Unglücklich im jetzigen Beruf

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Ramona84, 25.03.2007.

  1. Ramona84

    Ramona84 Senior-Mitglied

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    Hey Leute,
    2005 habe ich mein Examen zur Krankenschwester gemacht und habe danach einen Job in einem Heim für Menschen mit körperlich und geistiger Behinderung gefunden. Am Anfang fand ich den Job toll- ich war weg vom Krankenhaus, hatte super-Dienstzeiten und die Bezahlung bei einer 75% Stelle war 1a. Es ist quasi der Beruf einer Sonderpädagogin, den ich zur Zeit ausführe. Der Pflegerische Aspekt ist da, der medizinische Teil eher weniger. Mit Spritzen, Infusionen, Katheder, etc habe ich dort gar nichts mehr zu tun. Ich merke wie ich immer mehr mein schwer erarbeitetes Wissen verliere.
    Seit knapp einem halben Jahr ist dieser Beruf eher zu einem Bürojob geworden. Ich muss Dokumentieren, Berichte schreiben, Fortbildungen halten, mich mit Behörden ärgern, etc. 80% meines Arbeitstages verbringe ich im Büro, die Bewohner sitzen dann gelangweilt in der Wohngruppe und keifen sich an.:streit:
    Ich habe einfach gemerkt, das dieser Beruf einfach nichts für mich ist und ich wieder meiner alten Tätigkeit nachgehen will. Nur ins Krankenhaus will ich nicht unbedingt wieder zurück.
    Frage:
    Wie stehen meine Chancen nach Jahren wieder in den Beruf der Krankenschwester einzusteigen und welche Möglichkeiten außer Krankenhaus bieten sich da? Natürlich will ich finanziell nicht absteigen, denn das kann ich mir als ledige EPerson in einem Haushalt nicht leisten (ca 1200€ netto sollten da schon drin sein).
    Könnt ihr mir da weiterhelfen? Ich bin zur Zeit totunglücklich und frage mich, wie ich aus diesem Dilemma wieder herauskomme.:weissnix:
    Vielen Dank
    Ramona :wavey:
     
  2. psychiatricnurse

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    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Ort:
    Deutschland
    Ambulante Pflege!
    Da bekommst du mit deinem weiter dazugekommenen Wissen bestimmt etwas!
    Du kannst ja außer reine Pflege auch psych. Pflege machen, also Gespräche, Einschätzen des Gesundheitszustandes, versch. Maßnahmen zur Sozialisierung zb. mit dem Pat. kochen, backen, einkaufen, Nachmittagskaffe mit Nachbarn oder Freunden organisieren....
    Der Krankheitsaspekt ist in der ambulanten psych. Pflege nicht so hoch, aber du behälst die kranken Anteile des Pat. im blick und kannst trotzdem die gesunden Anteile noch besser fördern als in Krankenhäusern möglich wäre.
    Diese Jobs sind natürlich begehrt, aber du hast den Vorteil der Berufserfahrung im Heimbereich, also besser als deine Klinikkolleg/innen.!

    Viel Glück bei der Jobsuche!
     
  3. sie24

    sie24 Senior-Mitglied

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    Hallo Ramona

    Vielleicht wäre es im Altenheim auch nicht so verkehrt. Wieviele Stunden möchtest du denn Arbeiten? Weil wenn du vollzeit arbeiten möchtest dann ist Ambulanter Pflegedienst doch ganz schön heftig. Obwohl ich auch zugeben muß Altenheim ist auch ziehmlich schwer kommt immer drauf an was für Bewohner da sind. Ich drück dir die Daumen das du etwas neues findest.
    Bei mir ist mein Problem ich würde gerne wieder ins Krankenhaus nur ich bin nun auch schon zwei Jahre nicht mehr im Krankenhaus gewessen. Und mein wissen ist auch nicht mehr so wirklich frisch:gruebel:


    Liebe grüße sie 24
     
  4. Ramona84

    Ramona84 Senior-Mitglied

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    Beruf:
    Krankenschwester
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    Düren
    Danke schon mal euch beiden für die Antworten.
    Wieviele Stunden ich arbeiten möchte hängt teilweise von der Bezahlung ab. Ich bräuchte schon so 1200€ netto im Monat, um Leben zu können. Wenn das wie jetzt eine 3/4 Stelle ist, ist es super, arbeite aber auch Vollzeit.
    Ich will nur aus diesem Alltagstrott und dem Bürokram raus- denn das nervt wirklich!

