Veränderung unseres Arbeitsfeldes

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von sili, 06.11.2005.

  1. sili

    sili Junior-Mitglied

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    Hallo,
    ich muss eine Hausarbeit zu dem Thema "Wie wird sie das Arbeitsfeld in der Krankenpflege in den nächsten 10 Jahen verändern?"
    Wo wird sich Pflege eatllieren?

    Was sind eure Meinungen dazu, was glaubt ihr?

    Vielen Dank für eure Hilfe:wavey:
     
  2. silverlady

    silverlady Stammgast

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    Pflege in 10 Jahren

    Ich bin der Meinung, die Pflege wird immer weiter mit Aufgaben betraut werden die heute noch zu den ärztlichen Gebieten gehören. da durch Veränderungen in den Gesetzen die ärztliche Versorgung immer teurer wird und somit kaum noch finanzierbar. Die eigentliche pflegerische Versorgung wird sich auch verändern da die Finanzierung durch die gesetzlichen Krankenkassen sich verändern wird. Da kann es z.B sein das Angehörige die Grundpflege selbst übernehmen da sie von den Krankenkassen nicht mehr bezahlt werden. Die Zeit für den einzelnen Patienten wird noch weniger werden da wenige Pflegekräfte nur noch für Behandlungspflege anwesend sein werden. Die Zahl der ambulanten OP wird erheblich steigen da sich die Patienten sich eine KH Aufenthalt nicht mehr leisten können.
    Die Pflegekräfte werden in immer größeren Masse die med. Versorgung übernehmen die psychsoziale Betreuung wird in den KH nicht oder kaum noch möglich sein. Die Überleitungspflege wird ein sehr wichtiger Berreich im KH werden.

    Ich hoffe das es nicht so weit kommt aber so sehe ich die Pflege in 10 Jahren
     
  3. Susanne Huber

    Susanne Huber Stammgast

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    Krankenschwester
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    Ambulante Pflege
    Funktion:
    Wundmanager, Praxisanleitung
    Hallo Sili,

    ich denke, dass sich die Pflege immer mehr spezialisiert und professioneller werden muss (wenn sie überleben will)
    Tatsächlich muss das Aufgabenfeld der Pflege klarer umrissen werden. Das muss die Pflege aber selbst tun. Wichtig ist, dass sich die professionellen Pflegekräfte von den Helfern abgrenzen. Das soll keine Disqualifikation für die Helfer sein, die sind wichtig. Die "Profis" müssen aber ihre Aufgaben verdeutlichen, d.h. transparent darstellen und entsprechend agieren. (Nicht reagieren).

    Ein wesentlicher Bestandteil der Pflege von morgen wird die Gesundheitsberatung sein. Wir werden nicht mehr nur in der behandelnden Krankenpflege tätig sein, sondern immer mehr Pflege- und Gesundheitsberatung durchführen. Das wird dazu führen, dass wir uns immer mehr spezialisieren. Die "ich kann alles" Krankenschwester gibt es sowieso nur auf dem Papier.

    Mein Wunsch wäre, der Pflege mehr Kompetenz und Verantwortung zu geben. Ich weiß, viele von Euch denken jetzt, "noch mehr Verantwortung!!?" aber ich meine nicht die stillschweigende, einfach hingenommene Verantwortung, die wir "glauben" übernehmen zu müssen, weil es sonst keiner tut. Ich denke hier an offiziell übertragene Verantwortung, für die wir auch honoriert werden, was aber verlangt, dass wir dafür auch ausgebildet sind und entsprechende Leistung erbringen.

    Die Leistung, die wir in der Lage sind, erbringen zu können, wird in Zukunft immer mehr messbar sein. Wir werden über unsere Qualifikation Nachweise erbringen müssen und auch über unsere Fortbildungen. Das sollt uns stolz machen. Momentan interessiert sich z.B: mein Chef (PDL) nicht die Bohne für meine Fortbildungen (die ich logischerweise in meiner Freizeit besuche, von meinem Geld) Neues Wissen, das ich in die Arbeit mit einbringe, wird stillschweigend akzeptiert. Er hat natürlich, wie viele Chefs Angst, mich für die Fortbildungen mal belohnen zu müssen.

    In 10 Jahren werden wir nachweisen müssen, dass wir unser Fachwissen auf dem medizinisch/pflegerisch aktuellen Stand halten, sonst müssen wir ggf. sogar Gehaltskürzungen in Kauf nehmen.

    Das Studium für Pflegekräfte wird, glaube ich nicht kommen. (Ich meine wie z.B: jetzt in anderen europäischen Ländern). Dann wären wir zu teuer. Da ist den Arbeitgebern ein Ausbildungsberuf schon lieber.

    Viel Spass bei deiner Hausarbeit

    Gruß Susanne
     
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