Unglaubliches Verhalten des Rettungsdienstes

Medsister74

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Guten Tag zusammen,

ich bin neu hier auf der Website, falls mein Beitrag hier nicht hingehören sollte, sei es mir bitte verziehen ;)

Ich würde gerne eure Meinung zu meinem "Erlebnis" mit dem Rettungsdienst hören.
Es geht dabei um meine 19 Jahre alte Tochter, sie ist geistig behindert, inkontinent, Z.n. VSD-OP und leidet an Epilepsie (generalisierte Anfälle, GMs).
Mein Mann und ich haben sie letzte Woche abends generalisiert krampfend im Bett vorgefunden, wir haben ihr direkt ihr Notfallmedikament verabreicht (sie bekommt Diazepam 10mg rektal).
Leider hat der Krampf nach einigen Minuten immernoch nicht aufgehört, sodass wir den Rettungsdienst alarmieren mussten. Eine zweite Rektaltube, die sie dann normalerweise bekommen sollte, hatten wir nicht mehr zur Hand.
Irgendwann, nach 10 Minuten trafen die Herren von der Feuerwehr dann ein, meine Tochter war immernoch am Krampfen, mittlerweile ordentlich auf die Zunge gebissen und eine leichte Zyanose war auch dabei.
Die NEF-Besatzung kam zeitgleich mit dem RTW an, wir haben das Team direkt darauf hingewiesen, dass sie im Falle eines Krampfes sofort Diazepam rektal bekommen soll, bzw. dass sofort antikonvulsiv behandelt wird. Dazu muss ich leider noch sagen, dass sie Dormicum nicht verträgt, MAD ginge also auch nicht, ebenso wenig wie Lorazepam. Der Notarzt wollte "dem Alter auf keinen Fall etwas rektal geben" und hat sie daher erstmal weiterkrampfen lassen. Er hat zweimal versucht, bei ihr ne Braunüle zu versenken (hat natürlich zweimal ne grüne genommen:gruebel:). Mein Mann (ebenfalls Krankenpfleger) und ich haben den Arzt mehrmals darauf hingewiesen dass sie sehr kleine, zarte Venen hat, und dass man lieber direkt die blaue Braunüle nehmen sollte.
Seine Antwort: "Neeeeee, die ist nur für Kinder.":fidee:

Weil er keinen i.v.-Zugang legen konnte, wollte er einen intraossären Zugang legen.
Seine Kollegen haben meine krampfende Tochter die ganze Zeit festgehalten.
Er hat es tibial rechts versucht, ohne Lokalanästhesie, was meiner Tochter scheinbar wahnsinnige Schmerzen bereitet hat (da hörte der Krampf langsam auf). Nach mehrfacher, schmerzerregender NaCl-Injektion stellte der Arzt dann fest, dass der i.o.-Zugang nicht richtig liegt. Dann meinte er noch: "Oh, die hat ja aufgehört."
Er zog die Kanüle dann raus und wollte keine weitere mehr legen, da sie ja nicht mehr krampfte. Das braucht ein postiktaler Patient ja auch nicht, bei dem die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs hoch ist und der zum Status epi. neigt, ja auch nicht (Ironie).
Wir haben ihn dann gefragt, ob er nicht doch einen blauen Zugang legen wollte zur Sicherheit, er meinte: "Nö, dat braucht se' nich."
Wir haben ihn gefragt was er bitte macht, wenn sie nochmal krampft: "Dann leg ich nen EZ-IO (i.o.-Zugang)."
Auf den Hinweis, dass man bei meiner Tochter erst den Krampf mittels Rectiole beenden sollte und dann erst nen Zugang legen sollte, antwortete er wieder: "Dem Alter gibt man nix rektal."

Unsere Tochter wurde von den Neurologen in der Uniklinik Düsseldorf eingestellt, und die rieten uns auch zu dieser antikonvulsiven Therapie.
Aber scheinbar sind wir hier an einen Schlaumeier geraten:gruebel:.

Auf dem Weg ins KH ist zum Glück alles gut gegangen, aber in der Klinik stellte man fest, dass der Notarzt ihr den Tibiakopf gebrochen hat und dass sich ein Riss längs des Schienbeins entlangzog. Meine Tochter wurde operiert und jetzt muss sie für einige Wochen einen Gips tragen :(
Ich find das Verhalten des Notarztes einfach nur unterste Schublade, zumal er nicht der behandelnde Neurologe meines Kindes ist, der über die antikonvulsive Notfalltherapie zu entscheiden hat bzw. diese abzusegnen hat.

