Tropfen stellen, verdünnen?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Putzi22, 25.05.2010.

  1. Putzi22

    Putzi22 Newbie

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    Hallo erstmal :rofl:

    Letztens gab es bei uns im Kurs eine große Diskussion bezüglich Tropfen stellen. Wie handhabt ihr das?

    Viele Patienten bekommen ja nur wenige Tropfen. Dann ist ja quasi nur eine "Pfütze" auf dem Becherboden. Die Tropfen werden dann mit ein wenig Wasser "aufgefüllt"

    Erst mal: Ist das in Ordnung? Geht da die Wirkiung verloren?

    Und zum Zweiten: Welches Wasser darf man nehmen? Leitungswasser? Abgekochtes Wasser? Mineralwasser?
    Auf den Stationen wo ich war wurde immer Leitungswasser genommen. Doch meine Kurskollegen meinen das seie unhygienisch

    Ich hab bisher niemanden gefunden der mir konkret diese Fragen beantworten konnte und daher hoffe ich auf eure Hilfe

    Liebe Grüße
    Jasemin
     
  2. Schwester Rabiata 2

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    Wir verwenden stilles Mineralwasser. Leider hab ich darüber noch nicht nachgedacht, ob das ok ist....
     
  3. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Bei normalen Patienten: Leitungswasser oder Wasser aus dem Blubberwasserautomaten.
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Das deutsche Leitungswasser wird besser kontrolliert als manches Mineralwasser!

    Ob die Tropfen ihre Wirksamkeit durch die Verdünnung verlieren, müsste die Apotheke wissen. Vermutlich ist das Problem aber nicht die Verdünnung, sondern längeres Stehenlassen, egal ob verdünnt oder nicht. Viele Tropfen sind lichtempfindlich (Metamizol z. B.), daher sind die Flaschen auch oft aus braunem Glas.
     
  5. midsommer

    midsommer Senior-Mitglied

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    Warum sollte Leitungswasser unhygienisch sein? Ist von der Hygiene sauberer, als Mineralwässer.
    Unser Apotheker hat gesagt, verdünnen oder auch das Auflösen von Brausetabletten nur mit Leitungswasser, nicht mit Mineralwasser. Weil die Kohlensäure, also eben die Säure darin, für die Wirksamkeit der Medikamente nicht gut ist.
     
  6. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Hmm, ich will nicht wissen wieviele Millionen Menschen täglich ihre Tropfen zu Hause mit Mineralwasser verdünnt einnehmen ;)

    Kenne es so dass Tropfen mit stillem Mineralwasser gegeben werden, in meinem Ausbildungshaus gab es allerdings nur stilles, da wo ich jetzt arbeite gibts nur welches mit Kohlensäure, hab da allerdings auch noch nie Tropfen verabreicht..
     
  7. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ich persönlich schätze, die meisten Leute zu Hause nehmen ihre Tropfen unverdünnt und mit Hilfe eines Löffels ein - jedenfalls mach ich's so :rofl:
     
  8. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Ich dachte eigentlich verdünnt, weil ich sie immer verdünne für mich.
     
  9. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Kommt ganz drauf an wie fies die Tropfen schmecken, ist ja nicht immer leckerer Kinder-Hustensaft :P
     
  10. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

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    ich verteile sie erst mal unverdünnt, der Pat kann dann selbst entscheiden:
    manche bitten mit Mineralwasser aufzufüllen, andere nehmen sie pur. Paracodein° zB wirken nur pur wirklich, weil sie sie als Film über die Schleinhaut legen.
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Der hier gefragte Bereich gehört zur Pharmazeutischen Technologie- speziell zur Galenik.

    Tropfen gehören zu den Lösungen. In den meisten Tropfen sind die Wirkstoffe homogen- gleichmäßig verteilt. In diese Gruppe gehören neben den Tropfen auch: Augenwässer, wässrige Drogenauszüge, Infusionslösungen- aber auch:
    Arzneiliche Öle, Sirupe.

    Bei Suspensionen wird der mikrofeine Wirkstoffstaub mit entsprechenden Lösungsmitteln versetzt. da hier nicht garantiert werden kann, dass der Wirkstoff homogen verteilt ist, muss er vor jeder Anwendung geschüttelt werden.

