Unzumutbare Dienstpläne

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von aodash, 14.07.2009.

  1. aodash

    aodash Newbie

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    Hallo zusammen,

    ich schreibe hier im Auftrag meiner Freundin, die, wie soll es auch anders sein, gerade arbeitet und keine Zeit hat.
    Sie arbeitet seit knapp einem Jahr in einem Krankenhaus als Krankenpflegerin. Die Dienstpläne werden hier immer unmenschlicher.

    Beispielsweise muss sie 12 Tage am Stück arbeiten und hat anschließend drei Tage frei. Von diesen 12 Tagen sind die letzten vier Nachtdienste. Somit sind ihre drei freien Tage schonmal mit einem vollen Tag schlafen vergeudet. Nächsten Monat hat sie sogar nur zwei freie Tage Nachdem sie 11 Tage am Stück gearbeitet hat und davon sind wieder die letzten Tage Nachtdienste.

    Oder seit Monaten geht die Tendez ihrer Dienstpläne immer mehr dahin, dass sie nur noch Spät und Nachtdienste hat. Sie hat kaum noch Frühdienste.

    1. Ist diese "freie Tage Regelung" zulässig?
    2. Sollte die Verteilung der Schichten nicht gleichmäßiger erfolgen, sodass nicht fast ausschließlich Spät/Nachtdienste auf dem Dienstplan stehen?

    Danke für eure Antworten.
    Stefan
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo aodash,

    ich kann darin jetzt nichts wirklich unzumutbares erkennen, was wäre denn dein optimaler Dienstplan für deine Freundin?

    Arbeitet deine Freundin in einer 5, 5,5 oder 6 Tagewoche.
    Wieviele Wochenarbeitstunden? 38,5 oder 39 oder 40 ?

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  3. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Ja. zwischen 2 Diensten müssen 10 Stunden Pause sein und das ist in diesem Fall gewährleistet.

    Sollte schon. Sie sollte einfach mit ihrer SL darüber reden.
     
  4. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Das würde bei 12 Diensten bedeuten: 4 Tage Früh, 4 Tage Spät und 4 Nächte. Das wäre dann auch vom Rhythmus her optimal, da man in den "späteren" Dienst wechselt, sagen Arbeitsmediziner.

    Bevor jetzt jemand mault, wie fies es ist, mit einem Frühdienst nach einem Frei zu beginnen, ich sagte, das wäre optimal laut Arbeitsmedizin!
     
  5. aodash

    aodash Newbie

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    Sie arbeitet in einer 5,5 Tagewoche mit 38,5 Wochenarbeitsstunden.
    12 Tage am Stück arbeiten und nur 1,5/2,5 Tage frei (,5 wegen dem Nachtdienst) empfinde ich schon als unzumutbar.
    Die Tatsache dass der Nachtdienst die freien Tage "beeinflusst" ist in meinen Augen das Problem. Der erste freie Tag ist ja nach einem Nachtdienst dann die eigentliche Nacht?
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Bei einer 5,5 Tagewoche stehen dir in 14 Tagen 3 freie Tage zu, das ist dir klar. Durch die 5,5 Tagwoche verkürzt sich die tägliche Dienstzeit. Das ist für den einen ein Vorteil, weil er in seiner täglichen Freizeit noch mehr machen kann für andere ein Nachteil, weil in 14 Tagen 1 freier Tag weniger.

    Deine Freundin arbeitet Vollzeit, somit muss sie auf ihre Stunden gebracht werden. Wäre es in deinen Augen besser, wenn sie jede Woche 1,5 Tag frei hätte?

    Beispiel: Montag bis Donnerstag Früh, Freitag Spät, Samstag halber Dienst Spät. Sonntag frei. - Das wäre dann dein Favorit?

    4 Tage Früh, 4 Spät und 3 Nächte und 3 Tage frei wäre eine andere Möglichkeit. Bedenke, der Tag an dem deine Freundin in den Nachtdienst geht, arbeitet sie tagsüber auch nicht...

