Überraschende Zusage der Krankenpflegeschule - Postler bleiben oder doch noch die Ausbildung"

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Postler, 07.08.2012.

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  1. Postler

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    Hallo zusammen!
    Ich würde hier gerne einfach meine Situation erklären, weil ich momentan völlig überfordert bin mit einer sehr plötzlichen und unverhofften Chance, die ich erhalten habe.
    Anfang des Jahres habe ich mich um eine Ausbildung an der Uniklinik in Gießen beworben, da ich meine alten Job gerade gekündigt hatte, somit sowieso schon mehrere Wochen auf Jobsuche war und bei dieser Gelegenheit nochmal einen Versuch wagen wollte, einen Ausbildungsplatz zu ergattern (Ich bin mittlerweile 24 und hab aufgrund großer familiärer Probleme in der Vergangenheit zwar alle Chancen gehabt, meinen Weg zu gehen, letztenendes aber alles angefangene auch wieder abgebrochen). Eine Ausbildung zum GuKP deshalb, weil ich 2 Schulpraktikas in der Psychiatrie abgeleistet habe und mir diese sehr gut gefallen haben und die Resonanz der Patienten durchweg positiv war. Ich wurde auch prompt zum Vorstellungsgespräch eingeladen und war dementsprechend hoch erfreut ;)
    Das Vorstellungsgespräch verlief dann jedoch alles andere als gut, man brachte mir aufgrund meines Lebenslaufes scharfe Kritik entgegen(was ich auch verstehen kann) und das führte zu einer starken Verunsicherung, die mich meine Beweggründe und Argumentationen vergessen ließ bis nur noch Tränen aus mir rauskamen. Von den 3 Personen, die mir beim Vorstellungsgespräch gegenüber saßen, war nur eine "auf meiner Seite". Ich ging und war mir sicher, dass dort nichts mehr zu machen ist und ich jetzt einfach die Quittung bekomme für die verlorene Zeit.
    Währenddessen bekam ich eine Stelle in der Briefzustellung bei der deutschen Post. Ich fühlte mich zwar als ungelernte Kraft, noch dazu in so einem geistig anspruchslosen Beruf zuerst nicht wohl, legte dann aber diese Komplexe und diese abwerteten Gedanken zum größten Teil ab und genoß die körperliche Arbeit unter freiem Himmel und vor allem die festen Arbeitszeiten, denn vorher arbeitete ich an einer Tankstelle im 3-Schicht-System und jeden Feiertag im Jahr.
    Mittlerweile bin ich wirklich zufrieden mit dem, was ich mache (Das Geld sitzt zwar seeehr knapp als Teilzeitkraft, aber das ist mir dir Freiheit NOCH wert).
    Heute dann, völlig vor den Kopf gestoßen finde ich einen großen Briefumschlag im Briefkasten mit der definitiven Zusage für den Ausbildungsbeginn Oktober 2012. Wie hätte ich mich vor einem halben Jahr noch darüber gefreut aber heute verbrachte ich den Tag nur damit möglichst schnell für und wider gegeneinander abzuwiegen. Schnell deshalb, weil ich in 3 TAGEN der Schule antworten muss, ob ich die Ausbildung antreten möchte oder nicht.
    Natürlich kann ich es als Glück bezeichnen, mit 24 nochmal diese Chance zu bekommen und meinem Lebenslauf auch mal etwas positives zuzufügen. Ich habe mich immer mit dem Gedanken geplagt am A***** zu sein mit nichts was ich vorzuweisen hatte, im letzten halben Jahr habe ich stark an dieser Einstellung und diesen Minderwertigkeitsgefühlen "du bist nichts, hast nichts, wirst nichts!"(Noch dazu lebe ich in einer Studentenstadt und im BEkanntenkreis fast ausschließlich Studis) gearbeitet und war die letzte ZEit dann einfach nur froh einen Job zu haben, der mir Spaß macht und den ich nicht wider Willen irgendwie ableiste, auch die Zufriedenheit mir gegenüber wuchs.
    Jetzt stehe ich vor dieser knallharten Entscheidung, Ausbildung und damit etwas Sicherheit für die Zukunft, damit jedoch zurück zum Schichtsystem (ich denke ich könnte es verkraften, kenne es ja schon), oder meinen Job behalten, der mir großen Spaß macht und mich mit weniger zufrieden geben. Meine Angst ist jetzt nur, dass ich zu blauäugig an die Sache rangehe und auf Teufel komm raus diese Chance nutzen will und es wieder nicht abschließe, denn noch ein Abbruch wäre definitiv einer zuviel. Denn das, was mich an der Ausbildung wirklich reizt, ist der Lernstoff (ich mag es, gefordert zu werden und Naturwissenschaften sind, wie ich nach 12 Schuljahren entdeckt habe, auch mein Ding) und vor allem meine soziale Ader, die wieder mit Leben gefüllt werden will. Ich weiß, ich zähle zu den Menschen, denen Dankbarkeit und helfen können der größte Verdienst ist, der allen Ärger oder Strapazen vergessen lässt. Aber reicht das letztenendes um 3 Jahre wirklich durchzuziehen? ICh werde morgen mit meinem Arbeitgeber reden und ihm meine Situation darlegen, mit ihm auch über AUsbildungsmöglichkeiten reden und hoffe wirklich SEHR, dass ihr mir schnell zumindest eure Meinung mitteilt-im Moment würd ich gern einfach die Entscheidung bei Google suchen...;) Danke fürs lesen..
     
