Vom Pflegeheim zum Fachkrankenpfleger

Dieses Thema im Forum "Fachweiterbildung für Funktionsbereiche" wurde erstellt von Nasonex2001, 20.11.2006.

  1. Nasonex2001

    Nasonex2001 Senior-Mitglied

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    Hallo, bin nach meiner Ausbildung in ein Pflegeheim gegangen, weil der Arbeitsmarkt nichts anderes hergegeben hat. Das ist nun 1 1/2 Jahre her. Ich würde gerne die Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensiv machen. Nun meine Frage. Kommt man da auch ohne irgendeine Vorerfahrung ran. Wenn ich es zum Beispiel selbst finanziere? Weil an 6 Monate Intensiverfahrung wie sie sonst gefordert wird ist es ja fast unmöglich ran zu kommen weil die KH´s ja nur noch fertig ausgebildete nehmen.

    Vielen dank
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Nasonex,

    ohne die 6 Monate Intensiverfahrung ist dies leider nicht möglich.
    Ausserdem brauchst du einen Arbeitsplatz im Krankenhaus, da du während der Ausbildung immer Praxiseinsätze hast.
    Es ist keine rein schulische Ausbildung.

    Du würdest dir auch selbst keinen Gefallen tun, ohne Praxiserfahrung die Weiterbildung zu besuchen. Wir erwarten von unseren Intensivkursteilnehmern ein selbständiges Arbeiten während den Einsätzen und sicheren Umgang mit den Patienten und deren notwendiger Überwachung und Geräten.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  3. Nasonex2001

    Nasonex2001 Senior-Mitglied

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    also ist es bloß wieder für die leute die in der JAV waren und übernommen werden MUSSTEN. Und die anderen (da nutzte mir auch nichts mein Examen mit 1,6) durften zusehen wo sie bleiben. Und einmal raus aus dem KH und dann wieder rein zu kommen ist verdammt schwer.
     
  4. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Nasonex,

    bleib bitte sachlich, das eine hat nix mit dem anderen zu tun. Auch ein JAV-Mitglied kann gekündigt werden.
    Du hast hier gefragt, wie es mit der Fachweiterbildung ist, und dabei sollte das Thema auch bleiben.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  5. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Kann ich so nicht bestätigen.
    Also die 6 Monate Intensiverfahrung werden gefordert und das auch zurecht. Eigentlich zu wenig, ... aber das muss hier ja nicht diskutiert werden.
    Es ist zwar erwünscht, dass man den Fachkurs schon hat, ... aber ich würde mich an Deiner Stelle trotzdem bewerben.
    Es gibt ja auch nicht ausschließlich Fachpflegekräfte auf Intensiv/Anästhesie.
    Und glaube mir, die Erfahrung ist wichtig.
    Und wie narde schon erwähnte, brauchst Du ja auch Einsatzorte für Deine praktsichen Stunden.
    Und nach anderthalb Jahren ist es eh noch zu früh. Bewirb Dich erst mal für Anästhesie oder Intensiv, schnuppere rein, ob es Dir im Alltag auch zuusagt. Und dann kannst Du auch über die Fachweiterbildung nachdenken.
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hier wird immer soviel auf die Intensiverfahrung wert gelegt. Was muss ich mir darunter konkret vorstellen? Welche Grundkenntnisse muss der angehnde Fachpfleger mitbringen in die Weiterbildung?

    Elisabeth
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Elisabeth,

    eine interessante Frage aus deiner Tastatur.
    Ja, was muss er vor der Fachweiterbildung können, in meinen Augen:

    Sicherer Umgang mit beatmeten Patienten
    Sicherer Umgang mit Geräten der Intensivstation.
    Sicheres und souveränes Handeln in Notfallsituationen
    Kennen der gängigen Medikamente seines Bereiches.
    Schreiben einer Pflegeplanung für einen Intensivpatienten
    Umgang mit Angehörigen und Patienten in schwierigen Situationen.
    Kennen der Pflegekonzepte seines Hauses.

    Das ist jetzt sicher nicht komplett und anderen fällt noch viel mehr ein als mir.

    Ähm, Elisabeth und jetzt frag bitte nicht, was er dann noch in der FWB lernt, das weisst du selbst am Besten - sie ist und bleibt sehr Medizinlasting, wenn man das so sagen darf/kann.

    Schönen Abend
    Narde
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich überlege gerade- und deshalb hab ich die Frage gestellt- wie sieht das aus, wenn ich in einem Bereich arbeite der z.B. Beatmungspat. beinhaltet- aber keine Intensivtherapiestation ist? Wie sieht es aus mit Kollegen die in ambulanten Intensivpflegediensten arbeiten? Wie sieht es aus mit Kollegen aus Pflegeheimen mit Intensivpflegepat. inklusive Beatmung?

    Ist das entscheidende der Zulassungsvoraussetzung der kurrative Ansatz der Intensivtherapie? Das wäre heutzutage schon fast überholt. Palliative Ansätze kommen zunehmend auch in den Intensivbereich.

