TVÖD stuft Pflegepersonal ohne Fachweiterbildung auf Intensiv zurück

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von narde2003, 07.04.2006.

  1. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    wie einige meiner Kolleginnen und Kollegen mit entsetzen festgestellt haben, wurden sie zurückgestuft.

    Die Begründung: Ohne Fachweiterbildung ist eine Höhergruppierung nicht vorgesehen.

    Wurde dies bei euch auch schon umgesetzt?

    Viele Grüsse
    Narde
     
  2. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    20.07.2004
    Beiträge:
    4.032
    Zustimmungen:
    15
    Beruf:
    M.Sc., Dipl.-Berufspädagogin (FH); KS; Kinaestheticstrainerin Stufe 2, QMB (TÜV)
    Ort:
    Witzenhausen
    Akt. Einsatzbereich:
    Schule
    Funktion:
    Lehrerin
    Hallo,
    kann dazu zwar nichts asgen..aber: Heisst das nicht, dass Leistung und Fachweiterbildung nun endlich bezahlt werden? :wink:
    Das man weg geht von tätigkeitsorientierter Bezahlung und einen Unterschied macht zwischen den Bildungsabschlüssen?

    Wenn man nun noch einen Schritt weiter gehen und ein Studium ordentlich entlohnen würde......:anmachen:
     
  3. wundtussi

    wundtussi Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    01.11.2004
    Beiträge:
    152
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester/ Wundmanagement - Pflege mit 50%-Freistellung, geprüfte Wundberaterin nach AWM
    Ort:
    Reutlingen
    Funktion:
    Wundmanagement
    Das mit der Rückstufung kann nicht sein, da im Pflegebereich nachwie vor bisher zuerst im BAT nach der entsprechenden KR-Gruppe und Fallgruppe gesucht wird. Sobald die feststehen, wird in die entsprechenden Entgeltgruppe des TVöD übergeleitet. Also können die Mitarbeiter aus diesem Grund nicht zurückgestuft werden. Schon gar nicht, wenn Sie vor dem 30.09.05 bereits beim AG beschäftigt waren. Dies ist im Überleitungstarifvertrag geregelt worden.
    Vielleicht hat es einen anderen Grund?

    Liebe Grüße

    Astrid
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    *zynisch an*
    Womit wir wieder feststellen können: alle sind gleich in der Pflege- egal wie engagiert, egal wieveil Verantwortung, egal wie weiter gebildet... das Geld ist immer das gleiche. *grummel*
    Leistung in der Pflege wird bemessen an den erbrachten Diensten, an der Anzahl der gewaschenen Pat. usw.. Schließlich ist das das wichtigste am Pflegeberuf.
    *zynisch aus*

    In der Pflege wird sich wohl nie was ändern.

    Elisabeth
     
  5. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Hallo Lillebrit,

    es sieht so aus, als ob wir uns dahin bewegen würden.
    Auch ich finde es nur gerecht, dass ich für meine Ausbildung mehr bekomme, als jene Pflegekräfte, die keine Weiterbildung haben.

    Ich hoffe für dich, dass das Studium auch noch honoriert wird.

    @all,
    der Aufschrei war/ist gross, dass dies jetzt passiert ist.
    Nun wird geprüft, man wird sehen, ich bin nicht der TVÖD Experte.

    Unser Haus hat nie nach BAT bezahlt, sondern nach KR, der an den BAT angelehnt ist.

    Schöne Ostern
    Narde
     
  6. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    20.07.2004
    Beiträge:
    4.032
    Zustimmungen:
    15
    Beruf:
    M.Sc., Dipl.-Berufspädagogin (FH); KS; Kinaestheticstrainerin Stufe 2, QMB (TÜV)
    Ort:
    Witzenhausen
    Akt. Einsatzbereich:
    Schule
    Funktion:
    Lehrerin
    Hallo narde,
    bis jetzt werden studierte Lehrer genauso bezahlt wie weiter gebildete....:down:
    Viele behaupten, dass es keinen Unterschied zwischen der zweijährigen Fachweiterbildung und meinem vierjährigen Vollzeitstudium gäbe *ne... klar*

    Kann mir nicht vorstellen, dass das sich inhaltlich wirklich so überschneiden soll...

    Dasselbe gilt ja auch für PDLs mit Weiterbildung vs. Dipl.-Pflegewirten resp. Dipl.-Pflegemanagern.

    Die Kinaesthetics-Qualifikationen würde ein AG quasi als kostenloses "Bonbon" dazu kaufen......
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Hallo Lillebrit,

    das Gleiche gilt auch für die Fachweiterbildung Intensiv.

