Verbandwechsel bei Z.n. Carotis-OP

Dieses Thema im Forum "Wundmanagement" wurde erstellt von SrSa, 09.05.2006.

  1. SrSa

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    Hallo zusammen,
    wir habe seit einigen Tagen ein neue Patientin in der Ambulanten Pflege.
    Sie wurde an der Caroits operiert. Seitdem hat sie ein Wunde die nicht schließen will, in der höhe unter dem Kelhlopf.

    Die Wunde wird mit ca. 20cm langer und ca. 1cm breiter Tamponade ausgefüllt, welcher vorher durch Betaisadona geszogen wird. Dann mit Pinzette rein "stopfen", Kompresse drauf und fixieren, fertig.
    Ich wurde heute bei dem VW angelernt:mryellow: .

    Als ich danach fragte warum es dabei nicht andeutungsweise steriles Material gibt, bekam ich die Antwort das die Ärzte es aus Kostengründen nicht mehr verschreiben können. Ich bin es ja mittlerweile gewöhnt in der Amb.Pflege, aber bei einem VW der so nah am Gehirn liegt, dann noch an großen Gefäßen und ne Wunde die schon lange nicht heilen will.

    Ich habe Folgendes Material zur Verfügung:
    *Einmalhandschuhe
    *eine gewesen Sterile Pnizette, die schön länger benutzt wird.
    *Tamponadenschlauch der mit der Küchenschere getrennt werden soll und der Rest in die Packung zurück soll
    *Betaisdona in einem Töpfchen
    *5mal5cm Kompressen (unsteril)

    Habe ein totales schlechtes Gewissen damit einen VW durchzuführen.
    Aber was soll ich machen, habt ihr Agumentationen parat die man dem Hausarzt oder Chirurgen korekt vorhalten kann, außer ein VW muß Steril sein und die zwei Gründe die ich schon genannt habe??? :weissnix:

    Bin über jede schnelle Antwort dankbar.
     
  2. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Remonstration

    Hallo SrSa!

    Dein "mulmiges Gefühl" (schlechtes Gewissen) und Dein Fachwissen apelliert doch schon ganz deutlich: SO nicht!

    Ich rate Dir:
    1. äußere zunächst bei der Patientin Deine Bedenken und das was der Arzt gesagt hast. Möglicherweise wird die Patientin sich persönlich an den Arzt wenden.
    2. wende Dich ebenfalls an die PDL. Für sterile Pinzetten ist der Pflegedienst zuständig.
    3. äußere schriftlich beim Arzt (per Fax mit Sendebericht) Deine Bedenken = Remonstration. Solange Du das nicht tust, hast Du die Durchführungsverantwortung, weil Du trotz dieser falschen Vorgehensweise nach Arztanordnung handelst. Erwarte nicht, dass der Arzt die Therapie nun ändert bzw. was neues verordnet, das ist nicht das primäre Ziel der Remonstration. Es geht lediglich darum, dass Du Dich offiziell der Verantwortung entzogen hast.
    4. sage auch der Patientin darüber Bescheid

    Falsch wäre:
    - eigenmächtig die Therapie umstellen
    - weiter nach Arztanordnung zu handeln ohne zu remonstrieren
    - die Patientin gar nicht mehr zu versorgen

    In der Hoffnung, geholfen zu haben...

    LG
    Trisha
     
  3. SrSa

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    Hallo Trisha,danke für deine schnelle Anwort und der bestätigung das ich ein schlechtes Gewissen haben darf.

    Habe die Patientin heute das erstmal mit der anleitenden Sr kennengelernt, meine erste vermutung lag bei leichte verwirrtheit, mal sehen ob es sich bestätigt.



    Kannst du mir dies definieren, mir ist das Wort noch nie bewußt über den Weg gelaufen.



    Werde wohl oder übel morgen den VW durchführen müssen, da sie relativ früh auf mein Tourenplan steht.
    Donnerstag haben wir Dienstbesprechung da werde ich das mal ansprechen. Denn ich kann da mit keinem ruhigen Gewissen rausgehen, das weiß ich jetzt schon. Da Donnerstag die Pat. nicht angefahren wird, (VW durch Chirurg), werde ich einmal wohl die Verantwortung übernehemen müsse. :|

    Wenn ich das so sagen darf, VW in der Amb. Pflege gefallen mir nicht, wegen den Umständen der Materialien.
    Wenn man bei mir so ein VW machen würde, ich würde austicken.
     
  4. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hallo SrSa!