  2. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Hallo Postler,

    für mich gibt´s da den Punkt

    Du wirst nicht wissen, wie Du dich mit 40 fühlen wirst oder ob Wind und Wetter Dir in späteren Jahren auch noch gefallen. Hast Du wirklich das Gefühl, Du bist dort angekommen, wo Du jetzt bist. Wenn ja, dann mache das weiter. Die Ausbildung brauchst Du nicht machen, weil Freunde eine machen oder studieren. Die würdest Du für Dich machen.

    Ich kann Dir natürlich auch nicht sagen, ob Du die Ausbildung durchhalten würdest oder sie wieder abbrichst. Psychiatrie ist auch nicht Somatik, und dort wirst Du die längste Zeit in der Ausbildung sein.

    :besserwisser: aber: Ich finde es sehr wichtig, überhaupt eine Ausbildung zu machen. Und mit 24 ist wirklich gar nix zu spät. Es ist jetzt Deine Chance, den Lebenslauf gerade zu rücken. (Und zur Post kannste danach immer noch.)

    Ich befürchte, daß das Risiko für einen Abbruch erstmal generell höher ist als bei anderen. Ist ja oft so ein Muster, das wiederkehrt. Hängt natürlich auch mit den Gründen für den Abbruch zusammen. Dem mußt Du Dir vielleicht davor klar werden. Ich könnte mir sowas wie einen Coach für Dich vorstellen, der Dir über kritische Momente in der Ausbildung hilft. Weil die Momente gibt es für die meisten.

    Also, wenn Du meine Tochter/mein Sohn wärst, würde ich sagen: Mach das und ich trete Dir 3 Jahre lang in den Hintern. Da ich bei Dir die Hintergründe für die Abbrüche nicht kenne (und auch Dich nicht), würde ich ggf. ein anderes Vorgehen empfehlen ;)

    Aber daß eine Ausbildung "eigentlich" wichtig ist, hast Du scheinbar schon selbst überlegt, oder?


    LG
    hype
     
  3. matras

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    Mach Dir eine Tabelle mit zwei Spalten, auf der einen Seite die Vorteile - auf der anderen die Nachteile. Gewichte mit Pluszeichen was Dir besonders wichtig erscheint. Am Ende zähle zusammen und - voila - hast Du Dein Ergebnis!!! (ich wage die Prognose, dass die Vorteile beim Ausbildungsberuf liegen.....?)
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Bürsten wir das alles mal gegen den Strich.

    Das Argument würde ich nicht auf die Positivseite stecken. Du könntest schnell an deine Grenzen kommen. Dankbarkeit ist in der heutigen Gesellschaft net mehr en vogue. Helfen wollen kann einen schnell dazu bringen, die eigenen Grenzen zu negieren.

    Du schreibst, dass du schon andere Ausbildungen abgebrochen hast- warum? Etwas anfangen und abbrechen, weil man erkennt, dass es nicht der eigene Weg ist, zeugt doch net unbedingt von Schwäche. Mir sind diese Mitmenschen lieber, als die, die auf Düwel komm raus bis zum Ende durchhalten und ihren Frust überall und nirgends abladen. Von daher: positive Seite: erkennen und beachten der eigenen Grenzen.

