Verhalten verstehen!?

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von Grittlie, 09.11.2012.

  1. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    28.08.2008
    Beiträge:
    93
    Zustimmungen:
    0
    Nachdem ich mehrfach beobachten konnte,das mein Schwiegervater Probleme mit seiner Unterschrift hatte,habe ich mir ein Herz genommen und ihn darauf angesprochen.
    Erstmal hatte er nach Ausreden gesucht(schlechte Unterlage,ect.)Dann wollte er ein Blatt Papier und fing an seine Schrift zu üben.
    Erst ohne Brille,dann mit Brille.
    Nach und nach mußte er zugeben,das ich Recht hatte.
    Ich habe ihn dann gefragt ob er sich mal Gedanken dazugemacht hätte,wenn er irgentwann nicht mehr Unterschreiben könnte.
    Er schüttelte den Kopf und meinte nein!

    Dann habe ich ihn darauf angesprochen,das er auch mit seinem Erbe nichts geregelt hätte.
    Mein Schwiegervater hat drei Söhne.Ich lebe mit meinem Mann und unseren Kindern in seinem Haus.
    Mein Mann sollte das Haus erben(so war es mal ausgemacht gewesen)
    Allerdings reagierte er darauf unwirsch und meinte *Das mache ich noch*.

    Mein Schwiegervater ist 90.Nur noch Haut und Knochen.Schwer herzkrank.Man weiß nicht wie lange er noch leben wird.
    Bei zwei Kindern bekommt man da Existenzängste und der Mann macht sich über nix Gedanken!

    Was können wir tuen??
     
  2. jalda

    jalda Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    14.12.2009
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    ab 01.4.13 Azubi Krankenpflege
    Vielleicht will dein Schwiegervater gar nicht euch das Haus überlassen. Immerhin hat er 2 andere Söhne und denen gegenüber wäre das schon unfair, vielleicht traut er sich deshalb nicht die Sache zu erledigen und schiebt es immer weiter auf.
     
  3. kleiner-Schussel

    kleiner-Schussel Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    19.11.2007
    Beiträge:
    145
    Zustimmungen:
    0
    Was könnt ohr machen?
    Ihr könnt ihn fragen, ob er Unterstützung braucht, um z.B. einen Anwalt aufzusuchen.
    Ihn fragen,ob es immer noch sein Wunsch ist, euch das Haus zu vererben (Was bekommen die anderen Söhne?)
    Ihm schildern, dass du dich unsicher fühlst, und dass es dir Sicherheit geben würde, wenn alles geregelt ist.
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.445
    Zustimmungen:
    215
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Bezüglich der rechtlichen Situation würde ich Deinem Mann, Deinem Schwiegervater und Dir raten, einen Notar aufzusuchen. Dein Schwiegervater hat drei Söhne und kann meines Wissens nicht zwei davon komplett vom Erbe ausschließen. Ihr braucht deshalb die Beratung eines Fachmanns, und auf diesem Gebiet sind wir das falsche Forum.

    Eine andere Möglichkeit, die Deinen Schwiegervater schonen würde - die drei Söhne regeln das, ebenfalls mit juristischer Beratung, miteinander und sorgen dafür, dass Deine Familie zumindest eine gewisse Zeit das Wohnrecht behält. Ich weiß natürlich nicht, inwieweit sich Dein Mann da mit seinen Brüdern einig werden kann.

    Was das Verhalten Deines Schwiegervaters angeht: Sind dir die Sterbephasen nach Kübler-Ross ein Begriff? http://christoph-student.homepage.t-online.de/Downloads/Sterbephasen.pdf

    Ich habe den Eindruck, dass er sich momentan in der Phase der Verhandlung befindet. Er kann seinen Verfall nicht mehr leugnen, aber er hofft, die Konsequenzen daraus lassen noch eine Weile auf sich warten.
     
