Von Krankenpflegerin zur Altenpflegerin?! Wahnsinn oder ok?

Dieses Thema im Forum "Ausbildung in der Altenpflege und Altenpflegehilfe" wurde erstellt von augenblick_mal, 22.08.2010.

  1. augenblick_mal

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    Also ich stehe gerade vor einem Problem. Ich überlege gerade mir ob es für mich nicht besser wäre in die Altenpflege zu wächseln. Also ich bin momentan bald mit dem ersten Lehrgang in Krankenpflege fertig und ich habe gehört, dass es akzeptiert wird, ab dem zweiten Lehrgangsjahr in die Altepflegeausbildung einzusteigen.

    Was hat mich gedanklich zum Zweifeln in der Krankenpflegeausbildung gebracht?

    Na ja, vor allem, das ständige Wechsel von Patienten. Ich lege viel mehr Wert Patienten über längeren Zeitraum zu begleiten.
    Was noch??
    Hmm, mich stresst das ständige Wechsel von Praxiseinsätzen, wo man sich jedes mal neu anpassen soll. Ich habe gehört dass bei der Altenpflegeausbildung das nicht so extrem sei. Ich weiss zwar auch, dass die AP-Schüler auch einen Einsatz im Krankenhaus absolvieren sollen, aber meißte Zeit sind sie vor Ort in dem Heim, wo sie später auch bleiben können.

    Was haltet ihr davon?
     
  2. scnucky

    scnucky Junior-Mitglied

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    Hallo augenblick_mal,
    also ich habe meine Altenpflegeausbildung erst abgeschlossen, da ein Wechsel vorher nicht möglich war und ich natürlich auch immer daran gedacht habe, sollte ich die GuK Ausbildung vielleicht doch nicht packen, habe ich eine abgeschlossene Ausbildung. MIr ging es im großen und ganzen umgedreht, habe nicht die Geduld tag täglich die selben Leute zu betreuen über Jahre hinweg, doch auch andere Beweggründe haben mich entscheiden lassen in die Krankenpflege zu gehen.
    Für mich ist zumindest derzeit kein Umdenken möglich, ich bin endlich da wo ich gern hinwollte und fühle mich sehr wohl. Zurück in die AP möchte ich derzeit definitiv nicht.
    Ich wünsche dir, das du die richtige Entscheidung triffst, denn diese kann dir keiner abnehmen, nur würde ich sagen, warte auf jedenfall erst mal den Einsatz im Altenheim und in der amb Pflege ab und nur mal zu bedenken, du kannst auch wenn du ausgelernt hast ins Altenheim gehen zum arbeiten. Mir gefällt der ständige Wechsel eigentlich ganz gut, finde nur die Einsatzlänge (6 Wochen pro Station) viel zu kurz, man hat sich grad eingelebt und kommt gut zurecht und dann muss man schon wieder gehen. So geht es mir nun mal wieder habe noch zwei Wochen, dann ist mein derzeitiger Einsatz schon wieder vorbei und ich möchte dort nicht weg, ist total genial und ich bin jetzt schon traurig.
    Nunja meine Eindrücke.
    So long viel Glück und Erfolg und treff die für dich richtige Entscheidung, nur du wirst als ex. AP nicht so extrem viel Zeit mit Pat verbringen sondern deutlich mehr Zeit mit Dokumentation und Telefonaten etc.
     
  3. Sr. Astrid

    Sr. Astrid Junior-Mitglied

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    Hallo,
    der ständige Wechsel von Stationen ist nötig, damit du innerhalb von den 3 Ausbildungsjahren einen kleinen Einblick in so viele Bereiche wie möglich erhälst. Und auf jeder Station gibt es nochmal für den Fachbereich spezifische Aufgaben.
    Ich an deiner Stelle würde die restlichen 2 Jahre durchziehen und wenn es dir dann immernoch nicht gefällt, kannst du dich nach Ende der Ausbildung in einem Altenheim, Betreutes Wohnen, ambulanter Pflegedienst o.ä. bewerben. Ich finde, mit der krankenpflegeausbildung hast du mehr Chancen auch noch nach einigen Berufsjahren wieder was ganz anderes auszuprobieren.
    Ich wünsch dir viel Glück bei deiner Entscheidung und das du diese dann auch nicht bereuen wirst...
    Lg
     
  4. Flowerpower

    Flowerpower Senior-Mitglied

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    Hallo ich würde auch die Ausbildung durchziehen, dann konntest du überall mal reinschnuppern und wenn es dann immer noch dein Wunsch ist im Altenheim zu arbeiten, dann bewirbst du dich eben in einem Altenheim statt Krankenhaus. GuK werden im Altenheim immer mit Kusshand genommen, so ist es jedenfalls bei uns....