Wie ist eure Meinung dazu? Vielleicht tummeln sich hier auch einige Rettungsfachkundige ;)

Gruß, Anja
 

WildeSchwester

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Ich denke Du solltest dich an den betreffenden Rettungsdienst /Notarzt wenden.Von hier war keiner dabei und kann die Situation beurteilen.
Alles gute für deine Tochter.
 

FLORA.BLEIBT

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wie oben schon erwähnt, war niemand von uns dabei, deshalb ist es schwierig dass ganze aus der ferne zu beurteilen..

::
die eintreffzeit von 10 min (RTW & NEF) ist ja ganz ordentlich, da kann man nix sagen

::
dass ihr nur 1 rektiole diazepam hattet, dafür kann der RD nichts, dass lag an euch. ob der RD bei euch überhaupt mit rektiolen arbeitet, ist die nächste frage. wir geben rektiolen nur bei kindern.

::
zungenbiß und leichte zyanose kann schon mal sein, weißt du ja sicherlich selbst, ist in der regel nur kurz und passager. monitoring wurde sicherlich (hoffentlich) angebracht oder?

::
2 frustrane viggoversuche und dann umstieg auf i.o. zugang, top notarzt alles richtig gemacht. was die kanülengröße angeht, dass muss derjenige entscheiden der die viggo legt, in dem fall der NA. da würde ich mir auch nicht von angehörigen reinreden lassen, sry.. dass ein i.o.zugang mal nicht liegt, kann passieren. ne lokale für einen intraossären zugang ist nicht nötig, im RD sowieso unüblich (bei uns in der klinik ebenso). laut vidacare (hersteller EZIO), ist der punktionsschmerz miz einer venenpunktion vergleichbar, seh ich jetzt nicht als falsch sondern legitim an.

::
der krampf hat ja dann alleine sistiert. dass man unmittelbar nach einem krampfanfall erneut krampft ist sehr unwahrscheinlich und selten. deshalb völlig okay dass er den transport vor erneuten punktionsversuchen vorgezogen hat (load and go).

::
blöd ist, dass deine tochter wohl nur diazepam verträgt und andere benzos nicht (warum?). da bleibt nicht mehr viel wahlmöglichkeit, ausser thiopental mit begleitender ITN fehlt mir da grad nix ein und dass muss ja nun wirklich nicht sein (ausser halt status, dann schon. aber der krampf hat ja von alleine aufgehört).

::
auch dass "aussitzen" eines krampfanfalls ist nicht unüblich (wird in vielen behinderteneinrichtungen praktiziert, die leute haben, welche öfters krampfen. die machen erst was wenn nach 20 min der krampf nicht aufhört). kenn zumindest ich so.

::
dass sie eine fraktur hat ist natürlich doof, aber sehr ungewöhnlich. da liegt sicherlich auch was mit der knochensubstanz im argen, anderst kann ich mir dass nicht vorstellen.

::
der neurologe stellt nen epilepi ein, richtig. die primärversorgung im notfall obliegt allerdings immer dem ersteintreffenden RD-personal bzw. dem NA, da ist es völlig egal was der neurologe will. die entscheidung und verantwortung liegt da klar beim RD/NA.


also zusammengefaßt fand ich dass ganze jetzt gar nicht so schlecht was da lief.. (aber war ja nicht dabei deswegen nur aus der ferne zu beurteilen). alles gute und deiner tochter gute besserung!! bin gespannt was der rest so dazu meint..
 
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Mausie

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Aus meiner erfahrungsreichen Zeit mit meiner kleinen Patientin aus der 1:1 - Betreuung kann ich dir folgendes sagen:

Meine kleine Patientin ist ebenfalls schwerst Mehrfachbehindert aufgrund einer syndromalen Erkrankung und hat ebenfalls eine therapierefraktäre Epilepsie, sie krampft sich schnell und gerne mal in den Status epilepticus. Zufällig wird sie auch von der Uniklinik Düsseldorf betreut. Wenn das bei ihr der Fall ist, haben wir aber ein festes Schema für den Notfall, mit mehreren medikamentösen Möglichkeiten. Neben dem Midazolam (das deine Tochter ja nicht vertragen würde) haben wir nicht nur Diazepam, sondern auch noch Chloralhydrat. Es gibt also noch mehr Möglichkeiten und keinen Grund, den Versuch, den Krampf medikamentös zu beenden, zu unterlassen. Die Mutter meiner Patientin ist ebenfalls Krankenschwester und egal welcher Notarzt kommt, dieser richtet sich grundsätzlich nach dem, was wir ihm sagen und was bisher für Maßnahmen an unserer kleinen Patientin erfolgte, wenn sie RTW - pflichtig gekrampft hat. Was unter anderem bedeutet, dass wir ihm sagen, ob und welchen Zugang sie bekommt. Ich finde das Verhalten des Notarztes gelinde gesagt, unmöglich! Wobei ich betohnen möchte, dass ich das jetzt nur aufgrund deiner Aussagen so sagen kann. Und wenn du das Bedürfnis hast, dann leg ruhig eine Beschwerde ein. Es wird ja herauszufinden sein, wer das war und ob der von der Klinik aus kaum. Eine förmliche Überprüfung des Einsatzes und des notärztlichen Vorgehens erscheint mir angebracht und legitim.