  5. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    28.08.2008
    Beiträge:
    93
    Zustimmungen:
    0
    Danke Claudia,für deinen Link.Habe ihn mir durchgelesen und alles wiedergefunden.Das seltsame ist,das der Schwiegervater schon immer so war!Nur im gesunden Zustand.
    Ja,mein Mann soll das Haus bekommen.Nur verstehe ich nicht,warum das nicht schon viele Jahre früher gemacht wurde.Und am Ende nicht mal jetzt!
    Das das nur ein Notar regeln kann,ist mir bewußt.Ich wollte nur das Verhalten meines Schwiegervaters verstehen.
    Denn wie kann jemand,der so an seinem Haus hängt,riskieren,das weder Rechnungen noch Unterlagen irgentwann unterzeichnet werden können und die Gefahr dan besteht alles zu verlieren!
     
  6. Chris8421

    Chris8421 Stammgast

    Registriert seit:
    26.01.2011
    Beiträge:
    233
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Krankenpfleger, RettSan
    Ort:
    NRW
    Der Tod ist eben einfach in der breiten Bevölkerung ein Tabuthema. Grade bei alten Menschen. Getreu dem Motto: Solange ich nicht dran denke und drüber rede, passiert mir das schon nicht.
     
  7. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.445
    Zustimmungen:
    215
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Ich verstehe auch nicht, warum Dein Mann seinen Vater nicht schon vor längerer Zeit dazu aufgefordert hat, die Sache zu regeln. Ein hohes Alter kommt ja nicht über Nacht. Dass ein Hochbetagter sich nicht mit seinem Verfall und seinem möglichen baldigen Tod beschäftigen will, kann ich nachvollziehen. Dass Euch die Situation erst jetzt bewusst wird, ist mir ein Rätsel.

    Die Existenz Deiner Kernfamilie müssen Dein Mann und Du sicherstellen. Es ist nicht die Aufgabe Deines Schwiegervaters, für Euch zu sorgen.
     
  8. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    28.08.2008
    Beiträge:
    93
    Zustimmungen:
    0
    Verstehen kann ich das.Keiner möchte gerne über seinen Tod nachdenken müssen.Das man das verdrängt,kann ich mitfühlen.
    Und klar wurde schön früher das Thema angeprochen.Schon als meine Schwiegermutter noch lebte.Aber,das wurde von denen ständig verschoben!
    Und vor einigen Jahren haben sogar die Söhne selber über mögliche Alterversorung und was die spätere Pflege betrifft versucht mit dem Schwiegervater zu reden.Aber er reagierte immer abwehrend!
    Klar ist es nicht die Aufgabe meines Schwiegervaters für uns zu sorgen.
    Doch es war ein Versprechen*Ihr pflegt uns,dafür bekommt ihr das Haus*.
    Und das Versprechen wurde gebrochen!Ich bin dafür 200 Km von zu Hause wegegzogen.Familie und Freunde zurückgelassen und kein Versprechen wurde eingehalten.
    Kann mich einer ein wenig verstehen?
     
  9. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Wenn er gewollt hätt - dann hätt er auch schon vor Jahren sich damit auseinandersetzen können
    wollt er aber nicht.
    Wenn er schon immer so stur war (weiteres wurde bereits ausführlich berichtet) - warum wundert Dich dann sein jetziges Verhalten?
    Wenn er schon immer Entscheidungen verdrängt und verschoben hat...
    Das Hauptproblem wäre NICHT die simple Unterschrift - ob jetzt leserlich oder nicht - relativ - egal.
    Der Notar muss sich auch vom geistigen Zustand, der Geschäftsfähigkeit des Klienten überzeugen - BEVOR dieser unterschreibt.
    Der Klient unterschreibt in Anwesenheit des Notars.
    Dringlicher wäre doch, dass damit überhaupt mal angefangen wird, von heut auf morgen wird's nicht fertig.
    Von heut auf morgen kann sich aber entscheidendes verändern.
    Könnt man nicht einen Notar "zum Kaffee einladen" - nach dem Motto: Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt.....
    ...und damit das überfällige anstupsen?
    Zugegeben - ich habe keine Ahnung ob das möglich ist, so ein Hausbesuch.
    Eine telefonische Anfrage kost aber vermutlich nix und es ließe sich zeitnah in Erfahrung bringen.