    Jetzt stellt sich die Frage: sind diese Grenzen starr und unbeweglich? Scheiterst du immer am selben Punkt? Und kannst du dir vorstellen, diese Grenezn zu verändern? Wenn ja- wieviel Kraft willst und kannst du dafür verwenden? Schaffst du dies alleine? Wer kann dir ev. dabei helfen?

    Elisabeth
     
  5. Postler

    Postler Junior-Mitglied

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    Erstmal vielen Dank an alle, das ging ja wirklich schnell.
    Mit deinem Argument hast du wahrscheinlich recht Elisabeth und das habe ich mir nochmal genau vor Augen geführt. Ich bin mir auch eigentlich sicher, dass ich im Moment nicht mit Stress umgehen kann. Ich erinnere mich zurück an das letzte Jahr und weiß, wie sehr mir das zugesetzt hat und das alles andere unter meinem Stress gelitten hat: Beziehung, Hund, ich selber und meine Motivation. Es geht dabei nicht um den Lernstress, sondern um den Stress, der durch die Arbeit entsteht. Ich denke in der Krankenpflege ist er noch wesentlich mehr vorhanden als vorher an der Tanke.Dort habe ich schon dazu geneigt meine Grenzen nicht mehr zu beachten und zu akzeptieren.
    Leider weiß ich auch nicht, wie ich das ändern soll, damit es reicht die Zeit durchzuhalten (Erstmal geht es nur um die 3 Jahre). So langsam kommt noch Angst dazu, dass ich mit den Leuten nicht klar komme, das man mir meine Unsicherheit ansieht und einfach dieser riesige rote Abbruch. Ich glaube ich schaffe das nicht.Ich weiß, vom Stoff her würde ich die Ausbildung gut meistern, das drumherum ist das, was mir Probleme machen könnte.

    An die Tabelle hab ich auch schon gedacht matras, werde auch heute eine erstellen um wieder etwas klarer sehen zu können, denn nur den Kopf zermatern führt in die andere Richtung, nicht zu einer Lösung, vielleicht daher jetzt die Ängste.

    Hypurg: Ja, das hab ich selbst überlegt;) Nur habe ich mich in der letzten Zeit eben auch damit arrangiert, ohne Ausbildung zu arbeiten und war eben zum ersten Mal damit zufrieden, natürlich im hier und jetzt, ob ich diese Entscheidung irgendwann bereue kann ich nicht sagen, wie auch. Ich denke nur, dass ich einen Abbruch mehr bereuen würde als die Ausbildung nicht anzutreten.


    Ich danke euch schonmal allen für die Antworten und das ihr mich und mein Problem ernst nehmt. Könnt ihr mir vielleicht sagen, wie offen sind angehende GKPs gegenüber Menschen mit meinem Hintergrund? Die meisten sind ja wesentlich jünger, grad aus er Schule raus, intaktes Elternhaus...Fragen über Fragen die mir eigentlich keiner beantworten kann, aber ich bin einfach so verunsichert. Und wieviel kann ich als examinierte verdienen? Die Angaben schwanken ja zwischen 1200 und 2000 Netto?! Also für 1200 würde ich es nicht wagen, diesen Schritt zu gehen, denn das bekomme ich als Ungelernte bei einer Vollzeitstelle auch raus...
     
  6. Susi_Sonnenschein

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    Hallo Postler,
    zu dem obigen Zitat von dir: Es gibt durchaus auch Azubis in der Krankenpflege, die deutlich älter sind als du und ich glaube nicht, dass alle aus einem intakten Elternhaus kommen. Also DAS ist schon mal kein Grund, der gegen eine Ausbildung spricht.
    Zum Verdienst: Es kommt auch immer ein bisschen drauf an, wo du arbeitest, am Anfang sind es sicher eher die 1200 Euro netto (kommt auch immer ein bisschen auf die Zulagen an durch Feiertags- und Nachtarbeit), nach einigen Jahren kommt man aber schon an die 2000 hin. Aber wie gesagt, das ist von mehreren Faktoren abhängig, es gibt hier auch einen Thread dazu wieviel man als examinierte Kraft verdient.