    Remonstration bedeutet, dass Du dem behandelnden/anordnenden Arzt schriftlich Deine Bedenken zu der derzeitigen Therapie, die Du durchführen sollst, aufzeigst. Sofern Du natürlich berechtigte Bedenken hast. Du zeigst quasi schriftlich Deine Bedenken bei gefahrgeneigter Versorgung auf.
    Das heißt, dass Du nicht bedingungslos alles das tun mußt, was der Arzt anordnet, denn schließlich mußt Du bedenken, dass Du bei jede Pflegetätigkeit die Durchführungsverantwortung trägst (das heißt, wenn was schief geht, bist auch Du dafür haftbar).
    Remonstration ist übrigens Pflicht, wen gefahrgeneigte Veersorgung besteht. Viele Pflegedienste sehen deswegen davon ab, weil sie wirtschaftliche Einbußen befürchten (z.B. Arzt lehnt weitere Zusammenarbeit mit PD ab).

    Du verfasst also eine Art Brief an den Arzt, Betreff Remonstration. Name der Patientin, Art der Versorgung, und warum Du diese für bedenklich hältst. Dieses Schreiben faxt Du an die Arztpraxis, lasse Dir den Sendebericht ausdrucken. Der Sendebericht gilt juristisch als "im Empfängerhorizont angekommen". Der Sendebericht wird mit dem Schreiben in der Akte der Patientin im Büro abgeheftet.

    Sollte die Patientin verwirrt sein, ziehe Dir einen Angehörigen zu Rate. Aus juristischer Sicht können diese aber nichts machen, solange die nicht die amtliche Betreuung für diese Patientin haben. Der Arzt müsste aber dazu eine Demenz o.ä. schwerwiegende beeinträchtigende Krankheiten diagnostizieren, damit eine amtliche Betreuung überhaupt Berechtigung findet.

    Ich kann Dir nur raten, den VW auf diese Art vorerst gar nicht mehr durchzuführen. Auch morgen früh nicht.

    LG
    Trisha
     
  5. SrSa

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    Hallo Trisha,
    hatte auch nach "Remonstration" gegoggelt, aber deine Beschreibung ist einfach besser.Danke!

    Werde das ganze in Angriff nehmen und vielleicht hat die PDL nen guten Tag und unterstützt mich dabei.
    Hoffe, dass ich nicht die einzige bin die so denkt.

    Wenn ich den VW morgen nicht mache, was hält die Pat von mir und die PDL??? Erst sagt sie (ich) ja und dann nein.
    Da ich ja heute gesagt habe das ich morgen komme und den VW machen. Als ich dann im Auto saß, ging mir alles durch den Kopf mit dem jetztigem Ergebnis.

    Werde dich auf den dem neusten Stand halten, wenn ich was neues weiß oder dies bezüglich noch Fragen, Sorgen, ect. haben.

    Wünsche dir noch einen schönen Abend.
     
  6. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Dann sage der Patientin das so. Ehrlich währt am längsten und mit Offenheit wirkst Du symphatisch.

    Ja, danke! Ich Dir auch!
    Anbei noch was zum lesen - stammt von einem Richter in Medizinrecht!

    LG
    Trisha
     

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  7. SrSa

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    Hallo Trisha,

    also um dich auf den neusten Stand zu bringen.

    Habe es heute in der Dienstbesprechung angesprochen, das ich da echt sorge habe, einen "möchtern perfekten VW" zu machen.
    Die Anworten waren folgende:
    *dieser Arzt (Chirurg) verschreibt, wegen des Sparen keine sterilen Materialien :verwirrt:
    *solch ein Verband muß man eigentlich nicht steril machen :verwirrt:
    *die Häuslichen Keime wären nicht so schlimm, also ist dieser VW so ok :verwirrt:
    *da die Betaisadonasalbe die Tamponade wieder desinfiziert, würde das ausreichen :verwirrt: (darf man Beta innerlich anwenden als Salbe??????)

    Habe der stellv. PDL von der Remonstration erzählt, sie sagt das braucht man bei dem Arzt gar nicht versuchen, die arbeit kann man sich sparen.

    Ich drehe echt am Rad:angry:
     
  8. Trisha

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    Hallo SrSa!

