Tipps für Schnuppertag?

JessesGirl

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Hallo ihr Lieben

Schon bei Beginn meiner Ausbildung als Pflegefachfrau wollte ich irgendwann noch in die Intensivpflege gehen und hatte dann im Rahmen meiner Ausbildung auch 2 Einblickstage bei uns im Haus auf der IPS.
Seit einem knappen Jahr bin ich fertig mit der Ausbildung und hatte mich in den Bewerbungsprozess gestürzt, auf eine der 3 Stellen pro Jahr. Beim Vorstellungsgespräch hatte ich ein wenig das Gefühl, dass sie mir von der Ausbildung abraten wollen (während der Ausbildung keine neurologischen Fälle, weil sie ins Unikrankenhaus kommen, viel zu lernen und trotzdem Schichtdienst, etc.). Ich habe vieles aus meiner Sicht erklärt und dass mir das alles nichts ausmacht. Tut es auch nicht, ich habe ausser meinen Tieren keine Hobbies die Zeitaufwändig sind, keinen Partner und möchte aufgrund der Lage die Ausbildung dort machen, nicht pendeln. Jedenfalls hatte ich nach dem Gespräch ein komisches Gefühl.
Habe der Berufsbildnerin dann als Referenz aber direkt unsere Stationsleitung gegeben, sie haben sich lange im Büro unterhalten und sie gab mir als Rückmeldung "Ich habe von XXX eine sehr gute Referenz über dich bekommen". In welchem Sinne das gemeint war, weiss ich allerdings nicht. Das Zwischenzeugnis meiner Station war soweit auch gut geschrieben.

Nun habe ich in knapp 2 Wochen einen Schnuppertag, nach dem sie dann entscheiden, ob sie mich nehmen oder nicht. Ich werde mit der Berufsbildnerin zusammen einen Patienten übernehmen bis zum Mittag, danach wird das Ganze ausgewertet.

Jetzt zur Frage: Hat mir jemand ein paar Tipps oder Ideen, wie und ob ich mich darauf vorbereiten kann? Ich möchte möglichst gut da stehen und sie davon überzeugen, die Richtige für den Platz zu sein :-)

Herzlichen Dank
 
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Hallo,

abgesehen davon, dass ich nicht weiß, nach welchen Kriterien so etwas in der Schweiz entschieden wird (da ist ja doch manches anders geregelt): sei freundlich, Patient wie Personal gegenüber; stelle Fragen; biete Kollegen Hilfe bei Handreichungen / beim Lagern an (also Eigeninitiative und Teamfähigkeit zeigen). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das schon die halbe Miete ist.
Viel Erfolg!

Gruß
Die Anästhesieschwester
 

JessesGirl

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sei freundlich, Patient wie Personal gegenüber; stelle Fragen; biete Kollegen Hilfe bei Handreichungen / beim Lagern an (also Eigeninitiative und Teamfähigkeit zeigen).
Also so wie immer... wir übernehmen ja zusammen einen Patienten, also werden wir sowieso alles gemeinsam machen. Und plötzlich unfreundlich werde ich wohl nicht werden, arbeite ja nicht den ersten Tag auf dem Beruf ^^
Ne, ich meinte halt worauf ich mich evtl. vorbereiten kann, nicht wie ich mich verhalten muss.
 

amezaliwa

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Finde das sehr spannend.
Es wird bestimmt ein sehr intensiver halber Tag werden.
Ihr betreut zu zweit 1 Patienten. Somit kannst eigentlich immer was fragen, das ist doch gut.
Du kannst das ja vorab ansprechen - Deine Berufsbildnerin ist ja geübt darin, diese Schnuppertage zu gestalten.

