Umgang mit weinenden Patienten?

B

bky.non

Gast
Hallo zusammen.

Aus aktuellem Anlass (ich hatte die Situation alleine heute drei Mal - und in der Vergangenheit selbstverständlich auch immer mal wieder) wollte ich euch einfach mal nach euren Meinungen und Erfahrungen fragen.

Ich würde mich generell eigentlich als empathischen und mitfühlenden Menschen beschreiben, aber ich kann einfach nicht damit umgehen, wenn jemand weint.
Das konnte ich noch nie - weder bei Verwandten, noch bei Bekannten oder Freunden, und erst recht nicht bei Fremden bzw. Patienten.

Ich fühle mich in solchen Situationen unwohl und hilflos und weiß nicht, was ich tun oder wie ich helfen kann, damit es der betroffenen Person besser geht und/oder was derjenige von mir erwartet (bzw. ob überhaupt etwas erwartet wird).

Meist versuche ich mich von der Situation zu distanzieren und sage den Patienten, dass ich mit solchen Situationen nicht wirklich gut umzugehen weiß, frage denjenigen aber trotzdem, ob er weiß, was ihm in dem Augenblick helfen würde - ob ich bei ihm bleiben und er reden (oder schweigen) möchte oder ob er lieber alleine sein will.

Ehrlicherweise muss ich aber gestehen, dass ich meist ziemlich erleichtert bin, wenn der Patient in einem solchen Moment lieber alleine sein möchte - und dann fühle ich mich zusätzlich schlecht, weil ich glaube, als zukünftige Krankenschwester eigentlich mit solchen Situationen umgehen können zu müssen und weil die Kollegen irgendwie immer alle richtig reagieren, ohne den Patienten vorher fragen zu müssen, was er im Moment braucht.

Hat dazu irgendjemand einen Tipp, oder vielleicht sogar dasselbe "Problem" und kann mir eventuell sagen, wie man lernen kann, mit Weinen umzugehen und in dieser Hinsicht besser reagieren reagieren können?

Ich hoffe, ihr verurteilt mich deswegen nicht und danke euch im Voraus für Antworten...
 

DerNeue1234

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Hai ! :-)
Also ich muss sagen das es meinen Patienten im FSJ immer geholfen hat das ich einfach da war und ihnen zugehört habe. Spezielle Sachen was man in so einer Situation sagen sollte ist immer sehr schwierig. Sei einfach für die Patienten da. Auser sie wollen das du raus gehst. Und sonst kannst du sie fragen ob du ihnen irgendwas gutes tun kannst.

Gruss
 

WildeSchwester

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@bky.non Du bist ehrlich zu den Patienten,und sagst Ihnen dass du nicht weißt wie du mit der Situation umgehen sollst.Du bietest Ihnen ein offenes Ohr an und fragst ob und wie du helfen kannst.Du weißt wo (momentan noch) deine Grenzen sind.Und ich finde damit zeigst du schon ein sehr professionelles Verhalten.Ich glaube weinende Patienten sind für die meisten Pflegenden nicht angenehm.Mich eingeschlossen.
In deinem Profil steht dass du auf einer geschützten Station für Abhängigkeitserkrankungen arbeitest.Das ist nochmal eine andere Situation,da sich die Patienten psychisch in einer anderen Situation befinden als der "normale" Patient auf einer somatischen Station.Und du wirst während deiner Ausbildung noch lernen mit dem Klientel umzugehen.Setz dich selber nicht so unter Druck.Ich finde du bist auf einem guten Weg:up:
 

Irgendeine

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Hallo,
ich persönlich handele in solchen Sit. spontan.
Ich habe auch immer wieder Kollegen gefragt, was die davon halten, wenn man z.B. mal einen weinenden Pat. in den Arm nimmt. Alle sagten mir, dass es wichtig ist, dass man authentisch ist. Und wenn ich in dem Moment das Gefühl habe, dass der Mensch sich besser dadurch fühlt, dann mache ich das auch. Natürlich nur, wenn der Pat. einverstanden ist.
Es ist natürlich auch wichtig, dass man für sich selbst ausreichend Distanz bewahrt. Ich denke, da muss jeder für sich selbst entscheiden.
Bis jetzt bin ich damit ganz gut gefahren.
lg
 

Karozee

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Ich verstehe deine Reaktion absolut.
Wer gerät denn gerne in unangenehme Situationen. Auch keine Polizistin, Soldatin oder jeder andere, der anderen eigentlich helfen möchte.
Manchmal werden hier uns unsere Grenzen gezeigt.
Und ich kann mich den anderen Antworten nur anschließen.

Als Idee, rede mit Kolleginen, die in deinem Alter sind und/oder ähnliche Probleme haben. Es muss ja nicht exakt das Selbe sein. Manche kommen mit einem Kot und Urin verschmierten Zimmer weniger zurecht. (Das soll kein Witz sein, aber wir wissen ja worüber wir reden. Oder ornanierende männliche Patienten, die ihren Bedürfnissen nachgehen...)

Aber reden hilft meiner Meinung nach.

Liebe Grüße und wenige weinende und überhaupt problematische Patienten

Karozee
 

Jillian

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Als Idee, rede mit Kolleginen
Wenn du schon in einer Tour alte Threads rauskramst, dann bemerke bitte, dass deine Tipps an den TE ins Leere laufen: der hat sich nämlich abgemeldet, und liest mit Sicherheit nimmer mit. :hippy:
 

Karozee

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Guter Hinweis.

Es ist ja nicht so, dass ich nur kontra bin.

Ich weiß z. B. dass SAP eine große Software Firma ist.
Das ist beispielsweise ein Stichpubkt den ich jetzt bringen kann, ohne zu wissen worüber ich genau schreibe.

Liebe Grüße
 

FLORA.BLEIBT

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alterrrrr..... was läuft hier den schief bitte??????

:-?o_O:schraube:
 

Jillian

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Vielleicht hilft ja SAP in der Psychatrie, dass keiner mehr weinen muss... Portable Emotion Solutions Inc. oder sowas.
 

Martin H.

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Ich versteh nur noch Bahnhof... :gruebel:
 

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