    Lg
     
  5. Taffy

    Taffy Newbie

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    Halli Hallo
    also ich hatte gerade einen Einsatz im Altenheim und ich war geschockt wie dort gearbeitet wird! Die Bewohner tun mir nur leid. Und nach diesem Einsatz weiß ich das ich niemals ins Altenheim gehn will! Als GuK ist mir dort auch zu wenig medizinisches, es war ausschließlich nur Pflege. Waschen...essen...Toilette... essen...toilette...waschen...schlafen... das wars!!!! vielleicht hab ich es schlecht getroffen aber auch meine kurskolleginnen empfanden es so!!!

    Lg überlegs dir gut ...:nurse::flowerpower:
     
  6. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Ich würde mir das auch sehr gut überlegen.

    Es ist auch nach der Ausbildung einfacher als GuK in einem Heim zu arbeiten wie als AP im KH. Zumindest ist einfacher, eingestellt zu werden.

    Wem das Heim zu heftig ist, der kann sich auch überlegen, seine AP - Ausbildung im amb. Dienst zu machen.

    Aber wenn du jetzt in der GuK Ausbildung bist, mach lieber noch 2 Jahre die Augen zu und durch und fang danach im Altenheim an. Auf jedenfall wechsel nicht ohne ein - bis zwei Probearbeitstage, um zu sehen, ob das auch was für dich ist.

    lg
     
  7. Mendacious

    Mendacious Newbie

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    Bei den den Ausbildungen "Gesundheits- u. Krankenpflege" und "Altenpflege" handelt es sich um 2 Ausbildungen, die mit einem 3 jährigem Pflegeexamen enden.
    Sicherlich gibt es katastrophale Pflegeheime und auch schöne und ich kann mir vorstellen das es viele KS/GuK's hier gibt die schlechte Erfahrungen gemacht haben in Altenheime. Jedoch ist es nicht überall so.
    Die Arbeit in Pflegeheimen (da wo es richtig läuft) ist nicht leichter als die im Krankenhaus und auch nicht unfachlicher. Sie ist einfach eine andere.
    Ich bin gerade beim Abschluss meiner 3jährigen Ausbildung zum AP in einem Pflegeheim. Als ich im Krankenhaus arbeitete wurde ich oft gefragt warum ich nicht GuK lernen würde. Das ich oft antwortete das ich AP werden und bleiben wolle, stieß oft auf irretierte Gesichter und auf unwissen. Viele wussten einfach nicht, das ein AP keine schlechterer GuK ist, sondern einfach eine andere Pflegefachkraft.

    In der Praxis habe ich dann oft bei Kollegen aus der Gesundheits- u. Krankenpflege erlebt, dass dann oft Defizite vorhanden waren (auch beim Fachlichen bzgl. des Geriatrischen) wo dann Nachholbedarf war, für Sachen die für einen AP selbstverständlich waren. Einem AP im Krankenhaus würde es warscheinlich genauso gehen.
    Versteht mich nicht falsch, AP vs. KS diskussionen gehen mir mittlerweile auch ziemlich auf den Geist; ich will hier keinen als besser o. schlechter Darstellen.

