Umsonst zum Dienst gekommen

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Shadomo, 27.05.2011.

  1. Shadomo

    Shadomo Junior-Mitglied

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    Hallo,

    Habe mal eine Frage und zwar ergab sich jetzt diese Woche folgende Situation,
    ich hatte eigentlich geplant Spätdienst, um 08.30 Uhr morgens rappelte unser Telefon (hatte noch geschlafen) :verwirrt:und unsere Stellvertr. Leitung war dran, ich wurde gefragt ob ich statt Spätdienst, schon eine Nacht machen könnte ( is jemand krank geworden), nach dem Spätdienst hätte ich eh Nächte gehabt.
    Habe ein bissl rumgedruckst, weil ich echt kein Fan von Nächten bin und wir auch dummerweise immer wieder so geplant werden, das wir morgens aus dem Nachtdienst kommen und gleich am nächsten Tag wieder arbeiten müssen.
    Wie auch immer, habe dann ja gesagt, habe natürlich um 08.30 dann nicht mehr einschlafen können, hab mich dann wohl weislich, in Gedanken beim Nachtdienst nachmittags umgehauen, damit ich abends fit bin.
    So ging ich dann abends zum Nachtdienst, als ich aus der Umkleide kam, sah ich die Kollegin, die ja eigentl. krank sein sollte.
    Pustekuchen, sie is nicht krank, sie hatte morgens gesagt, wenns sie krank ist meldet sie sich nochmal, hat sie aber nicht :verwirrt:
    Wollte unsere stellvertr. Leitung anrufen und fragen was ich nun machen soll, ob ich dableiben soll/kann zusätzlich oder nach hause gehen soll. Naja habe unsere telefonliste nicht gefunden, also musste ich selber entscheiden.
    Alle sagten, geh doch wieder heim... usw... wollte aber kein minus ( eigentlich) aber andererseits, war ich so heiß ja auch nicht auf nacht gewesen, war halt gefälligkeit.
    Hab dann 3 stunden mitgearbeitet und bin dann wieder heim ....
    jetz habe ich halt -6 stunden.
    Meine Frage ist nun eigentl. da es nicht mein verschulden war, bekomme ich trotzdem minus stunden oder hätt ich auch dableiben dürfen, obwohl ich überflüssig war???
    Bei meinem Mann in der Firma ist es halt so, wird eine Schicht nicht mind. 3 stunden vorher über das ausfallen dieser schicht informiert, so darf er sich den gesamten Arbeitstag anrechnen.
    Bei denen ist es halt häufiger so, das weniger los ist und dann einzelne zu hause bleiben sollen, aber diese 3 stunden müssen eingehalten werden.

    Liebe grüße, wäre über info dankbar, hatte so eine Situation noch nie, waren wenn eher immer zu wenige:razz1:
     
  2. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Ich wäre auf jeden Fall da geblieben. War ja so angeordnet. Da du aber (aus freien Stücken) eher gegangen bist, hast du natürlich minus, für mich logisch.
     
  3. Shadomo

    Shadomo Junior-Mitglied

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    Angeordnet würde ich jetz so auch nicht sagen, es wurde ja gefragt ob ich für jemand krankes komme, der dann aber offensichtlich doch nicht krank war :verwirrt:
    finde das mit dem minus auch net schlimm, schade aber net schlimm. wie du sagst war ja im endeffekt meine entscheidung, hätt meine vorgesetzte auch gefragt aber ohne nummer...
    war halt nur nicht mein fehler, das meine ich halt.
    und was die entscheidung angeht, ob ich bleibe, habe ich eher daran gezweifelt ob man mir net den hals rum dreht, wenn wir mit 4 exam. nachdienst gemacht hätten.
    wäre sehr angenehm gewesen aber unnötig-
     
  4. angiemaus0511

    angiemaus0511 Senior-Mitglied

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    Was lernen wir wiedermal daraus....geht nicht immer ans Telefon....:zunge:

    Du hast für Dich entschieden,musst Du halt Minusstunden in Kauf nehmen.
    Aber nicht in Ordnung ist, das die stellv.Leitung sich nicht mehr gemeldet hat,obwohl ja die evtl.Kranke gesagt hat,das sie sich nochmal meldet,wenn sie krank ist...
    Aber komisch,entweder bin ich krank oder nicht...:verwirrt::verwirrt::verwirrt:
     
  5. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Auch nicht dein Problem...DU hast es ja nicht so geplant...
     
  6. tictac

    tictac Stammgast

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    Ich würde mich an deiner Stelle nicht so verrückt machen. Diese etwas dumm gelaufene Planung ist schließlich nicht dein Verschulden.:kloppen: Ich wäre auch wieder nach Hause gegangen, würde da auch mit meinen Leitungen keinen Stress bekommen.

    Wenn bei euch 3 Pflegekräfte für den Nachdienst geplant sind, muss doch nicht noch ein Vierter da bleiben.:gruebel: Ausserdem kannst du doch deine Minusstunden mal an einem anderen Tag nacharbeiten, falls dies überhaupt nötig ist.