    Du hast zumindest schon mal ein Rad ins rollen gebracht, auch wenn dieses erst mal gegen die Wand gerollt ist :wut: .
    Du kannst z.B. den Anhang, den ich in meinem letzten Beitrag eingefügt habe, ausdrucken und diesen Deiner PDL geben.
    Dann frage sie ganz freundlich :lovelove: :weiberheld: , wo denn vorgegeben ist, dass ein solcher Verband unsteril durchgeführt werden darf - und, warum häusliche Keime in einer Wunde nichts ausrichten können (frage, wo sie das gelesen hat bzw. woher sie das weiß) :spopkorns: .
    Diese Aussagen, die Du heute hören durftest, sind nämlich Standardaussagen von Pflegepersonal aus dem Pflegedienst, die lapidar gesagt keine Ahnung haben von dem was sie da eigentlich sagen :-? .
    Betaisodonasalbe® ist zur Versorgung von Wunden zugelassen und hat eine antiseptische Wirkung. Allerdings auch einen Eiweißfehler und durch die Färbung eine schlechte Beurteilung der Wunde verursachend.

    Frage außerdem, wo denn steht, dass diese Salbe Kompressen desinfiziert. Das ist ganz was neues :fidee: . Unsterile Kompressen sind zwar vorsterilisiert, enthalten dennoch evtle. Sporen, die nur durch eine vollendete Serilisation vernichtet werden. Also bleibt fraglich, wie eine antiseptische Salbe dies erreichen kann/soll. Die Sporen bringst Du also in die Wunde ein.

    Zur Remonstration: spare Dir die Arbeit nicht, sofern Du verantwortungsbewußt bist. Du kannst auch gegenüber Deiner PDL remonstrieren :razz1: :zunge: !

    Ganz grob würde ich mal sagen: bei Euch liegt, was das Wundmanagement angeht, einiges im Argen....und Wundmanagement ist ein Teil von Qualitätssicherung, z.B. in Form von Wundstandards. Verlange nach diesen bei Deiner PDL :deal: . Sie wird bei Deinen vielen Fragen wahrscheinlich etwas dumm aus der Wäsche gucken :gruebel: (ich kenne sie ja nicht...aber kann durchaus sein...)

    Großes Lob an Dich - für Dein Engagement, denn solche Pflegefachkräfte braucht das Land :klatschspring: .

    LG
    Trisha
     
  9. SrSa

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    Hallöchen,

    Also es wird die Tamponade durch die Salbe gezogen und dann eingeführt, aber ob Kompresse oder Tamponade das kommt ja aufs gleiche raus, da die Tamponade ja immer mit der Küchenschere geschnitten wird und dann der Rest wieder zurück in die Packung kommt


    Und wie soll ich das anstellen.:-? Soll ich ihr schriftlich " unsere " Gedanken aufschreiben???

    Naja was das Wundmanagement angeht in Bezug auf Dekubitus und Ulcucs habe ich gut Erfahrung gemacht.(in den letzten drei Monaten sieben Wunden abgeschlossen). Es kommt alle zwei Wochen eine Frau von einem Sanitätshaus und macht Fotodoku, VW und bestellt bei einem Dr. mit dem das Sanitätshaus zusammenarbeitet unsere STERILEN Materialen (keine Handschuhe, aber das ist ok, habe mal was von minimal steril gelernt).
    Die stellv. PDL äußerte auch das sie die Pat. gerne mit von der Wundmanagerin versorgen lassen möchte. Somit müßte Pat aber den Arzt wechseln und das will die stellv. PDL nicht, wobei ihr das ja eigentlich egal sein sollte.


    Die Pat hat übrigens ein Petsch (schreibt man das so?) auf der Carotis. Kannst du da was mit anfangen??????

    Habe mir sterile 1mal Pinzetten und sterile Kompressen FÜR MICH besorgt, jetzt harperts noch an der Tamponade:(


    Werde, wenn mein Drucker es wieder tut, diese Beiträge ausdrucken, deinen Namen löschen und das dann auch mal der stell.PDL vorlegen. Kann man das schon mit zu der Remonstration zählen??????

    Danke für deine super tollen Antworten.

    Der Dateianhang ist echt gut verständlich zu lesen, werde ihn auch ausdrucken!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
  10. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Das macht man genau so, wie ich es Dir beschrieben habe - eben nur bei der PDL. Es ist, wie im Dateianhang steht, die Pflicht einer Pflegefachkraft, Remonstration durchzuführen wenn eine Versorgung nicht den Fachkenntnissen entspricht und eine Gefahr für den Patienten bedeutet. Eigentlich müsstest Du das (bzw. die PDL) beim Arzt machen, aber da Deine PDL offenbar weiter verlangt, dass der VW auf diese Art weiter fort geführt wird, solltest Du mit der Remonstration bei ihr beginnen. Nein, Du sollst nicht Deine Gedanken aufschreiben, sondern Du zeigst schriftlich Deine Bedenken auf. Du kannst diese Bedenken begründen aber auch wiederum nicht. Die Begründungen sollten wenn dann nämlich fundiert sein, dazu braucht man Quellen - sonst tritt man möglicherweise ins Fettnäpfchen.
    Hole Dir außerdem irgendwie Angehörige oder die Patientin selbst ins Boot.


