Überstunden abfeiern, trotz Beschäftigungsverbot - ist das rechtens?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von m.lorig, 23.07.2013.

  1. m.lorig

    m.lorig Newbie

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    Hallo,
    Ich hoffe ich bin hier richtig, ansonsten bitte einmal verschieben.

    Ich bin in der amb. Pflege tätig, auf 450 euro und seit drei monaten Schwanger.
    Im Jan, Feb. und März habe ich wegen Krankheitsfall mehr gearbeitet. Bin also über meine 50 Std. gekommen. Es war mit meiner Chefin abgemacht gewesen, dass ich jetzt in der Sommerzeit meine Überstunden so abfeier das ich wieder schnell auf Null komme.
    Nun ist es aber so, das ich ja Schwanger bin und gleich vom ersten Tag her an nicht mehr arbeiten konnte. Eine Bestätigung von meinem Arzt liegt vor.

    Frage 1: bin ich in einem Beschäftigungsverbot oder nicht, wenn mein Arbeitgeber mich nicht weiter einsetzen kann?

    Meine Chefin hatte mir gesagt, bzw. auch geschrieben, das meine Überstunden ausgezahlt werden und sie daher meine Stunden bräuchte.
    Heute (nach guten 6 Wochen) habe ich mal gefragt wie es nun mit der Auszahlung ist, wie sie das machen möchten ect.pp. .

    Meine Chefin schrieb mir: Wir zahlen dir schon die ganze Zeit deine Überstunden aus. UNd erst wenn mein Überstundenkonto glatt ist, werde ich von deren seite aus in ein Beschäftigungsverbot kommen.

    Frage2: Wie kann es sein das meine Überstunden ausgezahlt werden?, wenn ich weiterhin nur meine 450 euro ausgezahlt bekomme. Also eine ganz normale Lohnfortzahlung erhalte. UNd ist es überhaupt rechtens was meine chefin sagt?

    Ich weiß das bei einem 450 euro job keine Überstunden gemacht werden dürfen. Daher haben wir uns ja drauf geeinigt das ich sie abfeier. Aber aufgrund der Schwangerschaft, muss ja meine Chefin sie mir irgendwie auszahlen bzw, sie mir an meine Elternzeit dran hängen oder nicht?!
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hast du was schriftliches?

    Elisabeth
     
  3. m.lorig

    m.lorig Newbie

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    in wie fern schriftlich?
    Das sie mir das auszahlen wollen? Nein ...
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wenn der Dienstplan zum Zeitpunkt des Beschäftigungsverbots schon stand, dürfte ein darin geplanter Überstundenabbau rechtens sein. Da wäre dann Beschäftigungsverbot wie Krankheit - konnte man zum Zeitpunkt der Planung noch nicht absehen, also Pech gehabt.
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es war abgemacht, dass die Arbeitszeit so verlagert wird, dass man im Sommer die Stunden abbaut. War also schon geplant.

    Elisabeth
     
  6. m.lorig

    m.lorig Newbie

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    nein es war abgemacht ... das ich evtl. bis dahin meine Überstunden abfeiern soll. Aber aufgrund von Personalmangel wäre dies auch nie zu stande gekommen und selbst wenn. Das wurde nie schriftlich festgehalten.
    ICh sollte eigentlich auch schon in März/April rum meine Stunden abfeiern. ist aber auch nicht passiert.
     
  7. m.lorig

    m.lorig Newbie

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    der Dienstplan wurde komplett neu geschrieben, wie ich sagte das ich schwanger bin, da meine Kollegen ja jetzt meine Schicht mit übernehmen mussten. Ich verstehe aber nun Claudias beitrag nicht. Wer hat pech gehabt?
     
  8. m.lorig

    m.lorig Newbie

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    Aber ich wollte meine Fragen beantwortet haben. BIn ich in einem Beschäftigungsverbot wenn mein Arbeitgeber mich nicht weiter beschäftigen kann?

    Außerdem wo zahlen sie mir denn meine Überstunden aus, wenn ich weiterhin meine 450 euro bekomme und keinen cent mehr, widerum aber auch auf mein Gehalt einen Anspruch habe? Also, wenn sie mir Überstunden auszahlen, wo bleibt das mein Gehalt?
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wer Pech hat? Du!

