Verbesserungsvorschläge zur Pflege/Dokureduktion an die Politik schicken

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von band1, 25.06.2013.

  1. band1

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    Hallo Leute, bei all den Diskussionen über Pflegekammer, Teilnahme an Aktionen "ichwillpflege" usw., währe hier mein nächster Vorschlag, der evtl. zum Frustabbau dient und evtl die Politik doch mal etwas aufrüttelt (ich hoffe immer noch). Ich habe diese Möglichkeit auf jeden Fall genutzt und meine Verbesserungsvorschläge zu den Themen Dokureduktion, Vereinheitlichung, MDK-Richtlinienüberarbeitung, Präventionsgesetzt, Vorschläge für bessere Bedingungen in der Pflege und für uns Pflegende (frühere Rente, Anerkennung von Berufserkrankungen, bessere Löhne) usw. an die Ombudsfrau (untersteht den Herrn Bahr) und sammelt und leitet die Vorschläge weiter (hoffe ich, hab noch nichts gehört von ihr). Bitte macht mit, vielleicht ändert sich was. Und keine Angst, egal an welchen Politiker ihr schreibt, normalerweise kommt NICHTS zurück. Hier ihre Email ombudsfrau@bmg.bund.de
     
  2. band1

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    Hallo, bevor dieser Beitrag hier verschwindet und ihr gefrustet seit. Bitte Email an ombudsfrau@bmg.bund.de . Danke. Grüsse
     
  3. squaw

    squaw Poweruser

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    Genau das habe ich vermutet: Viele werden hier zwar mitlesen, aber an die Ombudsfrau was schreiben, werden wohl nur sehr wenige . Wenn überhaupt. Ich möchte im Zusammenhang mit diesem Threat daran erinnern, daß wir selbst es waren, die diese ausufernde Pflegedokumentation zu verantworten haben. Eine Berufsgruppe, deren Stolz (und alleinige Ausschlußtätigkeit) die Pflegeplanung ist, muß sich darüber nicht wundern. Als die Pflegeplanung in der heute üblichen Form aufkam, haben sich viele Praktiker dagegen gewehrt. Nicht nur die übrigens. Prof. Ruth Schröck hat auch deren Sinnhaftigkeit in der damals angestrebten Form in Frage gestellt, ich las vor Jahren darüber hochinteressante Artikel von ihr . Also müssen wir uns wiedermal an die eigene Nase packen!
     
  4. band1

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    Den Sinn der Pflegeplanung will ich nicht in Frage stellen. Doch ich bin mir sicher, dass wahrscheinlich gerade noch der MDK, Heimaufsicht und die Bezugspflegekraft diese genau liest und vielleicht auch noch ein neuer Mitarbeiter. Viel zu ausufernd finde ich /z. B. eine Schmerzeinschätzung bei einer alten Damen, austherapiert an Schmerzmedikation (viele extra Bedarfsschmerzmittel, bei starken Bauchschmerzen, das..., bei Kopfschmerzen, das....), BTM-Pflaster zusätzlich usw.....(was soll ich da noch eine Schmerzeinschätzung vornehmen, wenn nicht mehr machbar ist???), da langt doch z.B. Eintrag Berichteblatt. Oder sorry, welche Harninkontinenz vorliegt, Blatt bei Neuaufnahme, Urinausscheidung über 24 Stunden beobachten und dann die Art der Inkontinenz festlegen???? In einem grossem Heim, fast nicht machbar. Lagerungsprotokoll macht Sinn, Dekubituseinschätzung/Norton oder Bradon auch okay. Ich wünschte mir einfach mal eine genaue und einheitliche Vorgabe, was sich in einer Mappe befinden soll, und was auch wirklich Sinn macht. Zum MDK und zur Heimaufsicht: im Grossen und Ganzen sollte es doch bei der Prüfung darum gehen, dass es den Bewohnern, Kunden usw. gut geht. Viel zu viel Wert wird da meiner Meinung auf die Dokumentation gelegt. Tropfen nachzählen, ausmessen usw. (kein Kommentar) Bei der Prüfung auch mal direkt die Pflegekräfte fragen, ohne, dass der PDL daneben steht. Mal Überstunden genau unter die Lupe nehmen.(da muss es doch auch eine Grenze geben ) und die Bewohner ohne Beisein einer Pflegekraft oder Stationsleitung befragen usw. usw.. Macht nichts, wenn keiner schreiben sollte, ich wollte nur die Möglichkeit aufzeigen.:engel:
     
  5. matras

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    Die Dokumentation der geleisteten Arbeit ist sinnvoll und dient nicht zu vergessen auch der eigenen Absicherung. Rechtlich gilt nach einem Urteil des BGH (gleichlautendes Urteil zur ärztlichen Dokumentationspflicht), dass alles was nicht dokumentiert wurde, als nicht gemacht gewertet wird. Daher und aus abrechnungstechnischen Punkten (und einigen weiteren, wie Verlaufskontrollen etc....) ist es erforderlich zu dokumentieren was man getan hat!
     
