Verdi gegen Pflegekammern

AntjeX

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Überleg dir das gut mit der Berufsurkunde.
Vielleicht wäre es eher sinnvoll, wenn du dich mal rechtlich beraten lässt, wie du aus der Kammer
wieder raus kommst.
Das du dich registrieren lassen hast war doch in Ordnung weil irgendwann wäre die Strafe ja gekommen.
Zwangsverkammerung halt.
 

Neuromaus

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Vielleicht wäre es eher sinnvoll, wenn du dich mal rechtlich beraten lässt, wie du aus der Kammer
wieder raus kommst.
Vermutlich ja... Aber ich hab keine Rechtsschutzversicherung (und jetzt will ich nicht hören, dass das mit einer Pflegekammer ja anders und besser wäre; ohne die Kammer hätte ich das Problem gar nicht), und als Studentin ohne Einkommen einen Anwalt nehmen... Hatte eine befreundete Juristin mal gefragt, die meinte, es ist nicht ihr Fachgebiet, aber von dem her, was sie nachgelesen hat, ist das leider rechtens. :angryfire:Meine einzige Chance wäre, in ein Bundesland zu ziehen (z.B. RLP), in dem man nur Mitglied werden muss, wenn man in dem Job arbeitet. Wenn ich in NRW weder wohne noch arbeite, muss ich dort nicht Mitglied sein. Aber ich zieh doch jetzt nicht wegen so einem *piep* um.
 

Martin H.

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@Neuromaus
Du bist doch ohnehin schon registriert, hast also nix zu verlieren. Versuche doch vielleicht erstmal, die Kammer zu kontaktieren, schildere Deine Lage und daß Du jetzt nichts mehr mit der Pflege zu tun hast, da Du ganz was anderes machst.

Falls das nicht hilft:
Dann hast Du jetzt erst mal einige Jahre Zeit, in denen Du keinen Beitrag zahlen musst… eventuell kannst Du danach noch eine Klage anstrengen.
 

InetNinja

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Ich geh davon aus das dass eh noch vor Gericht geht mit den Mitgliedschaften von Exa. die nicht mehr im Beruf arbeiten.
Auch ggf. bei Rentnern, Arbeitslosen etc.

Ich kann mir sehr gut vorstellen das man in Falle X ein passives Mitglied wird/ist.
 

ludmilla

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Noch ist in NRW gar nichts in trockenen Tüchern. Im Mai sind Landtagswahlen. Die SPD ist für eineVollbefragung unter den Pflegekräften, wie in SH und Niedersachsen. Und Hr Wüst von der CDU hat nicht die besten Umfrageergebnisse.
Und das diese Vollbefragung für oder wider die Kammer wie in den beiden Ländern ausgeht, ist bei dem aktuellen Widerstand zumindest nicht unwahrscheinlich.
 

aquarius2

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In unserem Beruf ist eben ein großer Teil nicht mehr in der Pflege tätig und ich denke das können von 20-40% in den Bundesländern sein! Die hatten gute Gründe aus dem Beruf zu gehen und sehen nicht ein ein totes Pferd weiterzuführen und dafür auch noch Geld zu zahlen.
 

Neuromaus

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In unserem Beruf ist eben ein großer Teil nicht mehr in der Pflege tätig
Da hast du Recht, aber die meisten dürften das Problem nicht haben, weil ihre Arbeitgeber sie nicht gemeldet haben.
Und aus Sicht der Kammer ist es ja auch sehr elegant, diejenigen, die man erwischen kann, mit zu verpflichten. Die zahlen, ohne dass man was für sie tun muss, ist doch praktisch.:knockin:

Versuche doch vielleicht erstmal, die Kammer zu kontaktieren, schildere Deine Lage und daß Du jetzt nichts mehr mit der Pflege zu tun hast, da Du ganz was anderes machst.
Hab ich schon, und zwar im gleichen Briefumschlag, in dem das Registrierungsformular war. Ich hab ein Anschreiben gemacht, dass ich mich nur registriere, weil mir Strafe angedroht wird, wenn ich es nicht tue, dass ich aber aus den Gründen X und Y beantrage, von der Mitgliedschaft befreit oder zumindest verbindlich beitrags- und verpflichtungsfrei gestellt zu werden. Das wurde gekonnt ignoriert. Ich bekam die Registrierungsbestätigung, auf das andere Schreiben wurde mit keiner Silbe eingegangen.