    Jedenfalls wenn der Abbau Deiner Überstunden schon im Dienstplan stand, bevor Deine Chefin vom Beschäftigungsverbot erfuhr. (Es sei denn, der Gesetzgeber behandelt ein Beschäftigungsverbot in diesem Fall anders als eine "normale"Krankheit, aber das glaube ich nicht.)

    In meinem Haus werden Dienstpläne über drei Monate geschrieben und dies lange im Voraus. Ich habe seit ein paar Tagen meinen Dienstplan bis zum Ende des Jahres. Wenn meine Chefin mir nun z.B. im November einige Tage Überstundenfrei einplant und ich bekomme ausgerechnet dann die Grippe, dann hab ich Pech. Meine Stunden sind abgefackelt, obwohl ich mit Fieber im Bett lag. Ist nicht schön, aber völlig legal. (Der Leitung kann ich daraus keinen Vorwurf machen, kann ja keiner wissen, wann ich krank werde.)

    Dass der Dienstplan Deiner Kollegen geändert werden musste, weil sie Deine Arbeit mit abdecken müssen, hat damit nichts zu tun.

    Hast Du ein schriftliches Beschäftigungsverbot von Deinem Gynäkologen oder "nur" eine Bestätigung Deiner Schwangerschaft? Schwanger heißt ja nicht automatisch arbeitsunfähig. Man könnte Dich mit den Aufgaben beschäftigen, die du zurzeit durchführen darfst. Nur bleibt in der ambulanten Pflege nicht viel übrig.

    Ich würde behaupten: Du baust gerade über den ganzen Monat Überstunden ab. Du hast schließlich Dein Gehalt bekommen, bist aber nicht bei Deiner Arbeitsstelle aufgetaucht. Musst Du im Überstundenfrei ja auch nicht. So jedenfalls verstehe ich die Aussage Deiner Chefin, die Du oben zitiert hast.
     
  10. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Ist es bei einem 450€-Job nicht so, dass nur die Stunden bezahlt werden, die auch im Rahmen der 450€ gearbeitet wurden?
    Wenn weniger Arbeit anfällt gibt es weniger Geld und wenn mehr Arbeit da ist, darf über die 450€ hinaus nicht gearbeitet werden.
    Deshalb darfst du "eigentlich" gar keine Überstunden haben. Dann ist es nämlich kein 450€ Job mehr.

    Da aber nun leider Überstunden angefallen sind, bezahlt dich deine Chefin weiterhin, bis das Geld mit den Stunden wieder bei null ist.
    Falls du nun mehr Geld als 450€ erwartest, wirst du wohl vergeblich warten. Und ab dem Moment, in dem du ins Beschäftigungsverbot gehst, wirst du wahrscheinlich gar kein Geld mehr bekommen, denn du arbeitest ja nicht.

    Oder was steht in deinem Arbeitsvertrag?

    LG opjutti
     
  11. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Hängt vom Tarifvertrag ab. Prinzipiell sind auch Mini-Jobler gleich zu behandeln.

    Für m.lorig leite ich hier keinen weiteren Anspruch ab, als sie eh schon hat.
    Der Arbeitgeber hat wegen der Schwangerschaft keine Verwendungsmöglichkeit und plant erst mal den Stundenabbau. In der Zeit läuft das Grundgehalt ja weiter. Es ist somit auch kein Verlust für sie.
    Wenn er nach dem GLZ-Abbau immer noch keinen Verwendungszweck gefunden hat, dann spricht er ein Beschäftigungsverbot aus.. dann läuft immernoch das Gehalt weiter...

    ...deswegen verstehe ich jetzt das Problem nicht. Soll Gehalt weiterlaufen und die angesammelten Stunden ausbezahlt werden? Man soll ja nur nicht schlechter gestellt werden durch die Schwangerschaft... und das wird man auch nicht. (Mit krank nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz hat das meiner Meinung nach auch nichts zu tun.)
     
  12. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Soweit ich weiss, dürfen in 2 Monaten pro Jahr mehr Stunden geleistet werden. Werden in weiteren Monaten Überstunden geleistet, wird eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit daraus.

    Warum sollte eine 450 € Kraft denn im Beschäftigungsverbot kein Geld bekommen. Normalerweise sind AG versichert und die Versicherung bezahlt im Beschäftigungsvbot.
    Soweit ich rechtlich informiert bin, erhalten auch 450 €- Kräfte Lohn bei Erkrankung und ihnen steht auch Urlaub und Fortbildungen zu. Warum sollte Ihnen bei Beschäftigungsverbot kein Geld zustehen?

