Virtuelle Lerngruppe Baden-Württemberg

Dieses Thema im Forum "Rund um die Abschlussprüfung (Examen)" wurde erstellt von kräuterfrau, 17.01.2014.

  1. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Ich stelle Euch gleich ein Fallbeispiel und ihr könnt dann nach Schema ABCD los legen.

    Datenschutz: Alle Namen sind von mir frei erfunden und die Fallbeispiele haben nie im klinischen Bereich so statt gefunden.
     
  2. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Fr. Maria Mustermann, 40 Jahre alt, lebt in einer Einrichtung, die sich auf rehabilitativ-therapeutische Betreuung von Wachkomapatienten spezialisiert hat.

    Vor drei Jahren erlitt Maria Mustermann während eines Federballspiels einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Die Freunde begannen sofort mit einer Herzdruckmassage und alarmierten den Notarzt, dem es nach 20 min gelang sie wiederzubeleben. Sie lag über viele Wochen auf der Intensivstation. Es stand nicht gut um sie. Nach 5 Wochen konnte sie vom Beatmungsgerät entwöhnt werden. Seither atmet Maria Mustermann spontan. Die Ursache für den Herz-Kreislauf-Stillstand konnte nie geklärt werden.
    Nach sechsmonatiger Rehabilitation ohne sichtbare Fortschritte wurde sie in dei Spezialeinrichtung verlegt.
    Sie lebt nun seit zweieinhalb Jahren in der Einrichtung für Wachkomapatienten. Sie kann sich verbal nicht äußern. Ihre Unzufriedenheit ist jedoch an unruhigem Nesteln und Lautieren wahrnehmbar. Anfangs reagierte sie bei der Körperpflege mit starker Unruhe. Das Team erkannte bald, dass sich Maria Mustermann ungerne von männlichen Pflegepersonen berühren lassen möchte. Aus diesem Grund betreuen sie seither zwei weibliche Bezugspflegekräfte. Maria Mustermann wirkt ruhiger und ausgeglichener.
    Sie neigt zu Beugespastiken an allen Extremitäten. Wenn sie länger als drei Stunden in einer Position bleibt, kann es zu Rötungen an prädisponierten Stellen wie Ellenbogen, Fersen, Schultern kommen.
    Die Ernährung erhält sie über eine perkutane Gastrostomie. Die ballaststoffreiche Sondenkost verträgt sie nach anfänglichen Schwierigkeiten gut, neigt jedoch zu Obstipation. Der urin wird über einen suprapubischen Katheter abgeleitet. Beide Einstichstellen sind derzeit reizlos.
    Vormittags und nachmittagts sitzt sie für jeweils 2 Stunden im Mobilisationsstuhl am Fenster. Hier wirkt sie immer sehr zufrieden. Es scheint, dass sie das Treiben im Garten beobachtet.
    Ihr älterer Bruder besucht sie einmal im Monat. Die Besuche sind kurt, denn es fällt ihm schwer, die Situation seiner Schwester zu ertragen und zu akzeptieren. Er erzählt immer wieder, dass seine Schwester als Sekreträrin in einem großen Autokonzern arbeitete. Zum Ausgleich für ihren stressigen Alltag spielte sie mit Freunden Federball, ging gerne tanzen und besuchte, wenn es sich ergab ABBA-Tribute- Veranstaltungen. An den Wochenenden kochte sie leidenschaftlich gerne nachr Rezepten der mediteranen Küche. Ihr damaliger Lebensgefährte brachte ihr von seinen Geschäftsreisen ihr Lieblingsparfüm mit. Sie legte immer Wert auf ein gepflegtes Äußeres.
    Von damaligen Freundeskreis erhält sie noch von einer Freundin regelmäßig Besuch. Sie begrüßt Marie jedes Mal mit einem Streicheln über die Wange und bringt eine Kleinigkeit mit. Nach den Besuchen ihrer Freundin, wirkt Maria immer sehr entspannt.


    A Analyse der Situation
    a) Theoriegeleitete Analyse der Situation
    b) Benennen Sie die spezifischen Probleme, die von der Pflegeperson zu bearbeiten sind.

    B Aufgaben für die Pflegeperson(Was?)
    Welche Aufgaben stellen sich für die Pflegeperson, die Frau Mustermann in dieser Einrichtung betreut?