  6. band1

    band1 Senior-Mitglied

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    Natürlich gehört Dokumentation dazu, dem wiederspreche ich auch nicht. Aber über Sinn und Unsinn mancher Blätter, Dokus kann man auch streiten. Oder kennst du keine deiner Meinung nach unsinniges Dokumentieren??? siehe mein Beispiel, die ältere Frau, Schmerzeinschätzung wieso??? wenn sich keine Konsequenz daraus finden lässt? Nur damit das Blatt ausgefüllt ist und der MDK und die Heimaufsicht, abnicken??? Hast du keine Verbesserungsvorschläge? Dann brauchst du auch keine Email zu schicken. Statt hier über Sinn oder Unsinn von Kampagnen oder Pflegekammer (am besten 16 verschiedene mit verschiedenen Schwerpunkten und Aufgabenstellungen, damit wieder kaum Besserungen eintreten, aber unsere Berufsgruppe nochmal für ein paar Jahre ruhig gestellt ist????!!!!) zu diskutieren, ist eventuell ein direktes Schreiben an die Politik eine weitere Möglichkeit um die "Sesselwarmhalter" von der Front zu berichten. Ich seh es als Chance. Ob dabei was rauskommt ist fraglich, aber ein Versuch ist es wert. Siehe Email (1.Beitrag) an die Ombudsfrau. Grüsse
     
  7. squaw

    squaw Poweruser

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    Daß eine aussagekräftige, vernünftige Dekumentation dazugehört, wird keiner anzweifeln. Nur: wo gibt es die denn oder stöhnt keiner von Euch über völlig blödsinnige Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, deren Zeit der Patientenversorgung fehlt???
     
  8. band1

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    Danke, ganz meiner Meinung. Einige blödsinnige Dokus sind bestimmt überall dabei, sei es Arbeitsplatz Altenheim , Krankenhaus, Psychiatrie, Ambulanter Dienst und um die geht es mir. Lieber mobilisier ich die Leute mehr. Kommt ja auch wieder mir zu gute, wenn sie leichter und körperlich fitter sind. Mein Rücken freut sich zumindestens drüber
     
  9. squaw

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    Ich stimme Dir volkommen zu. Aus der Zeit, die man so einsparen würde, könnte viel Gutes erwachsen! Und unser Frustpegel würde mit Sicherheit etwas sinken.
     
  10. band1

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    Tob dich mit Emails aus, Squaw, mir hat es erstmals geholfen, ein wenig Frust abzubauen!!! Grüsse und bombardiert die Politiker bis die Server krachen, auch wenn England und Amerika mitlesen :P
     
  11. squaw

    squaw Poweruser

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    Ich wollte ja sowieso gaaanz großes Kino- paßt doch! :-)
     