    Mfg Mendacious
     
  8. hanni24

    hanni24 Newbie

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    Also ich kann dir einen kleinen Einblick in meinen Alltag geben, vielleicht hilft es dir weiter da ich selbst die Ausbildung beendet habe und jetzt in einem Altenheim arbeite:

    Inhalte der Ausbildung: in etwa die Gleichen wie in der Krankenpflege, ausgenommen Behandlungpflege und Asisstenz bei ärztlichen invasiven Maßnahmen...(bitte korrigiert mich, wenn ich daneben liege)

    Arbeitsbelastung: erheblich in der Altenpflege erhöht

    Papierkrieg: alles muss mit den Ärzten (die nicht im Haus sind) abgesprochen werden, jeder Termin geplant werden auch mit Friseur und so weiter...also auch wesentlich mehr

    Gehalt: weniger wie in der Krankenpflege

    Bewohnerwechsel: in der Kurzzeitpflege häufig, jedoch weniger wie im KH. Kurzzeitpflege wird jedoch immer häufiger werden

    positiv: Team wächst zu sammen, besser kennen lernen der Bewohner als der Patienten im KH

    Also im Grunde kannst du, falls du es möchtest, die Ausbildung abschließen und anschließend in einem Pflegeheim arbeiten. Du hättest als Krankenschwester außerdem einen Wettbewerbsvorteil, da du bestimmte Dinge machen darfst, die du als Altenpflegerin nicht dürftest.

    Ich wünsche dir bei der Entscheidung viel Glück und alles Liebe.
     
  9. Bully1959

    Bully1959 Poweruser

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    hallo
    ich kenne auch beide Bereiche und würde dir empfehlen auf jeden Fall die Ausbildung zu machen, danach kannst du entscheiden, denn eins weiß ich Pflegenotstand triffst du in beiden Einheiten aber als exam. Krankenschwester hast du wenigstens in Altenheimen den besseren Stand, wenn du dann im Altenheim arbeiten möchtest, ist es doch O.K.
    Viele Grüsse
    Bully
     
  10. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    Frag doch mal in Deiner Schule nach, ob es für Dich die Möglichkeit gibt, mal einen Einsatz in einem Pflegeheim zu machen. Dann könntest Du Dich vorab vergewissern, dass die Altenpflege Dir wirklich mehr liegt.
    Einen Wechsel würde ich Dir auch nicht empfehlen. So wie es aussieht, wird die Ausbildung sich in Richtung Generalistik verändern. Dann wird es sicher auch vermehrt Fortbildungsangebote für geriaqtrische Pflege geben, so dass Du Dich nach der Krankenpflegeausbildung weiter qualifizieren kannst.
     
  11. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Mit Ausnahme einer beruflichen Tätigkeit im Ausland und der Gründung eines ambulanten Pflegedienstes darf eine Altenpflegerin genauso viel oder wenig wie eine GuKP. Gerade da Du offensichtlich mit diesen zusammenarbeitest, solltest Du das wissen.

    Ich stelle mir den Wechsel innerhalb der Ausbildung sehr schwer vor. Am ehesten würde das auf einen Ausbildungsabbruch und einen Neubeginn im anderen Beruf bedeuten. Ich würde die begonnene Ausbildung abschließen (an vielen Schulen schnuppern auch die Altenpflege-Azubis in mehrere Abteilungen). Danach hast Du, wie schon gesagt, auch die Möglichkeit, im Altenheim zu arbeiten. Die Stellenaussichten dort dürften sehr gut sein.
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Das stimmt nur bedingt. Wenn es sich um medizinische Aspekte wie z.B. die Versorgung von Beatmungspat..

    Geht es um die Versorgung von z.B. dementen Bew. dürfte der AP glatt im Vorteil sein.

    Wir sollten endlich davon wegkommen, dass die Altenpflegeausbildung net das gleiche Niveau hat wie eine Krankenpflegeausbildung. In D gibt es immer noch die Ausbildung gemäß dem zukünftigen Einsatzgebiet. Früher gabs nur Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege. Mittlerweile kommen OTA und I-PK hinzu. Und es dürfte weitergehen mit der Aufsplittung. Das deutsche Phänomen ist dummerweise net international anerkannt.

    Ergo: wenn man in D bleiben will und sich mehr der Betreuung alter Menschen verbunden fühlt und mit dem Krankenhausbetrieb nix abgewinnen kann- der ist In D in der Altenpflegeausbildung bestens aufgehoben.

    Kann man sich eigentlich das erste Ausbildungsjahr Krankenpflege auf die Altenpflegeausbildung anrechnen lassen und somit eine verkürzte Ausbildung bestreiten?

