Trotz Antibiotikum-Therapie isolierte Bewohner betreuen?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Maiglocke, 16.05.2012.

  1. Maiglocke

    Maiglocke Newbie

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    Hallo ihr Lieben,

    ich nehme seit heute Antibiotikum und hab' nun eine - mir doch sehr peinliche - Frage bzw. würde gerne eure Meinung wissen!

    Darf ich während der Einnahme von Antibiotikum, isolierte Patienten (MRSA/ESBL/Pseudomans) betreuen?

    Ich arbeite in einem Pflegeheim für Menschen im Wachkoma und oft haben wir im Team über dieses Thema diskutiert, jedoch ohne einen gemeinsamen Nenner.

    Freue mich über Antworten,

    lg

    ps. ich habe die Suchfunktion genutzt doch jedoch kein passendes Thema gefunden, falls dieser Thread schon existiert, dann war dies keine SPAM-Absicht von mir.
     
  2. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Ich verstehe gar nicht, wieso du unter Antibiotikatherapeie arbeitest?

    Wenn ich so krank bin, dass ich Antibiotika nehmen muss, bin ich ganz froh darüber, wenn mein Hausarzt mich aus dem Verkehr zieht und mich krankschreibt.

    Unter Antibiotikagabe soll man eigentlich gar nicht körperlich schwer arbeiten, sondern sich Ruhe gönnen, um den Heilungsprozess nicht zu gefährden.

    Bleib daheim, dann hat sich deine Frage erübrigt.

    LG opjutti
     
  3. Kalimera

    Kalimera Poweruser

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    Ich wüsste nicht, warum jemand bei Antibiotikaeinnahme keine ORSA/ESBL-Patienten betreuen kann.
    Entscheidend ist doch welche Krankheit zur Einnahme geführt hat. Dabei kann ich mir sehr wohl Krankheiten vorstellen wo ich Antibiotika einnehme und dennoch nicht zu Hause bleiben muss.
     
  4. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Dito!

    Kommt auf die Erkrankung an. Und auf die Maßnahmen. Also mit ner Pneumonie würd ich keinen Nasen7Rachen-MRSA ohne Mundschutz betreuen :-)
     
  5. opjutti

    opjutti Poweruser

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    @Maniac:

    Also, ich glaub´s ja nicht.

    Mit ´ner Pneumonie würde ich nie arbeiten gehen.:schraube:

    LG opjutti
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Weshalb sollte man diese Patienten unter Antibiotika-Einnahme nicht betreuen können (Arbeitsfähigkeit mal vorausgesetzt)?
     
  7. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Welche Krankheiten sollen das sein? Könnt ihr mir ein paar nennen, vllt. stehe ich auf dem Schlauch.

    Aber, wenn ich Antibiotika nehmen muss, habe ich eine bakterielle Erkrankung. Da ich z. B. schon herzgeschädigt bin, sehe ich keinen Sinn darin mit z. B. einer Pneumonie arbeiten zu gehen.

    LG opjutti
     
  8. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Du musst Antibiotika oft über eine Woche oder länger nehmen, bist aber deswegen nicht unbedingt arbeitsunfähig, oder nicht über die ganze Zeit.

    Bei einer Stirnhöhlenvereiterung war ich glaub ich vier oder fünf Tage krankgeschrieben, danach war ich fit, musste aber noch Tabletten einnehmen. Bei einer Kehlkopfentzündung bin ich noch kürzer daheim geblieben. Bei einer Entzündung am Zahn oder Zahnhals (oder wie auch immer die korrekte Bezeichnung lautete) war ich nicht einen Tag krankgeschrieben, beide Male hab ich Antibiotika geschluckt. Außerdem gibt's auch antibiotische Salben - muss ich auch daheim bleiben, wenn ich die benötige? Und wie lange muss ich nochmal Antibiotika schlucken, um einen Helicobacter loszuwerden?

    Mit einer Pneumonie würde ich auch nicht arbeiten gehen, das hat hier aber auch keiner gefordert.

    Inwiefern bin ich unter Antibiose gefährdeter bei MRSA-Patienten? Schützen muss ich mich so oder so.
     
  9. opjutti

    opjutti Poweruser

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    @Claudia:

    Dann lese mal bitte den Beitrag von Maniac. Der schrieb von einer Pneumonie!

    Und die Threadstellerin schrieb von Antibiotikaeinnahme seit heute.

    LG opjutti
     
  10. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Ich hab doch nicht gesagt sie soll mit ner Pneumonie arbeiten ... !? Hier geht es doch garnicht um Pneumonien und etwaige Herzschädigungen, sondern um Antibiosen.
    Und übrigens sprach sie auch nicht davon HEUTE zu arbeiten. Vielleicht hat sie ne AU bis nächste Woche Donnerstag und muss die Antibiose bis Freitag nehmen ...

    Alles Spekulation und nicht das Thema.
     
  11. Eisenbarth

    Eisenbarth Poweruser

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    beispiel für langzeitantibiose bei gleichzeitig nicht eingeschränkter arbeitsfähigkeit:


    minocyclin bei akneiformen hauterkrankungen
     
  12. Baum

    Baum Senior-Mitglied

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    Hey, Maiglocke,

    warum sollte man mit Antibiotika nicht mit Antibiotika-resistenten Patienten arbeiten dürfen? Was waren denn die Argumente dafür?

    Logisch wäre für mich:
    ESBL/MRSA/ORSA u.v.m. = Kontakt/ Tröpfcheninfektionen = bei guter Händehygiene (+Einhaltung der üblichen Schutzmassnahmen) keine grössere Bedrohung, weder für die gesunde noch für die antibiotikaeinnehmende Pflegende

    Bedenklich:
    Ca. 7-40% der Breitbandbevölkerung in DE ist mit antibiotikaresistenten Keimen besiedelt, in den Skandinavischen Ländern hingegen nur ca. 1% (laut RKI)
    (Ursachen werden keine benannt, ob`s an Nahrung oder (MANGELNDER!) (Hände-)hygiene oder beidem liegt, bleibt offen...)

    Interessant wäre:
    Wieviel vom Pflegepersonal sind bereits MRSA-Träger ohne es zu wissen? Ich denk, das ist eher die Frage, wenn du oft mit antibiotikaresistenten Pat. zusammen arbeitest. Bist du schon Träger, ohne das zu wissen? Denn da muss dir nur mal jemand in die Haare gehustet haben (während du ihm z.B. die Schuhe anziehst) und schwuups, wieder einer mehr...
    Gute Hygiene benötigt Zeit- nehme ich mir die Zeit, weil es mir wichtig ist? Wird in Deutschland die Hygiene gelockerter durchgeführt, aufgrund des ständigen Pflegenotstandes? Ist das vielleicht möglich? Oder warum ist der Anteil in Norwegen nur bei 1%?.....

    Bei guter, ordentlicher (Hände-) Hygiene sehr ich da aber eigentlich kein Problem.

    LG
     
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