    Ich hoffe es können mir noch ein paar andere Tipps geben.
     
  5. Mortisha

    Mortisha Junior-Mitglied

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    Arzt-/ Schwesternhelferin
    Ort:
    NRW
    Ich würde auch ambulante Pflege vorschlagen. Ich selber arbeite bei einem ambulanten Pflegedienst in Aachen und kann mich wirklich nicht über zu wenig Kontakt zu Patienten beklagen...
    Das Gehalt dürfte auch deinen Vorstellungen entsprechen.
    Oder wie wäre es mit einer Weiterbildung z.B. zur Wundmanagerin?
    Da hättest du dann auch wieder mehr Kontakt zu den Patienten.
     
  6. Ramona84

    Ramona84 Senior-Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Beruf:
    Krankenschwester
    Ort:
    Düren
    Hmm, ist das denn noch so einfach?
    Ich meine ich bin knapp 3 Jahre aus dem Beruf raus. Ob ich dann wieder eisteigen kann? An Ambulante Pflege hatte ich auch gedacht, war mir aber bisher nie so sicher...
    Das mit dem Wundmanagment hört sich ja auch nicht schlecht an, doch: Was muss man da denn machen?
     
  7. Sufenta

    Sufenta Junior-Mitglied

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    Wie wäre es mit einer Bewerbung in der Psychiatrie? Du wirst als Krankenschwester bezahlt und profitierst von den Erfahrungen der letzten Jahre auf jeden Fall...
     
  8. VansQueen

    VansQueen Stammgast

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    Beruf:
    Krankenschwester
    Akt. Einsatzbereich:
    Unfallchirurgie/Orthopädie/Neurochirurgie
    Hallo, ich wollte noch anmerken, dass es in einigen Altenheimen auch nicht recht viel anders ist, als in deinem jetzigen Job. Dort musst du sehr viel Bürokram erledigen und bist dann oft überlastet mit den pflegerischen Sachen. Hinzu kommt noch, dass du wohl eher die einzige Ex. sein wirst und du mit Helfern arbeitest, denen du möglicherweise die Arbeit schaffen musst. Also nur so aus eigener Erfahrung, als ich noch in nem Heim Helferin war. Viele Ex. berichteten, dass sie dort an medizinischen Wissen verloren hätten, weil sie es nicht mehr anwenden können.
    Auch ich habe eventuell den Wunsch, ein paar Jahre nach der Ausbildung "weg von der Pflege" und eher in Richtung Beratung, Schule, Wundmanagement oder sowas zu gehen..... mal sehen, was so kommt....... liebe Grüße
     
  9. Mariola1981

    Mariola1981 Junior-Mitglied

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    46
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    0
    Beruf:
    examinierte Krankenschwester
    Ort:
    Soest
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Pflege
    Hallo!
    Also um dich vielleicht irgendwie zu überzeugen das es nach einigen Jahren auch noch mit einer Stelle in der Pflege klappt, erzähl ich mal kurz was von mir.
    Hab 2003 mein Examen gemacht, danach keine Stelle bekommen, und seit Juni 2004 war ich in Erziehungsurlaub, 2006 kam mein zweites Kind und seit
    März diesen Jahres(also nach5 Jahren aus dem Beruf raus!!!) arbeite ich
    wieder in der ambulanten Pflege, erstmal auf 32 Std. im Monat und nach
    und nach wird aufgestockt!! Es geht wirklich!!! Und du hast ja Berufserfahrung
    immerhin, hatte ich nicht
    Naja gut, habe 1 Jahr lang als Betreuerin im familienunterstützdenden Dienst bei einem Verein der behinderte Menschen betreut gearbeitet, aber mit Pflege hatte das so ziemlich gar nichts zu tun.
     
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