    Die Entscheidung was du machen sollst, kann dir hier keiner abnehmen, du kennst dich am Besten, mein Rat wäre aber schon zu schauen, dass man vielleicht mal eine Ausbildung abschließt, es gibt ja auch danach verschiedene Weiterbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten.
     
  7. Wollkneul

    Wollkneul Junior-Mitglied

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    Hallo und Grüße aus Marburg :-)
    ich kann deine Bedenken sehr gut verstehen.. Ich glaube eine Veränderung/neue heruasforderung macht einem immer etwas Angst, ich bin auch so ein Typ. Kannst du dir denn vorstellen, später in dem Beruf der GuK zu arbeiten?
    Ich bewerbe mich seit einer Weile schon immer wieder am Unikilinikum Gießen und Marburg und bekomme wieder und wieder Absagen, obwohl ich keine abgebrochene, sondern eine abgeschlosse Ausbildung im kaufmännischen Bereich habe. Find es super, dass die dich nehmen wollen :-)
    Ich denke auch, dass keiner ein Problem mit deinem "Hintergrund" hat. Wenn jemand fragt, warum du abgebrochen hast, dann sag einfach es war nicht das Richtige.
    Eine Bekannte von mir ist frisch examiniert und verdient je nach Anzahl Nachtdienste usw. ca 1800 netto im Uniklinikum Marburg.
    Ich finde jedenfalls, dass sich dir da eine tolle Möglichkeit bietet, aber entscheiden musst du selbst.. Hast du denn familiäre oder sonst eine Art von Unterstützung?
     
  8. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Hallo Postler!

    Seh es doch als Wink des Schicksals, dass nach deinem schlechten Gefühl während deines Vorstellungsgespräches, noch eine Zusage kam.:wavey:

    Momentan, mit 24 Jahren bist du zufrieden mit dem was du jetzt hast und machst. Aber auch du wirst älter, deine Ansprüche an dich und das Leben steigen. Irgendwann wirst du vielleicht der Chance nachtrauern, die du im Alter von 24 hattest und nicht ergriffen hast.

    Ich kenne deinen Hintergrund nicht und will auch gar nicht wissen, warum du Probleme hattest, bezweifle aber, dass du das, was du jetzt machst, dich für immer glücklich und zufrieden macht.

    Mein Weg führte mich in den OP, nur deshalb habe ich die 3 Jahre Ausbildung durchgestanden. Wer weiss, wohin dein Weg dich führt?
    Wenn es dir in deinen psychiatrischen Praktika sehr gut gefallen hat und du gut zurechtgekommen bist, kannst du doch bereits während der Ausbildungszeit deinen Wg in diese Richtung planen.

    Schau nach vorne und nicht zurück. Die Vergangenheit war nicht schön für dich, aber genau deshalb solltest du etwas aus deiner Zukunft machen.

    Ich wünsche dir, dass du den, für dich richtigen Weg einschlägst.

    LG opjutti
     
  9. Postler

    Postler Junior-Mitglied

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    Danke!!! Ich bin grad echt gerührt und das hat mir grade nochmal einen Anstoß gegeben...Familiäre Unterstützung habe ich keine aber einen sehr lieben Partner, der hinter mir steht. Leider hat dieser aber schon zu oft unter meinem Stress gelitten, weshalb ich ihn nicht wirklich als Unterstützung einbinden will...sozusagen. ICh werde mir jetzt nochmal Gedanken machen, wie ich meine Stresstoleranz verbessern kann, es gibt da ja sehr viele Möglichkeiten und ich muss mich eben einfach auch dazu besinnen, eine davon zu ergreifen.


    Wollkneul, das finde ich wirklich sehr schade, dass sie dir diese Chance nicht geben und gleichzeitig überrascht es mich noch mehr, dass sie mich haben wollen. Hast du denn mal überlegt, woran das liegen könnte? Bewerbungsunterlagen vielleicht? Wenn du möchtest, kann ich mir die ja mal durchsehen?? Ich dachte schon, sie nehmen aufgrund von Bewerbermangel da so gut wie jeden... Und ich finde es sehr fair von dir, mir in dieser Situation noch so unterstützende Worte zu schreiben, danke dafür und Respekt. Ich würde es an deiner Stelle auf jeden Fall weiter versuchen!!!

    opjutti das sehe ich genauso gleichzeitig musste ich diese Zusage eben auch erstmal verpacken... ;)

    Ihr habt mir wirklich nochmal Mut gegeben, es nochmal zu versuchen. Mit meinen Zweifeln kann nur ich jetzt ins Gericht gehen und das werde ich nachher in aller Ruhe nochmal machen.