    Wenn ich ohne Fachweiterbildung das Gleiche kann wie mit, ist dann die Weiterbildung nicht "rausgeschmissenes Geld" und vertane Zeit?

    Meinen Praxisanleiter, gibt es als Zuckerl für den Arbeitgeber dazu.

    Schönen Tag
    Narde
     
  8. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    20.07.2004
    Beiträge:
    4.032
    Zustimmungen:
    15
    Beruf:
    M.Sc., Dipl.-Berufspädagogin (FH); KS; Kinaestheticstrainerin Stufe 2, QMB (TÜV)
    Ort:
    Witzenhausen
    Akt. Einsatzbereich:
    Schule
    Funktion:
    Lehrerin
    Hallo,
    ich denke, Du siehst das schon richtig! Ist auch ein guter Ansatz um die Qualität zu wahren....
    Wer mehr Geld möchte, soll sich um die Fachweiterbildung bemühen.

    In der Psych. war es bei den Kr.-Stufen so, dass man ohne Fachweiterbildung bei 4, 5a und 5 lag.
    Meines Wissens nach gab es Kr.6 nur mit der entsprechenden Weiterbildung ( SPZA oder Fachpflegekraft Psych.).
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    bzw. zur Erkenntnis kommen, dass wir nicht nur hochqualifiziertes Personal brauchen. Der Beweis wird derzeit vieltausendfach erbracht: z.B. Pflege auf Laienniveau- ohne Pflegeprozess, ohne Pflegefachwissen mit Hilfe von "Drehbuch"standards.
    Und den maulenden Kollegen sollte man fragen, was er zuletzt an einen Zivi o.ä. delegiert hat. Wars nicht die GKW, die Erhebung von Vitalwerten usw.? Aus Zeitgründen mußt man so handeln- versteht sich.
    Alles hat seinen Preis und jedes Verhalten wird irgendwann mal gewürdigt... nur leider wollte man wahrscheinlich diese Art der Würdigung nicht erreichen.

    Elisabeth
     
  10. adalbert

    adalbert Stammgast

    Registriert seit:
    01.03.2006
    Beiträge:
    337
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Krankenpfleger, Bachelor of Health Science in Nursing, Dipl.-Pflegewirt
    Ort:
    NRW
    Es muss hier auch mal die Frage gestellt werden warum man überhaupt eine Fachweiterbildung braucht??

    Was darf eine weitergebildete Pflegekraft mehr, was eine exam. PK nicht darf???

    Da gibt es m.E. nichts. Die weitergebildete Kraft hat unbestritten ein höheres Fachwissen, kann dies in der Praxis aber nur beschränkt umsetzen, da viele Aufgaben die sie eigentlich erledigen könnte in den ärztlichen Bereich fallen.

    Solange eine exam. PK dasselbe macht und machen darf wie ein weitergebildete PK stelle ich die Weiterbildung in Frage (rein wirtschaftlich). Der AG hat keinen fassbaren Vorteil.

    Wenn ich dann exam. PK sehe die auf der Intensiv genauso gut pflegen wie weitergebildete, dann sehe ich keinen Grund für eine differenzierte Bezahlung.
    Dies führt zudem zu Unzufriedenheit bei den Angestellten, frei nach dem Motto "warum soll ich genauso viel tun wie derjenige der mehr verdient".

    Also, entweder Fachweiterbildung abschaffen oder die Erweiterung des Tätigkeitsfeldes eine fachweitergebildeten PK.
    Andere Möglichkeiten sehe ich da nicht...

    Gruß
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Muss sich eine höhere Qualifizierung in handwerklichen Tätigkeiten niederschlagen?

    Ich habe meine Tätigkeiten nach der Weiterbildung besser reflektieren können und gezielter mit dem Doc kommunizieren können. Bei mir hat die Weiterbildung zwar primär auch einen Run auf ärztliche Tätigkeiten ausgelöst, der aber schnell in eine andere Richtung umgelenkt wurde: Diagnostik und Therapie in der Pflege. Wobei ich dir recht gebe: die Grundlagen dafür wurden nur ansatzweise in der Fachweiterbildung vermittelt.

    Genau da liegt ein Problem in der Pflege in Deutschland: jeder kann sich etwas annehmen und wird dann nach seinen handwerklichen Fähigkeiten bezahlt.

