Umgang mit Macht

Ute

Poweruser
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Hallo Stationsleitungen,

mich würde mal interessieren wie Ihr mit der "Macht" umgeht. Habt Ihr überhaupt Macht? (z.B. Dienstplan, Ziele erreichen)


Hallo Kollegen,

mich interessiert ob Ihr schon mal mit der Macht einer Stationsleitung in Berührung gekommen seit? (z.B.Dienstübernahme, FB-Wünsche nicht bekommen)

:gruebel:
LG
ute
 

Akiko82

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Hallo Ute!

Im normalen Alltag bekommen wir die "Macht von oben" eher weniger zu spüren.
Allerdings liegt das bei uns auch daran, daß wir viele viele verschiedene Persönlichkeiten sind - aber der Umgang stimmt. Jeder hat Respekt vor der Arbeit des anderen und Offenheit wird groß geschrieben.

Die "Aufständischen" sind bei der Leitung aber wahrscheinlich weniger beliebt als die "devoten Arbeiter"... :twisted:

Die Macht der Grüppchenbildung sollte man allerdings nicht unterschätzen, das hat bereits eine Kollegin ihren Job gekostet bei uns...

Trotzdem kann man jederzeit seine Meinung äußern ohne Angst um seinen Kopf haben zu müssen...

Mit dem Dienstplan gibt`s selten Probleme: Jeder trägt sich in den Wunschplan ein und zu 90% werden die Wünsche berücksichtigt. Falls dann doch mal was nicht passt, findet sich in der Regel auch jemand der tauscht.

Was FB angeht ist das sehr unterschiedlich; der Chef bemüht sich schon jeden mal auf eine FB oder Tagung mitzunehmen.
Es gibt allerdings auch Leute mit denen die Leitung schon mindestens die nächsten 3 Jahre vorgeplant hat...

Bis denn dann!!!
 

Trisha

Poweruser
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Hallo,

Dienstpläne mache ich bei uns im amb. PD, und bis auf ein paar wenige Klagen (is´ja immer so, wenn der neue Dienstplan rausgehängt wird, wird erst mal verglichen, besonders, wie ich mich eingetragen habe). Sie haben aber alle feststellen können, dass ich die Dienste ziemlich gerecht verteile und keiner benachteiligt wird (Ausnahmen gibt es immer).

Vor wenigen Wochen wurde ich zur stv. PDL ernannt. Noch habe ich keine Stellenbeschreibung, im Klartext, es ist noch nicht ganz offiziell, aber sicher.
Wenn die Chefs (=PDL + Geschäftsführer) beide gleichzeitig in Urlaub sind, bin ich in einer leitenden Position und habe somit Macht.
Obwohl das Wort "Macht" irgendwie negativ klingt, es klingt für mich nach "Herrschen" oder "Befehlsgewalt".
Ich würde sagen, dass ich dann eine Autorität bin, die Einfluss ausübt, Entscheidungen trifft und bei Problemen der Ansprechpartner bin.

LG
Trisha
 

WOFR

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Hallo @ll,

ich denke. als Stationsleitung hat besitzen wir eine Art von Macht.
Wobei es in der Personalführung ja verschiedene Ausprägungungen von Macht gibt.
- Belohnungs- und Bestrafungsmacht, beruht auf der Möglichkeit Belohnungen und Bestrafungen anzudrohen und auszuüben
- Legitimationsmacht, basiert auf der Weisungskompetenz innerhalb einer Hierachie (formale Vorgesetzte)
- Expertenmacht, basiert auf einem inhaltlichen oder zeitlichen Informationsvorsprung
- Informationsmacht, basiert auf der Möglichkeit Informationen nicht an die Mitarbeiter weiterzugeben
- Identifikationsmacht, beruht auf der Vorbildfunktion des Führenden, dem es nachzueifern gilt

Die Aussage von Akiko (Die "Aufständischen" sind bei der Leitung aber wahrscheinlich weniger beliebt als die "devoten Arbeiter"...) kann ich nicht nachvollziehen, entspricht sie nicht meinem Verständnis von einem konstruktiven Mitarbeiter. Gerade ein Mitarbeiter der offen und konstruktiv Kritik äußert, wird bereit sein an der Beseitgung von Misständen mitzuarbeiten. "Ja-Sager" werden sehr wahrscheinlich hinter dem Rücken ihre Kritik und ihre "guten Vorschläge" äußern.

bis denne
Frank
 

WOFR

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Hallo @all,

habe noch ein schönes Zitat gefunden:

Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.
Theodor W. Adorno (Minima Moralia, Erster Teil, 1944)


bis denne
Frank
 

Akiko82

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Hallo Frank!!!

Ich sehe das genauso wie Du; nur jemand der Missstände erkennt und darauf hinweist wird auch bereit sein, diese ändern zu wollen.

Ich wollte damit lediglich sagen, daß ich (und ich rede dabei nur von mir!) den Eindruck habe, daß manche Vorgestezte es lieber haben wenn ihre Belegschaft ihren Job macht und nichts weiter...

Beispiel: In dem Kh in dem ich gleich nach der Ausbildung arbeitete, sagte die PDL (!) mir:
"Junge Frau, Arbeit muß heutzutage keinen Spaß mehr machen." :schraube:
Ich sprach sie lediglich auf die Demotivation meiner langjährig in Genre beschäftigten Kollegen an.
Dazu muß ich noch bemerken, daß es sich um eine geriatrische Akutstation handelte.
Dies war dann auch der Tag an dem ich mir eine neue Stelle gesucht habe.

Man kann Kritik anbringen - ohne Frage, aber wie damit von Seiten der Leitung umgegangen wird, darauf hat man im Allgemeinen wohl kaum Einfluß...

Ganz schlimm sind mit Sicherheit die ewigen Hinterm - Rücken - Nörgeler die den Schwanz einziehen wenn`s um die Wurst geht. Aber ob diese Kritik dann sachlich und konstruktiv war/ist, steht auf eienm anderen Blatt...

Einen schönen Tag Euch allen!
 

Ute

Poweruser
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Hi Akiko82,

ich denke die ewigen Hinterm - Rücken - Nörgeler, die den Schwanz einziehenden, kann man ganz gut in Griff bekommen wenn sie Aufgaben erhalten! Dann haben Sie nicht mehr viel Zeit für die schönen Dinge Ihres Arbeitslebens ;)


gruß
ute
 

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