    1000 DANK FÜR EURE HILFSBEREITSCHAFT!!! Gruß aus Gießen:-)
     
  10. Laufmaus*

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    Seh ich genauso :up:
    Und wegen deinem Alter machst du dir viel zu viele, sinnlose Gedanken! Ich bin 23 Jahre und beginne nun meine Ausbildung zur Gesundheits-und Krankenpflegerin, weil ich mein Studium ( in einen ganz anderen Bereich) geschmissen habe. Mein Lebenslauf liest sich auch nicht so extrem vorbildlich, aber nun kann ich endlich den Beruf erlernen, den ich wirklich lernen WILL. Da nehme ich auch ein paar schwierige Dinge in Kauf. Dabei kam mir die Frage: Willst du es eigentlich WIRKLICH? Denn, wenn es so wäre, würdest du einen Weg finden, um die Ausbildung anzutreten und nicht Gründe, um es lieber sein zu lassen :fidee: Außerdem muss ich zum Thema Alter erwähnen, dass wir im Kurs viele über/Ende 20 und sogar eine 33 jährige Schülerin haben:nurse:

    Ich jedenfalls würde es versuchen! Vorausgesetzt, du willst es ganz ehrlich. Vielleicht bereust du es irgendwann, dass du diese Chance nicht genutzt hast :besserwisser: Was dein Umfeld angeht... du musst/brauchst doch gar nicht über Privates reden. Privat ist privat! Du machst dir meiner Meinung nach zu viele Sorgen was andere über dich denken oder reden :wink1: Es ist dein Leben. Also zieh dein Ding durch und sieh zu, dass du Fuss fast- beruflich, als auch privat.

    LG Laufmäuschen :spopkorns::cheerlead:
     
  11. Postler

    Postler Junior-Mitglied

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    Laufmäuschen der Beruf an sich gefällt mir WIRKLICH, nicht umsonst habe ich mehrere Praktikas gemacht und immer wieder in diese Richtung tendiert (Berufliches Gymnasium Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft, Schulische Ausbildung zur Sozialassistentin). Ich finde es nur sehr bedenklich, dass die Umstände (Stellenkürzung und damit einhergehende Überstunden, keine Zeit mehr für Patienten,nicht gerade günstig sind, um damit auf Dauer glücklich zu werden. Denn ich kann mir durchaus vorstellen, das gerade das der Punkt ist, andem ich wieder anfangen könnte meine Bedürfnisse zu vernachlässigen, sodass es wieder aus der Bahn läuft. Meine Motivation ist doch zu helfen und die Menschen zu unterstützen und zur Genesung beizutragen, wenn ich das aber nicht mehr leisten kann, aufgrund Papierkram, zu wenig Personal etc. versuche ich, das Unmögliche trotzdem zu schaffen, dann leidet wieder mein privates Umfeld und letztenendes auch ich. Das sind Dinge, die ich nicht außer Acht lassen will. Sorry wenn das alles ziemlich durcheinander geschrieben ist aber das sind meine Gedanken und Erfahrungen.
     
  12. schwäbin

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    Hallo Postler
    Nach der Ausbildung zum GuK hast du ja viele Möglichkeiten wo du arbeiten möchtest. Und vielleicht findest du ja schon während der Ausbildung eine Station bei der du sagst: "Da will ich hin, das kann ich mir vorstellen, Fachbereich und Team passen". Nicht überall ist der Zeitdruck gleich groß. Arbeiten muss man überall, aber es gibt Fachgebiete wo einfach mehr Zeit für die Arbeit mit und am Patient ist als in anderen.
    Das wichtigste ist doch erstmal, dass du die richtige Entscheidung für dich triffst und wenn du dich für die Ausbildung entscheidest diese auch durchhältst. Wofür ich dir die Daumen drücke!:daumen: :daumen:
     
  13. Postler

    Postler Junior-Mitglied

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    Das stimmt auf jeden Fall, danke für deine Überlegung!! ich geh jetzt erstmal in mich und lass dann von mir hören:-)
     
  14. Wollkneul

    Wollkneul Junior-Mitglied

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    Leider kann man nie vorraussehen, wie etwas verlaufen wird und es ist auch gut sich im Vorfeld über gewisse Sachen Gedanken zu machen. Aber wenn dir der Beruf Spaß macht und du immer wieder in diese Richtung gehst, soll es vielleicht einfach das Richtige sein :-)
    Ich denke dann wirst du auch einen Weg finden, mit Stress usw. umzugehen!

