Verdienst in Lübeck

Dieses Thema im Forum "Rund um Tarif- und Arbeitsverträge" wurde erstellt von Antonia65, 16.09.2013.

  1. Antonia65

    Antonia65 Newbie

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    Hallo,

    ich arbeite z.Zt. noch im Rhein-Main-Gebiet, habe aber vor nach Lübeck zu ziehen. Ich habe hier noch einen alten Vertrag, bekomme ca. 1650,- als Teilzeitkraft 50%, brutto. Habe über 20 Jahre Berufserfahrung. Was würde ich denn in Lübeck oder Umgebung verdienen? Als Teilzeit oder Vollzeitkraft? Habe schon gehört, daß es wohl weniger ist, aber keine genauen Angaben.

    Bin sehr dankbar für Info´S, auch als PN. Da ich mich und meinen Sohn alleine finanziere, wüßte ich das vorher schon gerne.

    Vielen Dank.
     
  2. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Das wären als VK etwa 3300,- brutto...als "normale" GuKP auf einer peripheren Station wäre es ein sehr gutes Gehalt; als Stationsleitung etwa der "Normalverdienst" im TvÖD.
    Das hängt vom Tarifvertrag, der Position und Deinem Verhandlungsgeschick ab...als normale GuKP wärst Du im öffentlichen Dienst in der EG 7a kämst in Stufe 3; hier würdest Du wahrscheinlich mit etwa 2500,- (100%) anfangen. Deine Berufserfahrung kann nicht weiter angerechnet werden als bis zu einem Einstieg in die Stufe 3... Als Stationsleitung wärst Du in der EG 9c und würdest ebenfalls in der Stufe 3 beginnen; das Einstiegsgehalt läge dann bei etwa 3100,- (100%). Bei privaten AG musst Du von diesen Angaben Abstriche "nach unten" machen...
     
  3. band1

    band1 Senior-Mitglied

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    Hallo Lillebrit, bist du dir da sicher mit dem Einstiegsgehalt Tarif öffentlicher Dienst. Mir hat man gesagt und so wurde ich auch eingestuft, dass man nicht schlechter verdienen darf oder eingestuft werden darf wie beim vorherigen AG. Und so war es denn auch. Berufsjahre wurden 1 zu 1 übernommen, Tarifstufe die selbe. (aber Bayern)
     
  4. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Das mag in den unteren Stufen noch "hinhauen"- meines Wissens nach KANN man bis Stufe 3 eingruppieren, wenn entsprechende Erfahrung vorliegt. Bei einem Wechsel des AG gehen aber Stufen verloren...im Gegensatz zum alten BAT, der ja nach Altersstufen vergütet hat und nicht (wie der TvÖD) die Betriebszugehörigkeit "würdigt".
     
  5. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Im Prinzip ist alles Verhandlungssache.

    Ich hab auch mal verhandelt, dass ich meine Stufe (in dem Fall 4) beim neuen AG behalte.


    Evt gibt es auch Regelungen zur "Besitzstandswahrung" vom TVÖD zu TVÖD? Weiß ich aber nicht
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Nein, die "Besitzstandswahrung" gibt's nicht beim AG-Wechsel, auch nicht beim Wechsel von TVÖD zu TVÖD. Allerdings kann und darf der AG sehr wohl die Berufserfahrung bei früheren AG in der Einstufung berücksichtigen, er muss halt nur nicht. Hier im Rhein-Main-Gebiet bieten es etliche AG bereits von sich aus in den Stellenanzeigen an, weil der Markt so leer gefegt ist.
     
  7. Antonia65

    Antonia65 Newbie

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    Vielen DAnk für die ausführliche Antwort. Ja, der Unterschied zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und Lübeck ist schon gravierend. Ich habe ein Angebot von einer Reha-Klinik was schon ziemlich niedrig ist. Aber da ich mich verändern möchte und vorallem auch den Streß und die Arbeitsbelastung nicht mehr so gut wegstecke, bin auf einer orthop.-chirurgischen Station mit kaum noch Personal, werde ich die Abstriche wohl akzeptieren müssen.
     
  8. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wie gesagt: Verhandeln. Die Einstufung magst Du mitnehmen können. Für eventuelle TVÖD-Altlasten sehe ich schwarz. Aber die würden Dir wahrscheinlich auch bei einem Wechsel innerhalb des Rhein-Main-Gebiets verloren gehen.
     
  9. Ich habe bis 2008 selber 7 Jahre in HL gearbeitet und kann nur zur Vorsicht mahnen. Es gibt dort das Monopol eines recht konservativen (bundesweit agierenden) Arbeitgebers, der selbst an der Uniklinik auch seine Hände im Spiel hat. Würde ich noch in Lübeck wohnen, ich würde nach Hamburg pendeln und dort meiner Beschäftigung nachgehen. Warum? Deutlich bessere Bezahlung, angenehmeres Pflegeverständnis und bessere Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

    Ach ich muss noch ergänzen: in den beiden großen Kliniken in Lübeck wurde massiv eingespart - und trotz Pflegenotstand gibt es kaum Stellenausschreibungen, um die offenen Stellen zu besetzen. Falls Du bei einem gewissen privaten Träger eines Hauses der Regelversorgung gelandet sein solltest....dann schau Dir den Vertrag auch ganz genau an.
     
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