Ich find jetzt nicht, dass Du schauen musst anderen zu helfen/ Dich anbieten - lass Dir Zeit (nicht wie auf Station).
Wenn ihr alles fertig habt - ist die Zeit eh rum.
Es gibt durchaus Tage - wo mir 1 Patient wirklich reichen würde - zur Versorgung und Betreuung.
Optimal ist selten - aber dieser Schnuppertag - bietet dazu die besten Voraussetzungen.
Bissl schade, dass Du in der Ausbildung nur 2 Tage auf der ITS hattest - hättest damit einen etwas besseren Überblick.
Aber ist so wie es ist.
Was also raten, womit Du Dich die nächsten 2 Wochen beschäftigen könntest.
Da Du jetzt noch nicht weißt ob Du einen wachen oder vigilanzgeminderten Patienten betreust
nicht weißt ob er/sie intubiert ist oder nicht
nicht weißt inwieweit derjenige sonst wie in der Kommunikation beeinträchtigt ist
wär DAS mein Ansatz. Weil das machbar ist - dass Du Dich damit etwas intensiver auseinandersetzt, mit dem Thema Kommunikation.

Keine Ahnung inwieweit bei Euch Basale Stimulation ein Thema ist - bei uns ist es seit einiger Zeit ein recht großes.
Weiter keine Ahnung inwieweit Du Kenntnisse darin hast und in der Anwendung sicher bist - selbiges was Deine Berufsbildnerin anbelangt.
Lass das jetzt mal offen....

Händedesinfektion? Jo, kannst mal anschaun.
http://www.aktion-sauberehaende.de/ash/global/videotutorial/flash/
 

JessesGirl

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Herzlichen Dank :-)

Ja, bei uns in der Ausbildung macht man nur 3 Praktika zu je einem halben Jahr. Und pro Praktikum stehen dann 2 Tage zur Verfügung, in denen man sich andere Stationen ansehen kann. Da war ich dann auf der IPS.

Wir hatten in der Ausbildung viel über Kommunikation, auch den Grundkurs Basale Stimulation. Angewendet habe ich das aber in den letzten 2 Jahren kaum noch, da wir auf der Chirurgie nicht so viele Patienten haben, bei denen das richtig ausgelebt werden kann. Werde mich da mal wieder ein bisschen einlesen :-)
Zudem ist mir gerade eingefallen, dass auf der IPS ganz anders gelagert wurde, als bei uns. Während bei uns meist nur Mikrolagerungen mit Keil oder Rolle gemacht werden, sind dort auch Bauchlagerung, komplette Seitenlagerung etc. ein Thema.
 

JessesGirl

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So, Schnuppertag ist vorbei und ich habe das Angebot bekommen, ab Januar dort zu arbeiten um mein medizinisches Wissen aufzufrischen, und dann kann ich im März mit der Ausbildung anfangen :klatschspring:
 

amezaliwa

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Das freut mich für Dich.:cheerlead::cheerlead::cheerlead:
Darf ich fragen, wie dieser Tag gestaltet wurde, wie Du ihn selbst erlebt hast?
 

JessesGirl

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Hallo ihr Lieben

Ich wollte mich an dieser Stelle mal wieder melden :-)
Ich arbeite nun den vierten Monat auf der Intensivstation und bin absolut begeistert. Seit einem Monat bin ich offiziell in Ausbildung, vorher war sozusagen ein Praktikum. Ab Mai habe ich dann Blockweise Schule, bin sehr gespannt darauf.

Die Arbeit macht sehr viel Spass, ich vermisse meine vorherige Stelle auf der Chirurgischen Orthopädie kein Stück. Einfach von A-Z Zeit für den Patienten zu haben, weniger Dokumentation, entspannteres Klima und null Überstunden. Gut, letzteres gab es auch auf der Orthopädie nur wenig, wenn man speditiv gearbeitet hat, aber in den vergangenen Wochen auf der Intensiv ist es nicht einmal vorgekommen.

Das Einzige was ich vermisse, sind meine Nachtdienste. Aber ansonsten darf es gerne so weiter gehen.
 
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