    Es gibt verschieden Lösungsmittel: Alkohole, Wasser, Öle.

    Ich denke, es kommt immer auf die Art der Tropfen an. Habe ich eine ölige Lösung, habe ich das Problem, dass diese sich nicht mit Wasser verbinden und unter Umständen am Gläschenrand hängen bleiben. Dieses Problem tritt bei wässrigen Lösungen nicht auf.
    Gleiches gilt für Suspensionen.

    Desweiteren dürfte interessant sein, wo die Aufnahme des Wirkstoffes geplant ist. Ggf. muss ausreichend nachgetrunken werden um den Wirkstoff in den entsprechenden Bereich zu bringen.

    Wichtig ist stets- wenn auffüllen, dann erst unmittelbar vor der Einnahme.

    Ergo: man kann keine Allgemeinaussage treffen. Deshalb: Blick auf den "Waschzettel" und schon weiß Fachfrau/-mann, was wie zu tun oder zu unterlassen ist.

    Elisabeth
     
  12. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Wo ist denn diese Info her??

    Quelle?
     
  13. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    laut Fachinfo dürfen sie bei Bedarf in einem Glas Wasser verdünnt werden.
     
  14. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Richtig, was ich aber vorrangig meinte ist: Das Paracodin durch einen "Film" auf der Schleimhaut wirkt!?

    Opiod --> zentrale Wirkung...


    PS: Hi, wie gehts dir? :-)
     
  15. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Über welche Schleimhaut soll sich der Film legen, ich inhalier die doch nicht, oder?

    lg
    Narde - der es gut geht und alle Bänder gerade heil hat :-)
     
  16. Bruenette

    Bruenette Junior-Mitglied

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    bald Innere!
    auf den normalen stationen (also nicht inteniv o.Ä.) haben wir die tropfen mit ganz normalem wasser aus dem wasserhahn verdünnt. ob die medizinische wirkung jetzt dadurch verloren geht, weiß ich nicht, aber ich denk mal nicht, sonst würd mans ja nicht machen.
     
  17. komori

    komori Newbie

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    Hi,
    ich poste meine Frage mal in diesen "Tropfenthread":

    Wir haben einen Bewohner, der öfters mal seine Tropfen ausspuckt (Novalgin; andere Tropfen, die nicht so bitter sind, nimmt der Bw).
    Wäre es denn okay, die mit Saft zu verdünnen/zu versüßen?
    Eine andere Möglichkeit wäre noch, die mit "besser schmeckenden Tropfen" - Lactulose-Sirup - den er gleichzeitig einnimmt, zu geben, aber ob das so ratsam ist? Vielleicht fallen euch ja auch noch andere Möglichkeiten ein, was man tun könnte.

    LG
     
  18. Schwester Rabiata 2

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    Wie wärs mit Novalgintabletten?
     
  19. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Hi.

    Das Mischen von Medikamenten (die dazu nicht explizit gedacht sind) ist grundsätzlich nicht erlaubt (auch nicht das gemeinsame Mörsern bei Tabletten...^^).

    Passieren wird wohl eher selten tatsächlich etwas...bei Tropfen z.B. eine Ausflockung und Wirksamkeitsverlust. Da man das aber eher nicht weiß, lässt man es lieber bleiben.

    Der Geschmacksproblematik ließe sich vielleicht beikommen, wenn man die Tropfen auf etwas Zucker aufbringt. Dem Auflösen in Saft würde ich wegen der Säure eher kritisch gegenüberstehen. Hier passiert vermutlich auch eher nix....aber weiß man es?
    Tee wäre evtl. noch ne Variante...

    Irgendwie "rechtlich gesichert" ist das aber alles net (außer es steht in der Arzneimittelinfo drin).

    Gruß,

    DS
     
  20. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

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    Monate später: ich hab das nicht aus dem Beipackzettel(!!) sondern aus einer Art "Selbstversuch" bei einer Erkältung mit Reizhusten, der mich nich schlafen ließ...unverdünnt trat die Wirkung sofort ein und hielt länger an.
     
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