Verletzung durch defektes Patientenbett

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Brittamueller, 25.08.2013.

  1. Brittamueller

    Brittamueller Newbie

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    Hallo

    ich arbeite in der Heimbeatmung, einer Einheit mit unter 5 Bewohnern. Ein Patient hat ein Bett, welches schon seit 3,5 Wochen defekt ist (die Hoehe kann nicht mehr eingestellt werden). Es werden Ersatzteile fur das Bett per Post geschickt, die aber jedes mal die falschen sind. Die taegliche Pflege am Bett dieses Patienten gestaltet sich fuer mich, die ich sehr gross bin als belastend. Ich musste die Beine graetschen um den tief liegenden Patienten versorgen zu koennen. Dabei presste ich mein Knie fest gegen das Bettgitter und bog es oft auf unnatuerliche Weise durch. Vor einigen Tagen schwoll das Knie an und mich durchzuckten stechende Schmerzen. Ich habe auf anraten einer Kollegin die Arbeit vorzeitig verlassen und mich in der Ambulanz vorgestellt. Es wurde ein Miniskusschaden festgestellt, welcher operiert werden muss. Ist dies ein klassischer Arbeitsunfall, der der Berufsgenossenschaft gemeldet werden sollte? Was kann mich erwarten?
     
  2. matras

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    Meldung ja, Anerkennung als berufsbedingte Krankheit sehr unwahrscheinlich. Es war bestimmt eine Vorschaden oder Verschleiß des Meniskus vorhanden, die durch die von Dir beschriebene Tätigkeit forciert wurde.
    Aber das ist jetzt schon spekulativ, lass es einfach auf Dir zukommen. Die OP stellt normal die ehemalige Beweglichkeit wieder her und Du kannst das Bein normal bewegen und belasten. Also noch keine Frührente..... ;)
     
  3. Maniac

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    Ich möchte nur erwähnen, dass der "Unfall" nicht vom Defekt des bettes kommt-

    Bei nicht höhenverstellbaren Betten, wäre die Ausgangslage dieselbe.
     
  4. Brittamueller

    Brittamueller Newbie

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    Danke fuer den Kommentar, Matras. Ich denke auch, das das Knie wieder in Ordnung kommt. Auf eine Fruehrente habe ich nicht spekuliert, dafuer arbeite ich viel zu gerne :-)
     
  5. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Das war auch im "Übertreibmodus" geschrieben und daher nicht ernstzunehmen.....
    Deshalb auch das Smiley!
     
  6. band1

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    Frührente, kriegst du doch in unserem Job eh nicht so schnell...(da müsstest du glaub ich schon zum Dienst robben :verwirrt:)..ich würde es trotzdem melden der Berufsgenossenschaft, du weisst ja nicht, ob dein Knie intakt bleibt. Aber hättest du nicht gleich zur richtigen Aufnahme (falls Arbeitsbedingter Unfall) in die Notaufnahme oder zum Durchgangsarzt gehen müssen???
     
  7. Brittamueller

    Brittamueller Newbie

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    Ich habe es dem Arzt so beschrieben wie es vorgefallen ist. Er hat dann eine Meldung an die Berufsgenossenschaft gemacht. Spaeter, am Montag beim Unfallarzt wurde mir dann gesagt, das das MRT und die Woche Krankschreibung auf die Berufsgenossenschaft geht, alles Weitere dann auf die Krankenkasse. Eigentlich ist es mir auch recht peinlich. Schliesslich will ich nicht auf die Fruehrente spekulieren. Bin froh bald wieder fit im Job zu sein.
    Bekomme wahrscheinlich eine Schiene, womit das Knie stabil gehalten wird, weil ich das Gefuhl habe viele lose Baukloetzchen im Knie zu haben. Also ... alles halb so wild, wird schon wieder. Nochmals, vielen Dank fuer Eure Unterstuetzung und lieb gemeinten Tips :-)
     
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