    Bei einer VZ-Kraft baue ich im Beschäftigungsverbot doch auch nicht erst Überstunden ab, die bleiben bis nach dem Mutterschutz stehen.

    Ich sehe schon eine Schlechterstellung wenn man der 450 € Kraft die Überstunden einfach in einem neuen Dienstplan abbaut und halte es zumindest für grawürdig sich gleichzeitig als AG das Geld für den AN von der hoffentlich abgeschlossenen Vers. holt.
     
  13. m.lorig

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    Also ich glaube nicht das ich garkein Geld mehr bekomme, oder doch?!.
    ISt ja nicht meine erste Schwangerschaft in diesem Betrieb.
    Bei meiner ersten Schwangerschaft ist es nämlich auch so gewesen, dass ich nicht mehr arbeiten konnte und ich weiterhin mein gehalt (nur ohne Sonntagsstunden) bekommen habe.
    Meine Kollegin ist auch auf 450 euro und stand immer mit auf dem Dienstplan, wobei sie nie da war. Hat auch immer schön ihre 450 euro bekommen.
    Selbst wenn ich arbeiten wollte, können sie mich nicht beschäftigen, da ich z.b. keine Büroarbeit ableisten kann.
    UNd auch Betreuung kann ich nicht machen, da ich nicht alleine bei einem Klienten sein darf. Laut Gesetzt!!!

    Egal wie ich es drehe und wende ... es gibt für mich keine Möglichkeit.

    Meine Chefin brauchte ja die Bestätigung das ich schwanger bin (was bei meiner Kollegin egal war) eher konnte sie mich nicht aus den Touren nehmen.
    Da fing das schon an, dass sie mich weiter fahren lassen wollte, obwohl das unzulässig ist.

    Unsere Dienstpläne werden nur Monat für Monat geschrieben ... Ich weiß nicht in wie fern ich auf den Dienstpläne mit drauf stehe. Weil vom Gesetzt her muss sie mich da mitdrauf stehen haben. Steht da geschrieben, dass ich Überstunden ableiste ... hätte sie mich vorher drüber informieren müssen.

    Am Anfang war das auch so, dass ich nur das bezahlt bekam, was ich auch gearbeitet habe. Richtig so! War aber auch so besprochen. Dadurch das unsere Mitarbeiterin ja meinte sie müsste 7 Wochen "Urlaub" machen, bin ich halt mehr arbeiten gegangen. Damals wurde ja gesagt, dass ich so schnell wie möglich meine Überstunden abfeiern soll, ob nun in der Sommerzeit oder nicht (war ja nur einer von vielen Vorschlägen). Die realität sah anders aus. Dann wie ich schwanger wurde, sagte man mir das ich sie ausgezahlt bekomme, wann und wie wurde mir aber nciht gesagt, weil man erst schauen musste wieviel geld es war.

    Außerdem glaube ich nicht das sie dem einen 450 euro monatlich während der Ss auszahlen und der anderen nicht. Also irgendwas stimmt da ja nicht.
    Meine Kollegin hat nur ab und zu ... nach Lust und Laune ... mal ne Pflegeplanung geschrieben. Hat aber niemand interessiert, selbst meiner Chefin nicht.

    Ich bin ja auf kompromisse bereit aber nciht wenn etwas beschlossen wird, es aber mit mir nicht abgesprochen ist.
    Und ich war ja auch öfters noch im Büro und habe da die Teambesprechungen mitgemacht. Da hätte man es mir auch schon sagen müssen.

    Und selbst wenn sie sagen, die zahlen mir jetzt meine Überstunden aus ... dann wären die ja schon letzten Monat fertig.
    Ich bin mal gespannt wie die mir das erklären wollen.
     
  14. m.lorig

    m.lorig Newbie

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    eben .. der AG ist verpflichtet der Versicherung meine Schwangerschaft mitzuteilen (wenn ich zwischen den Zeilen lese, hat die das nämlich noch nciht getan). Von da an (wie Ludmilla) schon schrieb, bekommt meine Chefin mein Gehalt ausgezahlt. Also als entschädigung, sag ich mal!
    Deswegen habe ich ja gefragt was mir nun ausgezahlt wird. Bzw. wenn meine Überstunden ausgezahlt werden, wo bleibt dann mein Gehalt????
    Mir steht auch Urlaub zu. Den hätte ich in Normalfall auch im Aug und Sep. gehabt, und der wäre auch bezahlt gewesen.

