Transcutane pO2 und pc02 richtig einschätzen!?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zur Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von Emilia888, 15.04.2009.

  1. Emilia888

    Emilia888 Newbie

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    Hallo ich hab da mal ein paar blöde Fragen, hab schon gegoogelt und im FORUM gesucht aber nix gefunden.:knockin:
    Was bedeutet ein zu hoher pCo2-Wert?
    Was bedeutet ein zu niedriger pCO2-Wert?
    Was bedeutet ein zu hoher pO2-Wert?
    Was bedeutet ein zu niedriger pO2-Wert?
    Bei uns auf Station gelten für die Transkutane Messung beí Neu-und Frühgeborenen folgende Grenzwerte:
    pCO2 40-60
    pO2 40-80
    Vielen Dank schon mal für Antworten.
     
  2. mostbirne

    mostbirne Gast

    hoher pCO2 = Hyperkapnie
    z.B. bei unzureichender Spontanatmung/Atemdepression

    niedriger pCO2 = Hypokapnie
    z.B. Hyperventilation, gesteigerte Atemtätigkeit (Stress, Schmerzen, etc.)

    hoher pO2 = Hyperoxie
    z.B. zu hoher FiO2 am Beatmungsgerät

    niedriger pO2 = Hypoxie
    z.B. bei Atemdepression (Sauerstoffmangel)

    bei uns gelten folgende Referenzwerte (ERWACHSENE/arteriell abgenommen)

    pO2 = 75-110
    pCO2 = 34-45

    grüsse
     
  3. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    Warum stellst Du diese Frage nicht auf Deiner Station?:gruebel:Das soll kein Angriff sein :-)
    Bei uns wird jedem "Frischling" sofort die Bedeutung einer BGA erklärt und nahegelegt , immer wieder bei Unklarheiten nachzufragen...

    lg
     
  4. Emilia888

    Emilia888 Newbie

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    Bin gut eingearbeitet worden, kann mit ner BGA auch was anfangen.
    Meine Frage war mehr auf die transkutane Messung der pO2- und pC02 -Werte bezogen. Denn ich finde die Werte werden immer fleißig gemessen, aber bei Abweichungen nicht wirklich reagiert.
    Deshalb wollte ich wissen was zu hohe oder zu niedriege Werte für die Kinder zur folge hat.:gruebel:

    Denn bei Abweichungen von den Normwerten in der BGA wird reagiert. Ich frage mich dann eben nur wozu dann transkutane Messung!
     
  5. funny24

    funny24 Newbie

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    Bei Früh- und Neugeborenen ist die Transkutane Messung nicht ganz so easy. Bei septischen Kindern oder extremen Frühchen kann die Messung auch völlig falsch zur BGA sein. Deshalb wird oft eine BGA durchgeführt. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass die po²-Werte nur arteriell gemessen vergleichbar sind. Bei venösen oder kapillären BGA's sind die O²-Werte nicht stimmig. Daher wird bei uns weniger auf das pO² geachtet. Bei zu hohem oder zu niedrigem CO² kann das schwerwiegende Folgen für das Gehirn haben. Und zu hohe PO² oder zu niedrige PO² Werte sind z.B. sehr schlecht für die Augen. Frühgeborenen-Rethinopathie. Aber diese ganzen Zusammenhänge solltest du dir wirklich auf Station erkären lassen. Das ist echt sehr komplex. Und ganz ehrlich, viele können das auch nicht erklären oder wissen selbst kaum was darüber. Frage hier doch jemanden, der eine Fachweiterbildung in Intensiv hat, denn die haben das auf alle Fälle gelernt.
     
  6. karola1

    karola1 Stammgast

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    na, überleg doch mal...
    eine transkutane Sonde bleibt in der Regel kontinuierlich am Kind und misst. Die Geräte können auch nachgeregelt werden, wenn die BGA deutlich abweichende Werte anzeigt und somit auf den stets aktuellen "echten" Wert eingestellt werden und zeigen beileibe nicht nur Hausnummern an.
    BGA macht man ja nun nicht alle Stunde (hoffe ich zumindest für die Kinder) und stell dir vor mal vor, da wird um 10 Uhr morgens eine BGA gemacht, die Beatmungseinstellung verändert und erst um 20 Uhr abends gibt es eine neue Kontrolle. Dann hätte das Kind ohne eine Kontron eine sehr lange Zeit unüberwacht und ohne Möglichkeit der Gegensteuerung eine "fixe" Beatmungseinstellung, die es vielleicht gar nicht braucht, sondern im Gegenteil schädlich sein kann.
    Tendenzen im Verlauf der Behandlungszeit lassen sich somit über eine mitlaufende und an aktuelle echte Werte in der BGA auf jeden Fall ermitteln. Guck doch mal bei längeren oder akuten Atemnotsituationen auf die transkutane Sonde, dann wirst du sehen, wie das pCO² hoch-, bzw. runtergeht, und das sogar ziemlich schnell. Bei einer kompletten Tubusverlegung kannst du gar nicht so schnell auf die Zahlen gucken, wie sie in höhere Bereiche steigen.
    Dann sind es noch forensische Gründe, warum ein beatmeter Patient natürlich eine kontinuierliche Überwachung seiner Beatmung und Reaktionen darauf dokumentiert bekommen muss. Wie bei Katecholamintherapie, da misst du ja auch kontinuierlich einen Blutdruck, Ausscheidung, Herzfrequenz etc. und entsprechend wird die Katecholaminzufuhr geregelt.
     
  7. karola1

    karola1 Stammgast

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    Na du bist ja süß, mal so eben eine pauschale Abklatsche zu verteilen...

    Erklär mir doch mal, warum ein zu niedriger pCO²-Wert eine Retinopathie verursacht? Hab ich so noch nicht gehört...

    Auch Werte von kapillären BGA lassen sich für eine Interpretation oder einen Abgleich mit der transkutanen Sonde verwenden, dann nimmt man halt die Differenz der Werte und kann im Verlauf den echten und den Geräte-Wert miteinander in Korrelation setzen.
     
  8. funny24

    funny24 Newbie

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    ich auch nicht, deshalb habe ich ja auch von pO²-werten gesprochen und nicht von pC0². Außerdem habe ich nicht abgewatscht, sondern versucht zu erklären, das dieses Thema selbst bei erfahrenen Kolleginnen und Kollegen graue Haare verursacht.
    Sorry, wenn sich jemand persönlich angegriffen gefühlt haben sollte.
     
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