - Erhöhung der Fallzahlen bei erhöhtem CMI

    These: Erhöung des Infusionsmittelverbrauchs durch - fraglich:
    - Reduzierung des Pflegepersonals

    Zusätzlicher Klärungsbedarf bezüglich Kosten:
    - enteral: Transport, Lagerkosten, Geschirr, Personal
    - parenteral: Transport, Lagerkosten, venöse Zugänge, Infusionssysteme u.ä., Personal, Infektionskosten aus katheterassoziierten Infektionen

    Elisabeth
     
  20. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,
    die Preise habe ich dem I-net entnommen:

    NaCl 0,9% 1000ml - 7,69 Euro (Klinik kauft günstiger ein, das ist klar)
    Infusionssystem: 0,99 Euro

    Mineralwasser: 1000ml 0,29 Euro

    Schönen Tag
    Narde
     
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