Überstunden angehäuft - und nun?

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von Helfersyndrom, 01.04.2012.

  1. Helfersyndrom

    Helfersyndrom Newbie

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    Hallo,Leute,
    ich arbeite auch schon einige Jährchen in der ambulanten Pflege,hatte schon viele Tiefs aber auch einige Hochs.
    Zur Zeit bin ich im Tief auch aus folgendem Grund:
    Wie ja üblich in unserer Branche ist mehr Arbeit da als Pflegekräfte und es sammeln sich Überstunden.
    Eine unheimlich liebe ,sehr engagierte,schon ältere Kollegin die nicht Nein sagen kann hat sich so über die Jahre 800!!!Überstunden angesammelt.Auszahlen lassen wollte sie diese nicht und abfeiern ging nie so richtigaus o.g. Gründen.
    Nun wurde uns mitgeteilt,dass sie jetzt im Überstundenfrei ist bis zum Beginn der Rente- was diesen Dezember sein wird.
    Natürlich gönne ich meiner Kollegin das von Herzen,ich bin echt traurig,dass sie weggeht.
    Faktisch ist es aber doch so:
    Die Chefs sind nicht eingeschritten als die Überstunden gigantisch hoch wurden.
    Nun haben wir jeden Monat eine Kollegin auf dem Dienstplan stehen, die theoretisch da ist,aber nicht arbeitet . Die Arbeit ist aber noch genauso da ,aber einen neuen Kollegen können sie nicht einstellen weil rechnerisch ja genug Personal da ist.Das heißt ihre Stunden werden auf uns "verteilt",so dass wir die Überstunden häufen.....Im Prinziep müssen wir jetzt für die Überstunden unserer Kollegin "büßen".

    Bitte keine Missdeutungen-ich bin nicht sauer auf meine Kollegin,wohl aber auf die PDL die nicht irgendwann früher mal einen Riegel vor die Überstunden geschoben hat.
    Meine Frage nun:
    Was kann man da machen? Wo könnte man sich beschweren und nützt es was?
    Meine anderen Kollegen und ich sehen mit bangen der Urlaubszeit entgegen-schon bei der Planung wurde uns gesagt,dass wir nur zwei Wochen Urlaub am Stück nehmen können ,eben weil wir so wenige sind.

    Trotz allem,ich liebe meinen Job!!!!!
    Helfersyndrom
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wenn ich ganz ketzerisch denke, dann würde ich sagen, die Kollegen hat sich einen "Vorruhestand" erarbeitet und das ohne jegliche Abstriche in Kauf nehmen zu müssen. Mehr als clever von der Frau. Und offensichtlich hat euer Chef ein großes Herz und hat dies auch so mitgemacht. Ich würd mir an ihrer Stelle auch nix auszahlen lassen wollen.

    Ich denke mal, das Team wird ihr ehedem net unbedingt bös gewesen sein, als sie sich dei Stunden an Land gezogen hat. Oder habt ihr vehement dagegen protestiert und euch auch Überstunden eingefordert- von wegen der ausgleichenden Gerechtigkeit.

    Vielleicht fragt ihr mal, ob es da eine Absprache gab zwischen der Kollegin und dem Chef. Eventuell schenkt er euch reinen Wein ein.

    Elisabeth
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Muss gar nicht so sein. Bei uns im Haus haben auch schon einige Wochen bis Monate vor ihrem eigentlichen Renteneintritt aufgehört. Und ich rede nicht von geplanter Altersteilzeit!

    Die Kollegin selbst entscheidet, ob sie Überstunden auszahlen lässt oder abfackelt. Der Chef muss sie ins Überstundenfrei schicken, er hat keine Wahl.

    Aber inwiefern kann er Euch bewusst überplanen? Ich glaube nicht, dass das rechtens ist. Eine Urlaubsregelung, die den laufenden Betrieb aufrecht erhält, ist natürlich möglich, das war schon immer so.
     
  4. renje

    renje Poweruser

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    @helfersyndrom:

    dann macht jetzt nicht den selben Fehler und klopft ihr jetzt Überstunden.

    Arbeit wie vertraglich Vereinbart und gut ist.