    ICh bin nämlich auch der Überzeugung, dass ich meine Überstunden bis nach der Elterzeit behalten kann. EIne der viele Aussagen meiner Chefin war ja, dass meine Überstunden nicht verfallen und ich die abfeiern kann, bzw. auch ausgezahlt bekomme. (da war aber noch nciht klar, wie sie das machen wollten) Später sagten man mir ja das man sie mir lieber auszahlt.

    Meine Schwester arbeitet beim Rechtanwalt und meint auch, das meine Chefin mich hier um meine Überstunden be******en will.

    Meine Kollegin hat nämlich auch noch Urlaubsanspruch und sie nimmt den Urlaub erst nach der Elternzeit.
    So wie sie das in der ersten Ss auch getan hatte.
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Haben alle den gleichen Vertrag- meint alle einen Minijob? Wie lange laufen die Verträge? Befristet? Unbefristet? ... Bei deinen wenigen udn mehr als unkonkreten Aussagen kann man keine definitive Aussage treffen.

    Ergo: Zum Anwalt und klagen. Deine Schwester sitzt an der Quelle. Die kann dir auch erklären, wie das zu finanzieren ist.

    Elisabeth
     
  16. m.lorig

    m.lorig Newbie

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    wir haben alle zum 1.1 die gleichen neuen 450 euro verträge bekommen.

    Achso mir fällt noch ein ... Die bescheinigung hat meine Chefin ja gebraucht um nachweisen zukönnen das ich Schwanger bin, also bei der Versicherung!!!
    Demnach ist doch klar, dass sie mein Gehalt schon von der Vers. bekommen.
    Also bin ich doch im Recht ... mehr oder weniger ...

    Meine Schwester geht erst wieder im Sep. arbeiten und mitte Aug. habe ich ein Gespräch mit meiner Chefin.

    Es wurmt mich einfach .. da ich mir auch zu 100% sicher bin, dass ich da erstmal nicht mehr arbeiten möchte. Aber vielleicht ändert sich ja meine Meinung darüber.
     
  17. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Die Bescheinigung der Schwangerschaft braucht der AG nicht für die Krankenversicherung (wobei er sie auch dafür verwenden kann). Um die Regelung des Mutterschutzgesetzes auf Dich anzuwenden, musst Du dem AG einen Nachweis darüber bringen, dass es sich bei Dir um eine werdende Mutter handelt. Das gilt grundsätzlich, auch in Bereichen, wo Schwangerschaft kein Beschäftigungsverbot nach sich zieht.

    Meldet nicht auch Dein Gynäkologe die Schwangerschaft Deiner Krankenkasse? Der muss doch angeben, dass er die entsprechenden Untersuchungen bei Dir durchführt?
     
  18. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Ein Arzt meldet doch nicht explizit eine Schwangerschaft oder ob er die Vorsorgeuntersuchungen durchführt? Er rechnet nur eine entsprechende Untersuchung ab, meines Wissens über die kassenärztliche Vereinigung. Eine Schwangerschaft ist doch nicht meldepflichtig und schon gar nicht bei der Kasse. Ob ich meine Vorsorge durchführe oder nicht ist meine Sache. Der Arzt kann mich darüber informieren, die Kasse überwacht aber nicht die Durchführung.
     
  19. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Impliziert die Durchführung der Untersuchung nicht, dass die Kundin schwanger ist?

    Wie auch immer, hat mit dem Thema nichts zu tun. Die Anzeige der Schwangerschaft beim AG ist verpflichtend, führt aber nicht automatisch zu einem Beschäftigungsverbot. Von daher ist nicht gesagt, dass der AG das Gehalt von der Krankenkasse zurück bekommt. (Könnte die TE aber durch eine Anfrage bei der Krankenkasse herausfinden.)
     
  20. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wieso ist die Nutzung des Anwaltes von deiner Schwester abhängig? Du kennst die Kanzlei. Geh hin und hol dir dort Rat.

    Ich kann immer nicht verstehen, dass man meint im Recht zu sein- sich aber erhofft, dass andere einsehen, dass man im Recht ist und einem das Gewünschte freundlich üräsentieren.

    Wenn du zum Anwalt gehst, dann willst du ja erst mal nur eine Beratung. Der wird dir sagen, welche konkreten Argumente du vorbringen kannst- musst. Klagen- das ist ja erst der zweite Schritt.

    Elisabeth
     
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