    *zynischan*Übrigens: auch der Laie kann sich schnell vieles annehmen und dann noch preiswerter arbeiten. Bei wievielen Kollegen gibt es die KPHs auf den Intensivstationen? Was machen diese? Und wäre es nicht sinnvoll, diese Tätigkeiten generell von KPHs durchführen zu lassen? Bleibt mehr Zeit für ärztl. Tätigkeiten. *zynischaus*

    Elisabeth
     
  12. wundtussi

    wundtussi Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    01.11.2004
    Beiträge:
    152
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester/ Wundmanagement - Pflege mit 50%-Freistellung, geprüfte Wundberaterin nach AWM
    Ort:
    Reutlingen
    Funktion:
    Wundmanagement
    Im BAT KR VI, Fallgruppe 6b heisst es:
    "Krankenschwestern mit erfolgreich abgeschlossener Weiterbildung in der Intensivpflege/-medizin in Einheiten für Intensivmedizin mit entsprechender Tätigkeit."

    Im BAT KR Va, Fallgruppe 16 heisst es:
    "Krankenschwestern, die in Einheiten für Intensivmedizin tätig sind."

    Dies bedeutet, dass Leute mit Fachweiterbildung nach TVöD in die Entgeltgruppe 9a kommen müssten, die ohne Weiterbildung in die Entgeltgruppe 8a. Ergo haben sie auch weniger Grundgehalt als jemand mit der Fachweiterbildung Intensiv.

    Liebe Grüße

    Astrid
     
  13. hummel

    hummel Newbie

    Registriert seit:
    18.04.2006
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen!
    Zur Zeit ist es noch so, dass examinierte Krankenpflegekräfte die selben Rechte haben wie fachweitergebildete.
    Grundsätzlich ist die Fachweiterbildung eine Art Meistergrad, (man kann Meister-Bafög beantragen), und, sollte man das Pech haben, einmal gerichtlich belangt zu werden, hätte man mehr Verantwortung als eine examinierte Pflegekraft und dementsprechend würde die Konsequenz daraus heftiger sein.
    Der Trend geht dahin, das Tätigkeitsgebiet der Fachkrankenpflegekraft zu erweitern. Dafür setzt sich zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege stark ein.
    Ich bin also der Meinung, dass Pflegekräfte mit Fachexamen besser entlohnt werden sollten.
    Ausserdem bin ich grundsätzlich für eine leistungsbezogene Bezahlung.
    Es geht nicht an, dass Pflegekräfte, die sich nach dem Examen nicht mehr fortbilden und nur Neuerungen von fortbildungsaktiveren Kollegen "aufschnappen", mit dem gleichen Gehalt nach Hause gehen wie die anderen.
    Wir als Pflegekräfte sollten, ähnlich wie die Ärzte, jedes Jahr über Fortbildungen Punkte sammeln müssen. um unseren Status zu erhalten.
    Nur so verhindern wir, daß unsere Arbeit zur Laienpflege wird.

    Gruß
     
  14. adalbert

    adalbert Stammgast

    Registriert seit:
    01.03.2006
    Beiträge:
    337
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Krankenpfleger, Bachelor of Health Science in Nursing, Dipl.-Pflegewirt
    Ort:
    NRW
    Wo hast du denn das her??? Gibt's da schon Urteile, Gesetze o.ä.?

    Wo ist das denn umgesetzt?? Das die DGF sich dafür einsetzt ist jawohl klar, die sehen ihre Felle davonschwimmen...

    Nicht wenn das System so bleibt wie es ist...

    Da stimme ich zu, dafür bedarf es aber derzeit keine Fachweiterbildung
    jedweder Art.

    Pflegekammer, Registrierung und Reregistrierung min. alle 2 Jahre mit entsprechenden Nachweisen.

    Zur Zeit haben wir 3 jährig ausgebildetes Pflegepersonal und fachweitergebildetes Personal, sowie speziell weitergebildetes Pflegepersonal. Alle haben im Pflegeprozess gleiche Pflichten und Rechte, ihnen werden gleiche Kompetenzen zugesprochen.

    *ketzerischan*Warum soll ich dann auf Station PK x mehr bezahlen als PK y?? Ich kann ja jede fachweitergebildete oder weitergebildete PK mit einer frischexaminierten PK ersetzen. *ketzerischaus*
     
  15. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Hallo,

    ich sage es nur ungern, aber wir kommen vom Thema ab.

    CU
    Narde
     
  16. wundtussi

    wundtussi Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    01.11.2004
    Beiträge:
    152
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester/ Wundmanagement - Pflege mit 50%-Freistellung, geprüfte Wundberaterin nach AWM
    Ort:
    Reutlingen
    Funktion:
    Wundmanagement
    Kein Widerspruch. Der TVöD bietet ab 2007 die Möglichkeit der leistungsgerechten Bezahlung. Allerdings müssen die einzelnen Kriterien dafür in jedem Haus individuell zwischen Mitarbeitervertretung und Arbeitgeber ausgehandelt werden.