Eine Fraktur beim Legen eines intraossären Zugangs höre ich jetzt auch zum ersten Mal. Tatsächlich gibt es da mehrere Optionen, die aber dringend geprüft werden sollten. Tibiakopf spricht klar dafür, dass er zu weit oben angesetzt hat. Ich würde an eurer Stelle trotzdem mal eine Knochendichtemessung machen lassen, auch der Fairness halber.

...der neurologe stellt nen epilepi ein, richtig
Dazu fällt mir nix mehr ein, ich bin sprachlos über so eine abfällige Ausdrucksweise
 

FLORA.BLEIBT

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chloralhydrat ist beim krampfanfall off-label-use wenn mich nicht alles täuscht oder??
 

WildeSchwester

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@Mausie Ich muss Flora beipflichten: Ea ist völlig egal was andere behandelnde Ärzte sagen: Die Verantwortung liegt beim Notarzt,wenn er gerufen werden muss!!! Schließlich ist er derjenige der zur Rechenschaft gezogen wird, wenn etwas schief läuft.Stell dir mal vor der Notarzt macht was Angehörige,andere Pflegekräfte oder weiß der Geier wer noch sagt und dann geht es gründlichst daneben...und dann? Dann wird der NA zur Rechenschaft gezogen...nicht diejenigen die ihm da was ins Ohr geflüstert haben:idea:
 

FLORA.BLEIBT

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der notarzt und dass rettungsdienstpersonal kann sich nach dem richten was du sagst, muss dies aber nicht tun. da ist dem RD/NA nichts vorzuwerfen. die therapieentscheidung obliegt in diesem fall ganz klar dem notarzt und sonst niemanden, da brauch man sich nicht beschweren...
 

FLORA.BLEIBT

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die wilde schwester war schneller ^^
 

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Bei uns im Kreis weiß ich,dass Diazepam Rektiolen im Kinderkoffer mit drauf sind,aber das ist sicher von Kreis zu Kreis verschieden.
Bei uns wird sowas aber von den Leitenden NA's mit entschieden,was die jeweiligen Rettungsmittel an Medikamenten vorhalten müssen.

Zum i.o.Zugang -->Bei uns im Rettungsdienst gib es "Standards" die mit den NA's zusammen ausgearbeitet wurden und bei uns ist es so nach dem 3.Fehlversich beim i.v.Zugang wird auf den i.o.zugang ausgewichen.
 

Medsister74

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Wir fragten uns ja, was dagegen sprach, meiner Tochter sofort und auf sicherem Wege, in diesem Fall rektal, die Medikamente zu geben. Meiner Meinung nach ist es doch völlig wurscht, wie ein Medikament in den Körper kommt, ob durch den Mund, Nase, durch die Vene, durch die Ohren , durch das Rektum etc. weiß der Geier was. Natürlich wählt man im akuten Notfall die bestmögliche, schnellste und sicherste Methode.
Was in diesem Fall eben rektal gewesen wäre.
Es schien einfach, dass der Notarzt es aus Prinzip ablehnte, Erwachsenen in dieser Form Medikamente zu verabreichen, was aus meiner Sicht völliger Schwachsinn ist.
Natürlich ist auch er derjenige der im Worst-Case zur Rechenschaft gezogen wird, aber wenn ihm (erfahrene) Pflegekräfte Hinweise geben, wie es bisher am besten geklappt hat, wo man eine gute Vene findet etc., und er nicht ansatzweise zuhört, dann finde ich das ehrlich gesagt mehr als daneben.

Dass Rectiolen nur bei Kindern angewendet werden höre ich auch zum ersten Mal, im Krankenhaus wo ich arbeite, wird, v.a. in der Neuro, sehr häufig im Notfall rektal appliziert, sofern kein i.v.-Zugang vorhanden ist.
 