    Und wenn sie schon soviel ÜS angesammelt hat, dann scheint es doch wohl an Personal zu fehlen?

    @elisabet
    Ja und, was soll das jetzt nützen, wer was mit wem irgendwann mal evtl. augemacht hat?
    Der Drops ist gelutscht.
    Das löst doch kein Problem.
     
  5. Helfersyndrom

    Helfersyndrom Newbie

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    Eigentlich hat die Kollegin sich die Überstunden selbst zuzuschreiben-sie war immer bereit auch im Frei und am WE zu Patienten zu gehen,hatte aber auch noch einen anderen Einsatz-im palliativen Bereich. Der lief sogar teilweise parallel zu ihrem sonstigen Dienst .Ich habe vor zwei Jahren ihre Tour mit übernommen und immer wenn ich "unsere Tour" fuhr ist sie im Hospizdienst gewesen.Wenn ich Frei hatte ist sie unsere Tour gefahren usw. Ich habe mich immer gefragt wie sie das schafft und warum da die PDL nicht mal was sagt.Aber gelernt habe ich so viel von dieser Kollegin....:besserwisser:

    Ja ,es ist nicht so toll gelaufen und es lag wohl auch daran,dass die PDL und die Kollegin gut befreundet sind....
    Nichtsdestotrotz ist es für uns bitter und nun heißt es jedes WE Doppelschicht machen weil der vierte"Mann" fehlt und unter der Woche klappt es nur wenn keiner krank ist.....
    Danke für Eure Beiträge.
    Helfersyndrom
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ihr müsst keine Überstunden schieben! Wenn Du das jetzt mit Dir machen lässt, bist Du in diesem Punkt nicht besser als Deine Kollegin.
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wobei für Helfersyndrom am Ende net der sanfte Übergang in die Rente winkt sondern wenn es übel läuft eine komplette Erschöpfung inklusive der unanagenehmen Begeliterscheinung einer depressiven Episode- langläufig auch als Burnout bezeichnet. Ob man das dann will... .

    Elisabeth
     
  8. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    stellt klar, dass Ihr das über ein 3/4 Jahr weder leisten könnt noch werdet. Neben dem Einwand der eigenen Burnout-Gefährdung ist es ja auch denkbar, dass anderen im Team ähnliches passiert...möchtest Du zusätzlich noch einen Krankheitsausfall einer Deiner Kollegen mittragen (welcher bei dauerhafter Überarbeitung ja nicht von der Hand zu weisen ist)?
    Wenn "das System" nicht zusammenbrechen soll, dann muss schnellstmöglich Ersatz her. Der PDL bzw. dem GF musss klar sein, dass ohne Euch auch keine Einnahmen zu verzeichnen sind respektive keine Leistung erbracht wird (und Patienten eventuell einen anderer anbieter suchen)...drohende Krankheitsausfälle gefährden also auch die Existenz des Betriebes.
     
  9. Helfersyndrom

    Helfersyndrom Newbie

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    Eine ähnliche Situation hatten wir auch im letzten Jahr.
    Da hatte eine Kollegin wirklich Burn out und war ab Februar für fast ein Jahr weg,eine andere in Mutterschutz.
    Da haben wir unseren obersten Boss hier gehabt und der hat uns dann erklärt,dass wir 'eh Minus fahren und es auf keinen Fall geht,dass wir Leute einstellen ,zumal auf dem Arbeitsmarkt ja sowieso keine Krankenschwestern zu bekommen wären.
    Der hat da mit seinen Zahlen und Diagrammen jongliert so dass wir am Ende alle ganz klein mit Hut waren.
    Wir haben die Urlaubszeit dann ganz schwer(mit vielen Doppeldiensten und zwei Wochen am Stück) überstanden-
    sowas von Urlaubsreif war ich noch nie!!!
    Zumal auch unsere PDL ausgefallen war wegen Herzinfarkt-da fragt man sich ja auch woher es kommt:?:
    Nun -zwischenzeitlich hatten wir Kollegen über eine Zeitarbeitsfirma da,so dass wir alle Anfang des Jahres mal die größten Überstunden abfeiern konnten.Aber das ist nun vorbei und ich sehe da nix gutes auf uns zukommen......
    Ich strecke meine Fühler auch schon länger in andere Richtungen aus(ich meine Berufsmäßig),aber eigentlich mag ich "meine Patienten" und meine Arbeit sehr.Nun hängt auch noch das "Damoklesschwert" des MDK-Besuchs über uns.
    Die Bürokratie macht mich auch noch echt kirre!!!!!! für jeden Handgriff einen nachweis bitte...-naja- ihr kennt das ja.
    Wirklich Spaß macht es doch nur am Patient,das Drumherum wird immer komplizierter.....