    Also, ich habe gestern mal wieder eine Absage bekommen für den KPH Kurs im November mit dem Hinweis mich doch zum 01.04.13 als GuK zu bewerben.
    Die Anschreiben haben die immer behalten, sonst würd ich dir mal eins schicken, aber ich schreib ja jetzt die Tage eins zum 01.04. das könntest du ddir ja mal anschauen?! :-)
    Ich denke es liegt daran, dass ich keine Praktika oder so habe, was wiederum daran liegt, dass ich ja im Moment Vollzeit in einem anderen Job arbeite und da ich aufgrund eines Unfalls bis einschl Februar krank geschrieben war, hatte ich auch noch keinen großartigen Urlaub dieses Jahr. Aber das können die ja nicht wissen ;) Jedenfalls werde ich im Oktober während meines Urlaubs ein Praktikum absolvieren und hoffe natürlich, dass ich danach besser Chanen habe :-)
    Ansonsten wüsste ich nicht, worans liegen könnte. Bin 25, hab Fachabi, ne abgeschlossene Ausbildung und arbeite seitdem in dem Beruf...

    ABER: back to topic :-) Denk nochmal heute in Ruhe über alles nach und entscheide dann für dich! Und ich würde mich freuen, wenn du mir deine Entscheidung mitteilst :-) :-)
     
  15. Postler

    Postler Junior-Mitglied

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    Ja also das mit den Praktika wäre schonmal eine Erklärung, warum sie dich bisher nicht wollten. Aber der Vorschlag vonseiten der Klinik klingt doch schonmal sehr vielversprechend und wäre doch auch sinnvoller für dich, gleich die GUK-Ausbildung zu machen, oder wie siehst du das? Jedenfalls ist das alles Andere als eine Absage in meinen Augen :P. Wenn du dich mehrmals beworben hast, ist ja auch ersichtlich, dass du diese Ausbildung (zumindest eine in diesem Bereich) wirklich willst. Da schauen die vielleicht auch mal über ein fehlendes Praktikum drüber weg. Und wenn du trotzdem noch eins machen möchtest, umso besser und meinen Respekt hast du für dieses Vorhaben neben deinem Vollzeitjob. Ich würde mich wirklich freuen, wenn du mir deine Bewerbung schicken würdest und ich dir dann vielleicht auch noch etwas helfen könnte:emba: .

    Meine Entscheidung teile ich dir in jedem Fall mit, spätestens Übermorgen Vormittag:-) :hicks:
     
  16. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Was verstehst du unter Streß? Es gibt ja net nur "schlechten" Streß. Wenn es sich um Disstreß handelt... Wo behindert er dich ganz konkret? Sinkt die Auffassungsgabe und Konzentrationsfähigkeit? Wirst du kopflos und handlungsunfähig? ...

    Elisabeth
     
  17. Postler

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    Hallo Elisabeth! Unter Stress verstehe ich, zu viele Aufgaben erledigen zu wollen und zu müssen und mich selbst dabei zu vergessen. Im Grunde genommen mir zu viel aufzulasten, was ich dann zwar auch alles schaffe, aber eben auf Kosten meines privaten Umfeldes und mir.

    Auffassungsgabe und Konzentrationsvermögen werden dabei jedoch nicht negativ beeinflusst. Bei der Arbeit zeigen sich sowieso kaum Auswirkungen von Stress bei mir. Höchstens, dass ich mir manchmal Dinge zu sehr zu Herzen nehme aber da arbeite ich schon seit gewisser Zeit dran und habe daher auch nicht wirklich Bedenken. Eher nach der Arbeit treten dann die Probleme auf, wenn ich eigentlich zur Ruhe kommen sollte: Ich kann nicht abschalten, bin gereizt meinem Partner gegenüber, Schlafprobleme, Herzklopfen..:|
    Egal was ich mache, aber ich muss generell einen Weg finden mit Stress besser umzugehen und mir Pausen zu gönnen, an den Stellen wo sie nötig sind.
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt** . Ich finde die Aussagen in dem Artikel durchaus nachdenkenswert.

