Unzufrieden mit der Therapie - was tun?

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von Babsi2530, 24.01.2008.

  1. Babsi2530

    Babsi2530 Gast

    Sagt mal, wie ist das eigentlich, wenn man sich endlich einen Platz erkämpft hat für eine stationäre Behandlung (nicht geschlossen) und man fühlt sich irgendwie unwohl, z.B. weil man mit den Therapeuten nicht klar kommt oder weil man das Gefühl hat, es laufe in die falsche Richtung. Was macht man dann?

    Wie lange sollte man die Therapie auf sich wirken lassen, bis man eine Entscheidung treffen sollte, die Eingewöhnung ist ja sicherlich nicht leicht.

    Und kann man einfach sagen, dass man gehen möchte?
     
  2. Brady

    Brady Gast

    Hallo Babsie2530,

    alle diese Fragen solltest Du dort stellen. Du solltest auch deine Befürchtungen, oder dass Du dort dich nicht verstanden fühlst ansprechen.
    Ein guter Therapeut weiss dies zu schätzen und sieht dies nicht als Kritik.

    In der Therapie wissen die Therapeuten, welche Schwierigkeiten es mit sích bringt, sich unverstanden fühlen, zu meinen, das man zuwenig Einzelgespräche bekommt, dass andere garnicht wissen können wie schlecht es einem geht, usw..

    Oder dass man auch mit Dingen konfrontiert wird, die man garnicht möchte. Aber das ist Therapie. Therapie bedeutet auch, dass es einem auch mal schlechter gehen kann, auch das ist "normal", weil Dinge die einem nicht behagen, die einem weh tun, nur so verarbeitet werden können.

    Was nicht weh tut, wo man nie drüber geweint hat oder konnte, dies als Beispiel, wird niemals abgeschlossen werden können.

    Viele denken, ich gehe in eine Therapie damit es mir besser geht, nun geht es mir aber schlechter. Diese Phase ist schwierig, das heisst wirklich an sich zu arbeiten.

    Wir sagen bei uns, dass ein Patient mindestens 2 Wochen braucht, um "anzukommen". Manchmal auch eben schneller und manchmal auch länger. Individuell wie jeder Mensch auch ist.

    Nimm "deine Therapie" in die Hand, ohne deine Mithilfe es auszusprechen, auch wenn es deine Verärgerung ist, geht nicht.
    Es gibt da kein "falsch".

    Man kann auch einfach sagen, dass man abbrechen möchte. Da man freiwillig sich auf diese Therapie eingelassen hat. Dies ist liegt immer in der eigenen Verantwortung, die man für sich klar haben sollte. Aus welchen Gründen auch immer.

    Auch braucht man keine Angst vor der krankenkasse zu haben. Aber die Chance, jetzt zu reden und was zu tun, die hat man vertan.

    Mein Rat wäre, nur nicht ohne was zu sagen abzubrechen. Damit nimmt man sich die Chance meistens selber nochmal wieder zu kommen. Man denkt, da kann ich mich nicht mehr melden und es wäre mir peinlich dann.
    Also ansprechen und besprechen.

    Weitere Fragen kannst Du nur dort stellen, denn da gehören sie hin. Nicht in ein Forum.

    Dehalb habe den Mut, bitte bei einem Therapeuten oder einem anderem Mitarbeiter, kann auch die Bezugspflegeperson sein um ein Gespräch.
    Gerade für Menschen, die selber in einem helfenden Beruf arbeiten, ist es umso schwieriger damit umzugehen, jetzt selber Patient zu sein.
    Auch das weiss das Team.


    Liebe Grüße Brady
     
  3. Babsi2530

    Babsi2530 Gast

    Äh, ich mache keine Therapie, mich hat es nur mal interessiert, weil jemand aus meinem Umfeld nur mäßig zufrieden ist und ich dafür der falsche Ansprechpartner bin.

    Aber danke für deine ausführliche Antwort :-)
     
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