    Ich finde die Begründung: mach mal erst 6 Monate Intensiv ein wenig altbacken. Zumal ich selbst im Kollegenkreis Leute kenne, der "nur" mit wenigen Erfahrungen in der Überwachung in die Intensivausbildung gingen und ihren Weg gemacht haben- der Abschluss war z.T. besser als bei manchen alten Intensivlern aus den Kursen. Und verschenkt wurde da nix- im Gegenteil.

    Ich sehe für Nasonex eher das Problem der Freistellung für die geforderten Praktika. Da muss der AG mitgehen- zumal es sich ja nicht um ein paar Tage sondern um etliche Wochen handelt. Der theoretische Unterricht ist der kleinste Teil der frei gestellt werden muss.

    Elisabeth
     
  9. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Elisabeth,
    verstehe ich dich jetzt richtig? Du bist der Ansicht, dass man ohne jegliche Intensiverfahrung die FWB besuchen können sollte?

    Vom Theoretischen her ja, aber in den Praktikas erwarte ich einen Intensivkursteilnehmer, bei dem ich nicht bei "Adam und Eva" anfangen muss, wenn er den ersten Tag auf Station kommt.

    Erinnere dich doch mal an deine FWB zurück, ich wurde auf den meisten Stationen einen Nachmittag eingearbeitet und dann musste ich alleine mit den Situationen zurecht kommen. Gut, mittlerweile erhalten die Teilnehmer bei uns ca. 3 Einarbeitungstage, aber wie soll jemand ohne Erfahrung nach 3 Tagen einen beatmeten Patienten übernehmen? Ja, es sind nicht alle beatmet, das stimmt, trotzdem muss der TN am Ende der Weiterbildung seine praktische Prüfung an einem beatmeten Patienten ablegen.

    Schönen Abend
    Narde
     
  10. flexi

    flexi Administrator
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    Hallo zusammen,
    wenn ich Nasonex richtig verstanden habe, möchte er weiter nix als einen Arbeitsplatz in einem Allgemeinkrankenhaus, wo er die für die Zulassung zur FWB geforderte Voraussetzung "6 monatige Intensiverfahrung" sammeln kann.

    Er beklagt eigentlich den Mangel an Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung aufgrund des allgemeinen Stellenmangels.
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @narde
    ich habe meine FS vor 10 Jahren gemacht- zu einer ganz anderen Zeit und ich hatte einen sehr guten Mentor in meinen 4 Wochen Intensivpraktikum.

    Bewußt hatten eine Kollegin und ich uns für ein Praktikum in den Altbundesländern entschieden.
    Ich hatte keine Ahnung von den Beatmungsgeräten- solche gabs damals bei uns noch gar nicht. Ich hatte keine Ahnung von der Übrwachungstechnik- wir hatten eine andere. Ich hatte keine Ahnung von den Medikamenten- wir hatten einige Inhaltsstoffe, die hießen bei uns aber ganz anders. Ich kannte die Krankheitsbilder nicht.
    Die ersten drei Tage habe ich nur zugeschaut um wenigstens halbwegs durchzusehen. Einen Pat. alleine versorgen- nach 4 Wochen, als wir gefahren sind, war dann langsam die Sicherheit wieder da. Für das Praktikum sicher zu spät.

    Was habe ich gelernt? Als allererstes, dass die Kollegen aus dem Westen sehr nett und aufgeschlossen sind. Ich habe in den 4 Wochen mehr gelernt, als in den darauffolgenden Anästhesiepraktika. Der Kollege hat seinen Mentorjob sehr ernst genommen. Er hat viel von seinem Fachwissen abgegeben. Ich war auf der station nicht der Ersatz für eine nicht vorhandene Pflegekraft- wie gesagt, es waren andere Zeiten.
    Das ich so denke und handele, wie ich es heute tue- Pflege als etwas wertvolles wahrzunehmen und selbstbewußt Pflegefachwissen zu verteidigen- dafür sind die Grundsteine in diesem Praktikum gelegt worden.

    Eine Fachschwesternweiterbildung, die als Ziel hat theoretisch kleine Ärzte auszubilden und deren Paxiseinsätze dazu dienen den Personalnotstand zu beseitigen klingt in meinen Ohren irgendiwe sehr eigenartig.

    @flexi
    Es ist ein Jammer, dass die jungen Kollegen, die uns in wenigen Jahren ablösen sollen keine Möglichkeit haben sich fahclich weiter zu bilden. Eine Lösung fällt mir dazu aber derzeit auch nicht ein. Gabs da nicht in Dänemark mal so ein Modell, wo Kollegen ein "Urlaubs"jahr einlegen konnten und in der Zeit andere Kollegen die Möglichkeit hatten den Platz zu besetzen und sich ggf. aich weiter zu bilden???


    Elisabeth
     
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