    Wenn ihr mit der 5,5 Tagewoche nicht zurecht kommt, wäre es eine Möglichkeit das Krankenhaus zu wechseln in eines, das nur eine 5 Tagewoche hat? Wahlweise eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit?
     
  7. Tante Doll

    Tante Doll Gast

    Zulässig oder nicht - laut Meinung von " aodash " ist es schlicht und ergreifend zu viel, wenn seine Freundin 12 tage am stück durcharbeiten muss.
    Und in dieser Meinung ist er meiner Meinung nach durchaus zu
    unterstützen !!!
    Dies ist angesichts der üblichen Arbeits- und Lohnverhältnisse wirklich
    zu viel !!!
    Allerding ist dies, was man ja anhand der Aussagen hier unschwer erkennen kann, durchaus üblich
    Und genau das hätte sich halt seine Freundin bei der Entscheidung, in diese Branche einzusteigen, eben schon früher bewusst machen sollen.

    Aber das ist ein anders Thema !!
     
  8. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    :knockin::knockin:

    Alao , ich muss ganz ehrlich sagen , wenn ich die Dienstpläne für unsere Vollzeitkräfte sehe,wird mir anders:cry:Es sind wirklich viele Tage , die am Stück gearbeitet werden , aber irgendwo müssen die Stunde ja herkommen...Ich habe sogar schon erlebt , dass der Tag , an dem man aus dem Nachtdienst kommt, als erster Urlaubstag im Dienstplan steht...meiner Meinung nach ungerecht , aber erlaubt:gruebel:
    Falls Deine Freundin wenigstens noch ihr geregletes Wochenendfrei hat , kann sie sich freuen , denn auch das ist nicht mehr Gang und Gebe...wir arbeiten mittlerweile 3,4 Wochenenden hintereinander...egal ob VZ oder TZ...denn ein Recht auf jedes zweite WE frei hat man ja leider auch nicht:cry:
    Spass macht das oft alles nicht mehr,ist weder familienfreundlich noch gut für den Freundeskreis und es wundert mich nicht , dass immer mehr Pflegekräfte das Handtuch werfen...zumal es eine adequate Bezahlung für die verlorenen WE`s nicht gibt ( und auch nicht geben kann)..

    :knockin::knockin:
     
  9. Tante Doll

    Tante Doll Gast

    " irgendwo müssen die Stunden ja herkommen "

    Ja, das ist schon richtig ! komisch nur, dass ich hier in Norwegen eine 35,5 Stundenwoche habe, was bedeuten würde, dass ich im Monat gerade mal 12 Stunden weniger arbeite, was im Grund nicht viel ist, ich aber trotzdem nur jedes vierte Wochenende arbeite, keinen Nachdienst habe und nur einmal pro Woche Spätschicht. Zudem fangen wir gemütlich um 08.30 an und hören
    um 15.30 auf !!!
    Es arbeitet hier nie jemand länger am Stück als maximal 7 Tage, und das auch nur einmal im Monat. Ansonsten arbeiten wir 5 Tage die Woche und haben dann frei ! ( es sei denn jamand will sich etwas dazuverdienen und springt häufig ein. dann kann man gelegentlich schon mal längere Zeit am Stück arbeiten. Dis wird aber dann auch zum Ausgleich gut entlohnt ! )
    Irgendwas stimmt doch mit der ganzen Kalkulation nicht, oder ????:mrgreen::mrgreen::mrgreen:
     
  10. Leann

    Leann Stammgast

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    :gruebel: also unsere Vollzeitkräfte kommen ganz selten mal auf 9 Tage am Stück 12 schon gleich gar nicht.
     