    C Lösung der Aufgaben durch die Pflegeperson(Wie?)
    Erstellen Sie einen Pflegeplan für Frau Zeller für den Zeitraum einer Woche unter Berücksichtigung rehabilitativ-therapeutischer Aspekte. Zeigen Sie auf welche Ziele sie mit den jeweils beschriebenen Interventionen verfolgen.

    D Begründung des Vorgehens (warum?)

    Begründen Sie ihr Vorgehen mit

    a)Pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen einer Theorie bzw eines Pflegekonzepts
    b) Pflegerelevanten Erkenntnissen einer Bezugswissenschaft



    So. Das ist etwas, was theoretisch für den Tag 2 passt. Allerdings ist das Examensbeispiel meistens bisschen einfacher.

    Ich bin gespannt auf Eure Lösungen. Stellt sie gerne hier in den Thread.


    Ich bitte, dass das hier nicht in einer Diskussion über Sinnhaftigkeit des Fallbeispiels ausartet. Man findet schwer welche und muss sich damit zufrieden stellen.
     
  3. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Hier können auch fachliche Fragen geklärt werden und daüber gerne diskutiert werden.
     
  4. Läuferin

    Läuferin Newbie

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    Aber ich hab doch gerade die Prüfung geschrieben! Bald ist mündliche Prüfung.
     
  5. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Selbstverständlich sind auch die Fragen zu der mündlichen Prüfung hier willikommen. Allerdings eher fachlicher als struktureller Natur. Ich bemühe mich auch die Fallbeispiele aus den mündlichen zu finden. Irgendwo habe ich 3
     
  6. NOVA27

    NOVA27 Junior-Mitglied

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    Damit es nicht durcheinander wird, schlage ich vor je ein topic Mündliche und je eins Schriftliche für Ba-Wü.
    Ich hab auch einige Mündliche Beispiele und kann sie zur Verfügung stellen
     
  7. Sa_93

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    Hey ihr Lieben,

    ich habe nun eine Lösung an kräuterfrau per privat Nachricht zugesandt, bin schon gespannt :D
    Nun zu meiner Frage... und zwar gibt es hier jemanden, der eine kompakte Zusammenfassung über das Qualitätsmodell nach Donabedian besitzt?? Würde mich sehr freuen :-)
    Lg Sabrina
     
  8. NOVA27

    NOVA27 Junior-Mitglied

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    @Sabrina Vielleicht hilft dies:
    Avedis Donabedian veröffentlichte 1966 seine auf dem amerikanischen Gesundheitswesen basierenden Überlegungen zur Umsetzung von Qualität in der Sozialen Arbeit. Er definierte Qualität innerhalb des Gesundheitswesens als: „Grad der Übereinstimmung zwischen den Zeilen des Gesundheitswesens und der wirklich geleisteten Versorgung“ Zur Differenzierung des Qualitätsbegriffes entwickelte Donabedian die drei Kategorien:
    Structure (Struktur- bzw. Potenzial): Qualität sämtlicher Rahmenbedingungen und Ressourcen, die zur Umsetzung/Durchführung der Pflege notwendig sind - sachlichen (z.B. bauliche und technische Einrichtungen), organisatorischen (Arbeitskonzepte) und personellen (Aus- und Weiterbildungsstand des Personals)
    Ohne diese ist es nicht möglich angebotene Leistungen adäquat durchzuführen bzw Prozesses oder Ergebnisse im geeigneten Maß zu erfüllen.
    Process (Prozess- bzw. Durchführung): Qualität aller Abläufe der Entstehung einer Dienstleistung. Art, Umfang und Ablauf einer Pflegeleistung z.B. Durchführung einer Beratung, Aufnahmeverfahren, Betreuungsplanung, Betreuungsumsetzung.
    Wenn Prozesse nicht ausreichend beschrieben sind, hat das Ergebnis zu viele Variablen.
    Outcome (Ergebnis bzw. Produkt): Gesundheits- und Zufriedenheitszustand als Ergebnis der Pflegeleistung - Ergebnis wird z.B. anhand von Veränderungen bei Patienten oder Klienten gemessen.
    Hier wird der Grad der Übereinstimmung mit den Anforderungen überprüft.
     
  9. Sa_93

    Sa_93 Newbie

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    Vielen Dank! Das könnte ich gut für Donnerstag nehmen :-) werde es gleich mit meiner Definition vergleichen.
     
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