    Elisabeth
     
  13. scnucky

    scnucky Junior-Mitglied

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    Grundsätzlich kann man sich die gesamte Altenpflegeausbildung anrechnen lassen. Wär hier bei mir in Hessen an der Schule für Guk´s ein gesamtes Jahr was ich verkürzen könnte. Ich selber sehe es aber so, das es mir zu stressig ist, soviel noch nebenbei zu pauken und mir selbst zu erarbeiten nur um etwas in eher ins Examen gehen zu können. Ich bleibe bei meinen drei Jahren und gut ist und hab dann lieber ein relativ entspannt erarbeitetes gutes Examen als eins unter Stress und damit wahrscheinlich auch noch weniger gut.
    Also wer Lust zu hat, stellt Antrag bei Schule und Rp und darf dann meist verkürzen. KPH dürfen hier ein 1/2 Jahr verkürzen, bei uns an der Schule. AP ein ganzes.
     
  14. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Stop - du redest von etwas anderem. Eine bereits abgeschlossene Ausbildung darf auf Antrag auf die nächste Ausbildung angerechnet werden - so steht es im Gesetz. Für begonnene und dann abgebrochene Ausbildungen trifft das so nicht zu.
     
  15. Nagashin

    Nagashin Newbie

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    Nochmal meine Erfahrung im Bezug zur Kernfrage:

    Also ich habe meinen GuK mit der grundsätzlichen Absicht gemacht später wieder in die Altenpflege zu gehen.

    Warum?

    Ich habe mir die Ausbildungsinhalte genau angesehen (Einteilung der Stundenkontigente) und empfand ehrlich die GuK Ausbildung als vor allem fachlich intensiver. Ich war / bin einfach nicht der Fan von Beschäftigungseinheiten ... in meinem Zivildienst und auch in meiner jetzigen Einrichtung machen das primär gelernte Ergotherapeuten und jetzt neu Beschäftigungsassistenten.

    Desweiteren wird man durch die vielen Stationswechsel mit vielen verschiedenen Krankheitsdiagnosen konfrontiert und kann dabei immer etwas lernen! Das fehlt bei einer Altenpflegeausbildung (zumindest aus meiner Sicht) halt einfach etwas. Man hat nur die große gerontopsychiatrische (Demenzen, schizophrene Veränderungen... andere Erkrankungen wie Chorea Huntington, Morbus Pic etc ...) Ecke und die gibts auf gewissen Stationen in einem großen Krankenhaus auch zu genüge.

    Man lernt halt viele Aspekte der Pflege kennen. Ich arbeite aber grundstätzlich lieber länger mit Bewohnern zusammen ... darum viel mir nach der Ausbildung die Ablehnung des Arbeitsvertrages relativ leicht (vom KH).

    Als Gesundheits- und Krankenpfleger hatte ich keinerlei Probleme in einem Altenheim (151 Plätze) Fuß zu fassen ... wurde direkt voll akzeptiert und die Umstellung viel mir relativ leicht.

    Medizinisch gibt es halt je nach Einrichtung auch Schwerpunkte ... wir haben relativ viele Bewohner mit Alkoholabusus ... von daher auch ein jüngeres Klientel als in einem reinen Pflegeheim. Von medizinischer Seite werden unsere Pflegefachkräfte hierdurch oftmals genauso gefordert. Die ganzen Untersuchungen fallen halt weg ... das muss einen klar sein ... bei uns kommt dafür wöchentlich der Allgemeinarzt und zusätzlich noch ein Neurologe ins Haus und macht große Visiten (ja im Altenheim ^^). Wir haben sogar eine kleine Praxis integriert.

    Klar gibts solche und solche Heime aber bei der momentanen Arbeitsmarktsituation hat man im Altenpflegefachbereich freie Auswahl.

    Ausserdem empfinde ich die Möglichkeiten, die man in der Altenpflege hat sich weiterzuqualifizieren (auch im Bezug von Förderung durch Arbeitgeber), um einiges rosiger als in der Krankenpflege.

    Wollte immer ins Management und inzwischen habe ich eine 5 Tage Woche und darf mit voller Unterstützung (zeitlich / finanziel) meines Arbeitgebers sogar studieren (glaube in der Krankenpflege hätte ich lange warten können). Klar mach ich nicht mehr direkt Pflege aber durch Pflegevisiten etc. setz ich mich immer wieder mit dem Thema auseinander. Auserdem kümmer ich mich immer noch weiter um die Sorgen und Nöten ... aber wir sind ja grad bei der Ausbildung zur Pflegefachkraft ... war nur ein kurzer Abschweifer.