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Mausie

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Es schien einfach, dass der Notarzt es aus Prinzip ablehnte, Erwachsenen in dieser Form Medikamente zu verabreichen, was aus meiner Sicht völliger Schwachsinn ist.
Natürlich ist auch er derjenige der im Worst-Case zur Rechenschaft gezogen wird, aber wenn ihm (erfahrene) Pflegekräfte Hinweise geben, wie es bisher am besten geklappt hat, wo man eine gute Vene findet etc., und er nicht ansatzweise zuhört, dann finde ich das ehrlich gesagt mehr als daneben.
Macht so den Eindruck, ja.

Dass Rectiolen nur bei Kindern angewendet werden höre ich auch zum ersten Mal, im Krankenhaus wo ich arbeite, wird, v.a. in der Neuro, sehr häufig im Notfall rektal appliziert, sofern kein i.v.-Zugang vorhanden ist.
Das kennst nicht nicht nur du so und das macht auch Sinn. Im akuten Krampfgeschehen, vor allem, wenn dann auch noch eine Zyanose auftritt, sind die Patienten so zentralisiert, dass man für eine antikonvulsive Therapie nicht erst x Versuche für einen Zugang verschwendet. In Falle eines Status kostet das wertvolle Zeit und Zeit = Gehirnzellen!!! Notfalls geht das ganze auch i.m., der i.o. wäre so ziemlich die allerletzte Möglichkeit
 

FLORA.BLEIBT

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ich habe gesagt WIR geben rektiolen nur bei kindern.

und nochmal: vielleicht ist es bei euch im RD-bereich nicht üblich mit rektiolen zu arbeiten und sie gehören nicht zur ausstattung der rettungsmittel, dass ist gut möglich.

mittel der wahl im notfall ist und bleibt der i.v. zugang was medikamentengabe angeht.

ich glaube dein Hauptproblem ist, dass der NA nicht auf dich gehört hat, aber wie gesagt dass muss er auch nicht.. er ist der verantwortliche und entscheidet was und wie therapiert wird. ich kann sonst keine (groben) fehler erkennen.
 

WildeSchwester

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Ich weiß nicht wie es bei uns im Rettungsdienst ist,aber bei uns im Haus wird bei Krampfanfällen auch nichts rektal verabreicht sondern über die Nasenschleimhaut.
Ich stelle es mir aber auch schwer vor, bei nem Krampfenden was ins Rektum einführen zu wollen...verkrampft sich doch auch,oder nicht?
 

FLORA.BLEIBT

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er ist nach 2 versuchen auf intraossär umgestiegen, war doch korrekt.

was machst du, wenn der patient auf eine rektalgabe anaphylaktisch reagiert oder eine apnoe einsetzt, oder der patient erbricht und aspiriert?! dann ne viggo legen is doof oder...?? i.v. zugang zur medigabe ist beim notfallpatient der goldstandard, auch um auf eine potentielle verschlechterung/nebenwirkungen eingestellt zu sein.

jugularis externa kannst du quasi immer punktieren und wenn nicht eben i.o. - die zeiten von hundertfachen venenpunktionen sind heutzutage hoffentlich geschichte. siehe hierzu auch die aktuellen erc Empfehlungen von 2015
 
Zuletzt bearbeitet:

FLORA.BLEIBT

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zu chloralyhdrat: da war ich sogar auf dem stand dass es seit längerem vom markt verschwunden ist (seit 2009 rum oder sowas).. aber is ja wohl nicht so wenn ihr dass noch habt, vllt hat sich dass ja auch wieder geändert. müsst ich mal nachlesen
 

Mausie

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Ich muss dazu sagen, wir sind bei unserer Patienten auch recht verwöhnt. Das Chloralhydrat ist zwar ein Saft, aber sie hat eine PEG, worüber wir das im Notfall verabreichen können (jedenfalls noch, in absehbarer Zeit hat sich das eventuell erledigt). Das Midazolam wird extra für sie als Nasenspray zubereitet und das Diazepam haben wir als Rektiolen vor Ort.
 

WildeSchwester

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Es ist noch erhältlich bzw.wieder erhältlich.Anscheinend jedoch nicht in allen Darreichungsformen

Edit: die Rektiolen sind vom Markt
 

narde2003

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Leitung HOKO
Meine Empfehlung: Wenn der Tibiakopf durch den i.o. Zugang gebrochen wurde - erstmal eine Beschwerde gegen den Notarzt schreiben, ggf. auch gerichtliche Schritte einleiten.

Wie aber schon geschrieben, liegt die Verantwortung beim behandelnden Notarzt bezüglich der Medikamente.

Wir waren nicht dabei und können recht wenig zur Therapie sagen, für die Zukunft solltest du vielleicht auch die Empfehlungen des Neurologen vorliegen haben, damit du diese vorzeigen kannst - natürlich in einer aktuellen Fassung.
 

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