  11. alesig

    alesig Poweruser

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    Hallo
    Bei einer 38,5 Stunden Woche sind 12 Tage am Stück bei uns etwas völlig normales, es können auch mal 13 oder 14 Tage werden, falls kein Nachtienst am Schluß war hast Du dann 1 höchsten 2 Tage frei und darfst dann wieder arbeiten. Unsere Chefin ist aber schon nach 8 Tagen erschöpft und nimmt sich dann frei. Wir haben den Personellen Supergau und schieben viele Mehrarbeitsstunden.
    Habe auch schon ein geniales Arbeitgeberfreundliches Arbeitsmodell gefunden
    -5 Frühdienste- 5 Spätdienste - 2 Nächte, der Tag an dem ich aus der Nachtwache komme ist dann mein freier Tag und schon kann ich wieder mit meinen 5- Frühdiensten-5 Spätdiensten-2 Nächte weitermachen.
    Da bei uns Dienstpläne genehmigt werden die im durchschnitt 40-60 Plusstunden vorsehen und der BR nicht reagiert, weil ja kein Personal da ist wäre dieser Dienstplan geradezu genial-für den Arbeitgeber.
    Alesig
     
  12. derEsel

    derEsel Newbie

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    hi bei samen, letzten beiträge sind ja minimal vom thema abgewichen.
    Um zurückzukommen hi,aodash.
    wenn du und deine freundin das gefühl habt, sie arbeitet zu viel (und hat zu wenig frei) gibts mehrere möglichkeiten.
    1. man spricht mit der SL ob man den Rhythmus anders legen kann
    2. man reduziert die (Arbeits-)Stunden
    3. man wechselt zu einem anderen Arbeitgeber mit anderem System (z.b. 5 Tage Woche)

    Aus meiner Erfahrung kann ich aber sagen, das man als Vollkraft in der Krankenpflege tendenziel (Arbeitgeberabhängig) meistens mehrere Tage (10-12) am Stück (manche mögen das, ich gehöre dazu) arbeiten muss.dafür hat man halt danach mehr frei. Wenn du den Tag an dem Sie aus der Nacht kommt nicht als Frei siehst, dann darfst du aber den Tag wo sie in die nacht geht, auch nicht als Arbeitstag werten....
     
  13. Lin

    Lin Poweruser

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    Ich denke, es bringt nichts zu sagen, dass hat man vorher schon gewusst. Wissen ja, aber dann wirklich so arbeiten, da kann man vorher schlecht sagen, dass man damit leicht klar kommt.

    Meine Vorschreiber haben ja gute Beispiele geschrieben. Ich werde selbst in nächster Zeit meine Stunden reduzieren, da es einfach in letzter Zeit zu anstrengend war. Überstunden werden wie selbstverständlich eingeplant (alleine in einem Monat 45 geplante Überstunden). 6 bis 9 Tage durch, dann oft nur 1, 2 Tage frei und dann wieder von vorne. Familie (kleine Kinder) und Vollzeit arbeiten, ist sowieso ein Ding der Unmöglichkeit. Ich habe selbst zwar keine Kinder, bin Single, muss aber dadurch meinen Haushalt auch alleine schmeißen und in den paar freien Tagen muss ich mich schon dazu aufraffen, einkaufen zu gehen.

    Meine Freunde regen sich schon auf, weil sie mich immer seltener zu Gesicht bekommen, aber ich ehrlich sagen, wenn ich frei habe, bin ich froh meine Ruhe zu haben.

    Lehrer hätte man werden müssen (aber auch nur wegen der Arbeitszeit :emba:). Wie haben sie beim Streik nochmal argumentiert: achja, die psychische Belastung ist so groß, darum kann man nur 22 Wochenstunden arbeiten.