    Helfersyndrom
     
  10. matras

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    Es gehören immer zwei dazu, dass es soweit kommt wie von Dir beschrieben! Wenn Ihr es mit Euch machen lasst, werdet Ihr es immer wieder so erleben.....
    Wenn es nicht anders geht, könnt Ihr nur mit den Füßen demonstrieren, dass Ihr die "Nase voll" habt und weggehen. Arbeitsplätze gibt es in Unmengen und Wertschätzung erfahrt Ihr meist an einem neuen Arbeitsplatz mehr als am Alten!
     
  11. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Bei so einer Aussage seid Ihr "klein mit Hut"?

    Seid Ihr dafür ursächlich, daß Minus gefahren wird? - Ist der Ruf der Pflegekräfte so schlecht, daß die Patienten ausbleiben?
    Wenn ja - dann sollte Euch Euer Arbeitgeber austauschen, denn mit Euch wird es auch nicht besser :kloppen:

    Wenn nein - dann liegt es wahrscheinlich an Mißwirtschaft. Nein, es hat keiner mehr dicke... zumindest nicht so dicke, daß man nicht wirtschaften müßte. Wie werden denn neue Patienten angeworben? Ihr habt Angebote im Palliativ-Bereich und macht Minus?

    Lustig finde ich ja, daß gesagt wird, es gäbe eh kein Personal auf dem Arbeitsmarkt. Genau deshalb sollte man sein eigenes aber pfleglich behandeln.

    Natürlich, wer wechselt schon gerne seinen Arbeitsplatz. Das verursacht sooo viel Aufwand. Der Mensch, die Krankenschwester im Besonderen, ist träge und angepasst sowie leidensfähig. Das wissen auch die Arbeitgeber. Deswegen laufen so viele Dinge so wie sie laufen.

    Ganz ehrlich: so dumm war ich auch mal.
     
  12. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Nun ja, wenn meine Mitarbeiter regelmäßig Minusstunden machen, würde ich auch keine weiteren AN einstellen, sondern erst mal gucken, dass ich die, die ich habe, voll einspanne.

    Aber wie kann es möglich sein, dass die Mitarbeiter Minusstunden machen, wenn eine von ihnen 800 Überstunden hat und weitere Überstunden durch Zeitarbeitskräfte ausgeglichen werden müssen? Da muss ja irgendwo ein Rechenfehler sein.
     
  13. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Hallo Claudia,

    ich glaube du hast das mit dem Minus missverstanden. Der AG meinte ein finanzielles Minus, deshalb machen die AN jede Menge Überstunden, damit der AG auf ihrem Rücken und auf ihre Kosten "überleben" kann.

    LG opjutti
     
  14. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Ich bin ja nun wirklich kein BWL ´er ...aber wie kann ein Laden, in welchem alle AN Überstunden fahren um den Betrieb finanziell überhaupt am laufen zu halten, auf Dauer existieren?
    Liegt da theoretisch ein grober Rechenfehler vor?

    Man sollte doch meinen, dass sowas auch möglich sein sollte, wenn AN "nur" die vertraglich vereinbarte und vergütete Arbeitszeit ableisten, oder?
     
  15. Helfersyndrom

    Helfersyndrom Newbie

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    Ich glaube wir machen deshalb so wenig Gewinn weil wir mehr V-er Leistungen haben als XI- er.
    Habe eine Tour in der ich nur zwei bis drei Leute Pflege und 20 andere mit Insulin,ATS Verbänden etc.versorge.
    In der Tat werden jetzt die palliativen Patienten wegfallen da unsere Palliativschwester geht und niemanden
    anlernen konnte der ihre Nachfolge antritt......Außerdem-auch da sind die Bedingungen hier noch nicht so toll dass wir uns darum reißen palliativen Bereitschaftsdienst zu machen.
    Das "klein mit Hut" bezog sich übrigens auf die Zahlen die unser Chef hingelegt hat.Da fällt(zumindest mir) leider nicht immer gleich was ein ,meist erst wenn man mal eine Nacht drüber geschlafen hat....

