Vorstellungsgespräch: Stellenwert des Berufes in der Gesellschaft

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von Eisblume, 29.01.2006.

  1. Eisblume

    Eisblume Newbie

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    Hallöchen,

    ich habe am Mittwoch ein Vorstellungespräch in einer Klinik, mir wurde der Tipp gegeben dass die dort sehr gerne die Frage nach den Stellenwert stellen, also was ich denke, welchen Stellenwert der Beruf in der Gesellschaft hat??

    Was denkt ihr?
     
  2. YouAndMind

    YouAndMind Junior-Mitglied

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    Was denkst du?
     
  3. Eisblume

    Eisblume Newbie

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    Im Krankenhaus selber denke ich dass die Schwestern mind. genauso wichtig sind wie der Arzt, immerhin haben sie rund um die Uhr mit dem Patienten zu tun.. also haben sie im Krankenhaus einen riesengroßen Stellenwert, aber in der Gesellschaft?? Glaube ich kaum einen?
     
  4. Binie

    Binie Newbie

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    Stellenwert des Pflegeberufes in der Gesellschaft

    Hallo Eisblume,

    genau diese Frage hatten wir schon mal in unserem Unterricht und zwar gleich im Einführungsblock zu Beginn der Ausbildung.

    Wir sind durch Erarbeiten dieses Themas und einer extra durchgeführten Umfrage zu dem Ergebnis gekommen, dass die Ansichten der Leute über den Pflegeberuf oft leider nicht besonders gut sind , der Stellenwert also nicht sonderlich hoch ist.
    Viele Leute sind wohl beeinflusst von Krankenhausserien wie Sr.Stefanie und solchen Sachen und meinen, die Schwestern und Pfleger verteilen Essen, waschen Patienten und dienen der Ärzteschaft....sonst nicht viel, sie hätten Zeit zum Kaffee trinken und mit den Leuten zu quatschen usw.

    Man kann nur selbst dazu beitragen, wenn man in diesem Beruf tätig ist, dieses Bild in der Bevölkerung zurechtzurücken.
    Wenn die Leute mal als Patienten selbst in der Klinik waren, dann sehen sie vieles wieder anders und ändern ihre Meinung.

    Ich wünsch dir viel Glück beim Vorstellungsgespräch !

    Liebe Grüsse
    Binie
     
  5. Emily The Strange

    Emily The Strange Senior-Mitglied

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    Hallo,

    ich hatte letztens mal das Ergebnis einer Umfrage in den Händen, in der der Stellenwert des Pflegepersonals in der Gesellschaft nach dem des Arztes auf Platz 2 lag (Politiker waren übrigens an letzter Stelle). Ich denke aber auch, dass die Mehrheit den Beruf verkennt (eben einmal die Schwester Stefanie-Mentalität, aber auch Bettpfannenentsorger), aber andererseits auch großen Respekt entgegen gebracht wird. Höre dich mal um, wieviele Leute es sich vorstellen können, mit kranken und/oder sterbenden Menschen umzugehen und sie auf diesem Weg zu begleiten. Diese Arbeit ist anerkannt, aber wenige können es sich vorstellen, diese durchzuführen.

    Viel Erfolg bei deinem Vorstellungsgespräch,

    Emily

    P.S.: YouAndMind: Gute Frage übrigens!
     
  6. Eisblume

    Eisblume Newbie

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    Vielen Lieben Dank :-) ) ) )

    Ich habe mir nun mal ein bisschen was zusammen geschrieben, was meint ihr kommt es der Antwort nahe;) Ist halt eben meine Meinung zu dem ganzen...

    Meiner Meinung nach verdient der Beruf der Krankenschwester in der Gesellschaft viel zu wenig Anerkennung. Es wird meist übersehen wie Anstrengend und Wichtig die Arbeit in der Pflege ist. Viele Menschen Belächeln diesen Beruf, weil sie nicht wissen was für Anforderungen man ausgesetzt ist. Die eigentliche Arbeit, wird gerne übersehen. Ein Großteil der Gesellschaft sind der Meinung dass die Ärzte das wichtigste Personal in einer Klinik sind, doch minderstens genauso wichtig sind meiner Meinung nach die Krankenschwestern, die für die Genesuung der Patienten zuständig sind, die sie Pflegen, Mobilsieren und Therapieren. Dieser Standpunkt wird von den meisten Bürgern übersehen.
     
  7. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Altenpfleger, Krankenpfleger für die Intensivpflege und Anästhesie (DKG)
    Ort:
    Bavaria
    Akt. Einsatzbereich:
    Anästhesie
    Da kam doch letztes Jahr ein Umfrageergebnis über Berufsprestige heraus.
    Hab HIER mal nen Link.
    Da stehen wir ja nun nicht so schlecht da.
    Ich denke auch, dass sich das Ansehen in der Öffentlichkeit bessert. Leider tragen natürlich Serien wie Schwester Stefanie und Co nicht gerade dazu bei, dass unser Beruf gut dargestellt wird, aber es liegt ja an einem jedem das zu ändern.
    Und auch Projekte wie intensive72 gehen wohl in die richtige Richtung. Wir müssen nur so weiter machen.
    Und v.a. auch für eine Lobby der Pflege sorgen. Nicht nur klagen, sondern organisieren. Wie einige der Forumuser es schon vergemacht haben, so werde auch ich mich nun registrieren lassen.
    Nur wenn wir endlich repräsentativ vertreten werden, können wir auch was in die richtige Richtung bewegen. Und das sind auch alles Schritte um unseren "Ruf" weiter "aufzupolieren".
    Aber das wichtigste ist und bleibt, dass wir eine qualitativ hochwertige Leistung erbringen. Dann kommt der Rest.
    Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg.
     
  8. Wieland

    Wieland Stammgast

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    Beruf:
    Gesundheits und Krankenpfleger
    Ort:
    Jena
    Akt. Einsatzbereich:
    Innere Medizin (Infektologie / Gastroenterologie)
    Funktion:
    Datenschutzbeauftragter / Sicherheitsbeauftragter
    Der Stellungswert der Pflege in der allgemeinen Bevölkerung ist nach meinen Erfahrungen immer noch nicht sehr hoch. Zwar habe ich die Beobachtung gemacht das die meisten Kranken und Alten Menschen die einen häufigen und engeren kontakt mit Pflegepersonal haben ein positiveres Bild von der Pflege haben, aber das in der breiten Bevölkerung immer noch sehr viel Unverständniss herrscht.

    Pflege wird einfach nicht als professionelle Arbeit gesehen. Dies liegt meiner Meinung nach aber auch teilweise an den Pflegekräften selber die zu selten reflektieren was sie tun und aus welchen Grund.

    Interessant fand ich auch immer die Reaktion auf mein Auftreten. Als Mann (20 Jahre) werde ich immer erst als Zivi oder als Student im Pflegepraktikum eingeordnet (selten mal auch als Arzt). Bei der Aufklärung das ich eine Ausbildung zum Krankenpfleger mache reagieren viele zwar positiv aber wirken auch oft enttäuscht bzw. scheinen mir gegenüber an Respekt zu verlieren (subjektive Wahrnehmung von mir).
     
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