    Etwas anderes - was vermutlich auch deutlich schneller und durch eine Rechtsauskunft bei einem Anwalt zu klären möglich wär:
    Es wurde festgelegt (dies ist allen bekannt, dürft wohl keiner abstreiten), dass derjenige der den Vater versorgt/ pflegt das Haus bekommt, der Vater hat das selbst so geäußert.
    Keiner der anderen Söhne wohnt in der Nähe.
    Ihr versorgt, inzwischen pflegt den alten Herren seit Jahren. Über seine Pflegebedürftigkeit gibt es keine Zweifel.
    Welche Auswirkungen hat diese Faktenlage, wenn widrige Umstände eintreten und es bis dahin nichts schriftliches gibt?

    Nachvollziehbar, wie immer - die unsägliche Situation, hier verursacht durch den Schwiegervater
    was aus pflegerischer Sicht zu raten wäre - viele gute Ratschläge wurden schon vermittelt, mir fällt nichts neues DAZU ein.
     
  10. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.445
    Zustimmungen:
    215
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Du bist enttäuscht vom Verhalten Deines Schwiegervaters, hast aber, gemeinsam mit Deinem Mann, selbst versäumt, dafür zu sorgen, dass das Versprechen eingehalten wird, indem Ihr nicht darauf bestanden habt, dass die Sache notariell festgemacht wird. Wie gesagt, wenn dies überhaupt möglich ist - es gibt drei Kinder, alle können zumindest ihren Pflichtteil einklagen, den kann ihnen keiner vorenthalten. Gibt's anderes Vermögen, das dann an die beiden anderen Söhne fällt?

    Besteht denn ernsthafte Gefahr, dass Ihr das Dach über dem Kopf verliert? Haben andere Verwandte ein Interesse an dem Haus? Wie hoch ist der Schätzwert? Wie hoch wäre der Kredit, wenn Dein Mann seine Brüder ausbezahlen müsste?

    Dies sind Dinge, die Ihr beiden dringend klären solltet - und zwar nicht hier im Internet. Telefonbuch nach Notar durchsuchen und Montag dort anrufen.
     
  11. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    28.08.2008
    Beiträge:
    93
    Zustimmungen:
    0
    Du hast mit allem Recht,Amezaliwa.
    Und ich fühle mich jetzt etwas verstanden.
    Warum mich das jetzt wundert,das er nicht anders handelt als früher?Weil ich gedacht hatte,das ein Mensch,der anscheinend,an seinen Enkeln und an uns hängt,doch etwas anders handeln würde,wenn er mal so schwer erkrankt.
    Das er weiterhin so stur sein würde,hätte ich nicht erwartet.
    Man fühlt sich irgentwo schon etwas *verraten*.

    Und ja,das mit dem Hausbesuch des Notars ist eine gute Idee.
    Pflegen tuen wir ihn intensiv seid Februar 2012.Geistig ist er noch fit.
    Bedeutet das,das er weiterhin darauf bestehen kann weiterhin alles zu unterschreiben?
    Bis zu dem Zeitpunkt,bis niemand mehr die Unterschrift anerkennt?Papiere oder sonstiges dann nicht mehr erledigt werden können,weil wir keinen Vollmachten haben?
    Ein Schreckenszenario für mich!
     
  12. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.445
    Zustimmungen:
    215
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Wenn jemand geschäftsfähig ist, dann ist dies so. Man kann auch unter Zeugen unterzeichnen, wenn die Unterschrift unlesbar wird. Du kannst und darfst niemanden im Voraus unter Betreuung stellen - zum Glück.

    Dein Schwiegervater könnte Deinem Mann eine Vorsorgevollmacht ausstellen. Dazu braucht es keinen Notar; Beratung dazu gibt es auch von kirchlichen Einrichtungen, ambulanten Hospizgruppen o.ä. - schau mal, was da vor Ort verfügbar ist. Diese Vollmacht berechtigt aber nur dazu, im Interesse Deines Schwiegervaters zu handeln - der Bevollmächtigte kann für laufende Kosten aufs Konto zugreifen, aber sicher nicht das Testament verfassen.
     