Wahrscheinlich habt ihr Recht, dass ich erstmal noch etwas abwarten sollte, ob die aktuellen Proteste was bringen oder es eine Sammelklage von Betroffenen gibt, die nicht mehr in der Pflege arbeiten und trotzdem verpflichtet werden sollen.:weissnix:
 

AntjeX

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Das ist hier in RLP auch, dass die gar nicht reagieren in Fällen wie in deinem.
Das zeigt mir noch mehr, dass ich diese Leute nicht brauche.
Schon gar nicht zu meiner Vertretung irgendwo.
Die brauchen direkt Druck vom Anwalt, anders geht das scheinbar nicht.
Für mich ein echtes Armutszeugnis.
Anfangs war ich noch so blauäugig, dass ich das nicht gedacht hätte.
 
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Martin H.

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Das ist hier in RLP auch, dass die gar nicht reagieren in Fällen wie in deinem.
In RLP ist die rechtliche Lage wie bereits geschildert komplett anders, da wäre Neuromaus eindeutig kein Pflichtmitglied.

Die brauchen direkt Druck vom Anwalt, anders geht das scheinbar nicht.
Manche Fälle (in RLP) sind wie gesagt Abwägungssache, und es gab - wie gesagt - schon einige durchaus unterschiedliche Urteile.
In dem Fall von Neuromaus wäre es aber eindeutig.

Mir erschließt sich nach wie vor nicht, warum man es in NRW so gelöst hat.
 

Neuromaus

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Mir erschließt sich nach wie vor nicht, warum man es in NRW so gelöst hat.
Mir auch nicht, zumindest fachlich gesehen nicht. Ich könnte jetzt nur die bösartige Unterstellung anführen, dass das einfach praktisch ist, zig zahlende Mitglieder zu haben (denn von Beitragsfreiheit war nur bei Rentnern die Rede, nicht bei berufsfremd arbeitenden ehemaligen Pflegekräften), von denen man schön kassieren kann, ohne dass man was für sie tun muss. Aber wir wollen ja jetzt mal nicht von solchen Gedanken der Zuständigen ausgehen...:rolleyes::engel:
Manche Fälle (in RLP) sind wie gesagt Abwägungssache, und es gab - wie gesagt - schon einige durchaus unterschiedliche Urteile.
Ja, ich hab von einem Urteil von 2018 (Koblenz) gelesen, da hat eine Pflegekraft im Funktionsbereich (ich meine es wäre EKG gewesen) gegen die Mitgliedschaft geklagt und Recht bekommen. Bei so einem Fall hätte ich das nicht gedacht, aber es hat geklappt.
 

AntjeX

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In RLP ist die rechtliche Lage wie bereits geschildert komplett anders, da wäre Neuromaus eindeutig kein Pflichtmitglied.


Manche Fälle (in RLP) sind wie gesagt Abwägungssache, und es gab - wie gesagt - schon einige durchaus unterschiedliche Urteile.
In dem Fall von Neuromaus wäre es aber eindeutig.

Mir erschließt sich nach wie vor nicht, warum man es in NRW so gelöst hat.
Es ging mir einzig und allein darum, dass ich es eine Unverschämtheit finde, dass auf Anfragen nicht reagiert wird.
Welches Bundesland das ist spielt dabei keinerlei Rolle und auch nicht die rechtliche Lage.

Ich erwarte von einer Institution wie einer Kammer eine Antwort, wenn ich da wegen irgendwas anfrage.
 

Martin H.

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