Überarbeitung Pflegeplanung

Dieses Thema im Forum "Pflegeplanung, Pflegevisite und Dokumentation in der Pflege" wurde erstellt von mary_1604, 15.07.2008.

  1. mary_1604

    mary_1604 Senior-Mitglied

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    Hallo an alle,
    ich bin Auszubildende in einer Tagespflege, bis morgen möchte ich eine Pflegeplanung überarbeiten. Hab leider ein paar fragen dazu, hoffe ihr könnt mir helfen. Bei dem AEDL Kommunizieren steht als Ressource: ist orientiert.
    Nun wollte ich als 2.P., schreiben:
    ist teilweise nicht mehr orientiert, aufgrund geringer Flüssigkeitsaufnahme und Depression, würdet ihr das in Klammern setzen ( denkt das er aufgrund seines Diab. mell. Nahrung von einer Mahlzeit aufheben muss, denkt er muss mehr Medikamente bekommen und verlangt diese) oder weg lassen? Trat jetzt nicht so häufig auf.
    R., vertraut Pk, nimmt Hilfe an, trinkt nach Aufforderung und mit Hilfe (oder das lieber bei essen und trinken rein schreiben, doch eigentlich hat das trinken ja schon was mit der verwirrtheit zu tun?)
    Maßnahmen:
    Orientierungshilfen geben (Kalender, Namen vom Personal an Kleidung usw.) oder das lieber nicht schreiben sondern nur
    Situation erklären?
    Danke schon mal im Voraus
    MFG
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Problem: zeitl. und situative Orientierungsschwankungen
    Ursache: zu wenig Flüssigkeitseinfuhr
    Symptome: denkt das er aufgrund seines Diab. mell. Nahrung von einer Mahlzeit aufheben muss, denkt er muss mehr Medikamente bekommen und verlangt diese

    Ressource: vertraut Pk, nimmt Hilfe an, trinkt nach Aufforderung und mit Hilfe

    Ziel: ausreichende Einfuhr

    Maßnahme: Aufklärung über Notwendigkeit zum Trinken
    bilanzierte Einfuhr
    Trinkschema als Hilfe anbieten (zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser/ Saft extra)
    ________________________________________________________________

    Maßnahmen müssen ursachenorientiert sein. Du kannst die Bilanz ja nicht verbessern indem du Kalender aufstellst und Namensschild trägst.

    Elisabeth
     
  3. Susi_Sonnenschein

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    Hallo ihr beiden,
    ich denke schon, dass man, bis die Ursachen der Desorientierung behoben sind, dem Bewohner Orientierungshilfen geben kann. Wenn er grad im Moment desorientiert ist, ist er ja nicht sofort, nur weil er ein Glas Wasser mehr trinkt, orientiert, oder? Und für die Zeit kann ein Kalender oder ein Namensschild schon eine Hilfe sein. Natürlich muss man auch die Bilanz verbessern und den Bewohner zum Trinken anhalten.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Was hilft ein Kalender und ein Namensschild bei den Symptomen?

    Elisabeth
     
  5. Susi_Sonnenschein

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    Hallo,
    nun gut, aber dann müsste zu den Maßnahmen auch Aufklärung über Diabetes hinzugefügt werden, da ihm klar gemacht werden muss, dass er sich an den Ernährungsplan halten muss. Sonst besteht evtl. die Gefahr einer Hypoglykämie. Oder hat er Angst, dass er in eine Hypoglykämie rutscht u. hebt deshalb Essen auf?
    Und man könnte ihm einen Medikamentenplan hinlegen, dann kann er nachzählen, wieviele Medikamente er nehmen muss und schauen, ob genau so viele Tabletten hergerichtet worden sind.
    @Mary_1604: nimmt er denn orale Antidiabetika, die eine Hypoglykämie hervorrufenkönnen oder wird Insulin gespritzt?
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Er denkt dies ja in seiner verwirrten Phase. Welchen Sinn macht da eine Aufklärung? Wie zugänglich mag er Medikamentenplänen in der Situation sein?

    Elisabeth
     
  7. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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    Da wir beide den Bewohner nicht kennen, können wir auch nicht beurteilen, wie zugänglich er in seiner desorientierten Phase auf andere Maßnahmen ist oder wie ausgeprägt die Verwirrtheit in dieser Situation ist. Vielleicht kann Mary_1604 aus unseren Vorschlägen heraussuchen, was am Besten auf diesen Patienten passt!
     
  8. flexi

    flexi Administrator
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    Hallo zusammen,

    ich denke, hier braucht es erst mal eine qualitative Beschreibung, um geeignete Massnahmen herausfinden zu können.

    Wie stellt sich also bei dem bis gerade eben noch orientiertem Patienten nun das "teilweise nicht mehr orientiert"-Sein dar?
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ist meiner Meinung nach beschrieben:
    Dies scheint im Tagesverlauf- je nach Hydrierung- zu schwanken. Offensichtlich treten die Symptome nicht immer auf.

    Elisabeth
     
  10. mary_1604

    mary_1604 Senior-Mitglied

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    Esrt mal danke für eure Bemühungen, es ist mittlerweile ein viertel Jahr vergangen, als die Planung geschrieben wurde, überarbeiten sozusagen aller 3 Monate bei Pat. mit Pflegestufe 3 und da kann sich ja einiges ändern. Er hat ein Rektum CA (Pflege in der Endstufe), er hat in den letzten 3 Monaten ganz schön abgebaut (leider), damals konnte er auch noch mit einem gehstock laufen, mittlerweile ist er rollstuhlbedürftig, und liegt viel. Und seit dem sein Sohn Arbeit hat und nicht mehr zu Hause ist, redet er nur noch auf Ansprache, also er ist deswegen sehr deprimiert.
    Und wie gesagt dadurch, dass er ne viel trinkt wird er wohl so verwirrt sein
     
  11. mary_1604

    mary_1604 Senior-Mitglied

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    Ich bin mir auch ne so sicher, ob das mit dem trinken nur zu essen und trinken gehört oder kann das auch in andere AEDL`s, irgendwo gehört ja doch alles zusammen bzw. ist vieles vom trinken anhängig, wie eben schon geschrieben mit der orientierung, dann hab ich beim AEDL 5 Ausscheiden geschrieben:
    "konzentrierter Urin, aufgrund geringer Flüssigkeitsaufnahme"
    da zählt das trinken ja immer mit rein, ist das richtig so?
    Was kann ich da eigentlich als ziel schreiben: normaler Urin klingt blöd
    oder physiologischer urin?
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Problem: Verschlechterung des AZ und EZ (?)
    Ursache: fortschreitender CA (?)
    Symptome: rollstuhlbedürftig, und liegt viel


    Problem: deperssive Stimmungslage
    Ursache: Sohn hat Arbeit gefunden, dadurch Kontaktminimierung? ( was hat der Sohn sonst gemacht???)
    Symptom: redet er nur noch auf Ansprache

    Elisabeth
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Problem: reduzierte Diurese; Gefahr der Retention von harnpflichtigen Substanzen
    Ursache: mangelnde Flüssigkeitszufuhr
    Symptom: konzentrierter Urin

    Ressource: ???

    Ziel: ausreichende Diurese

    Maßnahme: Aufklärung über Notwendigkeit zum Trinken
    bilanzierte Einfuhr
    Trinkschema als Hilfe anbieten (zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser/ Saft extra)

    Elisabeth
     
  14. mary_1604

    mary_1604 Senior-Mitglied

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    Vielen Dank für die Hilfe, denke dass ich es morgen abgeben kann.
     
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