  12. white horseman

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    Das sehe ich auch so. Außer das wir nicht alle gleichen Anteil daran haben. Unsere Fehler als Berufsgruppe waren meiner Meinung nach:
    • Dass die rechtliche Absicherung die höchste Priorität bei der Einführung hatte. Von Anfang an hat man sich mit Wortklauberei beschäftigt, wie es vor Gericht gelesen werden könnte: "ist aus dem Bette gefallen" als Indiz, dass man daneben stand, deshalb soll es heißen "liegend aufgefunden". Von Anfang an ging es mehr um das Formulieren als um die relevanten Inhalte.
    • Dann hieß es von Anfang an "Pflegeplanung". Das es um Pflegeprozess geht, in dem das Schreiben nur ein organisatorisches Mittel zu Koordinierung der Arbeit ist und in dem Planung nur ein einzelner Schritt ist, ist gar nicht zum Tragen gekommen. Wir haben gelernt, Phrasen auswendig zu lernen. Die Verbindung zur tatsächlichen Arbeit ist nicht hergestellt worden. So ist es heute noch. Da wundert es nicht, dass abgesehen von den Pflegeberichten in der Planung kaum etwas drin steht, was einem hilft, wenn man einen Patienten übernimmt.
    • Und dann die unsinnig übertriebene Betonung der Individualität: Individuelle Pflegepläne zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie sich grundsätzlich von anderen Patienten unterscheiden sollen, z. B. indem ich noch irgeneinen privaten irrelevanten Firlefanz hinschreibe. Individuell bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass das, was geplant und gemacht wird, dem Individuum gerecht wird. Wenn alle Pflegebedürftigen die gleiche Pflege bekommen und in allen Pflegeplänen die gleichen Formulierungen stehen, kann das absolut in Ordnung sein, wenn das, was geschreiben steht auf jeden einzelnen dieser Individuen zutrifft. Wir sind ja schließlich keine Dichter.
    • Die schulbuchmäßige, realitätsferne Ausbildung der Schüler durch Lehrer, die keinen Bezug mehr zur Arbeits-/Pflegerealität haben, hat ebenfalls dazu beigetragen, dass die Dokumentation auf einem praxisfernen, theoretischen Stand stehen geblieben ist. Ich glaube, die Lehrer muss man wirlich suchen, die im Stationsalltag es fertigbringen, einen praktisch sinnvollen Pflegeplan zu erstellen, nach dem man arbeiten kann. Das ist kein Vorwurf an die Lehrer, sondern an das System, das Praxis und Ausbildung so hart trennt.
    • Und dann kommt hinzu, dass der Stationsalltag vielerorts immer noch nicht den Sprung weg von einem Schicht-zu-Schicht-Denken hin zu einer fallverantwortlichen primären Pflege geschafft hat. Wenn ich meine Patienten als Fall verstehe, ist viel klarer, was zu dokumentieren ist, damit ich die Pflege über mehrere Tage hinaus und mit der Hilfe von Kollegen zielgerichtet koordinieren kann.
    • Inzwischen kommt neben dem juristisch drohenden Zeigefinger auch noch die Ökonomisierung hinzu, die die Kollegen dazu treibt, alles aufzuschreiben, was die Fallschwere erhöht oder einen PKMS ergibt. Der eigentliche Zweck der Dokumentation im Rahmen des Pflegeprozesses ist fast niemanden mehr klar.

    Ein Blick über den Ärmelkanal zeigt, dass die Pflegedokumentation gar nicht so schwer ist, wenn die Pflegekräfte wissen, worauf es ankommt. Sie verwenden auch Pflegemodelle, aber vor allem wissen sie aufgrund ihrer besseren Ausbildung zu begründen, was sie tun. Und wenn man weiß, was hilft und was nicht hilft, weil es wissenschaftlich begründbar ist, gibt es die Begründung, "Das machen wir hier so", nicht mehr. Wer führt schon gerne nachweislich unnütze oder gar schädigende Maßnahmen durch? Wem würde es nicht schwer fallen, Schäden für die Pflegebedürftigen hinzunehmen, wenn man persönlich für den Fall verantwortlich ist? Dann würde ich mich nicht zurückziehen und sagen, "mein Kollge macht alles anders", sondern würde im Team daran arbeiten, dass ich meinen Job machen kann.

    @band1: Die Mails an die Ombudsfrau können nicht schaden. Aber die Ombudsfrau ist unterm Strich ein Feigenblatt der Politik. Sie sortiert auch nur die Briefe/Mails, um dem Minister nicht auf die Nerven zu gehen und ihm Stichworte zu sagen, die das Volk in (leeren) Ankündigungen hören will. Sie sorgt dafür, dass das Volk beruhigt wird. Aber wenn sie für Dich die Funktion des Blitzableiters erfüllt, sei Dir der Spaß gegönnt. Ich rede lieber mit Leuten, bei denen ich Gehör finde und die die Interessen der Pflege ernst nehmen. Das müssen wir aber in erster Linie selbst tun, "uns an die eigene Nase packen!", wie es squaw ausdrückt. Und wenn wir das an-die-eigene-Nase-Packen nicht im großen Stil organisieren, verpufft es blos. Deshalb würde ich die hoffentlich bald 16 Pflegekammernn nicht so abtun. Sie werden uns helfen, nicht in allem, aber in wichtigen Teilen.
     
  13. matras

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    Jepp, so ist das! Und in meinem Bereich wird dokumentiert was ich für richtig halte.
     
  14. squaw

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    He Matras, da bin ich ein klein wenig neidisch, muß ich gestehen...
    @wh: Wenn man mal von den letzten beiden Sätzen Deines Beitrags absieht, gehe ich voll mit!!!
     
  15. white horseman

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    @band1: Ich wollte Deinen Appel nicht ausbremsen. Ich finde es gut, wenn man seinem Zorn Luft macht oder einen Blitz entladen lässt.