  13. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Anmerkung: NOCH wurde das Versprechen nicht gebrochen, da der Schwiegervater noch lebt - richtig?
    Wie auch bereits angemerkt: Dass es JETZT immer noch so (und noch ungeklärt) steht - dazu gehört auch ihr, Du UND Dein Mann.
    Das ist aus jetziger Sicht bitter, ja.
    Ja, solang der alte Herr geschäftsfähig ist (das müsst ihm erst mal das Gericht aberkennen) entscheidet er, unterschreibt ausschließlich er was er für sinnvoll und richtig hält.
    Ein letztes - es wurde schon länger angeraten eine Vorsorgevollmacht zu erstellen - das habt ihr, so lese ich es, nicht gemacht.
    Dazu ist es aber auch noch nicht zu spät.
     
  14. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    28.08.2008
    Beiträge:
    93
    Zustimmungen:
    0
    So eine Vorsorgevollmacht habe ich mir via PDF im Net besorgt.Ich werde dann bei Zeiten diese dem Schwiegervater vorlegen.Überrollen will ich ihn jetzt nicht damit.
    Ich aus meiner aus meiner Sicht hätte das schon wesentlich früher dingfest gemacht.Aber es scheiterte zum einen immer an meinen Schwiegereltern und an meinem Mann.
    Mein Mann hats nämlich auch immer aufgeschoben.
    Mich macht so eine Situation total hilflos.
     
  15. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.445
    Zustimmungen:
    215
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Warum redest Du denn nicht mal mit Deinem Mann darüber? Hat er kein Interesse an finanzieller Sicherheit für Eure Familie?

    Ihr müsst versuchen, das Ganze logisch anzugehen. Es hat eigentlich gar nichts mit Alter und Gesundheitszustand Deines Schwiegervaters zu tun. Keiner weiß, wie lange er lebt. Ein Unglücksfall kann jederzeit passieren - jedem von uns. Wenn es um solche Werte wie Immobilien geht, muss für solche Fälle vorgesorgt werden.

    Ich begreife nicht so ganz, warum Du als Schwiegertochter nicht wenigstens diesen Part an den leiblichen Sohn abgeben kannst, wenn Du schon diejenige bist, die ihn pflegt. Es ist sein Vater, in erster Linie haben er und seine Brüder eine Verantwortung ihm gegenüber.
     
  16. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Wann wäre denn der richtige Zeitpunkt für deinen Mann? Wenn ich deine Post verfolge, dann kann man den körperlichen Verfall ja schon länger verfolgen.

    Wie stehen die anderen Geschwister zu dem Thema?

    Elisabeth
     
  17. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Familiäre Aufschieberitis.
    Überrollen - jetzt iss aber ma gut, der sehr alte Schwiegervater ist 90 - hättest ihm das mit 20, meinetwegen auch 40 hingelegt - DAS wäre vielleicht etwas voreilig gewesen.
    Welche Argumente hat Dein Mann DAGEGEN - ehrlich gesagt - verstehe ich das nicht.
    Dein Mann und Du - ihr seit täglich mit ihm zusammen, wisst was er möchte oder auch nicht - kennt ihn am besten.
    Ich darf doch annehmen, dass Dein Schwiegervater Deinem Mann in dieser Hinsicht vertraut.
    Hat Dein Mann den Ausdruck überhaupt durchgelesen?

    Guter Einwand: Wann wäre aus Sicht Deines Mannes denn der RICHTIGE Zeitpunkt. Merkst was - bei einem solchen Satz?
     
  18. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    28.08.2008
    Beiträge:
    93
    Zustimmungen:
    0
    Ich selber weiß nicht,wann für mein Mann der *richtige Zeitpunkt*ist,das alles zu klären.Ich versuche schon länger mit ihm darüber zu reden.Aber er meint immer nur,er mache das schon.
    Zudem hatte ich gehofft,das der Schwiegervater,mit heranrückendem Alter nun mal alles regeln wolle.
    Ich verstehe beide nicht.
    Als vor 3 Wochen mein Schwager hier war und er fragte,ob nun eine Regelung da sei und ich es verneinte.Schüttelte er den Kopf und meinte sein Vater hätte die Einsttellung *nach mir die Sintflut*.
    Das hätte er mit seinem Schwiegervater auch erlebt.
    Es wurde immer aufgeschoben und abgewiegelt.So lange bis es zu spät war.Und!Darüber hatte sich sogar mein Schwiegervater damals aufgeregt.
    Weil das die selbe Situation war wie hier.

    Ich werde ihm die Vorsogevollmacht vorlegen,es ihm erklären und mehr kann ich dann nicht tuen.