    Ich würde immer wieder die GuK Ausbildung machen ... es hat mir als Mensch und auch als Pflegefachkraft weiter geholfen. Ich möchte in keinster Weise die fachliche Qualifikation eines examinierten Altenpflegers in Frage stellen (falls es so rübergekommen ist) aber das war mein persönlicher Eindruck vom ganzen Ablauf. Ich bin auch einer derjenigen der eine gemeinsame Ausbildung favorisieren würde und im letzten Jahr eine spezialisierung auf den jeweiligen Bereich ... Altenpflege / Krankenpflege / Kinderkrankenpflege ... etc ... aber naja noch gibt es für alles eine extra Schule.

    Sooo das war jetzt etwas viel aber musste hier auch mal meine Meinung verewigen *g*

    Viel Glück bei deiner Entscheidung, aber egal wie ... beide Ausbildungen haben Zukunft :-)
     
  16. Inti38

    Inti38 Stammgast

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    Hallo
    auch wenn die Altenpflegeausbildung an Qualität deutlich zugenommen hat ist es im Alltag doch so, dass GuK auch problemlos in den Altenpflegeheimen, ambulanten Einrichtungen etc. arbeiten können, wogegen die Altenpfleger doch an die Heime gebunden sind und nur in Ausnahmefällen in KH gehen können wie z.B. Gerontopsychiatrie. Auch in der späteren Qualifikation/ Weiterbildung ist man in der Altenpflege deutlich schlechter gestellt, viele Weiterbildungen sind nur für Guk möglich. Sind Gründe die man bedenken sollte. Nach den drei Jahren kannste ja arbeiten wo du willst! Und in der Altenpflege musst du die verschiedenen Bereiche auch durchlaufen, das kommt auf das Heim an wieviele Bereiche das sind! Und leider ist es so dass in der Altenpflege die Schüler oft als Lückenbüsser missbraucht werden und wie eine volle Kraft auf dem Dienstplan stehen, kommt in der KH Hirarchie nicht so häufig vor....
    Gruss Inti38
     
  17. Kleingeistkiller

    Kleingeistkiller Senior-Mitglied

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    Wir müssen von den Gedanken weg kommen, uns über das "Dürfen" von bestimmten Tätigkeiten zu definieren. Ich wünsche mir das Verständnis vom "Können" und der "Kompetenz" etwas zu bewirken.

    Was das Beispiel einer Beatmungspflege angeht, dürfen das auch GuKs nicht, wenn die kognitive Checkung fehlt.
    Wen allerdings sich eine Altenpflegerin in die Beatmungspflege einarbeitet, die Einweisung nach MPG nachweisen kann, ist sie kompetent, diese Arbeit zu machen und die Veranwortung zu übernehmen.

    Was das Krankenhaus als Arbeitsplatz für Altenpflegerinnen angeht ist es so, dass auch immer mehr Altenpflegerinnen im Krankenhaus beschäftigt werden.
    Im Bereich der allgemeinen Kompetenz zum Thema Pflegeprozess halte ich Krankenpflegerinnen primär kompetenter, da die Pflegedokumentation mit Pflegeplanung einschließlich der Beachtung sämtlicher nationalen Expertenstandards im Pflegeheim alltätglich praktiziert wird. Das gibt es im "normalen" Krankenhaus so nicht.

    Wir können noch viel voneinander lernen. Altenpflegerinnen und Altenpfleger finde ich großartig! ;)


    Gruß KGK
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Nette Umschreibung. Werd ich mir merken. *fg*

    Elisabeth
     
  19. Kleingeistkiller

    Kleingeistkiller Senior-Mitglied

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    mein Fehler: Meine natürlich Altenpflegerinnen und Altenpfleger

    Gruß KGK
     
  20. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Seit wann den das nicht mehr? Ich kenn das nur so, das die Schüler immer eine volle Kraft auf dem Dienstplan ersetzten, egal, ob im KH oder im AH. Auf Praxisanleitung wird leider überall zu wenig wert gelegt. Wofür auch? Klappt doch auch so.:evil1:

    lg
     
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