    Okay, ist auch eine Möglichkeit.... besser als gar kein Wundmanagement...

    Was soll denn "minimal steril" sein??????? Entweder steril oder unsteril. Minimal steril gibt es nicht.



    Mein Name ist ohnehin ein Nick. Ich muß auch nicht unbedingt anonym bleiben. Viele kennen mich bereits "in echt" und habe nichts zu verbergen....:spopkorns: :wink: . Das kannst Du aber gerne machen wie Du das möchtest.
    Nein, eine Remonstration ist das nicht, höchstens eine Information.

    .
    Gerne, ich bräuchte dann nur noch die Rechnungsanschrift :wink: :anmachen:

    Das stammt von einem Richter, der sich besonders im Dekubitus- und Wundmanagement einen Namen gemacht hat (Herr Hans Werner Röhlig, bundesweit auch durch seine Vorträge bekannt).

    Also wünsche ich Dir weiterhin viel Erfolg und: nicht aufgeben wenn es nicht auf Anhieb nach Deinen Wünschen klappt!

    LG
    Trisha
     
  11. SrSa

    SrSa Senior-Mitglied

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    Guten Abend Trisha
    Ja ich meinte meine Gedanke in Bezug auf das Bedenken des VW.
    In der Schule haben die uns beigebracht, das man z.B. sterile Kopresse mit unsterilen Handschuhen von einen Seite anfasst und die andere Seite steril auf die Wunde.
    quasi so´n zwischen Ding .

    Werde dich auf den laufenden halten was aus dieser Sache wird.
     
  12. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hallo SrSa,

    das was Du beschreibst ist die sog. "Non-Touch-Technik". Das heißt, dass Du eine sterile Wundauflage so auf die Wunde bringst, dass das von Dir berührte Stück nicht mit der Wunde in Berührung kommt.

    LG
    Trisha
     
  13. Susanne Huber

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    Habe gerade die ganze Diskussion gelesen und wollte nur anmerken

    Non Touch Technik heißt, dass ich nie einen sterilen Gegenstand mit einer unsterilen Hand, Pinzette u.s.w. anfassen darf, sondern eine sterile Auflage wird mit Hilfe eines sterilen Instrumentes in/auf die Wunde gebracht.

    Ich verwende hier ambulant gerne sterile Einmal - Handschuhe (Packung zu 100 Stück, hält lange) die sind billiger als sterile Einmal-Pinzetten.)

    Die Frage zum Patch wurde auch noch nicht beantwortet. Das heißt, die arteria carottis wurde mit einem "Flicken" verschlossen. Operativ.
    Dadurch erhöht sich das Infektionsrisiko, da hier ja ein Fremdkörper auf das Gefäß aufgebracht wurde und somit das Infektionsrisiko zunimmt. Meist sind dies Patches aus Kunststoff.

    Ich hoffe aber im Interesse der Patientin, dass die Wundheilungsstörung nicht bis zur arteria carottis reicht.:anmachen:

    Viele Grüße noch an die mutige Schwester!!

    Gruß Susanne
     
  14. Trisha

    Trisha Poweruser

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  15. SrSa

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    Hallo Susanne,
    das habe ich mir fast gedacht das man das ganze als flicken bezeichnen kann.
    Danke übrigens das du meine Frage beantwortet hast in Bezug auf den Patch.

    Ich bin seit einigen Tagen nicht mehr bei der Patientin gewesen und laut meiner Kollegin verbessert sich die Wundtiefe, ect, obwohl es nicht mit sterilen Materialien versorgt wird, hoffe, dass es bald abgeheilt ist und es keine Komlipkationen gibt.

    halte ecuh auf dem laufenden
     
  16. SrSa

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    Hallo zusammen,

    nach dem ich das letzte mal hier gepostet habe, war ich noch einmal bei der Patientin mit Z.n. Carotis OP.

    Die Wunde ist abgheilt:flowerpower: laut dem dem Chirurg, ich war ja schon lang nicht mehr da, trotz UNTSERILES arbeiten. Glück gehabt die Pat.

    :megaphon:Wollte ich doch mal kurz euch allen mitteilen die sich mit mir gedanken gemacht habe, bezüglich einer doch nicht zustande kommende Remonstration.
     
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