    @squaw: Unsere Mehrgleisigkeit - wir fahren zusammen in die gleiche Richtung (am gleichen Bistrotisch im Zugrestaurant), aber wir müssen nicht alle das gleiche Ticket haben, und kommen doch alle zusammen vorwärts.

    Unsere größten Fehlentwicklungen in der Pflege beruhen glaube ich auf dogmatisches Überstülpen unreifer oder missverstandener Konzepte. Nicht immer ist das Konzept schlecht gewesen, aber oft nicht richtig verstanden worden, und deshalb in haarsträubender Weise dogmatisiert und bürokratisiert worden. Das hat auch mit Bildung zu tun auf allen Ebenen und mit dem devoten Verhältnis von Pflegenden in Deutschland gegenüber Mächtigeren.

    @matras: Du bist offenbar gar nicht bereit, Dich unterzuordnen. :rocken: Aber machst Du es deshalb richtig? Unterstützt das, was Du für richtig hältst, die Arbeit im Sinne von Fallarbeit und persönlicher Verantwortung und ermöglicht den Auszubildenden zu lernen, wie es Sinn macht und funktioniert? Woher nimmst Du Deine Autorität? Können wir von Dir was lernen?
     
  16. squaw

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    Sag ich doch! ;)

    Man kann aus einem fahrenden Zug sowieso nicht raus...
     
  17. matras

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    Da ich in meinem sehr speziellen Fachgebiet relativ selbsständig arbeiten kann, muss ich mich nicht unbedingt "unterordnen". Da ich darauf bedacht bin mich abzusichern, muss ich vieles von dem was ich tue dokumentieren! Meine Autorität kommt aus der Kompetenz für meine Tätigkeit die überwiegend beratendet ist.
     
  18. band1

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    Wichtiges sollte dokumentiert werden und klar ist es zu unserer Absicherung. Doch nicht alles was dem MDK und der Heimaufsicht wichtig erscheint, siehe mein Beispiel auf der ersten Seite, macht Sinn und diese Dokumentation stiehlt mir wichtige Zeit, die ich für andere, mir wichtigere, erscheinende Tätigkeiten gerne hätte, Mobilisation, Bett überziehen, Beschäftigung usw. . Mich kann man nicht ausbremsen. Ich bin nur besser im Schreiben, wie (oder als??) im Reden. Kann schon sein, dass die Emails ausgefiltert werden, eventuell wird sie auch nur kurz überflogen und dann gelöscht, aber ich habe mein mir mögliches gegeben und vielleicht bringen ja viele Emails und viele Kampagnen irgendwann etwas. Ich bin ja nicht gegen die Pflegekammer, aber wenn es 16 verschiedene mit 16 verschiedenen Schwerpunkten werden, befürchte ich lange, lange Anlaufzeiten, bis sich evtl durch die Pflegekammer etwas zum Besseren wendet. Und so wie ich die Lage sehe, gibt es irgendwann keinen "aktiven" Nachwuchs mehr. Viele wollen gleich danach studieren, viele steigen nach wenigen Jahren aus dem Job aus...usw., ich bin auf Station die Jüngste. Wo führt das hin? Noch mehr Überstunden? Burnout? Selber irgendwann Job hinwerfen? Es muss einfach bald was passieren, sonst gibt's keine Pflegekräfte mehr.
     
  19. squaw

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    Das Überraschende ist, daß es immer wieder weiterrgeht und daß sich immer wieder Leute (eine zeitlang) sich auf die schwierigen Bedingungen einlassen. Ich weiß ja nicht, wie alt Du bist, aber Anfang der Neunziger gab es mal gewaltig Druck vonseiten der Pflege, auch Streiks, worauf sich dann für eine Weile die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert haben. Die PPR (Pflegepersonalregelung) fiel in diese Zeit... Die ist ja schon lange wieder ausgehebelt worden und die Bedingungen werden immer härter. Trotzdem lassen es sich viele gefallen! Solange das so ist... Und wenn dann doch mal der Eichstrich erreicht ist, holt man sich eben die größtenteils viel besser ausgebildeten und noch härtere Bedingungen gewohnten Leute aus dem Ausland rein...
     
  20. squaw

    squaw Poweruser

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    Na, der Link paßt jetzt aber:
    Arbeitgeberverband Pflege

    Während wir uns noch die Köpfe heißreden und, s. Überschrift, Aktivitäten ins Auge fassen, die sowieso nichts bringen, werden anderswo bereits Nägel mit Köpfen gemacht!
     
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