Unterschiede Deutschland / Schweiz?

Piinckie

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Ich wohne zur Zeit in der Schweiz und möchte aus persönlichen Gründen nach Deutschland ziehen.
Ich arbeite in der Schweiz seit fast 5 Jahren als Krankenschwester auf einer chriurgischen Abteilung. in meinem 80 % Abreitspensum sind 20% für die Betreuung der Pflegeschüler integriet.

Von Arbeitskolleginnen und aus verschiedenen Berichten habe ich erfahren, dass sich die Kompetenz- und Arbeitsabläufe zwischen der Schweiz und Deutschland unterscheiden.
Einige Fragen sind für mich relevant:
Kann man mit wniger Arbeitsprozente arbeiten?
Sind die Arbeitsturnuse überall so lang?
Nach welchen systemen wird die betreuung der Pflegeschüler durchgeführt?


Hat jemand erfahrungen damit?
Wäre froh um Berichte.
 

Anna

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Hallo!

Bin seit einem Jahr examiniert (in Deutschland) und arbeite nun seitdem in der Schweiz. Im Allgemeinen ist es so, dass die Arbeitsbedingungen in der Schweiz wohl recht viel besser sind als in D!!

Man kann evtl eine 50% oder 75% - Stelle bekommen, was jedoch derzeit recht schwierig ist! 80%-Stellen,- davon habe ich in D noch nichts gehört..?
Ansonsten hatte man bisher eine 38,5 Stunden-Woche, wobei man oft 10Tage am Stück arbeitet(ca7,7Std /d). Nun ist es so, dass viele Klinken auf eine 40-bzw 42Std-Woche aufgestockt haben. Wobei jedoch die Bezahlung gleich niedrig bleibt..und man dennoch nur 7,7Std/d arbeitet. D.h., dass man ca 2 Tage im Monat weniger FREI hat!!
Kann auch nicht so genaues sagen, da ich dies selbst nur aus Erzählungen meiner 'Ex-Kollegen' weiss....

Zur Schülerbetreung auf Station: bei uns gab es sog 'Mentoren', diese haben die Einarbeitung der neuen Schüler übernommen und waren jederzeit deren Ansprechpartner. Seit 1.01.04 jedoch, gibt es ein neues Krankenpflegegesetz, nachdem wurde einiges geändert...

Wünsche Dir dennoch viel Glück und Erfolg für Dein Arbeitsleben in Deutschland, wünsche Dir ein gutes Team und frohes Schaffen, liebe Grüsse
 
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Piinckie

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Hallo

Danke für deine Antwort.
Wie empfindest du denn die unterschiede von deinen Kompetenzen?
Ich weiss nicht so recht ob ich mich damit abfinden kann, dass ich gewisse sachen nicht mehr machen darf.
 

Manegger

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Hallo Piinckie
Noch zur Ergänzung des obigen Thread von Anna:
Die Wochenarbeitszeit ist überwiegend 38,5h pro Woche, manchmal auch mehr, je nach Tarifvertrag und Träger.
Je nach Klinik und Aufassung der Betriebe gibt es dann die 5, 5,25, 5,5 bis hin zur 6 Tage Woche. Die tägliche Arbeitszeit kann sehr unterschiedlich sein. Das hängt einerseits von der Tagewoche ab, andererseits davon, ob es gewisse Arbeitszeitmodelle mit variablen Schichten und Arbeitszeiten zwischen 6 und 9h pro Tag.
Zu den Kompetenzen und den Tätigkeiten in Deutschland:
Andere Länder andere Sitten, anderes Recht (wobei es ja nicht rechtlich geregelt ist), wenn du diese Tätigkeiten annähernd weiter durchführen möchtest, dann würde am ehesten eine Intensivabteilung in Frage kommen.
Was Azubis und Betreuung angeht: Da sind wir in Deutschland nicht ganz so weit. Es wird aber sicher von Bundesland zu Bundesland, von Region zu Region, Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich gehandhabt.
Manche Stationen gewähren den Praxisanleitern oder Mentoren mehr Zeit, andere sind der fälschlichen Meinung, 2 Personen können auch mehr schaffen. Dazwischen gibts alles. Allerdings keine starre oder klare Aufteilung in Prozent.
Die Redunzierung der Arbeitszeit an sich kannst du allerdings jederzeit beantragen und muss dir auf Antrag auch gewährt werden. Das ist im Teilzeitarbeitsgesetz geregelt.
Ansonsten empfehle ich dir für weitere Informationen die Seite der Gewerkschaft Verdi www.verdi.de
Alles Gute in Deutschland
Klaus
 

Dark Vampire

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also zum thema ausbildung ich nur sagen, sie wird von jahr zu jahr schlechter.

im letzten jahr hatten wir noch 2 praxisanleiter für ca. 70 schüler.
jetzt haben wir noch 1 praxisanleiter für ca. 80 schüler.

dolle entwicklung. auch auf station werden wir immer weniger kräfte.
es geht bergab und nicht mehr bergauf.
ach ja, für unser op team änder sich ab 01.04.05 auch was, die bekommen die dienste nicht mehr bezahlt und müssen abfeuer. mach etwa 600 euro im monat weniger geld aus.
geil oder?
 

Dirk

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.. ich kann da nur noch hinzufügen, dass es für mich keinen Weg zurück nach Deutschland gibt (zumindest sage ich das jetzt mal ...).

Die Kompetenz, die Du hier ansprichst, ist deutlich reduziert (in Deutschland) was aber vor allem auf die sozialen Kleinigkeiten bezogen ist.
Es gibt - so ist meine Erfahrung in Deutschland - nur sehr zaghafte Schritte in ein (vergleichsweises) gutes Entlassungsmanagement, wie in der Schweiz.
Auch wirst Du feststellen, dass der ZEitfaktor ein nicht unerheblicher ist.

Liebe GRüsse

Dirk
 

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