    Gruß,
    Lin
     
  14. Bruder Joe

    Bruder Joe Junior-Mitglied

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    Meiner Meinung nach hängt es davon ab, wieviele Stunden Deine Freundin am Stück arbeiten muss (also alle Schichten stundenmäßig zusammen zählen). Und da sehe ich bei 12 Tagen, in denen auch Nachtdienst enthalten ist, Probleme, das ist rechtlich nicht zulässig.
    Am besten sich an den Betriebsrat wenden.
    Also "mein" Dienstplanprogramm zeigt mir automatisch an, wann ein MA zu lange am Stück arbeitet oder er zu wenig Nachtruhe hat.

    Gruß,

    Bruder Joe :-)
     
  15. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Das musst du mir jetzt erklären, warum bei einer 5,5 Tagewoche 12 Tage nicht zulässig sind. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt bis zu 19 Tage am Stück.

    Bei einer 5,5 Tagewoche arbeitet man in der Regel keine 7,7 Stunden. Die Überlappungszeiten kurz. Selbst bei meiner 5 Tagewoche mit 38,5 Stunden komme ich nicht über die erlaubte Arbeitszeit. Es hängt immer davon ab, wielang die tägliche Arbeitszeit ist.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  16. Silvana

    Silvana Senior-Mitglied

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    Hallöle!

    Der Dienstplan ist vielleicht ärgerlich, aber nicht unzulässig. Arbeite selber in einer 38,5 Std./5,5- Tage- Woche, also 7,5 Std./Schicht (inkl. der 30 Min. Pause). Heißt halt, weniger Stunden am Tag, aber auch weniger freie Tage.
    Jetzt wäre es noch interessant zu wissen, wie viele Stunden im Nachtdienst geleistet werden. Bei mir sind es 10 Std. (bezahlte Pause). Damit "erarbeite" ich mir noch freie Tage, je nachdem, wie viele Nächte es sind. Nach dem jetzigen Block darf ich sogar mal 5 Tage zuhause bleiben:mrgreen:


    Lieben Gruß
     
  17. bun

    bun Junior-Mitglied

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    12 tage am stueck finde ich auch sehr lange und ich wuerde meine stunden reduzieren.
    wie lange arbeitet deine freundin in der nacht? vielleicht koennte sie mit mehr nachtdienst mehr freie tage erzielen?

    arbeite oft 12.5 stunden am stueck und wuerde bei einer vollzeitstelle 4 tage frei in der woche haben.(37.5 stunden/woche)
    auch wenn diese arbeitstage seeehr lange sind und der tag somit gelaufen ist, hat man doch viel freizeit , da auf den monat gerechnet man nur 12 dienste schiebt.

    :eek1:
     
  18. flexi

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    ..wobei du vergessen hast, da in Cambridge das deutsche Arbeitszeitgsetz nicht gilt...
     
  19. bun

    bun Junior-Mitglied

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    @flexi: thank god! :-)
     
  20. Bruder Joe

    Bruder Joe Junior-Mitglied

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    Also ich hab mich jetzt noch mal "schlau" gemacht und 12 Tage am Stück sind zulässig.
    Das mit den 19 Tagen am Stück geistert fröhlich durch alle Foren und wird meist unwidersprochen hingenommen. In der Praxis funktioniert die Rechenweise jedoch nur ein einziges Mal. Dazu braucht man nur einen Kalender zur Hand nehmen und rechnen: Ein MA fängt an einem Montag an, arbeitet danach zwei Sonntage, muss also nach 19 Tagen den ersten Ausgleichstag bekommen. Am darauf folgenden Samstag wird spätestens der Ausgleichstag für den zweiten Sonntag fällig. Und wenn man diese Regel von der Fälligkeit der Ausgleichstage kalendarisch weiterführt, entstehen regelmäßige Arbeitsblöcke von abwechselnd sechs und 12 Tagen. Der 19-Tage-Zyklus ist also nur ein einziges mal zu Beginn möglich – dann nicht mehr. Eventuell noch nach längerer Krankheit oder Urlaub, aber da auch wieder nur ein mal.
    § 11 Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung im Arbeitszeitgesetz


    Liebe Grüße,

    Joe
     
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