    Ausserdem kann man in bestimmten Fällen auch selbst etwas entscheiden, wenn die Leitung nicht erreichbar ist.
    Zeigt doch, dass du als Mitarbeiter auch mal selbst mitdenkst, flexibel bist und deine Entscheidung wird keine Konsequenzen haben... bis auf 6 Minusstunden.



    Gruß:nurse:
     
  7. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Das ist ja nun überhaupt nicht planbar, wenn eine Nachtwache sagt: Sie meldet sich nochmal, wenn sie krank ist....
    Wenn Du Pech hast, dann bekommst Du so kurzfristig keinen Ersatz mehr für den Nachtdienst und der Spätdienst
    bleibt dann dafür doppelt, oder wie?

    Die Mitarbeiter sitzen ja nun nicht alle am Telefon und warten, daß sie den Nachtdienst übernehmen können.

    Die Leitung hätte darauf drängen müssen: " Ist das nun eine Krankmeldung oder ist es keine?"
    Das ist ja Nonsens. Ich hab 15 Jahre lang Dauernachtdienst gemacht, aber SO hätte ich mich niemals krank gemeldet.- Dann muß man sich tatsächlich entscheiden, es sei denn man bekommt kurzfristig Durchfall, Fieber oder bricht sich ein Bein.

    Schlimmstenfalls geht es dem Nachtdienst abends besser, der absagt und der hat dann einen Tag krank in seinem Dienstplan stehen.
    Tut mir leid, aber das halte ich für Blödsinn im höchsten Maße, und so eine Banalität, daß man den Tag dann ja ein anderes mal nacharbeiten kann, ist das auch nur,wenn man ansonsten zuhause keine anderen Verpflichtungen hat.

    Die Kollegen, die so eine Einstellung haben, sollten evt. einmal nachdenken, daß es auch Mitarbeiter gibt die zuhause große Verpflichtungen haben und für die ihre freien Tage noch lange nicht bedeuten, daß die auch frei sind.

    Und die lapidaren 6 Minusstunden bedeuten eben nicht nur 6 Minusstunden, sondern das bedeutet für den Mitarbeiter der einspringt, daß er an dem Tag seinen gesamten Ablauf ändern muß und an dem Tag an dem er nacharbeitet. Also einen Eingriff in 2 seiner freien Tage.

    Dafür fehlt mir jegliches Verständnis, zumal ich 80 % meiner freien Tage für die Pflege meiner Mutter einsetzen muß und es mag auch noch viele andere Arbeitnehmer geben, die ihre freien Tage nicht nach freier Laune gestalten können.

    Bei einer Pflegekraft würde ich mehr Empathiefähigkeit erwarten. Leider mangelt es daran sehr vielen Kollegen und Mitarbeitern in der Pflege.

    Liebe Grüße Fearn
     
  8. Shadomo

    Shadomo Junior-Mitglied

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    Ja wie gesagt, ärgerlich fand ich das auch alles.
    Denn im Grunde, habe ich den Tag verpennt um abends fit zu sein, bin hin gefahren und wieder zurück und habe - 6 Stunden...
    Schlechte Bilanz.
    Und die Spätschicht musste mit 1 weniger arbeiten und hat sich nen Wolf gearbeitet -.-
    Naja Pech gehabt
     
  9. tictac

    tictac Stammgast

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    @Fearn: beziehst du deinen Ärger auf meine Aussage? Dann hast du mich falsch interpretiert. Ich meine ja auch, dass von 6 Minusstunden nicht die Welt untergeht und ich denke auch, dass sie nicht nacharbeiten müsste, weil es nicht ihr Verschulden ist. Natürlich plant man ja schließlich auch seinen Alltag ausserhalb des Jobs. Da hast du Recht. Ich denke, falls es tatsächlich mit den Minusstunden insgesamt schwierig wird, könnte sie ja nett gebeten werden irgendwann mal einzuspringen, wenn es Not tut. Und dann kann sie ja auch ihre Freizeit danach planen.
     
  10. Ich bin ganz bei Fearn, "ich melde mich wenn ich krank bin"---Sollte man doch wohl am besten selbst feststellen....will sagen, ich muss doch am besten wissen ob ich mich wohl genug fühle um arbeiten zu gehen.

    <zynismusanmodus> Ooooder sollte es heißen ich melde mich wenn mein Arzt mich krankschreibt?

    Ich denke die Leitung musste nach Ersatz suchen, leider hat es Dich getroffen. --Ich persönlich wäre auch da geblieben und hätte mir im Zweifelsfall
    die Augen aus dem Kopp gelesen und sei es mit von Patienten geliehenen Frauen mit Herz oder im Spiegel.--Oder hätte sonstige Routinedinge gemacht, die im Tagesdienst vielleicht oft zu kurz kommen.

    Druckerpresse
     
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