    Ich hab die Kriterien der Einstufung für das Personal auf der Intensivstation nach altem BAT nur hier reingestellt, damit ich besser verdeutlichen kann, das bisher eigentlich schon eine unterschiedliche Bezahlung erfolgt sein müsste, um mal wieder auf das eigentliche Thema zurück zukommen.
     
  17. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Hallo Wundtussi,

    bisher war es wohl so, dass Pflegepersonal nach 5-6 Jahren auf Intensiv auch in KR 6 kam. Darüber ärgern sich nun einige Kollegen, die der Meinung waren, warum soll ich mich mit der FWB abquälen, wenn ich so das gleiche Geld bekomme.

    Schönen Tag
    Narde
     
  18. wundtussi

    wundtussi Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    01.11.2004
    Beiträge:
    152
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester/ Wundmanagement - Pflege mit 50%-Freistellung, geprüfte Wundberaterin nach AWM
    Ort:
    Reutlingen
    Funktion:
    Wundmanagement
    Dann wird es sie nicht beruhigen, dass es im Moment für Neueinsteiger nicht mehr möglich ist, ohne Fachweiterbildung nach KR VI zu kommen:verwirrt: .
    Ich kann den Unmut verstehen, kein Thema. Bin ehrlich gesagt, sehr gespannt, was bei den Neuverhandlungen der zukünftigen Eingruppierungsmerkmale heraus kommt. Da es mittlerweile doch etliche Tätigkeitsfelder im Pflegebereich gibt, die bisher nicht erfasst worden sind.
     
  19. neo57

    neo57 Stammgast

    Registriert seit:
    21.02.2006
    Beiträge:
    320
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Hallo,
    ich denke wir erhöhen mit Sicherheit die Qualität der Funktionspflege durch die Weiterbildungen.:lovelove:
    Aber hat vielleicht auch mal jemand bedacht das viele Mitarbeiter in den Funktionsabteilungen erst nach Jahren, sei es aus Kostengründen, Personalmangel oder Ausbildungsplatzmangel von den Dienstgebern zur Ausbildung freigestellt werden.
    So geschehen und weiterhin Praxis im Saarland.

    Wo bleibt das Gleichbehandlungsprinzip (AVR), der Mitarbeiter der aus o.g. Gründen nicht freigestellt werden kann ist zunächst der Verlierer für viele Jahre.

    Neu hinzugekommenen Mitarbeiter können hier oft erst nach 6-8 Jahren zur Fachweiterbildung nach Saarbrücken (Winterbergkliniken) oder nach Homburg (Uniklinik). Gerade diese, die zunächst die meist größere Motivation noch haben werden erst einmal so richtig doll demotiviert.

    Es lebe die Überalterung der Mitarbeiter in der Pflege, denn so läst sich nicht mehr lange für diesen Beruf werben.
    Aber was soll´s, werden wir in Zukunft wieder von Menschen betreut die der Deutschen Sprache kaum mächtig sind.(siehe Ende 60 iger Anfang 70 iger Jahre die Mitarbeiterinen aus Asien - Philipinen)
     
  20. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Ich hab gerade eine Spontanassoziation:

    die klassenlose Gesellschaft der Pflegekräfte:
    Einerseits wir der Klasse aller Pflegenden eine Führungsrolle zuteil (primary nurse), andererseits wird es zum Erhalt der Pflegegesellschaft nowendig sein eigene Interessen dem pflegerischen Gesamtinteresse unter zu ordnen: nämlich eine Gesellschaftsform zu finden, in der „jeder nach seinen Fähigkeiten“ tätig sein und „jedem nach seinen Bedürfnissen“ der gleiche Lohn zuteil werden soll.

    Und wenn jetzt hier einigen Kollegen dies sehr bekannt vorkommt, ... . Das Experiment ist ehedem gescheitert. Ich befürchte das dem Versuch der Pflege alles, aber auch alles gleich zu machen auch kein größerer Erfolg beschieden sein wird.

    Elisabeth
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - TVÖD stuft Pflegepersonal Forum Datum
Werde ich hochgestuft, wenn ich meine Fachweiterbildung Intensiv/Anästhesie mache (TVöD)? Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz 04.04.2010
TVöD - ab wann wird man höher gestuft? Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz 24.10.2008
Einstufung in die P-Tabelle ab Januar 2017 TVÖD K Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz 23.10.2016
450-Euro-Job Tvöd 7a Stufe 4, jetzt AVR (welche Einstufung?) Rund um Tarif- und Arbeitsverträge 23.04.2016
Jobwechsel TV-UK auf TVÖD Rund um Tarif- und Arbeitsverträge 19.04.2016

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.