    Zumindest ist mir hier eines klar geworden,mein Schwiegervater hatte wohl nie vorgehabt ein Testament zu machen und wird es wohl auch nie tuen,wenn mein Mann nicht mit ihm reden wird.
    So ein Verhalten kann ich persönlich nicht nachvollziehen.Und es verunsichert mich total.

    Für euer Zuhören danke ich euch sehr.Leider habe ich sonst niemanden,mit dem ich über solches und anderes in der Pflege reden kann.
     
  19. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Info und Hilfe zum Thema Pflegende Angehörige, dazu findest im Netz einiges.
    In Deinem Profil steht nicht wo Du wohnst, also bekommst ein paar Seiten, die ich gefunden habe
    es sind längst nicht alle, aber es gibt einiges dazu, in mehreren Bundesländern, guck und lies Dich mal durch
    könntest auch Euren Pflegedienst fragen, ob es etwas in Eurer Nähe gibt

    Treffpunkt für pflegende Angehörige :: Herzlich Willkommen
    Startseite - Landesstelle Pflegende Angehörige
    Pflegende Angehörige
    Netzwerk pflegeBegleitung
    Stadt Regensburg - Fachstelle für pflegende Angehörige
    Startseite :: Startseite
    Pflegende Angehörige - Pflegeinitiative Brandenburg
    Pflege & Therapien | Patiententelefon zu Trauer, Sterben, Schmerztherapie, Patientenschutz


    Caritas bietet telefonische Hilfe
    Caritasverband Frankfurt e.V. - Telefon für pflegende Angehörige
    Beratungsstelle für pflegende Angehörige

    etwas länger, aber sofern dafür auch mal Zeit ist
    http://www.uke.de/extern/eurofamcare/documents/nabares/nabare_germany_de_final_a4.pdf

    Alles weitere musst selbst entscheiden.
     
  20. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

    Registriert seit:
    26.07.2011
    Beiträge:
    760
    Zustimmungen:
    1
    Hallo,

    Was möchte der Alte Herr? Sicher seine Ruhe, nur wo nix regelt, wird es geregelt und ob es dann so ist wie er das wollte steht auf einem andern Blatt.

    Wird es nicht geregelt und der Vater kommt zum Beispiel ins Krankenhaus, kann nix mehr unterschreiben, wird es geregelt.
    Gelder werden eingefroren ect. bis es zum Beispiel per Gericht einen Betreuer gibt. Der regelt das dann und die Angehörigen dürfen dann auch noch den Betreuer bezahlen.
    Ich glaube nicht das ein Vater das wollte.

    Ich frage mich wie sehen die anderen Söhne das?
    Warum setzen sich nicht alle mit dem Vater zusammen? So kann keiner dem Anderen etwas vorwerfen und jeder weiß wodran man(n)/frau ist.
    So sehe ich schon Familienstreit vorprogramiert.

    Fakt: Das Haus und alles was dem Vater gehört wird per Erbe durch drei geteilt.
    Soviel ich weiß wird selbst bei Schenkungen bis 10 Jahre zurück gegangen.
    Nehmen wir "nur" das Haus, wird dein Mann seinen Brüdern ihr zustehendes Erbteil auszahlen müssen.
    Natürlich geht es auch anders und Rechtsanwälte/Notare wissen das auch, nur muss darüber geredet werden und schriftlich fixiert, damit "alle"
    zufrieden sind. Der Vater in Ruhe und in Frieden sterben kann.


    Probleme aufgeschoben sind nicht aufgehoben, eher gilt das das Motto: Schlimmer geht immer.
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Verhalten verstehen Forum Datum
Unglaubliches Verhalten des Rettungsdienstes Fachliches zu Pflegetätigkeiten 02.02.2016
Ernährungsverhalten im Schichtdienst: Eure Meinungen? Talk, Talk, Talk 25.10.2015
Evaluation des eigenen Trinkverhaltens Talk, Talk, Talk 05.10.2015
Kommunikationsverhalten zwischen geistig behinderten Menschen Talk, Talk, Talk 29.09.2015
Steißbeinfistelnarbe: Verhalten und Pflege? Wundmanagement 31.08.2014

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.