    Wenn ich das auf dein bisherigen Weg übertrage... Ist es nicht eine Leistung sich jedes mal wieder neu zu erfinden, einen neuen Weg zu gehen... und sei er noch so ungewöhnlich? Abiturient >>> Briefträger... und dieser Tätigkeit positive Aspekte abzugewinnen. Hut ab- das kann nicht jeder. Zufrieden sein mit dem hier und jetzt und trotzdem darin nicht verharren sondenr nach neuen Herausforderungen suchen- auch was Positives.
    Net nur träumen, sondern sich aktiv aufmachen und nach einer Ausbildungsmöglichkeit suchen. Nicht zerbrechen an dem negativ verlaufenden, eigentlich ablehnenden, Bewerbungsgespräch sondern trotzdem weiter machen.

    Du hast eine Menge positive Ansätze. Diese Ressourcen gilt es zu nutzen und zu betonen. Schau nicht soviel auf das, was bisher net so lief. Schau auf das, was du bisher geschafft hast. Das ist nicht wenig- auch wenn es dir im Moment wenig erscheinen mag im Vergleich zu manch Gleichaltrigen. Aber wer sagt dir, dass die in ihrem Leben glücklich und zufrieden sind?

    Elisabeth
     
  19. Postler

    Postler Junior-Mitglied

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    Vielen, vielen lieben Dank!!!:engel: Ich sehe, du hast dir wirklich Gedanken gemacht und mich verstanden. Der Artikel hat mich sprachlos gemacht. Ich erkenne mich wider und bin froh, das auch jetzt so ausformuliert hier zu haben. Das schafft auch selbstvertrauen und es fühlt sich an wie eine Umarmung, deine Zeilen zu lesen;) Ich glaube auch, dass alles zum richtigen Zeitpunkt läuft, wie es läuft. Noch kurz vor dem Vorstellungsgespräch wären deine Worte und der Artikel nicht so tief in meinem Herzen angekommen, ich hätte es noch nicht annehmen können. Aber jetzt bin ich einfach froh darüber, wie alles gelaufen ist, dass ich mich mit dem wenigen arrangiert habe und dadurch eben auch gewachsen bin. Es ist im Moment noch ein klein bisschen schwer mir selbst diese positiven Ansäze anzuerkennen aber ich bin wie gesagt echt sehr gerührt.:smlove2:

    Was mir hier generell aufgefallen ist: Keine der Antworten hat wirklich meine Zweifel bestätigt, allesamt haben sie mich nur bestärkt, ohne, dass ich mich überredet gefühlt hätte. Für mich war es das erste Mal, dass ich in einem Forum schreibe und ihr seid echt tolle Forenmitglieder. Alle haben mich ernst genommen und ihr habt mir wirklich, wirklich Mut gemacht und mir viele Ängste genommen. Es wurden hier wirklich alle Erwartungen übertroffen, so viel positives. :smlove2::smlove2::smlove2:
     
  20. kleiner-Schussel

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    Hallo Postler!
    Ich finde es toll, wie sich deine Äußerungen zum Selbstwertgefühl bereits auf diesen 2 Seiten geändert haben.
    Ich wünsche dir, dass du deinen Weg, welcher er auch sein mag, optimistisch und selbstbewusst gehst!

    Wenn du an dich glaubst, kannst du viel bewegen und es auch schaffen!
    Versuche, an dieser Einstellung zu arbeiten (leicht gesagt, ich weiß), nicht, dass es zu einer "self-fulfilling prophecy" wird..
    Glaub an dich, bleibe dir treu, auch wenn es mal nicht so glatt läuft in der Ausbildung, das hat glaube ich jeder in der Pflegeausbildung mitgemacht, dann nicht gleich das Handtuch werfen. Immer gut auf dich selber achten... schau, was dir gut tut zum abschalten(z.B. Sport, Musik, Malen, Handwerkeln...)
     
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