    Helfersyndrom
     
  16. thorstein

    thorstein Poweruser

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    Merkwürdigerweise wurde es mir bislang genau umgekehrt geschildert, also dass man mit den V-er Leistungen den Gewinn macht. Villeicht ist dazu aber notwendig, dass man die Leitungen bei einem Patienten kombiniert, also Grund- und Behandlungspflege anfällt. Wenn man nur durch die Gegend fährt um Insulinspritzen zu setzen frisst wahrscheinlich der Fahrweg jede Gewinnchance.

    Was passiert mit so viel Überstunden, wenn der Laden pleite geht?
     
  17. Akhran

    Akhran Stammgast

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    ok tut mir leid aber ich komme ebenfalls aus der ambulanten Pflege aber den Zahlen die euch da gezeigt wurde würde ich persönlich nicht glauben wenn alle Touren so aussehen wie deine.

    SGB 5 bringt das große Geld und wenn man wirklich richtig Geld machen möchte sollte man nur solche Dienste anbieten da das aber kaum geht ohne SGB 11 ist das nunmal nicht möglich...
    SGB 11 ist erst dann nen Gewinn wenn man tägl. mehrere Stunden bei einem Kunden bleiben kann und kurze Wege hat(einfach ausgedrückt).

    Wenn ihr lange Anfahrtswege habt ist das leider Pech und dann kann auch SGB 5 nicht sehr rentabel sein aber da muss das schon sehr weit sein oder eure Vergütung dieser Leistungen ist halt einfach zu schlecht gerade in ländlichen Gebieten ist das gern mal der Fall.

    Und tut mir leid aber ich kann nicht nachvollziehen warum sollte ich klein mit Hut sein wenn mein Arbeitgeber nach seiner Ansicht nach nicht genug verdient das ist nicht meine Schuld.

    mfg
     
  18. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wird die Leistungsvergütung nicht pro Bundesland ausgehandelt?

    In ländlichen Gebieten wird der Fahrtweg oftmals länger sein als in der Stadt, aber die Vergütungen sollten die gleichen sein.
     
  19. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    vorallem finde ich "nicht genug Gewinn abwerfen" sehr vage. Was bedeutet das?
    Gerade bei großen Klinikketten (die Aktionäre haben) läuft es ja auf Gewinnmaximierung raus- ähnlich auch in anderen Betrieben ausserhalb der Gesundheitsversorgung. Trotz Überschüssen werden Leute entlassen, weil "kein Geld da ist"...
    Müssen überhaupt Gewinne oder Überschüsse erzielt werden oder reicht es aus, wenn sich "der Laden" trägt?
     
  20. Akhran

    Akhran Stammgast

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    Die Vergütungen werden zwischen Kassen und Vertragspartnern ausgehandelt wenn die Vertragspartner Mitglied beim z.B. DpW sind kann auch das ausgehandelte Ergebniss des DpW gelten.

    Die Vergütung der einzelnen Leistungen Deutschlandweit ist extrem unterschiedlich ich kenne Preise z.B. in Sachsen von 8Euro ein Verbandswechsel und in Berlin gegen 12Euro.

    Auch jede Kasse kann andere Tarife aushandeln so hatten wir vor ein paar Jahren 8Euro Medgabe von einer Krankenkasse und von einer anderen 11Euro.


    Ja Lillebrit ist das was ich schrieb sehr vage ausgedrückt weil ohne genaue Zahlen lässt sich das kaum machen und wie eben geschrieben ist jeder Pflegedienst/Bundesland/Patient(je nach Kasse) anders

    Und ich denke es gibt keinen Pflegedienst der sich nur tragen möchte.....jeder will und muss Gewinn machen und das muss von Jahr zu Jahr mehr werden weil jedes Jahr die Kosten steigen....aber das ist ein Gesellschaftliches und Marktwirtschaftliches Problem.

    mfg
     
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